Medizin-Lexikon: Einträge mit "I"

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  • Isodose
    • Iso|dose

    • Englischer Begriff: isodose (curve)

    Abbildung

    Linie oder Fläche, die alle Punkte gleicher Energie- oder Ionendosis enthält; Bezifferung in relativen Dosiseinheiten. Gibt Aufschluss über die strahlentherapeutisch zu erreichende Dosisverteilung im Körper (s. Abb.).

  • Isodulcit
    • Iso|dulcit

    • Englischer Begriff: isodulcitol

    Rhamnose.

  • Isodynamie
    • Iso|dynamie

    • Englischer Begriff: isodynamia

    Gleichheit einer Energie, Intensität.

  • isoelektrische Fokussierung
    • iso|elektrische Fokussierung

    • Englischer Begriff: isoelectric focusing

    Trennverfahren für amphotere Stoffe (z.B. Plasmaproteine), die durch Anlegen einer elektr. Spannung in einem Gel (z.B. Polyacrylamid-Gel) mit stabilem linearem pH-Gradienten bis zu demjenigen pH-Wert wandern, an dem sie elektrisch neutral sind (der also ihrem isoelektrischen Punkt entspricht).

  • isoelektrischer Punkt
    • iso|elektrischer Punkt

    • Synonyme: I.P. (Abk.); I.E.P. (Abk.)

    • Englischer Begriff: isoelectric point

    der pH-Wert, bei dem amphotere Stoffe (z.B. Eiweiße) infolge gleich starker Dissoziation ihrer sauren u. basischen Gruppen elektrisch neutral erscheinen.

  • Isoenzyme
    • Iso|enzyme

    • Englischer Begriff: isoenzymes

    Enzyme, die formal die gleiche biochemische Reaktion katalysieren (u. daher den gleichen Namen tragen), sich jedoch in ihrer Eiweißstruktur u. ihren physikalische Eigenschaften (z.B. isoelektrischer Punkt) unterscheiden u. durch biochemische oder immunchemische Methoden trennbar sind. Die verschiedenen I. einer Enzymspezies sind meist bestimmten Organen (bzw. Zellfraktionen) zuzuordnen u. gestatten daher bei der Enzymdiagnostik die Lokalisation des Schadens (z.B. beim Myokardinfarkt Anstieg der CK-MB u. der Isoenzyme 1 u. 2 der Lactat-dehydrogenase).

  • Isofluran
    • Isofluran

    • Englischer Begriff: isoflurane

    in Deutschland erst 1984 eingeführtes Inhalationsnarkotikum; Strukturisomer von Enfluran. Wirkung: I. zeichnet sich vor anderen Inhalationsnarkotika durch geringe Metabolisierung aus, dadurch vermutlich fehlende Leber- u. Nierentoxizität. Weitere Vorteile sind: keine Sensibilisierung des Myokards gegenüber Catecholaminen, keine arrhythmogene Wirkung, geringere kardiodepressive Wirkung als Enfluran u. Halothan, gut muskelrelaxierend. NW: I. wirkt blutdrucksenkend u. ausgeprägt atemdepressorisch.

  • Isogamie
    • Iso|gamie

    • Englischer Begriff: isogamy

    Fortpflanzung durch die Vereinigung zweier morphologisch gleicher Gameten; s.a. Anisogamie.

  • isogen
    • iso|gen

    • Englischer Begriff: isogeneic

    • Fach: Genetik

    syngen.

  • Isohämagglutinin
    • Iso|häm|agglutinin

    • Englischer Begriff: isohemagglutinin

    Isoantikörper, der bereits in Kochsalzlösung (ohne Zusatz von Hilfsstoffen) zur Agglutination roter Blutkörperchen führt; z.B. die regulären Blutgruppenantikörper (Anti-A bzw. -B).

  • Isohämolysin
    • Iso|hämo|lysin

    • Englischer Begriff: isohemolysin

    Isoantikörper (Isolysin), der durch Vermittlung des Komplement-Systems zur Auflösung roter Blutkörperchen führt.

