Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • histotrop 1)
    histotrop
    • 1)

    • Englischer Begriff: histotropic

    (bevorzugt) auf Körpergewebe gerichtet; s.a. Histotropismus.

  • histotrop 2)
    histotrop
    • 2)

    • Fach: Physiologie

    trophotrop.

  • Histotropismus
    • Histo|tropismus

    • Englischer Begriff: histotropism

    positive oder negative Reaktion (Anziehung bzw. Abweisung) eines Mikroorganismus, Parasiten etc. gegenüber Körpergewebe.

  • HIT-Syndrom
    • Synonyme: Abk. für heparininduzierte Thrombozytopenie

    seltene Komplikation nach Applikation von Heparin-Präparaten zur perioperativen Thromboseprophylaxe. Geht mit einer schweren Thrombozytopenie mit massiver intravasaler Gerinnung einher; meist im Extremitätenbereich mit Blockierung der Kapillarstrombahn. H. Typ 1: leichtere, früh beginnende Form; H. Typ 2: schwere, in 25% der Fälle letale Form, die etwas später beginnt.

  • Hitchhike-Bypass
    • Etymol.: engl. hitchhike = trampen, per Anhalter mitfahren

    Kombination von Gefäß-Kunststoffprothese (Oberschenkel) u. körpereigener Vene (kniegelenküberschreitend); verbessert die Offenheitsrate.

  • Hitzebakterien
    • Hitzebakterien

    hypertherme (bei 45–70 °C wachsende) Bakterien.

  • hitzebeständig
  • Hitzedermatitis
    • Hitze|dermatitis

    Dermatitis combustionis.

  • Hitzeerythem
    • Hitze|erythem

    • Fach: Dermatologie

    Erythema caloricum.

  • Hitzekoagulation
    • Hitze|koagulation

    • Englischer Begriff: heat coagulation

    • Fach: Chirurgie

    Gewebskoagulation bzw. -denaturierung durch örtliche Anw. von Hitze, v.a. mittels gedämpften Hochfrequenzstromes (z.B. Elektrokauterisation, Endothermie).

  • Hitzekollaps
    • Hitze|kollaps

    • Synonyme: Hitzeerschöpfung

    • Englischer Begriff: heat collapse; heat exhaustion

    Versagen des peripheren Kreislaufs mit mangelhaftem venösem Rückfluss infolge einer an die – individuelle – Erträglichkeitsgrenze reichenden äußeren Wärmebelastung. Als Vorboten treten Hautrötung u. starke Schweißabsonderung bei Trockenheit der Schleimhäute auf sowie quälender Durst, Kopfschmerzen, Schwindel, Flimmerskotom, Ohrensausen sowie Hitze-kompensierende Schweißsekretion. Übergang in Hitzschlag.

  • Hitzekrämpfe
    • Hitze|krämpfe

    • Synonyme: Hitzetetanie

    • Englischer Begriff: heat cramps

    Muskelkrämpfe als Hitzeschaden v.a. während schwerer körperlicher Arbeit bei Einwirkung strahlender Hitze (v.a. als „Heizerkrampf“). Hauptursache sind Kochsalzverluste durch den der Wärmeabgabe dienenden Schweiß, die zu relativer Vermehrung der Intrazellularflüssigkeit führen. Der Zustand beginnt mit Mattigkeit, Kopfschmerzen, psychischer Reizbarkeit, Brechneigung, Rückgang der Harnbildung, gipfelt in Fibrillieren u. Krämpfen der – schließlich brettharten u. schmerzhaften – Arbeitsmuskulatur.

  • Hitzekrebs
    • Hitze|krebs

    Haut-, Schleimhautkarzinom am Ort jahrelanger Einwirkung strahlender Hitze; z.B. bei Hochofenarbeitern; i.w.S. auch ein Brandnarbenkrebs.

  • Hitzemelanose
    • Hitze|melanose

    • Fach: Dermatologie

    Cutis marmorata pigmentosa.

