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  • holosystolisch
    • holo|systolisch

    • Englischer Begriff: holosystolic

    • Fach: Kardiologie

    während der gesamten Systole; z.B. als h. Herzgeräusch (Holosystolikum).

  • Holotomie
    • Holo|tomie

    • Englischer Begriff: holotomy

    Totalexstirpation, Radikaloperation.

  • Holotopie
    • Holo|topie

    • Englischer Begriff: holotopy

    • Fach: Anatomie

    auf den Gesamtkörper bezogene Lage eines Organs bzw. Körperteiles.

  • holotrich
    • holo|trich

    • Englischer Begriff: holotrichous

    • Fach: Biologie

    vollständig u. gleichmäßig mit Haaren bzw. Zilien bedeckt.

  • Holst-Prinzip
    • (v.-)Holst-Prinzip

    • Fach: Physiologie

    Reafferenzprinzip.

  • Holt-Kurve
    • Holt-Kurve

    Abbildung

    graphische Darstellung des durchschnittlichen Gewichtswachstums Frühgeborener in Abhängigkeit vom Geburtsgewicht (Abb.).

  • Holt-Oram-Syndrom
    • Holt-Oram-Syndrom

    • Synonyme: atriodigitale Dysplasie

    • Englischer Begriff: Holt-Oram syndrome

    • Biogr.: Mary H., geb. 1924, brit. Kardiologin, London; Samuel O., geb. 1913

    angeborene, autosomal-dominant erbliche Erkrankung mit Fehlbildung des Daumens u. Vorhofscheidewanddefekt. Skelettanomalie kann geringfügig sein, Behinderung der Opponierbarkeit des Daumens, radioulnare Synostose mit Begrenzung der Pronations-Supinations-Fähigkeit. S.a. Herz-Hand-Syndrom.

  • Holter-Monitoring
    • Holter-Monitoring

    • Etymol.: engl.

    zeitgerafftes Langzeit-EKG durch Übereinanderprojektion der QRS-Komplexe (mittels speziellen Kathodenstrahl-Oszilloskops) u. Auswahl besonderer Bandabschnitte.

  • Holter-Ventil
    • Holter-Ventil

    • Englischer Begriff: Holter's ventriculocaval-shunt valve

    • Biogr.: Norman H., 1914–1983, amerik. Biophysiker

    • Fach: Neurochirurgie

    Ventil für die Spitz-Holter-Drainage bei Hydrozephalus. Eine dem Venenkatheter vorgeschaltete Kapsel mit auf bestimmten Liquordruck ansprechendem u. den Blutrückfluss verhinderndem Mechanismus u. mit Schlauchzwischenstück; Kompression ermöglicht auch ein Abpumpen des Liquors.

  • Holtermüller-Wiedemann-Fehlbildung
    • Holtermüller-Wiedemann-Fehlbildung

    Kleeblattschädel.

  • Holthouse-Hernie
    • Holthouse-Hernie

    • Englischer Begriff: Holthouse's hernia

    • Biogr.: Carsten H., 1810–1901, engl. Chirurg

    bilokuläre Hernia inguinalis interparietalis; i.w.S. die kombinierte Schenkel- u. Leistenhernie.

  • Holunderblüten
  • Holzbock
    • Holz|bock

    • Englischer Begriff: castor bean tick

    Ixodes ricinus, verbreitete Zeckenart in Europa; s.a. Zecken, Lyme-Borreliose.

  • Holzknecht
    • Holzknecht

    • Biogr.: Guido H., 1872–1931, Röntgenologe, Wien

    • H.-Raum
      der – im 1... (mehr)
    • H.-Syndrom
      die Röntgensymptome bei Bronchusverlegung durch einen Fremdkörper: Lungenatelektase... (mehr)
  • Holzknecht-Raum
    Holzknecht
    • H.-Raum

    • Englischer Begriff: Holzknecht's space

    der – im 1. schrägen Durchmesser freiprojizierte – Retrokardialraum (der bei Vergrößerung des li. Herzens eingeengt ist).

  • Holzknecht-Syndrom
    Holzknecht
    • H.-Syndrom

    die Röntgensymptome bei Bronchusverlegung durch einen Fremdkörper: Lungenatelektase (jenseits der Enge), gleichseitiger Zwerchfellhochstand, Mediastinalpendeln (= H.-Jacobson-Phänomen ) und/oder -verlagerung zur erkrankten Seite.

  • Holzphlegmone
    • Holz|phlegmone

    subakute bis chronische, schmerzfreie, brettharte Weichteilinfiltration ohne Fieber u. mit nur geringer Eiterbildung, starker Bindegewebsproliferation infolge langsamen Eindringens wenig virulenter Krankheitserreger; i.e.S. als – von der Mund-Rachen-Höhle ausgehende – Reclus-Phlegmone (seitliche Halsphlegmone).

