Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Histamintest 1)
    Histamintest
    • 1)

    Provokation der Säureleistung des Magens bei alkalischer Nüchternsekretion durch intrakutane Histamininjektion; negativer Effekt (bei 10-min. Magensaftentnahme) bedeutet Achlorhydrie; heute ersetzt durch Pentagastrintest.

  • Histamintest 2): histamine release test
    Histamintest
    • 2)

    • Synonyme: histamine release test

    In-vitro-Histaminfreisetzungs-Test.

  • Histanoxie
    • Hist|anoxie

    Sauerstoffmangel des Gewebes.

  • Histidase
    • Englischer Begriff: histidase

    Histidin-ammoniak-lyase.

  • Histidin
    • Synonyme: His (Abk.); H (Abk.); β-Imidazolylalanin

    • Englischer Begriff: histidine

    als l-H. eine schwach basische u. glucoplastische, proteinogene, in tierischem u. pflanzl. Eiweiß vorkommende halbessentielle Aminosäure (Histidin-freie Ernährung führt zu Leberzellschädigung). Ausscheidung im Harn erfolgt als freies H. (s.a. Histidinurie) u. in Form der Abbauprodukte; s.a. FIGLU-Test. Vorkommen: reichlich im Globin des Blutfarbstoffes (wichtig für Häm-Bindung), in Enzymen (als Protonendonator u. -akzeptor) Bestandteil des aktiven Zentrums.

  • Histidinämie
    • Histidin|ämie

    • Englischer Begriff: histidinemia; histidase deficiency

    selten vorkommender, autosomal-rezessiv vererbter Mangel oder verminderte Aktivität der Histidin-Ammoniak-Lyase (Histidase) in Haut u. Leber. Pathogen.: Als Folge des Enzymblocks kommt es zur Erhöhung der Histidinkonzentration im Blutplasma und zur vermehrten Ausscheidung im Urin. Über einen Nebenweg entstehen durch Transaminierung und nachfolgende Reduktion u. Decarboxylierung die Metaboliten Imidazolpyruvat, Imidazollaktat u. Imidazolacetat. Diese werden ebenfalls im Urin ausgeschieden u. haben diagnostische Bedeutung. Klinik: v.a. Sprachentwicklungsstörung, Ataxie u. Minderwuchs. Ther.: histidinarme Diät. – Als Sonderform die transitorische H. mit vorübergehender Erhöhung des Histidin-Blutspiegels bei Neugeborenen ohne klinische Zeichen.

  • Histidinase
    • Histid(in)ase

    • Synonyme: Histidin-ammoniak-lyase

    • Englischer Begriff: histid(in)ase; histidine deaminase

    die Desaminierung von l-Histidin zu Urocanin katalysierendes Enzym; Mangel führt zu Histidinämie.

  • Histidinbelastungstest
    • Histidin|belastungs|test

    FIGLU-Test.

  • Histidindecarboxylase-Hemmer

      Substanzen, die durch eine Hemmung der Decarboxylierung des Histidins die Bildung von Histamin blockieren; Wirkst.: z.B. Tritoqualin; Anw. als Antiallergikum.

    • Histidinurie
      • Histidin|urie

      • Englischer Begriff: histidinuria

      vermehrte Histidinausscheidung im Harn bei Histidinämie, in der Schwangerschaft, beim Stock-Spielmeyer-Vogt-Syndrom.

    • histio...

        Wortteil „(Körper-, Binde-)Gewebe“; s.a. histo..., fibro...

      • Histiocytoma
        • Histio|cytoma

        Histiozytom.

      • Histiocytoma eosinophilum
        Histiocytoma
        • H. eosinophilum

        eosinophiles Granulom.

      • Histiocytosis X
      • Histiocytosis-X-Gruppe
        Histiozytose
        • Synonyme: Langerhans-Zell-Histiozytose

        • Englischer Begriff: histiocytosis X

        Oberbegriff für eine Gruppe unterschiedlich verlaufender Systemerkrankungen mit Proliferation dendritischer Zellen vom Typ der Langerhans-Zelle u. ontogenetisch verwandter Zellvarianten. Dazu gehören: Abt-Letterer-Siwe-Syndrom u. Hand-Schüller-Christian-Krankheit sowie das eosinophile Granulom.

      • Histiogen
        • Histio|gen

        • Fach: Genetik

        Histokompatibilitätsgen.

      • Histiomycetes
        • Histio|mycetes

        eine Gruppe der Fungi imperfecti (Hyphomycetes).

      • Histiomykose
        • Histio|mykose

        intrazelluläre Vermehrung von Histoplasma capsulatum in Makrophagen des retikulohistiozytären Systems.

