Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Hypersomnie
    • Hyper|somnie

    • Englischer Begriff: hypersomnia

    • Fach: Neurologie

    sehr starkes Schlafbedürfnis; z.B. bei Vergiftungszuständen, (dienzephalem) Hirntumor, Encephalitis epidemica, Pickwickier-Syndrom; anfallsweise bei Narkolepsie.

  • Hypersomnie, periodische
  • hypersonorer Schall
    • hyper|sonorer Schall

    bei Perkussion Klopfschall von sehr heller, voller Klangfarbe (Töne hoch, lang anhaltend); v.a. über vermehrt lufthalt. Lungengewebe u. bei Pneumothorax.

  • Hyperspermie
    • Hyper|spermie

    • Englischer Begriff: hyperspermia

    Samen-, Ejakulatmenge > 5 ml.

  • Hyperspleniesyndrom
    • Hyper|splenie(syndrom)

    • Synonyme: Hypersplenismus

    • Englischer Begriff: hypersplenism

    qualitative u. quantitative Zunahme aller oder einzelner Milzfunktionen auf ein Vielfaches der Norm (evtl. mit Auftreten von Fehlfunktionen = Dyssplenismus). Führt, auch ohne Milzvergrößerung („Milztumor“, Splenomegalie), zu Zellverarmung (Zytopenie) des peripheren Blutes, d.h. zu Anämie (evtl. Hyperhämolyse, Retikulozytose), Granulozyto- u./oder Thrombozytopenie (s.a. Panzytopenie) sowie zu Knochenmarkhyperplasie. Als primärer H. bei Banti-Krankheit, als sekundärer H. der H. bei Krankheiten mit Milzvergrößerung, so bei Pfortaderhypertonie, Infektionskrankheiten (z.B. bei Kala-Azar, Malaria, Felty-Syndrom), malignen Lymphomen, Speicherkrankheiten (Thesaurismosen, v.a. Gaucher-Syndrom), Autoimmunkrankheiten (z.B. Erythematodes), Leberzirrhose. Die Blutzellenverarmung dürfte Folge eines gesteigerten Zellabbaus in der, Blutstase aufweisenden, Milz sein (eine diskutierte depressive H. infolge Splenomegalie-bedingter Knochenmarkhemmung ist umstritten). – Hypersplenismus auch Bez. für Splenomegalie. S.a. Hepatosplenomegalie.

  • Hypersteatose
    • Hyper|stea|tose

    • 1)
      Fettsucht, Adipositas... (mehr)
    • 2)
      vermehrte Talgabsonderung der Haut... (mehr)
  • Hypersteatose 1)
    Hypersteatose
    • 1)

    • Fach: Pathologie

    Fettsucht, Adipositas.

  • Hypersteatose 2)
    Hypersteatose
    • 2)

    • Englischer Begriff: hypersteatosis

    • Fach: Dermatologie

    vermehrte Talgabsonderung der Haut.

  • Hypersthenurie
    • Hyper|sthen|urie

    • Englischer Begriff: hypersthenuria

    Ausscheidung eines konzentr. Harns (spezif. Gewicht > 1,025).

  • Hypertelorismus
    • Hyper|tel|orismus

    • Englischer Begriff: hypertelorism

    überweiter Abstand zwischen 2 Organen, i.e.S. der der Augen (= okulärer H.; z.B. – infolge bds. Keilbeinfehlbildung – beim Crouzon-, Apert-, Greig-, HMC-Syndrom).

  • Hypertensin
    • Hyperten|sin

    Angiotensin.

  • Hypertension
    • Hyper|ten|sio(n)

    • Englischer Begriff: hypertension

    Hypertonie.

  • Hypertension, portale
  • Hypertensionsenzephalopathie
    • Hyper|tensions|enzephalo|pathie

    • Synonyme: Hyper|tensions|syndrom

    • Englischer Begriff: hypoxic hypertensive encephalopathy

    Hirnschaden als Folge eines Sauerstoffmangels (Hypoxie) durch verkrampfungsbedingte Engstellung der Blutgefäße u. Hirnödem als lebensbedrohliche Komplikation einer mit Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) einhergehenden Nierenerkrankung. Weist außer Oligurie zunehmend Zeichen des Hirndrucks auf, führt zu Koma mit Krämpfen u. Pyramidenbahnzeichen („eklamptische Urämie“).

