Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Kleinhirnbrückenwinkeltumor
    • Kleinhirn|brückenwinkeltumor

    • Englischer Begriff: cerebellopontine angle tumor

    Abbildung

    Geschwulst im Kleinhirnbrückenwinkel. Vielfach ein Akustikusneurinom, seltener z.B. ein Meningiom, Epidermoid, Cholesteatom. Führt zu – röntgenologisch erkennbarer – Erweiterung des Porus acusticus internus, Zerstörung der Pyramidenspitze sowie zu Verlagerung des Aquäduktes u. zur Ausfüllung der Kleinhirnbrückenwinkelzisterne. Klinik: Ausfallserscheinungen des VIII. Hirnnervs (Hörverlust, Tinnitus, herdseitiger Vestibularisausfall), Schmerzen u. Sensibilitätsausfälle im Trigeminusbereich, gleichseitige periphere Fazialislähmung, Abduzenslähmung, später Kleinhirnausfälle (Adiadochokinese, Muskelhypotonie, Gangabweichung zur befallenen Seite) u. Pyramidenzeichen, Reflexsteigerung auf der Gegenseite. Diagn.: kranielle Computertomographie, Kernspinresonanztomographie (Abb.) sowie Bestimmung der akustisch evozierten Potentiale. Ther.: vollständige operative Entfernung.

  • Kleinhirndruckkonus
    • Kleinhirn|druckkonus

    • Synonyme: zerebellarer Druckkegel

    • Englischer Begriff: cerebellar pressure cone

    Abbildung

    die durch Hirndruck unterhalb des Kleinhirnzeltes bedingte Einpressung von Kleinhirnteilen in das Hinterhauptsloch (Herniation der Kleinhirntonsille), bei sehr hohem Druck evtl. auch des Oberwurms u. angrenzender Teile der Hemisphären nach oben in den Tentoriumschlitz. Führt zu Nackensteife, Zyanose, Benommenheit bis Bewusstseinsverlust, evtl. zu akutem Atemstillstand. S.a. Abb.

  • Kleinhirnentzündung
    • Kleinhirn|entzündung

    • Englischer Begriff: cerebellitis

    Zerebellitis.

  • Kleinhirnhypertrophie, diffuse
    • Kleinhirn|hyper|trophie, diffuse

    • Synonyme: Lhermitte-Duclos-Krankheit

    • Englischer Begriff: Lhermitte-Duclos disease; dysplastic cerebellar hypertrophy

    diffus wachsendes Ganglioneurom, das im Kindes- oder Jugendalter mit Megalozephalie, sich langsam entwickelnden Hirndruck- u. wenig auffälligen Kleinhirnzeichen beginnt.

  • Kleinhirninfarkt
    • Kleinhirn|infarkt

    • Englischer Begriff: cerebellar infarction

    Nekrose des Kleinhirns bei Durchblutungsstopp der Arteria cerebelli superior bzw. der Aa. cerebelli inferiores. Klinische Symptome: Kleinhirnzeichen.

  • Kleinhirnkerne
    • Kleinhirn|kerne

    • Englischer Begriff: cerebellar nuclei

    Nucleus dentatus, Nucl. fastigii, Nucl. globosus u. Nucl. emboliformis.

  • Kleinhirnnystagmus
    • Kleinhirn|nystagmus

    • Englischer Begriff: cerebellar nystagmus

    periodisch alternierender, relativ grobschlägiger Nystagmus bei Kleinhirnerkrankung; verstärkt beim Blick zur betroffenen Seite („Rucknystagmus“), oft begleitet von Tremor.

  • Kleinhirnrinde
    • Kleinhirn|rinde

    Cortex cerebelli.

  • Kleinhirnrindenatrophie, systemische
    • Kleinhirn|rinden|atrophie, systemische

    • Englischer Begriff: cortical cerebellar atrophy

    Thomas-Syndrom.

  • Kleinhirnschenkel
    • Kleinhirn|schenkel

    Pedunculus cerebellaris.

  • Kleinhirnschwindel
    • Kleinhirn|schwindel

    • Englischer Begriff: cerebellar vertigo

    zerebellarer Schwindel.