      • Histiozyt
        • Histio|zyt

        • Englischer Begriff: histiocyte (fixe; wandering)

        amöboid bewegliche Zelle (= Macrophagocytus stabilis bzw. M. nomadicus) des lockeren Bindegewebes; mit großem Zellleib, zahlreichen Fortsätzen u. hoher Phagozytosefähigkeit; Herkunft aus Blutmonozyten.

      • Histiozytom
        • Histio|zytom

        • Synonyme: Histiocytoma; sklerosierendes Angiom

        • Englischer Begriff: histiocytoma

        gutartiges kapillar- u. zellreiches Fibrom (im engeren Sinne Fibroma simplex Unna) mit nur geringer Faserbildung. Histol.: zumeist Speicherung von Hämosiderin u. Lipiden, Letztere oft in xanthomartig gehäuften Speicherzellen (daher bräunlich-gelbe Färbung), z.T. als Riesenschaumzellen oder sog. Touton-Riesenzellen. Sonderformen: Das Histiocytoma cutis (Weringer-H.) entspricht dem Dermatofibrom, das maligne fibröse H. dem Fibrohistiozytom. S.a. Xanthogranulom.

      • Histiozytose
        • Histio|zytose

        • Englischer Begriff: histiocytosis

        • Fach: Pathologie

        Vermehrung von Histiozyten im Gewebe bzw. deren Vorkommen im Blut.

      • Histiozytose, maligne
        Histiozytose
        • H., maligne

        maligne Retikulose.

      • histo...
      • Histoantigen
        • Histo|antigen

        Gewebsantigen.

      • Histochemie
        • Histochemie

        • Englischer Begriff: histochemistry

        Spezialgebiet der Histologie, befasst mit der Identifikation, Lokalisation („Histotopochemie“) biochemischer Substanzen (einschließlich der Enzyme, Immunkörper etc.).

      • Histodiagnose
        • Histo|diagnose

        • Englischer Begriff: histodiagnosis

        Diagnose aufgrund mikroskopischer (auch histochemischer etc.) Gewebsuntersuchung; s.a. Biopsie, Schnellschnittdiagnostik.

      • Histogenese
        • Histo|genese

        • Englischer Begriff: histogenesis

        die Entstehung der Gewebe als Differenzierungsvorgang der embryonalen Gewebe bis zur endgültigen Gestalt u. Funktionsspezifität.

      • Histogramm
        • Histo|gramm

        • Englischer Begriff: histogram

        • Fach: Statistik

        als Stufen- oder Treppendiagramm die graphische Darstellung quantitativer Daten, wobei die Häufigkeit jedes Messwertes durch die Fläche (bzw. Höhe) eines Rechteckes über der betreffenden Messwertklasse der Abszisse dargestellt wird. – Als Intervall-H. ein H. mit Erfassung der Zeitabstände.

      • histoid
        • histoid

        • Englischer Begriff: histoid

        gewebsartig, -ähnlich, mit weit ausdifferenziertem Gewebe (s.a. Histogenese).

      • Histoinkompatibilität
        • Histo|in|kompatibilität

        • Englischer Begriff: histoincompatibility

        Gewebsunverträglichkeit (s.a. Histokompatibilität).

      • Histokompatibilität
        • Histo|kompatibilität

        • Englischer Begriff: histocompatibility

        die Verträglichkeit zwischen Spender- u. Empfängergeweben bei Organtransplantation. Beruht auf weitgehender oder völliger Übereinstimmung ihrer Histokompatibilitätsantigene u. der klassischen Blutgruppen.

      • Histokompatibilitätsantigene
        • Histo|kompatibilitäts|antigene

        • Synonyme: HLA-Antigene

        • Englischer Begriff: histocompatibility antigens

        genetisch festgelegte (= vererbte) Strukturen an der Oberfläche biologischer Membranen u. im Zellplasma menschlicher u. tierischer Zellen, die – in einem Transplantat übertragen – beim Transplantatempfänger eine Immunreaktion auslösen (u. damit eine Transplantatabstoßung). Sie werden durch Histokompatibilitäts- bzw. Histoinkompatibilitätsgene definierter Genorte (Genloci; HLA-Loci A, B, C, DR) determiniert; s.a. HLA-System, major histocompatibility complex. Ihre Analyse findet praktische Anw. v.a. zur Gewebstypisierung bei der Spender-, Empfängerauswahl vor Transplantationen (Histokompatibilitätstestung).

