Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • Kehlkopfpolyp
    • Kehlkopf|polyp

    • Synonyme: Stimmbandpolyp

    • Englischer Begriff: laryngeal polyp

    polypöse (rundliche gestielte oder breitbasig aufsitzende) entzündliche Bindegewebshyperplasie am mittleren Stimmbandabschnitt (s.a. Nodulus vocalis). Selten maligne entartend.

  • Kehlkopfprothese
    • Kehlkopf|prothese

    künstlicher Kehlkopf.

  • Kehlkopfreflex
    • Kehlkopf|reflex

    • Englischer Begriff: larynx reflex

    Schluss der Stimmritze mit anschließendem Husten (evtl. Laryngospasmus) als Reaktion auf eine Kehlkopfreizung (z.B. durch einen Fremdkörper, Narkosegas).

  • Kehlkopfreflex, physiologischer
    Kehlkopfreflex
    • K., physiologischer

    der Schluss des Kehlkopfeingangs (durch Senken der Epiglottis) beim Schluckakt sowie die Erweiterung der Glottis bei der Ein- oder Ausatmung.

  • Kehlkopfschlag
    • Kehlkopf|schlag

    • Englischer Begriff: laryngeal syncope

    Epilepsia laryngealis; s.a. Hustensynkope.

  • Kehlkopfschock
    • Kehlkopf|schock

    Commotio laryngis.

  • Kehlkopfspiegel
    • Kehlkopf|spiegel

    • Englischer Begriff: laryngeal mirror

    winklig an einem Stiel angesetzter kleiner Planspiegel für die indirekte Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie). Wird, um Beschlagen zu vermeiden, angewärmt.

  • Kehlkopfstenose
    • Kehlkopf|stenose

    • Englischer Begriff: laryngostenosis

    Enge der Kehlkopflichtung im Bereich der Stimmritze oder der Krikoidebene, z.B. bei Entzündung (s.a. Kehlkopfödem), Tumor; führt u.U. zu Heiserkeit, Atemnot (mit „Stenoseatmung“; bei akuter Entwicklung – z.B. bei Kehlkopfödem – Erstickungsgefahr).

  • Kehlkopftuberkulose
    • Kehlkopf|tuberkulose

    • Englischer Begriff: laryngeal tuberculosis

    die fast stets sekundäre, d.h. als Komplikation einer offenen Lungentuberkulose oder einer Miliar-Tbc des Kindes kanalikulär oder hämatogen entstandene Tuberkulose des Kehlkopfbereichs (Stimm- u. Taschenbänder). Oft mit Geschwürbildung, Lymphangitis, Kehlkopfödem, seltener submukös infiltrativ oder tumorös (mit Hypertrophie); frühzeitig Heiserkeit, Schluckschmerzen.

  • Kehr
    • Kehr

    • Biogr.: Hans K., 1862–1916, Chirurg, Berlin

    • K.-Drainage
      gleichzeitige äußere u. innere Choledochusdrainage (dort Abb... (mehr)
    • K.-Zeichen
      in die linke Schulter ausstrahlender Oberbauchschmerz mit begleitender... (mehr)
  • Kehr-Drainage
    Kehr
    • K.-Drainage

    gleichzeitige äußere u. innere Choledochusdrainage (dort Abb.) durch einen intraoperativ mit seinem T-förmigen Ende in den Hauptgallengang eingelegten Weichgummischlauch („T-Drain“; Ø 3–8 mm; der Querschenkel, ca. 4–5 cm lang, gefenstert oder rinnenförmig). Anw. v.a. zur (Leberparenchym-)Gallenwegs- u. Nahtentlastung nach Choledochotomie wegen Galleabflussstörung.

  • Kehr-Zeichen
    Kehr
    • K.-Zeichen

    • Englischer Begriff: Kehr's sign

    in die linke Schulter ausstrahlender Oberbauchschmerz mit begleitender Hauthyperästhesie als Symptom eines Milzrisses oder einer Tubenruptur.

  • Kehrer
    • Kehrer

    • Biogr.: Ferdinand Adalbert K., 1883–1967, Psychiater, Münster/Westf.

  • Kehrer-Reflex
    Kehrer
    • K.-Reflex

    • Synonyme: akustischer Lidreflex

    s.u. Hornhautreflex (2).

  • Kehrer-Zeichen
    Kehrer
    • K.-Zeichen

    • Englischer Begriff: Kehrer's pain reflex

    Hinterhauptdruckschmerz (über den Austrittspunkten beider Nervi occipit. majores), meist bei ruckartiger Seit- oder Rückwärtsbewegung des Kopfes, mit Anspannung der Gesichtsmuskeln u. Heben der Schultern als Hinweis auf Hirndruck.

