Medizin-Lexikon: Einträge mit "I"

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  • Indolenz
    • Indolenz

    • Englischer Begriff: indolency; insensitivity to pain

    Schmerzlosigkeit, psych, neur Gleichgültigkeit, Schmerzunempfindlichkeit.

  • Indolylessigsäure
    • Indolyl|essigsäure

    • Synonyme: IES (Abk.); Acidum indolyl-3-aceticum

    • Englischer Begriff: indoleacetic acid; IA(A) (Abk.)

    über Indolylbrenztraubensäure u. Indolylacetaldehyd entstehendes Tryptophan-Abbauprodukt; Wuchsstoff in Pflanzen (Auxine). Bei Phenylketonurie u. Hartnup-Syndrom ist die Ausscheidung im Harn vermehrt.

  • Indometacin
    • Indometacin

    • Synonyme: 1-(4-Chlorbenzoyl)-5-methoxy-2-methyl-3-indolessigsäure

    • Englischer Begriff: indomet(h)acin

    • Fach: Pharmazie

    nichtsteroidales Antirheumatikum. Wirkung: schwach analgetisch u. antipyretisch; NW: Magen-Darm-Störungen, Kopfschmerzen, Schwindel.

  • Indophenol-oxidase
    • Indo|phenol-oxidase

    Cytochrom-oxidase.

  • Indophenolblau
    • Indo|phenol|blau

    • Synonyme: α-Naphtholblau

    • Englischer Begriff: indophenol blue

    Farbstoff, der als gesättigte Lsg. in 70%igem Alkohol zur Fettfärbung in Geweben genutzt wird.

  • Indoramin
    • Englischer Begriff: indoramin

    ein peripherer α1-Rezeptorenblocker (s.u. Alpharezeptorenblocker); Anw. als Antihypertensivum.

  • Indoxyl
    • Ind|oxyl

    • Englischer Begriff: indoxyl

    3-Hydroxyindol; Oxidationsprodukt des Indols (dort Formel); gelbe, in wässriger Lsg. gelbgrün fluoreszierende Kristalle; entsteht z.B. bei bakterieller Zersetzung von Tryptophan im Darm (im Harn ausgeschieden als Indoxylglucuronsäure oder als Indoxylschwefelsäure bzw. Indikan). Nachweis durch Farbreaktion mit Eisenchlorid (FeCl3; Rotfärbung) oder Oxidation zu Indigo (blau).

  • Indoxylurie
    • Ind|oxyl|urie

    • Englischer Begriff: indoxyluria

    Ausscheidung von Indoxyl(-Verbindungen) im Harn, v.a. als Indoxylschwefelsäure; vermehrt z.B. bei Ileus.

  • Inducer
    • Etymol.: engl.

    • Fach: Genetik

    Induktor.

  • Induktion
    • Etymol.: latein. inducere = einführen, veranlassen

  • Induktion 1)
    Induktion
    • 1)

    • Englischer Begriff: induction

    • Fach: Physik

  • Induktion 2)
    Induktion
    • 2)

    • Englischer Begriff: induction

    • Fach: Biologie

    • I., embryonale
      Auslösung eines Wachstums- oder Differenzierungsvorgangs an einer Zell(grupp)e... (mehr)
    • I., enzymatische
      Enzyminduktion (induziert werden kann auch die Enzymrepression!); s.a... (mehr)
  • Induktion 3)
    Induktion
    • 3)

    • Englischer Begriff: induction

    • Fach: Physiologie

    Beeinflussung oder Auslösung eines neuronalen Vorgangs durch einen anderen.

  • Induktion 4)
    Induktion
    • 4)

    • Synonyme: psychische „Infektion“

    • Englischer Begriff: psychic infection

    • Fach: Psychologie

    Übertragung einer Einsicht – unabhängig von deren Wahrheitsgehalt – von einer Person auf die andere als Folge suggestiver Vorgänge, i.e.S. die Folie à deux (Induktionspsychose).

