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  • Keimschädigung 1)
    Keimschädigung
    • 1)

    mutagene, durch äußerliche oder innerliche Schädlichkeiten bedingte Veränderung des Erbguts mit schädlicher Auswirkung (s.a. Blastopathie, Erbschädigung).

  • Keimschädigung 2)
    Keimschädigung
    • 2)

    heterogene Entwicklungsstörung des Embryos oder Fetus mit krankheitsbedingendem bis tödlichem Effekt, evtl. mit genet. Schädigung.

  • Keimscheibe
    • Keim|scheibe

    • Synonyme: Blastoderm; Discus embryonicus

    • Englischer Begriff: germinal disk; blastodisk

    Abbildung

    der den Embryo bildende Teil des Eies. Beim oligolezithalen Ei des Menschen der zweischichtige Embryoblast der Blastozyste als relativ großes u. ovales Gebilde (Keimschild). Liegt am Boden der Amnionhöhle bzw. über dem primären Dottersack (die beide aus nicht an der Embryobildung beteiligten Anteilen der Blastozyste hervorgehen).

  • Keimschild
    • Keim|schild

    • Synonyme: Embryonalschild

    beim oligolezithalen Ei des Menschen der zweischichtige Embryoblast der Blastozyste (Keimscheibe).

  • Keimstränge
    • Keim|stränge

    s.u. Keimdrüsen.

  • Keimträger
    • Keim|träger

    • 1)
      Person, die – evtl... (mehr)
    • 2)
      mit ausgewählten Erregern (Testkeimen) beschichtetes Testmaterial zur... (mehr)
  • Keimträger 1)
    Keimträger
    • 1)

    • Englischer Begriff: carrier

    Person, die – evtl. ohne zu erkranken – vorübergehend krankheitserregende Keime ausscheidet. S.a. Dauerausscheider.

  • Keimträger 2)
    Keimträger
    • 2)

    mit ausgewählten Erregern (Testkeimen) beschichtetes Testmaterial zur Prüfung z.B. der Wirkung von Desinfektionsmitteln.

  • Keimwechsel
    • Keim|wechsel

    • Englischer Begriff: agent change

    Änderung der Bakterienflora eines Organs, z.B. – durch Wirkung von Antibiotika – die unter Zerstörung der natürlichen Keime erfolgende Selektion resistenter Mutanten.

  • Keimzahl
    • Keim|zahl

    • Englischer Begriff: bacterial count

    die Zahl der in einer Untersuchungsprobe enthaltenen Bakterien pro Probenmenge u. Nährmedium. Bestimmung erfolgt z.B. mittels Zählkammer, indirekt durch Zählen der Kolonien einer Plattenkultur oder volumetrisch.

  • Keimzelle
    • Keim|zelle

    • Englischer Begriff: germ cell

    Gamet; s.a. Spore (z.B. Konidie). – I.w.S. jede Zelle der Keimbahn (beginnend mit der Einwanderung der Urkeimzellen in die primitiven Anlagen der Keimdrüsen).

  • Keimzellentheorie
    • Keimzellen|theorie

    • Fach: Immunologie

    Die Antikörperdiversität = AK-Vielfalt wird durch Weitervererbung der genetischen Information für Antikörperspezifitäten durch die Keimzellen gesichert. Jeder Lymphozyt enthält wie bereits die Keimzelle sämtliche für die variable Region kodierenden V-Gene für die verschiedenen Spezifitäten, jedoch wird im Gefolge der Lymphozytenanregung jeweils nur ein einziges Gen exprimiert (Genexpression), u. zwar unter Fusion mit dem zugehörigen, für die konstante Region kodierenden C-Gen.

  • Keimzelltumoren
    • Keimzell|tumoren

    • Synonyme: germinale Tumoren

    • Englischer Begriff: germinal tumors

    Oberbegriff für Tumoren, die von den Keimzellen des Ovars (Ovarialtumoren) bzw. des Hodens (Hodentumoren) ausgehen.

  • Keimzentrum
    • Keim|zentrum

    • Englischer Begriff: germinal center

    das von einem dichten Lymphozytenwall („Corona“) umgebene helle Zentrum des sekundären Lymphfollikels des Lymphknotens; Ort der Vermehrung der Klone der B-Lymphozyten; enthält v.a. Lymphoblasten, Plasmazellen; ist Reaktionszentrum gegen Infektionen.

  • Keiro...

      Wortteil „Hand“, Cheiro...