  • Kleinhirnseitenstrangsystem
    • Kleinhirn|seitenstrangsystem

    • Englischer Begriff: spinocerebellar tracts

    das kleinhirnwärts leitende Fasersystem im Dienste der Tiefensensibilität, das dem Kleinhirnwurm Erregungen aus Muskeln u. Gelenken zuleitet; besteht aus der Kleinhirn-Seitenstrangbahn (= Tractus spinocerebellaris posterior Flechsig u. Tr. sp. anterior Gowers einschließlich ihrer Fortsetzung in Pedunculus cerebellaris inferior u. Brachium conjunctivum).

  • Kleinhirnsichel
    • Kleinhirn|sichel

    Falx cerebelli.

  • Kleinhirnstiel
    • Kleinhirn|stiel

    Pedunculus cerebellaris.

  • Kleinhirnsyndrom
    • Kleinhirn|syndrom

    • Englischer Begriff: cerebellar syndrome

    Krankheitsbilder bei Kleinhirnatrophie, -aplasie, -blutung, -tumor, -infarkt bzw. nach Kleinhirnentzündung oder -verletzung, wobei je nach Erkrankungsort bestimmte Symptome im Vordergrund stehen. Beim medianen K. (paläozerebellares Syndrom, zerebellares Mittelliniensyndrom) kommt es zu einer Ataxie von Rumpf u. Beinen mit Falltendenz, beim lateralen K. (Kleinhirnhemisphären-, neozerebellares Syndrom) zu gleichseitiger Störung von Diadochokinese, Metrie u. Muskeltonus und Abweichen zur Herdseite bei Massen- u. Einzelbewegungen. Beim Kleinhirnvorderlappensyndrom treten eine deutliche, auf eine Körperregion beschränkte Ataxie u. eine zerebellare Sprachstörung auf. Daneben weitere Kleinhirnzeichen.

  • Kleinhirntonsillen
    • Kleinhirn|tonsillen

    • Englischer Begriff: cerebellar tonsils

    Tonsillae cerebelli.

  • Kleinhirntremor
    • Kleinhirn|tremor

    • Englischer Begriff: cerebellar tremor

    grobschlägiger aperiodischer Tremor bei Kleinhirnschädigung; v.a. als Intentionstremor.

  • Kleinhirntumoren
    • Kleinhirn|tumoren

    • Englischer Begriff: cerebellar tumors

    Wucherungen im Bereich des Cerebellums. 1) Neuroblastome: differenziert u. undifferenziert (Medulloblastome) vorkommend; 2) Ganglioneurome: aufgebaut aus Ganglien- u. Gliazellen, gutartig oder bösartig, z.T. auch als Hamartome oder Dysplasie mit blastomatösem Einschlag bezeichnet (s.a. Kleinhirnhypertrophie, diffuse); 3) Medulloblastom: häufigster intrakranieller maligner Tumor des Säuglings- u. Kleinkindalters; Kleinhirnastrozytome (polare Spongioblastome des Kleinhirns): langsam wachsende, gliöse Geschwülste mit Neigung zur Zystenbildung; 4) Ependymome: gehen meist vom Boden des IV. Ventrikels aus u. wachsen entweder in den Kleinhirnbrückenwinkel oder zapfenförmig in den erweiterten Aquädukt oder in die Cisterna cerebellomedullaris ein; 5) Plexuspapillome (Chorioidepitheliom): im Bereich des IV. Ventrikels oder im Kleinhirnbrückenwinkel lokalisiert; 6) Epiphysengeschwülste (Pinealome, Pinealisgliome): können bei kaudaler Ausbreitung den Oberwurm u. die angrenzenden Kleinhirnhemisphären verdrängen bzw. infiltrieren. Bei Obturation des Aquäduktes Hydrozephalusentwicklung; 7) Kleinhirnbrückenwinkeltumoren; 8) Meningiome: im Bereich des Tentorium cerebelli, am Clivus, am Foramen occipitale magnum u. im Kleinhirnbrückenwinkelbereich; 9) Lipome: im Kleinhirnwurm, im IV. Ventrikel oder in der Fossa interpeduncularis; 10) metastatische Kleinhirnprozesse (Karzinome, Gummen, Tuberkulome, Echinococcus-Zysten).

  • Kleinhirnwurmsyndrom
    • Kleinhirn|wurm|syndrom

    • Englischer Begriff: cerebellar vermis syndrome

    s.u. Kleinhirnsyndrom, medianes.