  • hypertensiv
    • hyper|tensiv

    • Englischer Begriff: hypertensive

    blutdrucksteigernd, mit hohem Blutdruck.

  • hypertensive Erkrankung in der Schwangerschaft
    hypertensiv
    • h. Erkrankung in der Schwangerschaft

    EPH-Gestose.

  • Hyperthekose
    • Hyper|thekose

    • Englischer Begriff: hyperthecosis

    Hyperplasie der Thekazellen des Eierstocks.

  • Hyperthelie
    • Hyper|thelie

    • Englischer Begriff: hyperthelia

    Abbildung

    Überzahl an Brustwarzen. S.a. Abb.

  • Hyperthermie
    • Hyper|thermie

    • Englischer Begriff: hyperthermia; hyperthermy

    Überwärmung des Körpers gegen die Tendenz des Wärmeregulationszentrums (im Gegensatz zum Fieber), d.h. bei zu starker Wärmezufuhr (z.B. durch Wärmeeinstrahlung, im heißen Bad, s.a. Wärmetherapie) oder bei starker Wärmebildung (durch starke körperl. Belastung) ohne hinreichende Möglichkeit zur Wärmeabgabe; s.a. Hitzschlag.

  • Hyperthermie, künstliche
    Hyperthermie
    • H., künstliche

    • Englischer Begriff: induced h.; artificial h.

    gezielt erzeugte H.; z.B. – meist in Kombination mit anderen Therapieformen (z.B. als Mehrschritt-Therapie [v. Ardenne]) – bei der Behandlung bösartiger Tumoren (erhöhte Temperaturempfindlichkeit von Tumorzellen); entweder als Ganzkörper-H. (Wärmezufuhr z.B. durch Wassermatten oder Bluterwärmung im extrakorporalen Kreislauf) oder als organbegrenzte H. (lokoregionale H.; z.B. durch Ultraschall, elektromagnet. Wellen).

  • Hyperthermie, maligne
    Hyperthermie
    • H., mali|gne

    • Englischer Begriff: malignant h.

    v.a. bei (Klein-)Kindern vorkommende lebensbedrohliche Narkosekomplikation mit rasch ansteigender Körpertemperatur bis > 42 °C. Pathogen.: beruht auf einer – autosomal-dominant erblichen – Störung der Skelettmuskelfunktion, vermutet wird eine Alteration des Ryanodinrezeptors. Wird u.a. ausgelöst durch Succinylcholin (sofort), Inhalations- (verzögert), Lokalanästhetika. Ther.: sofortiger Narkoseabbruch, reine O2-Beatmung, Dantrolen-Natrium als Kausaltherapie, Kühlung mit kaltem Wasser oder Eiskies, Mannit u. Furosemid zur Behandlung des drohenden Nierenversagens infolge Myoglobinurie, Azidosebekämpfung.

  • Hyperthermie, transitorische
    Hyperthermie
    • H., transitorische

    vorübergehende H.; v.a. die bei Frühgeborenen in den ersten Lebenstagen infolge Flüssigkeitsmangels, Hyperelektrolytämie; s.a. Hyperpyrexie.

  • Hyperthermie, zentrale
    Hyperthermie
    • H., zentrale

    H. durch Störung im Wärmeregulationszentrum bei intakter peripherer Wärmeregulation.

  • Hyperthermobakterien
    • Hyper|thermo|bakterien

    Thermophile.

  • Hyperthiämie
    • Hyper|thi|ämie

    vermehrter Schwefelgehalt des Blutes; i.w.S. die Hypersulfatämie (Sulfatvermehrung [bei Nierenversagen]).

  • Hyperthymie
    • Hyper|thymie

    • Englischer Begriff: hyperthymia

    • Fach: Psychologie

    übermäßige psychomotorische Aktivität; z.B. bei Manie.