    • Keith-Flack-Bündel
      • Keith-Flack-Bündel

      • Englischer Begriff: Keith-Flack bundle

      • Biogr.: Sir Arthur K., 1866–1955, Anatom, London

      das vom Sinusknoten („K.-F.-Knoten “) ausgehende Faserbündel in der Vorhofwand des Herzens zwischen den Einmündungen der oberen u. unteren Hohlvene. S.a. Erregungsleitungssystem.

    • Kelch
      • Fach: Anatomie

      Calix (s.u. Calices).

    • Kelchdivertikel
      • Kelch|divertikel

      • Englischer Begriff: caliceal diverticulum

      eine mit dem Nierenkelch durch einen schmalen Gang verbundene epithelausgekleidete Höhle im Nierengewebe mit eigenen Sammelrohren; als angeborenes Gebilde (Kalikektasie) u. meist symptomlos.

    • Kelchhalsstenose
      • Kelch|hals|stenose

      Verengung des Kelchhalses, der schmalen Verbindung zwischen dem großen u. den kleinen Nierenkelchen, meist gefolgt von zunehmender Kelchaufweitung (Kalikektasie); z.B. im Endstadium der Pyelonephritis, bei narbig-schrumpfender Nierentuberkulose (mit margeritenförmigen Pseudokavernen), bei Steinbildung.

    • Kelchstein
      • Kelch|stein

      • Englischer Begriff: caliceal calculus

      • Fach: Urologie

      Harnstein im Nierenkelchsystem.

    • Kell-Cellano-System
      • Kell(-Cellano)-System

      • Englischer Begriff: Kell blood group

      nach den bei zwei Frauen namens Kellacher u. Cellano festgestellten, antagonistischen Antikörpern K u. k (= C) benanntes membrangebundenes Blutgruppensystem der Erythrozyten, das bei Transfusion u. Schwangerschaft zu Unverträglichkeitsreaktion (Blutgruppeninkompatibilität) führen kann; erweitert u.a. durch ein gekoppeltes Allelenpaar Penney (K3 = Kpa) u. Rautenberg (K4 = Kpb).

    • Keller-Malzsuppe
      • Keller-Malzsuppe

      Drittelmilch aus Malzsuppenextrakt mit Zusatz von Kalium carbonicum; als eiweiß- u. fettarme Säuglingsheilnahrung z.B. bei Milchnährschaden.

    • Kellgren-Krankheit
      • Kellgren-Krankheit

      primär-chronische Polyarthrosis.

    • Kelling-Operation
      • Kelling-Operation

      s.u. Madlener.

    • Kelly-Operation
      • Kelly-Operation

      • Englischer Begriff: Kelly's operation

      einseitige Arytenoidektomie (nach seitlicher Fensterung des Schildknorpels) u. Lateralfixation des hinteren Stimmbanddrittels an der Schildknorpelinnenwand zur Linderung der Atemnot bei beidseitiger Postikuslähmung.

    • Keloid
      • Ke|lo|id

      • Synonyme: Wulstnarbe

      • Englischer Begriff: keloid

      spontan oder nach Hautverletzungen auftretende, gutartige Bindegewebswucherung (Fibrom). Klinik: derb, knotig bis bandartig, von Teleangiektasien durchsetzt. Evtl. als Mehrfachbildung (Keloidose). Ätiol.: Voraussetzung für das Auftreten ist eine Disposition, die als fibroplastische Diathese bezeichnet wird.

    • Keloidakne
      • Keloid|akne

      • Englischer Begriff: keloid acne

      Akne scleroticans nuchae.

    • Keloidose
      • Kelo|idose

      • Englischer Begriff: keloidosis

      s.u. Keloid.

    • Kelvin
      • Kel|vin

      • Synonyme: K (Abk.)

      • Englischer Begriff: kelvin

      nach dem schott. Physiker Lord K. of Largs (1824–1907; bis 1892 = William Thomson) benannte Basiseinheit der Größe „thermodynamische Temperatur“ im SI-System. Der absolute Nullpunkt liegt bei 0 K, der Tripelpunkt des Wassers bei 273,15 K, der Dampfpunkt bei 373,15 K (d.h. +100,00 °C).

    • Kemerovo-Viren
      • Englischer Begriff: Kemerovo viruses

      eine REO-Viren-Gruppe (zusammen mit Lipovnik- u. Tribec-Virus). Erreger einer dem Colorado-Zeckenfieber ähnlichen Krankheit (evtl. mit Meningoenzephalitis).

    • Kendall-Substanz E
      • Kendall-Substanz E

      Cortison.