  • Induktion, elektromagnetische
    Induktion  >  Induktion 1)
    • I., elektro|magnetische

    Auftreten einer elektr. Spannung (u. damit eines Stromes) in einem geschlossenen Leiter durch dessen Relativbewegung zu einem äußeren Magnetfeld.

  • Induktion, embryonale
    Induktion  >  Induktion 2)
    • I., embryonale

    Auslösung eines Wachstums- oder Differenzierungsvorgangs an einer Zell(grupp)e durch Einwirkung einer anderen Zell(grupp)e oder exogenen Reizeinfluss (z.B. Licht).

  • Induktion, enzymatische
    Induktion  >  Induktion 2)
    • I., enzymatische

    Enzyminduktion (induziert werden kann auch die Enzymrepression!); s.a. Induktor, Jacob-Monod-Modell, Derepression.

  • Induktion, magnetische
    Induktion  >  Induktion 1)
    • I., magnetische

    s.u. Magnetfeld.

  • Induktionschemotherapie
    • Induktions|chemo|therapie

    • Synonyme: neoadjuvante I.

    • Englischer Begriff: induction chemotherapy; Down-Staging

    Abbildung

    präoperative (präradiotherapeutische) Behandlung mit Zytostatika (Chemotherapie) zur Verkleinerung eines zunächst sehr ausgedehnten malignen Tumors, um diesen danach möglichst vollständig operativ u./oder strahlentherapeutisch entfernen zu können. Beim Mammakarzinom wird eine I. auch angewendet, um bei fortgeschrittenen lokalen Befunden anschließend eine brusterhaltende Therapie durchführen zu können. S.a. Schema; Chemotherapie, neoadjuvante.

  • Induktionstumor
    • Induktions|tumor

    • Englischer Begriff: induced tumor

    • Fach: Pathologie

    durch äußere Einflüsse „induziertes Neoplasma“. S.a. Karzinogenese.

  • induktiv
    • Englischer Begriff: inductive

    • Fach: Physik

    auf Induktion beruhend; einleitend.

  • Induktor
    • Induktor

    • 1)
      körpereigener oder -fremder Stoff, der Wachstum u. Differenzierung embryonaler... (mehr)
    • 2)
      belebter oder unbelebter Stoff (z.B... (mehr)
  • Induktor 1)
    Induktor
    • 1)

    • Englischer Begriff: inductor

    • Fach: Genetik

    körpereigener oder -fremder Stoff, der Wachstum u. Differenzierung embryonaler Gewebe u. Organe induziert. S.a. Induktion (2); Operon.

  • Induktor 2)
    Induktor
    • 2)

    • Englischer Begriff: inducer

    belebter oder unbelebter Stoff (z.B. Mykoplasmen bzw. virale Nucleinsäure, Pilzextrakt), der die endogene Produktion eines anderen Stoffes anregt; s.a. Operator-Gen.

  • Induratio
    • Induratio

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: induration

    Verhärtung, Induration.

  • Induratio penis plastica
    Induratio
    • I. penis plastica

    • Synonyme: IPP (Abk.); Peyronie-Krankheit; Penisfibromatose

    • Englischer Begriff: plastic induration of the penis; penile fibromatosis; Peyronie's disease

    flache strangförmige oder flächenhafte I. des männl. Gliedes (massive Vermehrung kollagener u. elastischer Fasern u. Rundzellinfiltration in Septum penis u. Tunica albuginea). V.a. am Penisrücken, meist hinter der Eichel beginnend, evtl. bis zur Symphyse, in das Septum intercavernosum u. die Schwellkörper fortschreitend, rel. häufig mit Kalkablagerung, Knorpel- oder Knochenbildung („Penisknochen“); Penishaut verschieblich, Miktion regelrecht. – In ca. 10% kombiniert mit Dupuytren-Kontraktur, seltener mit Ledderhose-Syndrom. IPP kann zu ausgeprägten Penisdeviationen und erektiler Dysfunktion führen.