  • Kleinhirnzeichen
    • Kleinhirn|zeichen

    • Englischer Begriff: cerebellar signs

    • Fach: Neurologie

    Krankheitszeichen bei Erkrankungen des Kleinhirns u./oder der Kleinhirnbahnen: Koordinationsstörungen (Ataxie, Gleichgewichtsstörungen, Adiadochokinese, Hypermetrie), Muskelhypotonie (Überstreckbarkeit der Gelenke, Head-Drop-Symptom, fehlendes Rebound-Phänomen, gestörte Schwereempfindung, Abweichreaktionen zur Herdseite, abnorme Stütz-, Halte- u. Stellreflexe), Hyperkinesen als Kleinhirntremor (oder choreatisch), Akinesen (Kleinhirnkatalepsie). S.a. Kleinhirnsyndrom.

  • Kleinkindalter
    • Klein|kind|alter

    • Englischer Begriff: infancy

    das Alter nach Vollendung des 1. Lebensjahres bis zum Eintritt in die Schule.

  • Kleinkindkrämpfe
    • Klein|kind|krämpfe

    • Englischer Begriff: infantile convulsions; i. seizures

    Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe, West-Syndrom; s.a. Anfall.

  • Kleinniere
    • Klein|niere

    • Fach: Pathologie

    • 1)
      Nierenhypoplasie... (mehr)
    • 2)
      klein dimensionierte künstl... (mehr)
  • Kleinniere 1)
    Kleinniere
    • 1)

    Nierenhypoplasie.

  • Kleinniere 2)
    Kleinniere
    • 2)

    klein dimensionierte künstl. Niere (Kapillardialysator).

  • Kleinraumbestrahlung
    • Kleinraum|bestrahlung

    Strahlentherapie, bei der der durchstrahlte Raum u. damit die Volumendosis möglichst klein gehalten werden; i.e.S. die intravaginale K. unter Anw. des Körperhöhlenrohrs (Göttinger Methode).

  • Kleinsasser-Einteilung
    • Kleinsasser-Einteilung

    Einteilung der Präkanzerosen des Kehlkopfs; Stadium I: einfache Plattenepithelhyperplasie, Stadium II: Epithelhyperplasie mit vereinzelten örtlichen Zellatypien, Stadium III: präkanzeröses Epithel (Carcinoma in situ) mit Kernatypien, atypischen Mitosen, jedoch ohne infiltrierendes Wachstum.

  • Kleinschrittigkeit

      typisches Symptom bei Parkinson-Krankheit; eine Verkürzung der Schrittlänge findet sich mit zunehmendem Alter auch beim Gesunden.

    • Kleinstklima
      • Kleinst|klima

      • Englischer Begriff: microclimate

      Mikroklima.

    • Kleinwuchs
      • Klein|wuchs

      • Synonyme: Mikrosomie

      • Englischer Begriff: microsomia

      Minderwuchs mit Abweichen des Längenalters um mehr als 40 % von der Norm. Bei Anwendung dieses Maßstabs für Erwachsene liegt beim Mann Kleinwuchs vor, wenn er kleiner als 145 cm, bei der Frau, wenn sie kleiner als 135 cm ist. Differenziert werden müssen genetisch bedingte Formen (Nanosomia vera), Systemerkrankungen des Skeletts mit K., exogene Körperwachstumshemmungen.

    • kleinzystische Degeneration
      • Englischer Begriff: polycystic degeneration

      Organveränderungen mit Parenchymschwund u. Ausbildung kleiner Zysten, z.B. in der Schilddrüse (s.a. Struma); i.e.S. die polyzystische Umwandlung der Eierstöcke durch Bildung von Retentionszysten der Eifollikel, z.B. infolge Hyperluteinisation beim Stein-Leventhal-Syndrom.

    • Klemperer-Krankheit
      • Klemperer-Krankheit

      Banti-Syndrom.

    • Kleptomanie
      • Klepto|manie

      • Englischer Begriff: kleptomania

      triebhaftes, vom Besitzwert des Objektes oft unabhängiges Stehlen („unberechtigte Bereicherung“); dem Delikt geht im Allgemeinen eine innere Auseinandersetzung zwischen dem – stets obsiegenden – Ausführungswunsch u. der rationalen Persönlichkeit voran.

    • Kleptophobie
      • Klepto|phobie

      • Englischer Begriff: kleptophobia

      krankhafte Angst, bestohlen zu werden oder aber selbst zu stehlen.