    • Kenenzephalozele
      • Ken|enzephalo|zele

      • Englischer Begriff: cenencephalocele

      Enzephalozele ohne flüssigkeitsgefüllte Liquorräume.

    • Kennedy-Syndrom
      • Kennedy(-Gowers-Paton)-Syndrom

      • Englischer Begriff: Foster Kennedy syndrome

      • Biogr.: Foster K., 1884–1952, Neurologe, New York

      Abbildung

      Sehnervatrophie mit Zentralskotom (evtl. Erblindung) auf der Herd- u. Stauungspapille auf der Gegenseite bei raumforderndem Prozess in der vorderen Schädelgrube; z.B. bei Keilbeinflügelmeningiom (s. Abb.).

    • Kenngröße
      • Kenn|größe

      • Fach: Statistik, Labormedizin

      Parameter.

    • Kennmuskel
      • Kenn|muskel

      • Englischer Begriff: segment-indicating muscle

      • Fach: Neurologie

      ein – möglichst von einer einzigen Spinalnervenwurzel (= monoradikulär) innervierter – Muskel, dessen isolierte Lähmung auf den Sitz der ursächlichen Schädigung hinweist; z.B. der M. tibialis anterior bei Wurzelläsion L4 (s.a. Ischiassyndrom, dort Tab.).

    • Kennzeit
      • Kenn|zeit

      • Fach: Physiologie

    • Kennzeit 1)
    • Kennzeit 2)
    • Kenophobie
      • Keno|phobie

      • Englischer Begriff: kenophobia

      zwanghafte Furcht vor leeren Räumen u. Plätzen.

    • Kent-Paladino-Bündel
      • Kent(-Paladino)-Bündel

      • Englischer Begriff: Kent's bundle

      • Biogr.: Albert Fr. St. K., 1863–1958, engl. Physiologe

      akzessorische muskuläre Überleitungsbündel zwischen rechtem Herzvorhof u. re. Kammer unterhalb des Atrioventrikularknotens bzw. linkem Vorhof u. li. Kammer (in frühen Embryonalstadien des Menschen physiologisch), die eine vorzeitige Erregung der Kammern (Antesystolie) vom Sinusknoten her ermöglichen. S.a. Wolff-Parkinson-White-Syndrom = K.-Syndrom.

    • Kentrotomie
      • Kentrotomie

      Beseitigung des zentralen Sporns („Stachel“) eines doppelläufigen Anus praeter durch Quetschung oder Exzision.

    • Kenya-Fieber
      • Englischer Begriff: Kenya fever

      endemisches Boutonneuse-Fieber in Ostafrika.

    • KEP

        Abk. für künstliches endokrines Pankreas.

      • kephal...
        • ke|phal...

        Wortteil „Kopf“, i.w.S. „Schädel“ (kranio...); s.a. cephal..., zephal...

      • Kephalalgie
        • Keph(al)algie

        • Synonyme: Kephalodynie

        • Englischer Begriff: cephalalgia; headache

        Kopfschmerz; s.a. Cephalaea.

      • Kephalhämatom
        • Kephal|hämatom

        • Englischer Begriff: cephalhematoma

        Bluterguss an der Konvexität des Neugeborenenschädels zwischen Knochen u. Periost, meist streng auf einen Knochen begrenzt; s.a. Geburtsgeschwulst.

      • Kephalin
        • Kepha|lin

        • Synonyme: Cephalin

        • Englischer Begriff: cephalin; kephalin

        Abbildung

        die zu den Phospholipiden zählenden Glycerinphosphatide vom Typ des Phosphatidyl-äthanolamins u. -serins (= Kolamin- bzw. Serin-K.; Formel). Kommen vor in Hirn, Blut, Liquor. Serin-K. gilt als gerinnungsaktive u. thrombokinaseartige Substanz; ist bei Krankheiten mit Myelinabbau im Liquor vermehrt. S.u. Hanger.

      • Kephalingerinnungszeit
        • Kephalin|gerinnungszeit

        • Englischer Begriff: cephalin coagulation time

        die Plasmagerinnungszeit in Gegenwart eines Kephalin-Extraktes. Dient zum Nachweis (mittel)schwerer Störungen der Vorphase der Blutgerinnung.

      • Kephalodynie
        • Kephal|odynie

        Kephalalgie.

      • Kephalogramm
        • Kephalo|gramm

        • Englischer Begriff: cephalogram

        Zusammenstellung kephalometrischer Ergebnisse.

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