Medizin-Lexikon: Einträge mit "I"

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  • Infektionswechsel
    • Infektions|wechsel

    • Englischer Begriff: change of infection

    durch Zusammenbruch der Abwehrkräfte, chemotherapeutischen Selektionsdruck etc. bedingter Erregerwechsel (u. damit Änderung des Krankheitsgeschehens) im Verlauf einer Sepsis, Harnwegsinfektion etc.

  • infektiös
    • Englischer Begriff: infectious

    ansteckungsfähig, ansteckend, übertragbar.

  • Infektiosität
    • Englischer Begriff: infectiosity

    die Fähigkeit eines Mikroorganismus, sich von Wirt zu Wirt übertragen zu lassen, an ihm zu haften, sich zu vermehren u. in dessen Gewebe einzudringen; i.w.S. auch die Kontagiosität einer ansteckenden Krankheit bzw. des Erkrankten.

  • Infektkette
    • Infekt|kette

    • Synonyme: Seuchenkette

    • Englischer Begriff: chain of infection

    die Art der Erregerübertragung von Wirt („Spender“) zu Wirt („Empfänger“) auf direktem oder indirektem Weg ohne Berücksichtigung der Auswirkung.

  • Infektkette, heterogene
    Infektkette
    • I., hetero|gene

    die Erregerübertragung von einem poikilothermen (z.B. Milbe, Zecke, Fliege) auf einen homoiothermen Wirt (z.B. Glossina palpalis → Mensch bei der Schlafkrankheit).

  • Infektkette, homogene
    Infektkette
    • I., homo|gene

    I. von Warm- auf Warmblüter.

  • Infektkette, homonome
    Infektkette
    • I., homo|nome

    I. einer Krankheit, für die nur eine Art empfänglich ist; z.B. der Mensch für Masern, Scharlach, Typhus abdominalis, Diphtherie etc.

  • Infektkrampf
    • Infekt|krampf

    Fieberkrampf.

  • Infeldblendung
    • Infeld|blendung

    Blendung durch Lichtquelle in Blickrichtung des Auges; bewirkt vorübergehenden zentralen Gesichtsfeldausfall.

  • inferior
    • inferior

    • Synonyme: inf. (Abk.)

    untere(r); z.B. Lobus inf., Ganglion inferius.

  • infertilis
    • infertil(is)

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: infertile

    unfruchtbar.

  • Infertilität
    • Englischer Begriff: infertility

    Unvermögen, eine Frucht bis zur Lebensfähigkeit auszutragen (= Impotentia gestandi); i.w.S. jede Form der Sterilität (2).

  • Infestation
    • Englischer Begriff: infestation

    „Infektion“ mit einem Parasiten, der sich nicht im Wirt vermehrt (z.B. Bandwurm). S.a. Invasion.

  • Infibulation
    • Englischer Begriff: infibulation

    Verschluss des Präputiums bzw. der Schamlippen im Altertum u. bei Naturvölkern zur Verhütung von Masturbation u. Koitus.

  • Infiltrat
    • Infiltrat

    • Englischer Begriff: infiltrate

    in ein Körpergewebe eingedrungene körpereigene oder -fremde Substanz (z.B. zellreiches Exsudat, Blut, Harn, Tumorzellen, Medikament); i.w.S. auch die intrazellulär in abnormer Menge abgelagerte Substanz (z.B. Fetttröpfchen; s.a. Degeneration, fettige). S.a. Ödem, Induration. – Auch Bez. für den durch Infiltration veränderten (im Röntgenbild evtl. „verdichteten“) Gewebsbezirk (z.B. als Lungeninfiltrat).

  • Infiltrat, entzuendliches
    Infiltrat
    • I., entzündliches

    • Englischer Begriff: inflammatory i.

    Gewebsveränderungen durch umschriebene Infiltration im Rahmen einer Entzündung mit überwiegend zellulärem Exsudat in Parenchym u. Interstitium sowie Vermehrung u. Vergrößerung ortsständiger Histiozyten u. Fibroblasten; histologisch unterschieden je nach Dominanz der – v.a. durch Diapedese – eingewanderten Blutelemente, z.B. als eitriges, eosinophiles, lymphozytäres I.

  • Infiltrat, leukämisches
    Infiltrat
    • I., leuk|ämisches

    • Englischer Begriff: leukemic i.

    Abbildung

    enge Durchsetzung von Geweben (z.B. Haut) mit weißen Blutzellen unterschiedlicher Reife bei Leukämie (s. Abb.).

  • Infiltrat, lupoides
    Infiltrat
    • I., lupoides

    • Englischer Begriff: lupoid i.

    Ansammlung epitheloider Zellen im Korium, unter Glasspateldruck apfelgeleeartiger Fleck. Charakteristisch für Lupus vulgaris.

