Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • Klasmatose
    • Klasmatose

    • Englischer Begriff: clasmatosis

    an Plasmazellen u. anderen Antikörper bildenden Zellen erfolgende schnelle Abschnürung u. Ablösung von Zytoplasmateilchen, die dann aufgelöst werden u. so dem Transport von Zellinhalt (Immunglobuline etc.) in den Extrazellularraum dienen. S.a. Exozytose.

  • Klasmatozyt
    • Klasmato|zyt

    • Englischer Begriff: clasmatocyte

    Histiozyt.

  • Klasse
    • Englischer Begriff: class

    • Fach: Biologie

    eine Kategorie der Systematik.

  • Klassifikation
    • Englischer Begriff: classification

    Tabelle

    Einteilung; z.B. als International Classification of Diseases (ICD) der WHO; als K. von Tumorerkrankungen (Staging); als K. psychischer Erkrankungen (Tab.).

  • klassische Naturheilverfahren
  • klassische Trias
    • „klassische Trias“

    Symptomenkomplex aus Hämaturie, Flankenschmerz u. palpablem Tumor bei Nierenzellkarzinom (in 10–15%).

  • klastogen
    • Englischer Begriff: clastogenic

    Zerstörung bewirkend, z.B. klastogene Wirkung eines Tumors.

  • Klastomanie
    • Klasto|manie

    Zerstörungswut, z.B. bei agitierter Psychose; s.a. Katatonie.

  • Klatschung
    • Englischer Begriff: clapping

    eine der Grifftechniken der klassischen Massage (modifizierte Klopfung).

  • Klatskin-Tumor
    • Klatskin-Tumor

    • Biogr.: Gerald K., geb. 1910, amerikan. Internist

    Tabelle

    Sonderform eines Gallengang-Karzinoms mit Lokalisation an der Gabelung der Gallengänge („Hepatikusgabeltumor“). Ätiol.: Mutation von K-ras-Onkogen in der Hälfte der Fälle; Expression von p53-Gen (in 50–80%) u. von Myc-Gen (in fast 100%). Erhöhtes Risiko bei bestehenden Erkrankungen wie Choledochuszysten, Cholezystolithiasis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Askariasis, primär sklerosierender Cholangitis sowie nach Anwendung von Thorotrast. Klinik: Juckreiz, Ikterus, Gewichtsverlust, positives Courvoisier-Zeichen. Diagn.: stark erhöhtes AP u. (in etwa 60%) höheres CA 19-9; sonographischer Nachweis einer Obstruktion; ERC/ECP (diagn.: Bürstenzytologie; ther.: Stent-Einlage); Endosonographie zum Staging; CT, Magnetresonanz-Tomographie zum Tumornachweis in späteren Stadien. Ther.: (in 25% resektabel) bei distalem Befall OP nach Whipple, bei proximalem Tumor Hepaticojejunostomie nach Y-Roux (selten auch Lebertransplantation). S.a. Cholangiom, malignes.

  • Klaudikation
    • Klau|dikation

    Claudicatio.

  • Klauenfuß
    • Klauen|fuß

    • Englischer Begriff: clawfoot

    Klauenhohlfuß.

  • Klauenhand
    • Klauen|hand

    • Synonyme: Krallenhand

    • Englischer Begriff: clawhand

    s.u. Ulnarislähmung.

  • Klauenhohlfuß
    • Klauen|hohlfuß

    • Synonyme: Krallenhohlfuß

    Kombination von Hohlfuß (v.a. Ballen-, Lähmungs-Hackenhohlfuß) u. Krallenzehen.

  • Klauennägel
    • Klauen|nägel

    Onychogryposis.

  • Klaustrophilie
    • Klaustro|philie

    • Synonyme: -manie

    • Englischer Begriff: claustrophilia

    krankhafte Neigung, die Wohnung nicht zu verlassen (z.B. bei paranoiden Psychosen) bzw. sich in einen Raum einzuschließen, sich zu verbarrikadieren.

  • Klaustrophobie
    • Klaustro|phobie

    • Englischer Begriff: claustrophobia

    krankhafte Furcht vor geschlossenen Räumen.

  • Klaviertastenphänomen
    • Klavier|tasten|phänomen

    das Abweichen des äußeren Schlüsselbeinendes nach oben bei Wegfall des Repositionsdruckes; tritt auf bei Luxation im Akromioklavikulargelenk; s.a. Tossy-Klassifikation.

  • Klavikel
    • Klavikel

    • Synonyme: Klavikula

    • Englischer Begriff: clavicle

    Clavicula; s.a. Kleid(o)...

  • Klavikuladefekt
    • Klavikula|defekt

    • Englischer Begriff: clavicular deformity

    als angeborener K. Fehlen der inneren oder äußeren Anteile bzw. des ganzen Schlüsselbeins bei Dysostosis cleidocranialis; als erworbener K. Defektpseudarthrosen nach Klavikulafraktur. Klinik: übermäßige Beweglichkeit in den Schultern, bei Pseudarthrose auch „Effort-Thrombose“ u. Empfindungsstörungen (Parästhesien) im Arm.