  • Holzschuhform des Herzens
    • Holz|schuh|form (des Herzens)

    • Synonyme: cœur en sabot

    • Englischer Begriff: wooden-shoe heart; sabot h.

    • Fach: Röntgenologie

    die für Fallot-Tetralogie typische Herzsilhouette: kräftig gerundeter, evtl. fast senkrechter linker unterer Bogen u. fehlendes Pulmonalissegment (dadurch stark ausgeprägte Herztaille); s.a. Herzfehler (dort Tab.).

  • Holzschutzmittelsyndrom
    • Holz|schutz|mittel|syndrom

    Krankheitsbild, das sich nach länger dauernder Einwirkung von Holzschutzmitteln (v.a. polychlorierte Biphenyle u. Lindan) auf den Organismus entwickeln kann u. durch Hautveränderungen, neuropathologische u. psychische Auffälligkeiten gekennzeichnet ist.

  • Holzzucker
    • Holz|zucker

    • Fach: Biochemie

    Xylose.

  • Homalographie
    • Homalo|graphie

    • Englischer Begriff: homalography

    Darstellung des Körpers u. seiner Teile anhand von (Quer-)Schnitten.

  • Homans
    • Homans

    • Biogr.: John H., 1877–1954, Chirurg, Boston

    • H.-Operation
      Unterbindung der Vena femoralis an der Einmündung der V. femoralis profunda... (mehr)
    • H.-Zeichen
      bei gestrecktem Bein durch passive Streckung (Dorsalflexion) des Fußes... (mehr)
  • Homans-Operation
    Homans
    • H.-Operation

    Unterbindung der Vena femoralis an der Einmündung der V. femoralis profunda als Embolieprophylaxe bei tiefer Beinvenenthrombose.

  • Homans-Zeichen
    Homans
    • H.-Zeichen

    • Englischer Begriff: Homans' sign

    • Fach: Chirurgie

    bei gestrecktem Bein durch passive Streckung (Dorsalflexion) des Fußes ausgelöster Schmerz in Wade u. Kniekehle als Hinweis auf Thrombose des Unterschenkels.

  • Homatropin
    • Homatropin

    • Synonyme: C16H21NO3

    • Englischer Begriff: homatropine

    synthetischer Mandelsäuretropinester; Atropin-ähnliches Parasympatholytikum mit rascherer u. früher abklingender (ca. 12 Std.) Mydriasis-Wirkung. Anw. v.a. als Hydrobromid.

  • Home-Lappen
    • Home-Lappen

    • Englischer Begriff: Home's lobe

    • Biogr.: Sir Evenard H., 1756–1832, Chirurg, London

    • Fach: Urologie

    hypertrophierter Mittellappen der Prostata.

  • homing
    • Etymol.: engl.

    durch Signalstoffe hervorgerufene Bewegung von Zellen zu den (Organ-)Bezirken, in denen sie ihre spezifische Wirkung entfalten können (wo sie „zu Hause“ sind); z.B. das v.a. durch Selectine vermittelte h. von Leukozyten (v.a. Lymphozyten) im Rahmen der Entzündungs- bzw. Immunreaktion oder das h. der Blutstammzellen zu den Bezirken der Blutbildung im Knochenmark.

  • Hominidae
    • Hominidae

    die Familie „Menschenartige“ [Hominoidea], zu der außer Australopithecus die „echten Menschen“ (= Homininae, Euhomininae) Homo erectus u. H. sapiens gehören.

  • Homme
    • Etymol.: franz.

    Mensch.

  • Homme de verre
    Homme
    • H. de verre

    „Glasmensch“, bei Hoeve-Syndrom.

  • Homme sans cou
    Homme
    • H. sans cou

    „Mensch ohne Hals“ = Träger eines Klippel-Feil-Syndroms.

  • Homo

      die Gattung „Mensch“ der Hominidae; mit aufrechtem Gang u. der Fähigkeit, Werkzeuge u. Feuer zu benutzen.

    • Homo sapiens
      Homo
      • H. sapiens

      ab ca. 300 000 v. Chr.; vom H. erectus (= Pithecanthropus) unterschieden durch größeres Längenwachstum, grazileren Knochenbau, größere Schädelkapazität mit steiler Stirn u. höherer Scheitelwölbung; Unterarten z.B. H. sap. neanderthalensis („Neandertaler“) u. H. sap. sapiens (soweit nicht fossil, H. recens genannt).

    • homo...

        Wortteil „gleich(artig)“, „entsprechend“ (s.a. iso..., homöo..., homoio...), artgleich (neuerdings „allo...“). – chem Präfix für Derivate mit einer CH2-Gruppe mehr als die Stammverbindung.

      • Homoallele
        • Homo|allele

        • Fach: Genetik

        identische Allele mit Strukturunterschieden an identischen Sites eines Gen-Locus.

      • Homocystein
        • Homo|cystein

        • Synonyme: -zystein; Hcy (Abk.)