  • Isohydrie
    • Iso|hy|drie

    • Englischer Begriff: isohydria

    die pH-Konstanz der extra- u. intrazellulären Flüssigkeit.

  • isohydrisch
    • iso|hydrisch

    • Englischer Begriff: isohydric

    mit dem pH-Wert des arteriellen Blutes (pH 7,4) übereinstimmend.

  • Isoikonie
    • Iso|ikonie

    • Englischer Begriff: isoiconia

    Übereinstimmung der Netzhautbilder beider Augen.

  • isoimmunhämolytische Anämie
    • iso|immun|hämolytische Anämie

    • Englischer Begriff: isoimmunohemolytic anemia

    durch Isoantikörper verursachte Blutarmut (Anämie); z.B. nach einem zu Hämolyse führenden Transfusionszwischenfall oder bei Morbus haemolyticus neonatorum.

  • Isoimmunreaktion
    • Iso|immun|reaktion

    • Englischer Begriff: isoimmune reaction

    durch ein Isoantigen verursachte Immunreaktion.

  • Isoimmunserum
    • Iso|immun|serum

    Isoantikörper enthaltendes Immunserum; dient z.B. zur Bestimmung der Isoantigene von Blutzellen, in gereinigter Form ther z.B. als Anti-D-Immunglobulin.

  • Isoimpulskurve
    • Iso|impuls|kurve

    im Szintigramm die Verbindungslinie der Punkte gleicher Impulszahl (Aktivität).

  • isoionisch
    • iso|ionisch

    • Englischer Begriff: isoionic

    mit der Ionenzusammensetzung des Blutes übereinstimmend.

  • Isokinetik
    • Synonyme: isokinetisches Training

    Sonderform des dynamischen Krafttrainings, deren einzige Vorgabe eine Winkelgeschwindigkeit ist. Der Pat. trainiert am Dynamometer mit festgesetzter Geschwindigkeit, der Widerstand wird durch den Pat. selbst erzeugt. I. kann als Trainingsmittel wie auch als Testsystem eingesetzt werden u. liefert folgende Messparameter: Bewegungsbereich, Drehmoment, Leistung, Beschleunigungsenergie. In der I. gelten zwischen Geschwindigkeit u. Kraftentfaltung folgende Zusammenhänge: Tiefe Geschwindigkeiten ermöglichen hohe Kraftleistung u. damit eine hohe Gelenkbelastung, während bei hoher/funktioneller Geschwindigkeit die Belastung niedrig ist. Bei einem kleinen Bewegungsbereich sollte die Geschwindigkeit niedrig sein. Anw.: ist vielseitig anwendbar, z.B. zum Muskelaufbau nach verschiedenen Erkrankungen, im Hochleistungssport, bei hohen Winkelgeschwindigkeiten auch gutes Training der intra- u. intermuskulären Koordination u. Ausdauer.

  • Isokorie
    • Iso|korie

    • Englischer Begriff: isocoria

    Gleichheit der Pupillenweite beider Augen.

  • Isolat
    • Iso|lat

    • Englischer Begriff: isolate

    • Fach: Biologie

    die „Fortpflanzungsgemeinschaft“; eine geographisch etc. isolierte Population mit uneingeschränktem Genaustausch.

  • isolateral
    • iso|lateral

    homolateral.

  • Isolation
    • Englischer Begriff: isolation

    Absonderung, Getrennthaltung, Isolierung; psych Deprivation.

  • Isoleucin
    • Isoleucin

    • Synonyme: Ileu (Abk.); I (Abk.); (2S,3S)-(+)-2-Amino-3-methylvaleriansäure

    • Englischer Begriff: isoleucine

    essentielle α-Aminosäure (stereoisomer mit Allo-I.), empfohlene tägl. Zufuhr 1,4 g. Normwerte: im Blut ca. 7 mg/l, im Harn 10–15 mg/24 Std. (bis 10fach vermehrt bei Hyperaminoazidurie). Abbau über Fettsäurestoffwechselweg (Fettsäureabbau).