  • Hyperthymismus
    • Hyper|thymismus

    • Englischer Begriff: hyperthymism

    • Fach: Pathologie

    fehlende natürliche Rückbildung bzw. Hyperplasie des Thymus (Status thymolymphaticus).

  • Hyperthyreose
    • Hyper|thyreose

    • Synonyme: -thyreoidie; -thyreoidismus

    • Englischer Begriff: hyperthyroidism

    Abbildung   Tabelle

    Überangebot von Schilddrüsenhormonen. Ätiol.: meist bedingt durch eine Überfunktion der Schilddrüse oder Schilddrüsenhormonüberdosierung, selten durch extrathyreoidale Schilddrüsenhormonsynthese. Hauptursachen sind die Immunthyreopathie u. die Schilddrüsenautonomie. Eine Einteilung der H. zeigt die Tab. Klinik: Klassische Symptome der H. sind Gewichtsabnahme bei gesteigertem Appetit, Nervosität, Diarrhö, Hitzeintoleranz u. Hyperhidrosis, Haarausfall, Müdigkeit, Muskelschwäche, Zyklusstörungen, Tachykardie u. Rhythmusstörungen, Tremor, Hyperreflexie u. systolischer Hypertonus; zusätzlich bei Basedow-H. die endokrine Orbitopathie, u. das prätibiale Myxödem. Vor allem bei älteren Patienten können diese Symptome ganz oder teilweise fehlen, eine vergrößerte Schilddrüse findet sich nicht immer, so dass eine manifeste oder intermittierende H. übersehen werden kann. Diagn.: Zum Ausschluss einer H. wird das basale TSH bestimmt, Nachweis durch die direkte Bestimmung des freien Thyroxins (fT4) u. des freien Gesamt-Trijodthyronins (fT3). Die Bestimmung des Gesamthormonspiegels (tT4 u. tT3) kann wegen der Proteinbindung der Hormone (TBG) zu Fehldiagnosen führen. Weitere diagnostische Maßnahmen bei Nachweis einer H. sind Antikörperbestimmungen (Autonomie/Immunthyreopathie), Schilddrüsensonographie und -szintigraphie; eine Schilddrüsenpunktion ist nur in Ausnahmefällen indiziert. Kompl.: thyreotoxische Krise als lebensbedrohliche Verschlimmerung der hyperthyreoten Funktionslage, z.B. bei unzureichender Behandlung, zusätzlichen Belastungen (Zweiterkrankung, Infektionen, Unfälle, Operationen) oder nach Jodapplikation bei vorbestehender, unerkannter thyreoidaler Autonomie. Ther.: zunächst immer medikamentös mit Thyreostatika (Thiamazol, Carbimazol); definitive Behandlungsverfahren bei Persistenz oder Rezidiv sind Operation oder Radiojodbehandlung.

  • hyperton
    • hyper|ton

    übermäßig tonisiert (Tonus), mit höherem osmotischem Druck als das Blut bzw. entsprechende Körperflüssigkeit. S.a. Hypertonie.

  • Hypertonie
    • Hyper|tonie

    • Synonyme: -tonus; Hypertension

    • Englischer Begriff: hypertension

    Erhöhung eines Drucks oder einer Spannung über die Norm, z.B. neur der erhöhte Spannungszustand der Muskulatur (bei Krankheiten des extrapyramidal-motorischen Systems) oder der (erhöhte) Hirndruck. Wird oft gleichgesetzt mit Bluthochdruck (arterielle Hypertonie).