  • Infiltration
    • Infiltration

    • Synonyme: Infiltrierung

    • 1)
      krankhaft vermehrtes, meist örtlich begrenztes Eindringen, -wandern oder... (mehr)
    • 2)
      Einbringen von Substanzen in Gewebe durch Injektion; Infiltrations... (mehr)
    • I., netzige
      Ausbreitungsform des Mikrokarzinoms mit kurzer Latenzzeit: diffuse, wurzel-... (mehr)
  • Infiltration 1)
    Infiltration
    • 1)

    • Fach: Pathologie

    krankhaft vermehrtes, meist örtlich begrenztes Eindringen, -wandern oder -sickern von regulären, krankhaften oder fremdartigen Zellen, Gewebsstrukturen, Flüssigkeiten etc. in das bindegewebige Interstitium oder Zellinnere, z.B. Leuko- u. Erythrodiapedese bei Exsudation, infiltrierendes Wachstum maligner Tumoren in gesunde Nachbargewebe; i.w.S. auch das Infiltrat sowie die – gallige, blutige, liquoröse etc. – Durchtränkung eines Gewebebezirks.

  • Infiltration 2)
    Infiltration
    • 2)

    • Englischer Begriff: infiltration

    Einbringen von Substanzen in Gewebe durch Injektion; Infiltrations...

    • I., netzige
      Ausbreitungsform des Mikrokarzinoms mit kurzer Latenzzeit: diffuse, wurzel-... (mehr)
  • Infiltration, netzige
    Infiltration  >  Infiltration 2)
    • I., netzige

    Ausbreitungsform des Mikrokarzinoms mit kurzer Latenzzeit: diffuse, wurzel- oder streifenförmige, teils diskontinuierliche Wucherung basaler Epithelstrukturen in das umgebende Bindegewebe.

  • Infiltrationsanästhesie
    • Infiltrations|an|ästhesie

    • Englischer Begriff: infiltration anesthesia

    Technik der terminalen Lokalanästhesie (Blockade feinster afferenter Nervenbahnen u. -verzweigungen durch planmäßige Durchtränkung oder aber nur rahmenartige Umspritzung des Operationsgebiets mit einem Lokalanästhetikum).

  • Infiltrationstherapie
    • Infiltrations|therapie

    Behandlung durch gezielte, umschriebene (häufig endoneurale) oder diffuse Infiltration (2) eines Gewebebezirks mit einem flüssigen Medikament, z.B. als therapeutische Anästhesie, Grenzstrangblockade, Hämangiomverödung.

  • infiltrativ
    • infiltrativ

    • Englischer Begriff: infiltrative

    in Form von Infiltration.

  • Infiltrierung
  • infimus
    • infimus

    • Synonyme: imus

    • Etymol.: latein.

    unterster.

  • infizieren
    • Englischer Begriff: infect

    anstecken (Infektion).

  • Inflammatio
    • Inflammatio

    • Synonyme: Inflammation

    • Etymol.: latein. = Brand, Glut

    • Englischer Begriff: inflammation

    Entzündung.

  • Inflammatio caseosa
  • Inflammatio herniae
    Inflammatio
    • I. herniae

    blande oder bakterielle Entzündung im Bruchsack als Komplikation einer (Leisten-, Schenkel-)Hernie. Entsteht infolge örtlicher Gewebsschädigung (Schlag, Bruchbanddruck, Taxisversuch, Netztorsion etc.) oder fortgeleitet (Parametritis, Perityphlitis, Nabelinfekt) bzw. metastatisch (eitrige Angina). Führt zu Entzündungssymptomen mit starker örtl. Schmerzhaftigkeit (Peritonitis), evtl. zu Irreponibilität, Darmgangrän, Perforation.

  • Inflation
    • In|flation

    • 1)
      psychot... (mehr)
    • 2)
      aufblähendes Luft-, Gaseinblasen... (mehr)
  • Inflation 1)
    Inflation
    • 1)

    psychot. Symptomenbild bei Überflutung des Bewusstseins mit Ich-fremden Erlebnisinhalten.

  • Inflation 2)
    Inflation
    • 2)

    • Englischer Begriff: inflation

    aufblähendes Luft-, Gaseinblasen.

  • inflatus
    • in|flatus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: inflated

    aufgebläht.

  • inflexibel
    • Synonyme: in|flexibilis

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: inflexible

    nicht beugbar, versteift, psych starrköpfig.

  • Infliximab
    • Englischer Begriff: infliximab

    selektives Imunsuppressivum; Tumor-Nekrose-Faktor-α-Antikörper (monoklonaler Antikörper gegen TNF-α). Anw. wegen Immunogenität immer in Kombination mit Methotrexat als langfristig wirksames Antirheumatikum u. zur Ther. bei therapierefraktärem M. Crohn.