  • Isoleucinaminotransferase
    • Isoleucin|amino|transferase

    • Englischer Begriff: isoleucine aminotransferase

    • Fach: Enzymologie

    Aminotransferase, die – z.B. im Herzmuskel – aus l-Isoleucin mit α-Ketoglutarat das α-Keto-β-methyl-valerat u. l-Glutamat bildet (Reaktion reversibel).

  • Isolierung
    • Englischer Begriff: isolation

    Absonderung, Abtrennung, Getrennthaltung; z.B. Unterbringung eines Kranken (v.a. bei ansteckender Krankheit) in einem Isolierzimmer.

  • isolog
    • iso|log

    • Englischer Begriff: isologous

    • Fach: Genetik, Immunologie

    syngen.

  • Isolysin
    • Iso|lysin

    • Englischer Begriff: isolysin

    Isoantikörper, der (unter Beteiligung des Komplement-Systems) zur Auflösung von Zellen führt; z.B. Isohämolysin.

  • Isomaltose
    • Iso|maltose

    • Synonyme: 6-α-Glucosidoglucose; Dextrinose

    • Englischer Begriff: isomaltose

    Disaccharid (zwei glykosidisch verbundene Glucose-Moleküle) als Stärkebaustein u. antibiotisch wirksame Substanz aus Streptomyces albus. Entsteht beim Abbau verzweigter Homoglykane wie Amylopektin. S.a. Maltose.

  • Isomerasen
    • Iso|merasen

    • Englischer Begriff: isomerases

    Enzyme, die die reversible Umwandlung eines Substrats in ein Isomer katalysieren; v.a. Razemasen, Epimerasen, cis-trans-I., Transferasen, Lyasen.

  • Isomeren
    • Iso|mere(n)

    • Englischer Begriff: isomers

    Stoffe, die durch Isomerie zueinander in Beziehung stehen.

  • Isomerie
    • Iso|merie

    • 1)
      die bei Verbindungen gleicher elementarer Zusammensetzung (Summenformel)... (mehr)
    • a)
      cis-trans... (mehr)
    • b)
      Auftreten zweier stabiler, zueinander spiegelbildlicher Molekülformen... (mehr)
    • c)
      Auftreten mehrerer Molekülformen, in denen nur Teile eine spiegelbildliche... (mehr)
    • d)
      Auftreten zweier Molekülformen, die an einem Kohlenstoffatom eine spiegelbildliche... (mehr)
    • e)
      Auftreten von Molekülformen, die sich durch Drehung von Molekülteilen... (mehr)
    • 2)
      die Existenz von Atomkernen mit gleicher Anzahl Protonen u. auch Neutronen... (mehr)
  • Isomerie 1)
    Isomerie
    • 1)

    • Fach: Chemie

    die bei Verbindungen gleicher elementarer Zusammensetzung (Summenformel) vorhandenen, durch Struktur (= Struktur- oder Konstitutions-I.) oder räuml. Anordnung (= Raum- oder Stereo-I.) bedingten stoffl. Verschiedenheiten. Typen:

    • a)
      cis-trans... (mehr)
    • b)
      Auftreten zweier stabiler, zueinander spiegelbildlicher Molekülformen... (mehr)
    • c)
      Auftreten mehrerer Molekülformen, in denen nur Teile eine spiegelbildliche... (mehr)
    • d)
      Auftreten zweier Molekülformen, die an einem Kohlenstoffatom eine spiegelbildliche... (mehr)
    • e)
      Auftreten von Molekülformen, die sich durch Drehung von Molekülteilen... (mehr)
  • Isomerie 2)
    Isomerie
    • 2)

    • Englischer Begriff: isomerism

    • Fach: Physik

    die Existenz von Atomkernen mit gleicher Anzahl Protonen u. auch Neutronen, aber in verschiedener Anordnung (d.h. gleiche Massenzahl, aber verschiedener Energiezustand).