    • H., adrenale
      endokrine H. bei Phäochromozytom (evtl... (mehr)
    • H., arterielle   Abbildung  Tabelle
      chronische Erhöhung des arteriellen Blutdrucks, wobei nach WHO der systolische... (mehr)
    • H., arteriosklerotische
      arterielle H. bei generalisierter Arteriosklerose (v.a... (mehr)
    • H., endokrine
      arterielle H. infolge übermäßiger Hormonbildung, z.B... (mehr)
    • H., essentielle
      H. ohne nachweisbare Ursache, bedingt durch erhöhten Strömungswiderstand... (mehr)
    • H., fixierte
      anhaltender Erfordernishochdruck zur Sicherstellung der Organdurchblutung... (mehr)
    • H., kardiovaskuläre
      arterielle H. infolge Erkrankung des Herzens oder großer, herznaher Gefäße... (mehr)
    • H., labile
      arterielle H., bei der vorübergehend auch normale Blutdruckwerte auftreten... (mehr)
    • H., maligne
      schwere Verlaufsform der essentiellen H. oder der Spätzustand einer sekundären... (mehr)
    • H., neurogene
      arterielle H. infolge Schädigung der für die Kreislaufregulation zuständigen... (mehr)
    • H., paroxysmale
      Blutdruckanstiegskrise, v.a... (mehr)
    • H., portale
      Erhöhung des Pfortaderdrucks auf über 6 mmHg mit nachfolgender Ausbildung... (mehr)
    • H., pulmonale
      konstante Mitteldruckerhöhung im Lungenarteriensystem auf Werte > 22 mmHg... (mehr)
    • H., renale
      sekundäre arterielle H. infolge einer Nierenerkrankung... (mehr)
    • H., sekundäre
      durch Erkrankung eines Organs ausgelöste arterielle H., z.B... (mehr)
  • Hypertonie, adrenale
    Hypertonie
    • H., ad|renale

    • Englischer Begriff: adrenal h.

    endokrine H. bei Phäochromozytom (evtl. nur Blutdruckkrisen), Aldosteronismus, Cushing-Syndrom.

  • Hypertonie, arterielle
    Hypertonie
    • H., arterielle

    • Synonyme: Bluthochdruck

    Abbildung   Abbildung   Tabelle

    chronische Erhöhung des arteriellen Blutdrucks, wobei nach WHO der systolische Wert > 139, der diastolische > 89 mm Quecksilbersäule beträgt. Für die Diagnose müssen mindestens dreimal erhöhte Blutdruckwerte bei mindestens zwei verschiedenen Gelegenheiten gemessen werden. Die H. gilt als Risikofaktor für arteriosklerotische Gefäßerkrankungen mit ihren zahlreichen Folgen (v.a. Apoplexia cerebri, Myokardinfarkt, Niereninsuffizienz, arterielle Verschlusskrankheit). Ätiol. u. Klassifik.: Nach der Krankheitsentstehung werden zwei grundsätzliche Formen unterschieden, die essentielle u. sekundäre H. Klinik: Beide Formen sind klinisch geprägt durch das „hypertensive Syndrom“, d.h. durch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Leistungsminderung, Einschränkung der Nieren- u. Herzleistung, Schäden des Zentralnervensystems (Apoplexie, Hypertensionsenzephalopathie); als akute Komplikation die Blutdruckkrise. Die Stadieneinteilung erfolgt nach WHO (s. Tab.). Ther.: Schema zum therapeutischen Vorgehen (nach WHO u. International Society of Hypertension) u. zur Stufentherapie mit Antihypertonika (Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdrucks) s. Abb. Beim sekundären Bluthochdruck Behandlung der Grundkrankheit. S.a. Drosselungs-, Elastizitäts-, Erfordernis-, Entzügelungs-, Minutenvolumen- u. Widerstandshochdruck.

  • Hypertonie, arteriosklerotische
    Hypertonie
    • H., arterio|sklerotische

    • Englischer Begriff: arteriosclerotic h.

    arterielle H. bei generalisierter Arteriosklerose (v.a. als Altershochdruck) als Folge verminderter Windkesselfunktion mit Erhöhung des elastischen Gefäßwiderstandes; mit großer Druckamplitude (diastolischer Druck erniedrigt, normal oder wenig erhöht), Pulsus celer et altus, betontem Aortenton.

  • Hypertonie, endokrine
    Hypertonie
    • H., endo|krine

    • Englischer Begriff: endocrine h.

    arterielle H. infolge übermäßiger Hormonbildung, z.B. bei Phäochromozytom u. Aldosteronismus, geringer bei Cushing-Syndrom, adrenogenitalem Syndrom, im Allg. bedeutungslos bei Hyperthyreose, durch Ovulationshemmer (ist rückbildungsfähig), i.w.S. auch bei Schwangerschaftstoxikose (durch Renin-ähnliche Plazentastoffe).