    • Kleseasthenie
      • Kles(e)|asthenie

      • Etymol.: griech. klesis = Ruf

      durch Überbeanspruchung bedingte Phonasthenie der Rufstimme.

    • Klestadt-Zysten
      • Klestadt-Zysten

      • Biogr.: Walter K., geb. 1883, dt. HNO-Arzt

      fehlbildungsbedingte schleimgefüllte Zysten im harten Gaumen.

    • Klettenzelle
      • Kletten|zelle

      • Fach: Hämatologie

      burr cells.

    • Kletterfasern
      • Kletter|fasern

      • Englischer Begriff: climbing fibers

      an den Dendriten der Purkinje-Zellen des Kleinhirns aufsteigende u. an ihnen synaptisch endende Neuriten, die dem unteren Olivenkern u. seinen Nebenkernen entstammen; s.u. Cortex cerebelli.

    • Kletterfuß
      • Kletter|fuß

      stark dauersupinierter Fuß.

    • Kletterpuls
      • Kletter|puls

      • Englischer Begriff: stepwise increase in pulse frequency

      stufenförmiger Anstieg der Pulsfrequenz, z.B. als Mahler-Zeichen.

    • Kletterstufentest Kaltenbach-Klepzig
      • Kletter(stufen)test (Kaltenbach-Klepzig)

      • Englischer Begriff: step exercise test

      Herz(-Kreislauf)-Funktionsprüfung mit dosierter Belastung an der Kletterstufe (ein um jeweils 5 cm verstellbares Trittbrett an einer kleinen Sprossenwand mit auf Kopfhöhe einstellbarem Anschlag), die im Takt eines Metronoms abwechselnd mit dem rechten u. linken Bein erstiegen werden muss; gleichzeitig Ableitung eines EKG u. Messung des Blutdrucks. S.a. Stufentest.

    • Klick

        Schallstoß i.S. eines sehr schmalen Rechteckimpulses („Knacker“); kard Click.

      • Klick-Syndrom
        • Englischer Begriff: click syndrome

        Mitralsegelprolaps.

      • Kligler-Agar
        • Kligler-Agar

        • Englischer Begriff: Kligler's agar

        „Eisen-Agar“ (Zwei- oder Drei-Zucker-Agar mit Natriumthiosulfat u. Eisenammoniumcitrat) zur Prüfung der Lactose- u. Glucosefermentation u. zum Nachweis von Schwefelwasserstoff. Anw. – wie auch das K.-Nährbodenpulver (mit Harnstoffzusatz) – in der TPE-Diagnostik.

      • Klima
        • Englischer Begriff: climate

        Gesamtheit der meteorologischen Erscheinungen (Klimaelemente), die den mittleren Zustand der Atmosphäre an irgendeiner Stelle der Erdoberfläche in einem angegebenen Zeitraum charakterisieren. S.a. Mikroklima.

      • Klima, kontinentales
        Klima
        • K., kontinentales

        das durch die Einflüsse größerer Landmassen geprägte K. mit Tendenz zu großen Temperaturgegensätzen im Tages- u. Jahresablauf u. zu unterdurchschnittlicher Luftfeuchtigkeit.

      • Klima, künstliches
        Klima
        • K., künstliches

        K. mittels Klimaanlage.

      • Klima, maritimes
        Klima
        • K., maritimes

        • Synonyme: Seeklima

        das wesentlich vom Einfluss des Meeres geprägte K.; gemilderte Temperaturgegensätze der Jahres- u. Tageszeiten bei überdurchschnittlicher Luftfeuchte u. -bewegung.

      • Klima, subtropisches
        Klima
        • K., subtropisches

        warm-gemäßigtes, jahreszeitliche Unterschiede aufweisendes K. zwischen dem 20. u. 43. Breitengrad, untergliedert z.B. in mediterranes K. (Mittelmeerbereich; geprägt durch feuchte Winter u. trockene Sommer), Halbwüsten- u. Wüsten-K. (ohne Niederschläge), Steppen-, Grasland-K.

      • Klima, tropisches
        Klima
        • K., tropisches

        K. zwischen etwa 20° nördlich u. 25° südlich des Äquators; nur geringe oder fehlende jahreszeitliche Temperaturunterschiede; unterteilt in tropisches Regenklima, wechselfeuchtes Tropenklima u. tropisches Wüstenklima.

      12659