  • Klavikulafraktur
    • Klavikula|fraktur

    • Englischer Begriff: fracture of the clavicula

    vollständiger oder unvollständiger (Grünholzfraktur) Knochenbruch des Schlüsselbeins; als Biegungsbruch oder als Epiphysentrennung. Spezielle Fraktursymptome: sicht- u. tastbare Stufenbildung, verkürzte Schulterbreite, Innenrotationsstellung u. scheinbare Verlängerung des Armes, Kopfneigung zur verletzten, Kopfdrehung zur gesunden Seite.

  • Klavikulardrüse
    • Klavikular|drüse

    • Synonyme: Virchow-Drüse

    • Englischer Begriff: signal node

    Lymphknoten hinter dem linken Sternoklavikulargelenk, an der Einmündungsstelle des Ductus thoracicus in die linke Jugularvene; bevorzugter Absiedlungsort lymphogener Metastasen von Tumoren; v.a. aus dem Magen-Darm-Trakt.

  • Klavus
    • Klavus

    Clavus.

  • Klebereiweiß
    • Kleber(eiweiß)

    s.u. Glutelin.

  • Klebsiella
    • Kleb|siella

    Gattung fakultativ aerober, gramnegativer, kurzer, dicker u. endständig abgerundeter, während der Schleimphase bekapselter Bakterienstäbchen („Kapselbakterien“); z.B. K. oxytoca, K. pneumoniae (= K. pneumoniae Subsp. pneumoniaeFriedländer-Bazillus; unbeweglich, mit großen Kapseln; Erreger eitriger Infektionen des Atemtraktes, z.B. Bronchopneumonie, u. der Harnwege), K. rhinoscleromatis (= K. pneumoniae Subsp. rhinoscleromatis; einzeln, in Paaren oder kurzen Ketten; bei Rhinosklerom), K. ozaenae (= K. pneumoniae Subsp. ozaenae; nachweisbar bei Atemwegserkrankungen u. – als wahrscheinlicher Erreger – bei Ozaena).

  • Kleeblattschädel
    • Klee|blatt|schädel

    • Englischer Begriff: cloverleaf skull

    an ein dreiblättriges Kleeblatt erinnernde Schädelfehlbildung infolge prämaturer Kraniosynostose; kommt z.B. bei Crouzon-, Apert-, Carpenter-Syndrom vor.

  • Kleesäure
    • Klee|säure

    • Englischer Begriff: oxalic acid

    Oxalsäure.

  • Kleidektomie
    • Kleid|ektomie

    • Synonyme: Klavikulektomie

    • Englischer Begriff: cleidectomy

    operative Schlüsselbeinentfernung.

  • Kleiderlaus
    • Kleider|laus

    • Englischer Begriff: clothes louse

    s.u. Pediculus humanus.

  • kleido...
    • kleido...

    Wortteil „Schlüsselbein“ (Clavicula).

  • Kleie
    • Kleie

    • Englischer Begriff: bran

    die beim Mahlen abgetrennten Schalenanteile der Getreidekörner samt Keimling; mit relativ hohem Gehalt an Eiweiß, Mineralstoffen u. Vitaminen (besonders der B-Gruppe).

  • Kleiebad
    • Kleiebad

    • Englischer Begriff: wheat bran bath

    medizinisches Bad mit Zusatz von Weizenkleie; z.B. bei Prurigo.

  • Kleienflechte
    • Kleienflechte

    • Synonyme: -grind

    • Fach: Dermatologie

    Pityriasis.

  • Klein-Waardenburg-Syndrom
    • Klein-Waardenburg-Syndrom

    • Biogr.: David K., 1908–1993, Humangenetiker, Genf; Johannes Petrus W., 1886–1979, Ophthalmologe, Arnheim

    als „Waardenburg-Syndrom“ in die Typen I–III eingeteilte Gruppe autosomal-dominant erblicher Anomalien mit angeborener Innenohrtaubheit, Albinismus circumscriptus (u.a. weiße mediane Haarsträhne) u. Pigmentmangel der Regenbogenhaut, scheinbarem Hypertelorismus infolge Seitwärtsverlagerung des inneren Kanthus (fehlt beim Typ II), Lidspaltenverengung (Blepharophimosis u. Synophrys), Kiefer- u. Zahnanomalien, Minderwuchs; beim Typ III zusätzlich Fehlbildungen der Arme u. Beine.

  • Klein...
  • kleine Teile
    • Englischer Begriff: small parts

    • Fach: Geburtshilfe

    s.u. Kindsteile.

  • Kleine-Levin-Syndrom
    • Kleine-Levin-Syndrom

    • Englischer Begriff: Kleine-Levin syndrome

    androtrope autosomal-dominant erbliche oder durch Enzephalitis erworbene Erkrankung mit periodischen Schlaf- u. Heißhungerzuständen mit erhöhten oder stark schwankenden Blutzuckerwerten, Bradykardie, Muskeltonusminderung, Verstimmung.