  • Keil
    • Keil 1)
      Keil
      • 1)

      • Fach: Anatomie

      Cuneus.

    • Keil 2)
      Keil
      • 2)

      • Englischer Begriff: wedge

      • Fach: Anästhesiologie

      Beißblock.

    • Keilbein
      • Keil|bein

    • Keilbein 1)
    • Keilbein 2)
    • Keilbeinflügelmeningiom
      • Keilbein|flügel|meningiom

      • Englischer Begriff: sphenoid wing meningioma

      sehr blutreiches Meningiom des Schläfenhirns mit Ausbreitung im kleinen Keilbeinflügel; oft fortschreitend, evtl. in die Augenhöhle oder Flügelgaumengrube eindringend. Führt zu Sehstörungen (Kennedy-Syndrom) u. Exophthalmus, zu Okulomotorius-, seltener zu Trochlearislähmung, Unzinatusanfällen; bei lateralem Sitz Fazialislähmung der Gegenseite u. Pyramidenzeichen; bei linksseitigem Sitz ferner motorische Aphasie.

    • Keilosteotomie
      • Keil|osteo|tomie

      • Englischer Begriff: wedge osteotomy

      (meist gelenknahe) Osteotomie mit Entfernung eines keilförmigen Knochenstücks zur Korrektur einer Knochenfehlstellung, z.B. i.S. einer Varus- oder Valgusstellung.

    • Keilschädel
      • Keil|schädel

      Trigonozephalus.

    • Keilwirbel
      • Keil|wirbel

      • Englischer Begriff: wedge-shaped deformity of vertebra

      keilförmig verbildeter Wirbelkörper als angeborene Defektbildung (s.a. Halbwirbel) oder als Krankheits-, Unfallfolge. Führt zu Wirbelsäulenverkrümmung.

    • Keim
        • 1)   Abbildung
          Mikroorganismus... (mehr)
        • 2)
          das befruchtete Ei u. dessen erste Entwicklungsstadien (bis etwa Ende... (mehr)
        • 3)
          Kondensations- bzw... (mehr)
        • 4)
          Gewebsversprengung, Choristie... (mehr)
      • Keim 1)
        Keim
        • 1)

        • Englischer Begriff: agent

        Abbildung

        Mikroorganismus.

      • Keim 2)
        Keim
        • 2)

        • Englischer Begriff: germ

        • Fach: Embryologie

        das befruchtete Ei u. dessen erste Entwicklungsstadien (bis etwa Ende der 3. Wo.); s.a. Blastozyste.

      • Keim 3)
        Keim
        • 3)

        • Fach: Physik

        Kondensations- bzw. Kristallisationskern.

      • Keim 4)
        Keim
        • 4)

        • Fach: Pathologie

        Gewebsversprengung, Choristie.

      • Keimbahn
        • Keim|bahn

        • Synonyme: Germen

        • Englischer Begriff: germ track

        • Fach: Genetik

        die im Dienste der direkten Weitergabe des Keimplasmas stehende Zellfolge im Laufe der Individualentwicklung (Ontogenese). Beginnt mit der befruchteten Eizelle u. führt über die Bildung von Urkeimzellen zur Bildung des im Dienste der Fortpflanzung stehenden (= generativen) Gewebes der Keimdrüsen u. der Gameten. S.a. Keimplasma.

      • Keimbahn-Gentherapie
        • Synonyme: Keimbahntherapie

        • Englischer Begriff: germinal gene therapy

        ethisch nicht zulässige Gentherapie an Zellen der Keimbahn (Eizellen, Samenzellen).

      • Keimballen
        • Keim|ballen

        s.u. Keimdrüsen.

      • Keimblase
        • Keim|blase

        • Fach: Embryologie

        Blastula; s.a. Blastozyste.

      • Keimblatt
        • Keim|blatt

        • Synonyme: Blastophyll

        • Englischer Begriff: blastodermic layer

        • Fach: Embryologie

        Abbildung

        im Anschluss an die Furchung in der Gastrulationsphase entstehender flächenhafter Zellverband, u. zwar ein äußerer u. innerer (äußeres K. = Ektoderm bzw. inneres K. = Entoderm) u. – bei Tieren mit Leibeshöhle sowie beim Menschen – ein mittleres K. = Mesoderm.

      • Keimdislokation
        • Keim|dis|lokation

        • Englischer Begriff: germ-layer dislocation

        • Fach: Pathologie

        Versprengung embryonaler Anlagen, Choristie.