  • Hitzenberger-Schnupfversuch
    • Hitzenberger-Schnupfversuch

    • Synonyme: H.-Schnüffelversuch

    • Biogr.: Karl H., 1893–1941, Internist, Wien

    • Fach: Röntgenologie

    kurzes, verstärktes Einatmen durch die Nase bei geschlossenem Mund als Zwerchfellfunktionsprobe; bei Zwerchfellschwäche, -lähmung tritt statt der normalen Abwärtsbewegung keine oder gar eine paradoxe Bewegung (Aufwärtsbewegung) entsprechender Zwerchfellabschnitte auf (bei Bronchusstenose außerdem ein gleichseitiges Mediastinalwandern).

  • Hitzepickel
    • Hitze|pickel

    • Fach: Dermatologie

    Miliaria cristallina u. rubra.

  • Hitzeresistenz-Test
    • Hitze|resistenz-Test

    Wärmeresistenz-Test.

  • Hitzeschaden
  • Hitzestar
    • Hitze|star

    • Englischer Begriff: thermal cataract

    Cataracta calorica.

  • Hitzesterilisation
    • Hitze|sterilisation

    • Englischer Begriff: heat sterilization

    z.B. als Heißluft-, Dampfsterilisation.

  • Hitzetod
    • Hitze|tod

    Wärmetod (s.a. Hitzeschaden).

  • Hitzewallung
    • Hitze|wallung

    • Englischer Begriff: hot flushes

    fliegende Hitze im Klimakterium.

  • Hitzig-Zone
    • Hitzig-Zone

    • Englischer Begriff: Hitzig's girdle

    • Biogr.: Julius Eduard H., 1838–1907, Psychiater, Zürich, Halle

    • Fach: Neurologie

    fleck-, feld-, band- oder gürtelförmige Minderung bis Aufhebung der Wärmeempfindung (Thermohyp- bzw. Thermoanästhesie) der Rumpfhaut, meist bei Tabes dorsalis.

  • Hitzschlag
    • Hitz|schlag

    • Englischer Begriff: heat stroke; thermoplegia

    akute schwerste Form des Hitzeschadens bei exogener (durch große Wärmezufuhr bedingter) Hyperthermie u. gleichzeitiger Verhinderung der Wärmeabgabe (Wärmestau bei die Körpertemperatur übersteigender Umgebungstemperatur; begünstigt durch hohe Luftfeuchte). Es tritt eine plötzliche starke Erhöhung der Körpertemperatur auf (bis 44 °C; ab 41 °C lebensbedrohlich) mit nachfolgendem Kreislaufversagen (zuvor evtl. leichte Blutdruckerhöhung). Die Entwicklung wird begünstigt durch Schwäche bzw. Dekompensation der in diesem klimatischen Fall allein der Wärmeabgabe dienenden Schweißsekretion. Es kommt – nach Prodromen (s.a. Hitzekollaps) – zu extrapyramidalen Hyperkinesen, Herdsymptomen, Versagen des Atem- u. Kreislaufzentrums, schweren Irregularitäten der Herztätigkeit, Wärmetod.