        • Englischer Begriff: homocysteine

        α-Amino-γ-thiobuttersäure; dem Cystein homologe schwefelhaltige Aminosäure; Zwischenprodukt des transmethylierenden Stoffwechsels, das bei CH3-Anlagerung in Methionin übergeht; steht in physiologischem Gleichgewicht mit Homocystin. S.a. Homoserin.

      • Homocystin
        • Homo|cystin

        • Englischer Begriff: homocystine

        dem Cystin homologe, durch Schwefel- = S-S-Bindung aus 2 Molekülen Homocystein entstehende Aminosäure; ein Intermediärprodukt im Methionin-Cystein-Stoffwechsel; ist bei genetisch bedingtem Enzymblock (Mangel an Cystathion-synthetase) in Blut u. Harn angereichert (Homocystinurie). S.a. Guthrie-Hemmtest.

      • Homocystinurie
        • Homo|cystin|urie

        • H. Typ I
          autosomal-rezessiv erbliche Enzymopathie mit Störung der Cystathionin-Synthese... (mehr)
        • H. Typ II
          autosomal-rezessiv erblicher Defekt der 5,10-Methylentetrahydrofolatreductase... (mehr)
        • H. Typ III
          angeborene Stoffwechselstörungen der Cobalamin-Synthese mit vermehrter... (mehr)
      • Homocystinurie Typ I
        Homocystinurie
        • H. Typ I

        autosomal-rezessiv erbliche Enzymopathie mit Störung der Cystathionin-Synthese. Klinik: marfanoider Wuchs (Marfan-Syndrom) u. Skelettfehlbildungen, Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), z.T. Entwicklungsverzögerung mit geistiger Behinderung, Linsenluxation, clownartige Wangenröte, Thromboembolien. Diagn.: Ausscheidung von Homocystin u. Methionin im Harn, Methioninämie. Ther.: hohe Dosen Vitamin B6 in ca. 50% der Fälle erfolgreich, sonst Einschränkung der Methioninzufuhr mit Substitution von Cystin.

      • Homocystinurie Typ II
        Homocystinurie
        • H. Typ II

        autosomal-rezessiv erblicher Defekt der 5,10-Methylentetrahydrofolatreductase (mit Enzephalo- u. Myopathie, Thrombosen).

      • Homocystinurie Typ III
        Homocystinurie
        • H. Typ III

        • Englischer Begriff: homocystinuria

        angeborene Stoffwechselstörungen der Cobalamin-Synthese mit vermehrter Ausscheidung von Homocystin u. Methylmalonsäure.

      • Homoeostase, epigenetische
        Homöostase
        • H., epi|genetische

        die regulatorische Sicherung der Differenzierungsvorgänge u. Aufrechterhaltung der Differenzierungsunterschiede während der Ontogenese.

      • homogam
        • homo|gam

        • Englischer Begriff: homogametic

        • Fach: Genetik

        nur gleiche Geno- bzw. Phänotypen befruchtend.

      • homogen
        • homo|gen

        gleichartig, gleich geartet, von überall gleicher Struktur, mit gleichen Teil(funktion)en.

      • homogene Strahlung
        homogen
        • h. Strahlung

        • Englischer Begriff: homogenous radiation

        monochromatische bzw. monoenergetische Strahlung.

      • Homogenisat
        • Homo|gen(is)at

        • Englischer Begriff: homogenate

        biologisch aktiver Gewebebrei, gewonnen durch Feinstzerkleinerung (Homogenisierung) frischen Gewebes in Homogenisatoren (z.B. Zentrifuge, Vibrator, Mörser, Mahlwerk etc.); enthält u.a. freigesetzte intrazelluläre Strukturelemente, enzymatische Aktivitäten.

      • Homogentisinsäure
        • Homo|gentisin|säure

        • Englischer Begriff: homogentisic acid

        2,5-Dihydroxyphenylessigsäure (Glykosursäure). Eine alkali- u. sauerstofflabile, beim Menschen als intermediäres Abbauprodukt von Phenylalanin u. Tyrosin entstehende Säure; wird durch Homogentisat-1,2-dioxygenase (Homogentisinase) weiter abgebaut, tritt aber infolge spezifischen Enzymmangels bei Alkaptonurie im Harn auf (Homogentisinurie) u. wird dort, v.a. im alkalischen Milieu, oxidativ in schwarzbraune „Alkaptonkörper“ umgewandelt (Ochronose).

      • Homoglykane
        • Homo|glykane

        • Englischer Begriff: homoglycans

        Polysaccharide mit nur einem Monosaccharid-Typ als Baustein, z.B. Cellulose, Amylose, Amylopektin.

      • homoio...

          Wortteil „gleich(artig)“, „entsprechend“ (s.a. homo..., homöo..., iso...).

        • Homoioplastik
          • Homoio|plastik

          • Englischer Begriff: homoplasty

          Plastik mit allogenem Transplantat.

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