  • Hypertonie, essentielle
    Hypertonie
    • H., essentielle

    • Synonyme: genuine H.; idiopathische H.; primäre H.

    • Englischer Begriff: essential h.; primary h.; idiopathic h.

    H. ohne nachweisbare Ursache, bedingt durch erhöhten Strömungswiderstand infolge anfangs rein funktioneller, später organischer Engstellung der arteriellen Strombahn (v.a. der Arteriolen). Begünstigt durch familiär-erbliche Disposition, Konstitution (bevorzugt bei Fettleibigkeit), Bewegungsarmut, seelische Belastungen (Zivilisationsschäden, Stress etc.). Die Diagnose kann erst nach Ausschluss sekundärer Formen gestellt werden. Beim Erwachsenen liegt in über 95% der Fälle eine essentielle H. vor.

  • Hypertonie, fixierte
    Hypertonie
    • H., fixierte

    • Englischer Begriff: fixed h.

    anhaltender Erfordernishochdruck zur Sicherstellung der Organdurchblutung bei arterieller H.; s.a. Hypertonie, maligne.

  • Hypertonie, kardiovaskuläre
    Hypertonie
    • H., kardio|vaskuläre

    • Englischer Begriff: cardiovascular h.

    arterielle H. infolge Erkrankung des Herzens oder großer, herznaher Gefäße (v.a. der Aorta), d.h. bei vergrößertem Schlag- u. Minutenvolumen u. verminderter Dehnbarkeit dieser Gefäße (v.a. der Windkesselfunktion; Ausnahme: Isthmusstenose). Typisch mit systolischer Drucksteigerung bei normalem oder erniedrigtem Mitteldruck. Vorkommen z.B. bei Aortenklappeninsuffizienz, Aortenisthmusstenose, Aortenatheromatose.

  • Hypertonie, labile
    Hypertonie
    • H., labile

    • Englischer Begriff: labile h.

    arterielle H., bei der vorübergehend auch normale Blutdruckwerte auftreten.

  • Hypertonie, maligne
    Hypertonie
    • H., maligne

    • Englischer Begriff: malignant h.

    schwere Verlaufsform der essentiellen H. oder der Spätzustand einer sekundären H. mit erheblicher fixierter diastolischer Druckerhöhung (> 120 mmHg). Führt zu schnell fortschreitender Nierenschädigung (meist mit Papillenödem, Netzhautblutung u. -exsudat) mit tödlicher Urämie.

  • Hypertonie, neurogene
    Hypertonie
    • H., neuro|gene

    • Englischer Begriff: neurogenic h.

    arterielle H. infolge Schädigung der für die Kreislaufregulation zuständigen – peripheren oder zentralen – nervalen Strukturen. Als Entzügelungshochdruck z.B. bei Aortenbogensyndrom, nach Schädelverletzung (mit Schädigung der Hirnnerven IX oder X), bei Hirntumor, Polyneuropathie, Meningitis, Poliomyelitis u. anderen neurotropen Krankheiten, Vergiftungen; als sog. zentrale H. infolge Schädigung des Depressorenzentrums der Medulla oblongata. Im fremdsprachigen Schrifttum auch Oberbegr. für die essentielle H.

  • Hypertonie, paroxysmale
    Hypertonie
    • H., paroxysmale

    • Englischer Begriff: paroxysmal h.

    Blutdruckanstiegskrise, v.a. bei Phäochromozytom.

  • Hypertonie, portale
    Hypertonie
    • H., portale

    • Englischer Begriff: portal h.

    Erhöhung des Pfortaderdrucks auf über 6 mmHg mit nachfolgender Ausbildung von portosystemischen Umgehungskreisläufen. Ätiol.: gesteigerter splanchnischer Blutfluss u. Zunahme des prä- (z.B. Milzvenenthrombose), intra- (prä- oder postsinusoidal, z.B. Leberzirrhose) oder posthepatischen Widerstands (z.B. Budd-Chiari-Syndrom). Klinik: Splenomegalie, Caput medusae u. Aszites. Kompl.: Blutungen aus Ösophagus-, Fundus-, Stoma- u. Duodenalvarizen sowie aus Hämorrhoiden. Folgeerkrankungen: portale hypertensive Gastropathie, antrale Gefäßektasien, hypertensive Kolopathie, hepatische Enzephalopathie und Aszites. Einteilung der Krankheitsstadien mittels Child-Pugh-Klassifikation.