  • HIV
    • Synonyme: HI-Virus; Abk. für humanes Immundefizienzvirus

    • Englischer Begriff: human immunodeficiency virus

    Abbildung

    Retroviren vom Typ C; verursachen die HIV-Infektion u. deren Vollbild AIDS; seit 1986 international gültige Bezeichnung. Früher: LAV (Lymphadenopathie-assoziiertes Virus, Erstbeschreibung Montagnier et al.), HTLV III (humanes T-Zell-Leukämie-Virus III., Gallo et al.), ARV (AIDS-assoziiertes Retrovirus, Levy). Neben HIV-1 (mit den Gruppen M, N u. O) wurde in Westafrika eine unterscheidbare Variante entdeckt: HIV Typ 2 (Montagnier 1986). S.a. Abb. Aufbau: Die Core (Kernproteine des HIV) weisen, verglichen mit denen anderer Retroviren, eine sehr konstante Primärstruktur auf. Das HIV-Genom enthält beidendig je eine kontrollierende Sequenz (long-terminal repeat, LTR) sowie die drei typischen Strukturgene „gag“ (für Kernproteine), „pol“ (für Protease + reverse Transcriptase + Integrase) u. „env“ (für Hüllen- = Membranproteine [Glykoproteine]). Eigenschaften: Sämtliche Genprodukte sind immunogen; geringe Kontagiosität u. große Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen oder Desinfektionsmitteln; Übertragung über kleine Haut- oder Schleimhautverletzungen oder durch Blut oder Blutprodukte (Faktor VIII u. XI); Vermehrung in Zellen, die den CD4-Rezeptor tragen (v.a. T-Helfer-Lymphozyten, Makrophagen, Gastrointestinal-Mikrogliazellen). Als Ko-Rezeptoren dienen die Chemokinrezeptoren 4 u. 5 (CXCR4 und CCR5). Die Viren knospen aus den befallenen Zellen aus u. gelangen durch den Blutstrom in den ganzen Körper; Ausscheidung vom Virusträger über Blut, Speichel, Ejakulat bzw. Scheidensekret, aber auch Muttermilch (auch intrauterine Infektion zu 10–20%). Das Immunsystem reagiert auf das Eindringen des Virus mit der Bildung von Antikörpern (AK), die gegen die Kern- u. die Hüllproteine gerichtet sind (v.a. auf dem Nachweis dieser AK beruht die HIV-Diagnostik).

  • HIV-...

      s.u. AIDS-...

    • HIV-Proteinase-Inhibitoren

        HIV-Proteasenhemmer (s.u. Proteasenhemmer).

      • HK
        • HK 1)
          HK
          • 1)

          • Fach: Biochemie

          Abk. für Hexokinase.

        • HK 2)
          HK
          • 2)

          Abk. für Hämatokrit.

        • HKSG
        • Hkt

            Abk. für Hämatokrit.

          • HLA-Locus

              Gen-Locus des HLA-Systems.

            • HLA-System
              • Synonyme: Abk. für Human-Leukocyte-Antigen-System

              • Etymol.: engl.

              • Fach: Immunologie, Genetik

              Abbildung

              Oberflächenantigene (Histokompatibilitätsantigene), die u.a. auf weißen Blutkörperchen vorhanden sind u. ein für die Immunabwehr wichtiges Regulationssystem des Organismus darstellen. Es wird beim Menschen repräsentiert durch zentromernahe, im kurzen Arm (p) des Chromosoms 6 gelegene allele Gene, die als major histocompatibility complex bzw. -system (MHC bzw. MHS) bezeichnet werden. In der Nähe dieses Komplexes finden sich als genetische Marker die Gene für die Phosphoglucomutase 3 u. Glyoxalase (PGM3 bzw. GLO; s.a. Abb). Klassifik.: Nach Lage ihres Gen-Locus werden die Gene in drei funktionelle Klassen eingeteilt: Klasse I mit den Loci HLA-A, -B u. -C, Klasse II v.a. mit HLA-D, DR, DQ, (DO, DN,) DP. Die Gene dieser beiden Klassen, der Haupthistokompatibilitätskomplex, werden ergänzt durch eine dritte Klasse, die in der Immunregion (I-Region) des Chromosoms nahe dem HLA-D-Locus gelegen ist u. die Komplementgene C2, C4 u. Bf enthält. Vorkommen: Genprodukte (Zellmembranantigene) von A, B u. C finden sich in Zellmembranen fast aller kernhaltigen Körperzellen, in höchster Konzentration auf Lymphozyten u. Makrophagen. Von D/DR kodierte Antigene werden dagegen nur in B-Zellen, in aktivierten T-Zellen, in Makrophagen, Endothelzellen, Langerhans-Zellen der Epidermis u. Spermatozyten gefunden. Die Produkte der Klasse III sind Serumproteine. Funktion: Die Genprodukte des MHC sind wichtig für die Aktivierung der Immunantwort, die der Genklasse III für die Komplementaktivierung. Klin. Relevanz: Es besteht eine Assoziation zwischen bestimmten Allelen einzelner Loci des HLA-Systems u. bestimmten Krankheiten, z.B. erworbene Agammaglobulinämie (Mangel an T-Helfer-Zellen); Sarkoidose, Sklerodermie, Sjögren-Syndrom (übermäßige Aktivierung von T-Helfer-Zellen); „Graft-versus-Host-Reaktion“ (Aktivierung von T-Helfer-Zellen u. Fehlen von T-Suppressor-Zellen); Lupus erythematodes, multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis etc. (Fehlen von T-Suppressor-Zellen); seronegative Spondylarthropathien (Bechterew-Krankheit, Reiter-Syndrom, Arthritis nach Yersinia-, Shigella- u. Salmonella-Infektionen: Kreuzreaktivität zwischen Klebsiellen u. HLA-B27); Dermatitis herpetiformis, Zöliakie, Addison- u. Basedow-Krankheit, Myasthenia gravis u. Typ 1 des Diabetes mellitus (HLA-DR-3-assoziierte Autoimmunopathien). Diagn. Relevanz: Vor Transplantationen wird eine Gewebetypisierung durchgeführt, um eine HLA-Inkompatibilität auszuschließen, die zu Abstoßungsreaktionen führen kann. Das System hat serol. Bedeutung auch für Vaterschaftsgutachten.