      • Histokompatibilitätstestung
        • Histo|kompatibilitäts|testung

        • Englischer Begriff: histocompatibility testing

        v.a. In-vitro-Testung auf Histokompatibilitätsantigene; erfolgt mit spezifischen Antiseren (anhand des agglutinierenden bzw. zytotoxischen Titers) u. als Mixed-Lymphocyte-Culture-Test (Lymphozytenkultur, gemischte).

      • Histologie
        • Histo|logie

        • Englischer Begriff: histology

        Wissenschaft u. Lehre vom Feinbau (u. der Funktion) der Körpergewebe.

      • Histolyse
        • Histo|lyse

        • Englischer Begriff: histolysis

        degenerative Auflösung des Zellgefüges; i.w.S. der physiologische oder krankhafte Abbau eines Gewebes, z.B. als „Einschmelzung“ unter Eiterung.

      • Histomere
        • Histo|mere

        teilungsfähige, höher organisierte histologische Bauelemente wie Dünndarmzotten, Drüsenendstücke.

      • Histomorphologie
        • Histo|morpho|logie

        Teilgebiet der Histologie, befasst mit der Histomorphe (= Formen u. Strukturen der Körpergewebe).

      • Histone
        • Englischer Begriff: histones

        gewebsunspezifische niedermolekulare basische Eiweißkörper, die in den Chromosomen mit Desoxyribonucleinsäure Komplexe (Nucleohistone) bilden u. so für die Struktur verantwortlich sind; s.a. Nucleosom.

      • Histopathologie
        • Histo|pathologie

        • Englischer Begriff: histopathology

        Teilgebiet der pathologischen Anatomie, befasst mit den krankhaften Veränderungen der Gewebe; s.a. Zytopathologie.

      • Histoplasma
        • Histo|plasma

        Gattung diphasischer, eine Hefe- u. Myzelphase aufweisender Pilze, die birnenförmige Konidien sowie Chlamydosporen bilden.

      • Histoplasma capsulatum
        Histoplasma
        • H. capsulatum

        • Synonyme: H. muris s. piriforme; Torulopsis capsulata

        H., das im Gewebe kleine parasitische Formen bildet; Endoparasit des retikuloendothelialen Gewebes, Erreger der Histoplasmose.

      • Histoplasma duboisii
        Histoplasma
        • H. duboisii

        Erreger der Afrikanischen Histoplasmose.

      • Histoplasma farciminosum
        Histoplasma
        • H. farciminosum

        • Synonyme: Coccidioides s. Cryptococcus farciminosus

        Erreger der epizootischen Lymphangitis.

      • Histoplasmin
        • Histo|plasmin

        • Englischer Begriff: histoplasmin

        • Fach: Mykologie

        ein Antigen im Kulturfiltrat von Histoplasma capsulatum; dient – im Emmons-Test – zum Nachweis entsprechender Sensibilisierung.

      • Histoplasmom
        • Histo|plasmom

        • Englischer Begriff: histoplasmoma

        Tuberkel-ähnliches Granulom in inneren Organen (v.a. Lunge) bei Histoplasmose, durch Histoplasma capsulatum oder duboisii.

      • Histoplasmose
        • Histo|plasmose

        • Synonyme: retikuloendotheliale Zytomykose

        • Englischer Begriff: histoplasmosis

        Pilzerkrankung des Menschen u. zahlreicher Haus- u. Wildtiere durch Histoplasma capsulatum. Nach Einatmen der Erreger (Staubinhalation) als – evtl. stumme, abortive – Lungenerkrankung oder aber – nach vom Erstherd ausgehender lymphogener Aussaat (Streuung) – als schwere Allgemeinerkrankung („System-Mykose“) in Form einer chronisch schleichenden Retikuloendotheliose (klinisch wie eine Tuberkulose).

        • H., Afrikanische
          H. durch Histoplasma duboisii; verläuft unter Bildung ausgedehnter Hauterosionen... (mehr)
      • Histoplasmose, Afrikanische
        Histoplasmose
        • H., Afrikanische

        • Englischer Begriff: African h.

        H. durch Histoplasma duboisii; verläuft unter Bildung ausgedehnter Hauterosionen u. Metastasen im Skelettsystem.

      • Historadiographie
        • Histo|radio|graphie

        • Fach: Histologie

        s.u. Mikroradiographie.

      • histotoxisch
        • histo|toxisch

        • Englischer Begriff: histotoxic

        schwer gewebsschädigend, z.B. durch Blockade der Atmungsenzyme.

      • histotrop
        • histo|trop

        • 1)
          (bevorzugt) auf Körpergewebe gerichtet; s.a... (mehr)
        • 2)
          trophotrop... (mehr)
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