  • Hypertonie, pulmonale
    Hypertonie
    • H., pulmonale

    • Englischer Begriff: pulmonary h.

    konstante Mitteldruckerhöhung im Lungenarteriensystem auf Werte > 22 mmHg in Ruhe. Ätiol.: herzbedingte Stauung im kleinen Kreislauf (z.B. Mitralvitien, Linksherzinsuffizienz), Gefäßverkrampfung vor dem Kapillargebiet (z.B. infolge Hypoxie bei Höhenaufenthalt, obstruktivem Lungenemphysem, nach lungenverkleinernden Operationen), sekundärer Gefäßschwund (bei Lungenfibrose, destruktivem Lungenemphysem), Hyperzirkulation im Lungenkreislauf mit nachfolgender lichtungseinengender Gefäßerkrankung (z.B. bei Herzfehler mit großem Links-rechts-Shunt; s.a. Eisenmenger-Reaktion), rezidivierende Lungenembolien, Nebenwirkung bei Einnahme bestimmter Appetitzügler, primäre Lungengefäßverengungen (idiopathische = primär vaskuläre p. H.). S.a. Cor pulmonale.

  • Hypertonie, renale
    Hypertonie
    • H., renale

    • Englischer Begriff: renal h.

    sekundäre arterielle H. infolge einer Nierenerkrankung. Häufigste H.-Form im Kindesalter (2/3 der Fälle) Ätiol.: bei Enge oder nach Unterbindung der Nierenarterie, Nierenhypoplasie etc. (reno|vaskuläre H.; s.a. Renin, Goldblatt-Effekt, Drosselungshochdruck); nach Nierenkrankheiten (z.B. interstitielle oder glomeruläre Nephritis), wahrscheinlich ausgelöst durch die Freisetzung pressorischer Substanzen (reno|parenchymale H.); nach tierexperimenteller bds. Nephrektomie (Ausfall des „Medullins“ = Prostaglandin A2?; reno|prive H.).

  • Hypertonie, sekundäre
    Hypertonie
    • H., sekundäre

    • Synonyme: symptomatische H.

    • Englischer Begriff: secondary h.; symptomatic h.

    durch Erkrankung eines Organs ausgelöste arterielle H., z.B. als endokrine, renale, pulmonale, kardiovaskuläre H. Im Alter häufig renovaskuläre Ursachen.

  • Hypertonikerherz
    • Hyper|toniker|herz

    • Fach: Röntgenologie

    das Herz (bzw. die Herzfigur) bei arterieller Hypertonie; zunächst konzentrische Hypertrophie mit Linksverbreiterung u. mit Aortenbogenverlängerung u. -verbreiterung; bei Dekompensation linksventrikuläre Herzdilatation, Vergrößerung des linken Vorhofs, Lungenstauung.

  • hypertonisch
    • hyper|tonisch

    • Englischer Begriff: hypertonic

    Hypertonie bzw. erhöhten Tonus (= Spannung, z.B. als Muskelhypertonie) bzw. erhöhten osmotischen Druck (hyperton) betreffend.

  • hypertonische Lösung
    hypertonisch
    • h. Lösung

    hypertone Lösung.

  • Hypertonus
    • Hyper|tonus

    • Englischer Begriff: hypertonia, -tonicity

    erhöhter Tonus (hyperton); i.e.S. patho die Hypertonie.

  • Hypertrichosis
    • Hyper|trichosis

    • Synonyme: -trichiasis

    • Englischer Begriff: hypertrichosis

    übermäßige, allgemeine oder örtlich begrenzte, Dichte der natürlichen Körperbehaarung, z.B. bei H. vera oder bei Tierfellnävus, Naevus pilosus. Bei Frauen nicht androgenabhängig (s.a. Hirsutismus).

17480