  • Influenz
    • In|flu|enz

    • Englischer Begriff: influence

    • Fach: Physik

    polare Beeinflussung elementarer Ladungen eines ungeladenen Leiters im elektrischen Feld.

  • Influenza
    • In|flu|enza

    • Etymol.: latein. influere = einfließen

    • Englischer Begriff: influenza

    die – früher auf himmlische Einflüsse („...coeli influencia...“) zurückgeführte – echte Grippe.

  • Influenza nostras
  • Influenzabakterium
    • Influenza|bakterium

    Haemophilus influenzae.

  • Influenzavirus
    • Influenza|virus

    • Synonyme: Grippevirus; Myxovirus influenzae

    • Englischer Begriff: influenza virus

    ubiquitäres Orthomyxovirus; Erreger der echten Grippe; Typ A führt zu seuchenhafter Ausbreitung, Typ B zu sporadischen Erkrankungen (gelegentl. auch Epidemien), Typ C epidemiologisch zzt. unbedeutend. Ein RNS-Einzelstrang-Virus mit Lipoidaußenhülle (ätherempfindlich!); neben Kugelform (Ø 80–120 nm) auch Fadenformen; anzüchtbar in embryoniertem Hühnerei u. Zellkultur, im Tierversuch auf Frettchen, Mäusen, Hamstern, Vögeln. Nachweis u.a. durch Hämagglutination(shemmung), Neutralisationstest. Bei Typ A dauernder Wechsel des Antigenmusters („Antigendrift“, Rekombination der Mutation?); z.B. in Europa virulente Stämme: H3N2, H1N1, d.h. Subtypen mit sehr unterschiedlichem Hämagglutinin- u. Neuraminidase-Antigen u. vielen, ständig neuen Varianten (v.a. des H3N2-Subtyps); diese Antigene gehören zu dem Stamm-spezifischen Virus(-V)-Antigen der Hülle (Envelope), u. gegen sie werden verschiedene spezif., nur gegen den betreffenden Stamm wirksame Antikörper gebildet. Als „Antigenshift“ wird der Gen-Austausch zwischen verschiedenen I. bezeichnet (s.a. Grippeschutzimpfung). – Allen Stämmen des Typs A gemeinsam ist das S-Antigen (S = soluble = löslich), das sich von dem der Typen B u. C unterscheidet (Antikörper gegen S-AG schützen den Menschen nicht vor Infektion).

  • Infoliation
    • Englischer Begriff: infolding

    Einstülpen durch Übernähen.

  • Information
    • Englischer Begriff: information

    Belehrung, Auskunft; i.S. der Informationstheorie eine Nachricht, die durch Buchstaben, Zahlen, diskrete Zeichen oder eine Folge verschiedener Amplituden oder Frequenzen dargestellt werden kann. Jedes Messsignal beinhaltet eine I.; jede räumliche oder zeitl. Verteilung messbarer Größen mit quantitativer oder qual. Bedeutung besitzt einen Informationsgehalt (z.B. Röntgenbild, EKG); kybern s.u. Daten; genet s.u. Eiweißbiosynthese (dort Abb.), Gen, Genom.

  • Informationszentrum, toxikologisches
    • Informations|zentrum, toxikologisches

    • Synonyme: Giftinformationszentrale

    • Englischer Begriff: poison information center

    Auskunftsstelle zur telefonischen Beratung bei Vergiftungsunfällen, die an Universitätskliniken und großen Krankenhäusern existiert und über die Leitstellen erfragt werden kann. Gibt Auskünfte über Zusammensetzung u. Wirkung von Giften, Diagnostik, Therapie u. Prognose bei Vergiftungen. Telefonische Informationen über den zentralen toxikologischen Auskunftsdienst Berlin.

  • informed consent
    • Etymol.: engl.

    Einwilligung eines Probanden zur Teilnahme an einem Versuch; der Proband darf die Einwilligung erst nach eingehender Information über Zweck u. Ablauf sowie Aufklärung über die eigenen Rechte u. Pflichten im Rahmen des Versuchs erteilen. Die grundsätzlichen ethischen Prinzipien bei Versuchen am Menschen sind in der Deklaration von Helsinki (1962) formuliert.

  • Informofer
    • Informo|fer

    der Proteinanteil im Informosom.

  • Informosom
    • Informo|som

    • Englischer Begriff: informosome

    • Fach: Genetik

    rasch synthetisierte Partikeln aus Messenger-RNS u. Protein (Informofer); weniger dicht als ein Ribosom u. von diesem unterscheidbar.

  • infra
    • in|fra

    • Etymol.: latein.

    Präposition oder Präfix: „unter(halb)“. S.a. hypo..., sub...

  • infraartikulaer
    infra
    • infra|artikulär

    • Englischer Begriff: subchondral

    unterhalb eines Gelenkes.

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