  • Kleinfingerballen
    • Kleinfinger|ballen

    Hypothenar.

  • Kleinfingerdaumen
    • Kleinfinger|daumen

    Daumenersatz durch „Auswechslung“ des neurovaskulär gestielten 5. Fingers auf den 1. Mittelhandstrahl.

  • Kleinhirn
    • Klein|hirn

    das Cerebellum. S.a. Kleinhirn...

  • Kleinhirnabszess
    • Kleinhirnab|szess

    • Englischer Begriff: cerebellar abscess

    meist von Ohrerkrankungen ausgehender, seltener metastatischer oder verletzungsbedingter, akuter oder chronischer Abszess von Kleinhirnteilen. Außer typischen allgemeinen Abszesssymptomen bestehen Kopfschmerzen, Ataxie, Nystagmus zur Herdseite, Erbrechen bei Lagewechsel, Fazialislähmung, Schluck- u. Atemstörungen, Nackensteife.

  • Kleinhirnagenesie
    • Kleinhirn|agenesie

    • Englischer Begriff: cerebellar agenesis

    erbliches oder durch frühembryonale Erkrankung bedingtes Fehlen des Kleinhirns. Fließende Übergänge zur Kleinhirn|aplasie (fehlende Fortentwicklung einzelner Kleinhirnteile, z.B. des Kleinhirnwurmes = Dandy-Walker-Syndrom). Ist selten vollständig u. beidseitig, kann halbseitig sein oder nur bestimmte Bereiche betreffen (z.B. das Neo- oder Archizerebellum, Rindenbereiche). Klinik: herd- oder beidseitige Kleinhirnataxie, angeborenes Kleinhirnsyndrom.

  • Kleinhirnapoplexie
    • Kleinhirn|apoplexie

    • Englischer Begriff: cerebellar apoplexy

    Apoplexia cerebelli.

  • Kleinhirnataxie
    • Kleinhirn|ataxie

    • Englischer Begriff: cerebellar ataxia

    zerebellare Ataxie.

  • Kleinhirnatrophie
    • Kleinhirn|atrophie

    • Englischer Begriff: cerebellar atrophy

    Atrophie von Kleinhirnstrukturen, z.B. als Kleinhirnrindenatrophie; i.w.S. – als genuine Bindearmatrophie – die Ramsay-Hunt-Dyssynergia cerebellaris myoclonica.

  • Kleinhirnbahnen
    • Kleinhirn|bahnen

    • Englischer Begriff: cerebellar tracts

    Abbildung

    die Leitungsbahnen für Impulse aus der Peripherie zum Kleinhirn bzw. – mit Umschaltung – vom Kleinhirn (dessen Purkinje-Zellen) zu den Kernen des Mittel-, Zwischen- u. Rautenhirns u. zur motorischen Großhirnrinde als integraler Bestandteil des reflektorischen Koordinationssystems „Kleinhirn“ (s.a. Abb.). Afferent (zerebellopetal) zum Archi- u. Paläozerebellum leiten die Tractus vestibulo-, bulbo-, olivo-, nucleo-, reticulo-, tecto-, parolivo-, spinocerebellaris u. vestibulofloccularis, zum Neozerebellum die Tractus corticoponto-, cortico-, olivocerebellaris; vom Kleinhirn weg (efferent = zerebellofugal) leiten die Tractus flocculo-vestibularis, -reticularis, -nuclearis, nodulovestibularis, embolothalamicus, cerebellorubralis, cerebello-tecto-olivaris, dentatothalamicus u. -tegmentalis.

  • Kleinhirnbindearm
    • Kleinhirn|(binde)arm

    Brachium cerebelli (Pedunculus cerebellaris superior).

  • Kleinhirnblutung
    • Kleinhirn|blutung

    • Englischer Begriff: cerebellar hemorrhage

    Blutung im Versorgungsgebiet der Kleinhirnarterien; klinische Symptomatik: häufig sofortiges Koma wegen der Nähe des Hirnstamms; s.a. Kleinhirnzeichen.

  • Kleinhirnbrückenwinkel
    • Kleinhirn|brückenwinkel

    • Synonyme: Angulus pontocerebellaris

    • Englischer Begriff: cerebellopontine angle

    der oben von Brücke u. Brückenarm, unten vom Kleinhirn (Tonsilla cerebelli) begrenzte Winkel seitlich der Medulla oblongata über dem rostralen Olivenende. Austrittsstelle der Hirnnerven VII u. VIII u. des Nervus intermedius; eng benachbart den Hirnnerven IX, X u. XI.

  • Kleinhirnbrückenwinkel-Symptomatik
    • Englischer Begriff: cerebellopontine angle tumor syndrome

    Symptomenkomplex aus Hirnnervenausfällen, Kleinhirnsymptomatik u. Hirndruckzeichen bei Prozessen im Bereich von Kleinhirn oder Brücke. Vorkommen: meist bei Kleinhirnbrückenwinkeltumor (v.a. Akustikusneurinom), aber auch bei örtlichen Gefäß- oder Entzündungsprozessen.

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