  • Induration
    • Induration

    • Englischer Begriff: induration

    umschriebene oder diffuse krankhafte Verhärtung u. Verdichtung eines Gewebes oder Organs durch reaktive Bindegewebshyperplasie (= fibröse I.), v.a. als Folge chronischer Entzündung oder Stauung. I.w.S. gleichgesetzt mit „indurativer Prozess“ als Bezeichnung für Schrumpfung, bindegewebige Organisation, Szirrhus, Obliteration, Sklerose sowie für – ätiologisch unklare – Bindegewebsdysplasien, z.B. Dupuytren-Kontraktur, Induratio penis plastica. – Besondere Formen: granulierte I. (mit körniger Ober- oder Schnittfläche, z.B. der Leber bei Zirrhose); interstitielle I. (I. des interstitiellen Bindegewebes, v.a. der Lunge bei kardialer Stauung, Emphysem, Hamman-Rich-Syndrom, Pneumokoniose, nach interstitieller Pneumonie); braune, rote oder zyanotische I. (v.a. bei Mitralvitien vorkommende Stauungs-I. der Lunge, Leber, Milz u. Niere, mit bläulich-dunkelroter bis fleischfarbener Verfärbung infolge Kapillardilatation u. -wandquellung sowie Erythrodiapedese, ferner mit fettiger Degeneration, Vermehrung bzw. Verdichtung der Gitterfasern u. des interstitiellen Bindegewebes; später Schrumpfung [z.B. zyanot. Schrumpfniere], zunehmend bräunliche bis rostfarbene Pigmentierung durch Hämosiderose [braune I.], in der Leber zusätzlich gelblich-kupferne Lipofuscin-Ablagerung, [Herbstlaub-, Muskatleber]); schiefrige I. der Lunge (I. bei gleichzeitiger Anthracosis; mit grauer bis tiefschwarzer Pigmentierung des hyperplastischen Bindegewebes durch Ruß-, Kohlepartikel; meist als „Pigmentzirrhose“ im Bereich von Lungennarben, Silikoseknötchen, Lymphknoten).

  • indurativ
    • indurativ

    • Englischer Begriff: indurative

    mit Induration einhergehend.

  • induriert
    • Englischer Begriff: indurated

    verhärtet (Induration), verdichtet (= sklerosiert; Sklerose).

  • Indusium griseum
    • Indusium griseum

    dünne Schicht grauer Substanz (Rindenrudiment) auf der Balkenoberfläche.

  • indux
    • indux

    • Etymol.: latein.

    einleitend, zu Beginn; z.B. Crepitatio indux.

  • induziert
    • Englischer Begriff: induced

    auf Induktion beruhend; durch äußere Umstände herbeigeführt.

  • induziertes Irresein
    induziert
    • i. Irresein

    • Synonyme: i. Wahn

    • Englischer Begriff: i. insanity

    Folie à deux.

  • inermis
    • in|ermis

    • Etymol.: latein.

    waffenlos, unbewehrt.

  • inert
    • in|ert

    • Englischer Begriff: inert

    untätig, (reaktions)träge.

  • Inertia
    • In|ertia

    • Englischer Begriff: inertia

    Trägheit.

  • Inertia uteri
    Inertia
    • I. uteri

    • Englischer Begriff: uterine i.

    Wehenschwäche.

  • Inf.

      Abk. für Infus.

    • inf.
      • Fach: Anatomie

      Abk. für inferior.

    • Infans
      • Infans

      • Synonyme: infantes (Plur.)

      • Etymol.: latein.

      Kind.

    • infantilis
      • infantil(is)

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: infantile

      kindlich, im Kindesalter; psych kindisch. S.a. Infantilismus.