  • Isomerie a)
  • Isomerie b)
    Isomerie  >  Isomerie 1)
    • b)

    • Synonyme: Enantiomerie

    Auftreten zweier stabiler, zueinander spiegelbildlicher Molekülformen (= optische oder Spiegelbild-I.)

  • Isomerie c)
    Isomerie  >  Isomerie 1)
    • c)

    • Synonyme: Diastereomerie

    Auftreten mehrerer Molekülformen, in denen nur Teile eine spiegelbildliche Anordnung der Atome aufweisen.

  • Isomerie d)
    Isomerie  >  Isomerie 1)
    • d)

    • Synonyme: Epimerie

    Auftreten zweier Molekülformen, die an einem Kohlenstoffatom eine spiegelbildliche Anordnung der Atome aufweisen (s.a. Epimerasen).

  • Isomerie e)
    Isomerie  >  Isomerie 1)
    • e)

    • Synonyme: Rotations-I.; Konformations-I.; Konstellations-I.

    Auftreten von Molekülformen, die sich durch Drehung von Molekülteilen um eine Einfachbindung als Achse darstellen lassen.

  • Isometrie
    • Iso|metrie

    • 1)
      mit dem Gesamtwachstum übereinstimmendes Wachstum der Organe oder Organsysteme... (mehr)
    • 2)
      Längenkonstanz; s.a... (mehr)
  • Isometrie 1)
    Isometrie
    • 1)

    mit dem Gesamtwachstum übereinstimmendes Wachstum der Organe oder Organsysteme.

  • Isometrie 2)
    Isometrie
    • 2)

    Längenkonstanz; s.a. isometrisch.

  • isometrisch
    • iso|metrisch

    • Englischer Begriff: isometric

    • Fach: Physiologie

    bei konstanter Länge, z.B. als i. Muskelkontraktion.

  • Isometropie
    • Iso|me|tropie

    • Englischer Begriff: isometropia

    • Fach: Ophthalmologie

    „Gleichsichtigkeit“ (= Gleichheit der Brechkraft beider Augen). Ggs. Anisometropie.

  • isomorph
    • iso|morph

    • Englischer Begriff: isomorphic; isomorphous

    von gleicher Form; Isomorphie.

  • isomorpher Reizeffekt
    isomorph
    • i. Reizeffekt

    • Englischer Begriff: i. response

    • Fach: Dermatologie

    Koebner-Phänomen.

  • Isomorphie
    • Iso|morphie

    • Synonyme: -morphismus

    • Englischer Begriff: isomorphism

    Übereinstimmung in Form (isomorph), Aussehen, Zusammensetzung.

  • isomuskulärer Reflex
    • iso|muskulärer Reflex

    • Englischer Begriff: isomuscular reflex

    Eigenreflex.

  • Isoniazid
    • Isoniazid

    • Synonyme: Isonicotinsäurehydrazid; INH (Abk.); Pyridin-4-carbonsäurehydrazid

    • Englischer Begriff: isoniazid; isonicotinic acid hydracide; INH

    synthetisches Tuberculostaticum (oral, i.m.; s.u. Antituberculotica, dort Tab.). Pharmakokinetik: Serummaximalwerte nach 1–2 Std.; gute Liquorpassage; zahlreiche Abwandlungen. NW: (meist) passagere Transaminasenerhöhung, selten (toxischer) Ikterus; ferner die INH-Polyneuropathie (infolge Störung des Pyridoxinstoffwechsels nach hohen Dosen, d.h. > 10–15 mg/kg/Tag über 6–8 Wo.); Letztere mit distal betonten Störungen der Motorik (Paresen) u. der Sensibilität, Ausfall der Eigenreflexe, Eiweißvermehrung im Liquor; nur langsame Restitution.

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