            • HLP
            • HMC-Syndrom

                (Bixler, Christian u. Gorlin 1969) ein autosomal-rezessiv erblicher Fehlbildungskomplex mit den Hauptsymptomen Hypertelorismus, Mikrotie u. lat. Gesichtsspalten („facial clefting“; Lippen-, Gaumen-, Nasenspalte); ferner Nierendystopie, Herz- u. Handfehlbildungen, verlangsamte psychomotorische Entwicklung.

              • HMG
                • Synonyme: Abk. für human menopausal gonadotropin

                • Etymol.: engl.

                Menotropin.

              • HMG-CoA-...

                  Abk. für Hydroxymethylglutaryl-Coenzym A...

                • HMG-CoA-Reductase-Hemmer
                  • Synonyme: Statine; Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer; CSE-Hemmer (Abk.)

                  • Englischer Begriff: HMG-CoA reductase inhibitors

                  Hemmstoffe der Hydroxymethylglutaryl-Coenzym-A-Reductase; Wirkst.: Hauptsubstanz ist das Lovastatin; ferner z.B. Simvastatin, Pravastatin, Fluvastatin. Anw. als Lipidsenker (senken LDL- u. Gesamtcholesterin).

                • HMM

                    Abk. für Hexamethylmelamin (Altretamin).

                  • HMSN

                      Abk. für hereditäre motorisch-sensible Neuropathie; Typ I u. II s.u. Charcot-Marie-Tooth, Typ III Déjerine-Sottas-Syndrom.

                    • HMV
                      • Englischer Begriff: CMO (cardiac minute output)

                      Abk. für Herzminutenvolumen.

                    • HNANB
                      • Synonyme: Abk. für Hepatitis-Non-A-Non-B

                      s.u. Virushepatitis.

                    • HNCM
                      • Synonyme: Abk. für hypertrophe nichtobstruktive Cardiomyopathie

                      s.u. Kardiomyopathie.

                    • HNO-...
                      • Englischer Begriff: ENT (ear, nose and throat; otorhinolaryngology)

                      Abk. für Hals-Nase-Ohren-...

                    • HNO-Tumoren
                    • HNPCC
                      • Synonyme: Abk. für hereditary non-polyposis colorectal carcinoma

                      • Etymol.: engl.

                      cancer family syndrome.

                    • HNPP
                      • Synonyme: Abk. für hereditary neuropathy with liability to pressure palsies

                      • Etymol.: engl.

                      erbliche Neuropathie mit Neigung zu Drucklähmung.

                    • Hobelspanphänomen
                      • Hobel|span|phänomen

                      weißliche (zersplitternde) Hautschuppung bei Bestreichen z.B. mit einem Spatel, Fingernagel; z.B. bei Pityriasis versicolor.

                    • Hoch...
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