    • Infantilismus
      • Englischer Begriff: infantilism

      • I., physischer
        dem Kindesalter entsprechender Zustand einzelner Organ(system)e oder des... (mehr)
      • I., psychischer
        Bestehenbleiben kindlicher Denk- u. Verhaltensweisen im Erwachsenenalter... (mehr)
      • I., sexueller
        (mehr)
      • 1)
        psychischer I. mit Entwicklungshemmung des Geschlechtstriebes (u. damit... (mehr)
      • 2)
        Gonadendysgenesie und Hypogonadismus... (mehr)
    • Infantilismus, physischer
      Infantilismus
      • I., physischer

      • Synonyme: somatischer I.

      dem Kindesalter entsprechender Zustand einzelner Organ(system)e oder des Gesamtorganismus im Missverhältnis zum Lebensalter (Minderwuchs). Idiopathisch oder als Entwicklungshemmung infolge verschiedenster Grundleiden (z.B. bei Blut-, Herz-, Lungen-, Leber-, Nierenkrankheiten, endokrinen Störungen, bei genetischen Schäden u. Embryopathien).

    • Infantilismus, psychischer
      Infantilismus
      • I., psychischer

      Bestehenbleiben kindlicher Denk- u. Verhaltensweisen im Erwachsenenalter; die Gesamtpersönlichkeit behält in komplexer Weise kindliche Wesenszüge bei, z.B. erhöhte Anschmiegsamkeit, mangelhafte Selbstständigkeit; s.a. Puerilismus.

    • Infantilismus, sexueller
      Infantilismus
      • I., sexueller

      • 1)
        psychischer I. mit Entwicklungshemmung des Geschlechtstriebes (u. damit... (mehr)
      • 2)
        Gonadendysgenesie und Hypogonadismus... (mehr)
    • Infantilismus, sexueller 1)
      Infantilismus  >  Infantilismus, sexueller
      • 1)

      psychischer I. mit Entwicklungshemmung des Geschlechtstriebes (u. damit Störung verantwortlicher u. eigenbewusster Partnerschaftsverhältnisse);

    • Infantilismus, sexueller 2)
    • Infarkt
      • Infarkt

      • Englischer Begriff: infarct(ion)

      schnell erfolgter, umschriebener Untergang (Nekrose) eines Organs oder Gewebes infolge eines (sub)akuten, absoluten, zu Sauerstoffnot (Ischämie) führenden örtlichen Durchblutungsstopps. Entsteht wegen Verlegung der zuständigen Schlagader bei Fehlen eines kompensierenden Kollateralkreislaufs. Größe u. Form (meist keil- oder kegelförmig) entsprechen der Verzweigung des blockierten Gefäßabschnitts. Ätiol.: v.a. Embolie, Thrombose, Gefäßabklemmung, Endangiitis obliterans, Arteriosklerose. Patho.: Histologisch findet sich eine Koagulations- oder Kolliquationsnekrose im – nachgeschalteten – Versorgungsgebiet der anatomischen (z.B. bei Milz-, Nieren-, Lungen-, Leber-, Netzhautinfarkt) oder funktionellen Endarterie (z.B. bei Myokard-, Hirninfarkt; s.a. Harnsäure-, Lipoid-Kalk-, Plazentainfarkt).

    • Infarkt, anämischer
      Infarkt
      • I., an|ämischer

      • Synonyme: ischämischer I.

      • Englischer Begriff: anemic i.

      I., dessen Nekrosegebiet durch Blutleere gelb, bräunlich oder grau-blass (z.B. bei Nieren-, Milz-, Myokard-I.), u.U. rein weiß (z.B. Plazentainfarkt, Encephalomalacia alba) erscheint. Überragt häufig infolge reaktiver Schwellung (Plasmainfiltration) die Organoberfläche; im Anfangsstadium scharfrandig abgegrenzt (außen durch intensiv-hyperämische, innen durch leukozytäre, von Plasma maximal durchströmte Randzone mit Lipoidanhäufung); später Entquellung und Schrumpfung u. allmählicher Ersatz der kernlos gewordenen Nekrose durch eine meist eingezogene Narbe.

    • Infarkt, blander
      Infarkt
      • I., blander

      steriler I.

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