      • Keimdrüsen
        • Keim|drüsen

        • Synonyme: Gonaden

        • Englischer Begriff: gonads

        Sammelbegriff für Hoden (Testis) u. Eierstöcke (Ovarium). Die beidseitige Entwicklung erfolgt zunächst bei beiden Geschlechtern durch Bildung einer aus Zölomepithel u. dem darunter gelegenen verdichteten Mesenchym sich entwickelnden Keimleiste an der Medialseite der Urniere. Durch Eindringen der Urgeschlechtszellen in diese Anlage u. Umordnung des dort vorhandenen Mesenchyms zu Keimsträngen beginnt sich diese ursprünglich einheitliche Anlage geschlechtsspezifisch zu differenzieren in Richtung Hoden bzw. Ovar. Es bilden sich „Hodenstränge“ bzw. – in der Ovaranlage – „Rindenstränge“ (aus einer sekundären Generation der Stränge), die dann zu sog. Keimballen (Eiballen) zerfallen; die primären Stränge werden durch Bindegewebe ersetzt u. entwickeln sich zu Ovarialstroma. Die Hodenstränge entwickeln sich zu Samenkanälchen; aus den Keimballen gehen die primären Eifollikel hervor (bestehend aus Ureizelle u. Epithel u. umgeben von Mesenchym, den Thekazellen). Aus dem Bindegewebe der Keimleiste gehen das Gubernaculum testis bzw. die Ligamenta proprium ovarii u. teres uteri hervor. S.a. Geschlechtsentwicklung.

      • Keimdrüsenhormone
        • Keim|drüsen|hormone

        • Englischer Begriff: gonadal hormones

        in den Keimdrüsen gebildete Geschlechtshormone.

      • Keimdrüseninsuffizienz
        • Keim|drüsen|insuffizienz

        Hypogonadismus.

      • Keimepithel
        • Keim|epithel

        • Fach: Embryologie

        • 1)
          Epithelium spermatogenicum; die Auskleidung der Samenkanälchen (mit Keim-... (mehr)
        • 2)
          der Peritonealüberzug des Ovars (= Epithelium superficiale), ein modifiziertes... (mehr)
      • Keimepithel 1)
        Keimepithel
        • 1)

        Epithelium spermatogenicum; die Auskleidung der Samenkanälchen (mit Keim- u. Stützzellen).

      • Keimepithel 2)
        Keimepithel
        • 2)

        • Englischer Begriff: germinal epithelium

        der Peritonealüberzug des Ovars (= Epithelium superficiale), ein modifiziertes Mesothel; s.a. Keimdrüsen (bzw. – dort erwähnt – Rindenstränge).

      • keimfrei
        • keim|frei

        • Synonyme: aseptisch

        • Englischer Begriff: aseptic

        keine lebenden Mikroorganismen enthaltend; s.a. Asepsis, Sterilisation.

      • keimfreie Aufzucht
        keimfrei
        • k. Aufzucht

        Gnotobiose.

      • keimfreie Filtration
        keimfrei
        • k. Filtration

        F. mit Bakterienfilter.

      • Keimgehalt
        • Keim|gehalt

        • Englischer Begriff: agent content

        • Fach: Bakteriologie

        die Anzahl der mit einem definierten Kulturverfahren in einer bestimmten Menge Untersuchungsmaterial festgestellten Mikroorganismen. Dient als Richtwert für Güteanforderungen (z.B. für Trinkwasser < 100 Keime/ml auf Nähragar nach 48 Std. bei 37 °C).

      • Keimgewebe
        • Keim|gewebe

        • Fach: Embryologie

        Blastem.

      • Keimleiste
        • Keim|leiste

        • Synonyme: Genitalleiste

        • Englischer Begriff: gonadal ridge

        • Fach: Embryologie

        s.u. Keimdrüsen.

      • Keimplasma
        • Keim|plasma

        • Englischer Begriff: germ plasm

        • Fach: Genetik

        der die Erbanlagen enthaltende u. an die nächste Generation weitergegebene Anteil des Protoplasmas der Zellen der Keimbahn bzw. der Keimzellen, der nie zu einer vegetativen Funktion verwendet wird. – Nach der Keimplasmatheorie ein Gefüge für bestimmte Körperteile zuständiger „Determinanten“, deren räuml. Anordnung mit dem Entwicklungsgefüge des Körpers korrespondiert (obsolet).

      • Keimschädigung
        • Keim|schädigung

        • 1)
          mutagene, durch äußerliche oder innerliche Schädlichkeiten bedingte Veränderung... (mehr)
        • 2)
          heterogene Entwicklungsstörung des Embryos oder Fetus mit krankheitsbedingendem... (mehr)
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