Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • Klonorchiasis
    • Klon|or|chiasis

    Clonorchiasis.

  • Klonus
    • Klonus

    • Englischer Begriff: clonus

    durch einen raschen Dehnungsreiz auslösbare rhythmische („sakkadierte“) Kontraktionen von Muskelgruppen (klonisch) mit Daueranregung über den zugehörigen monosynapt. (Eigen-)Reflexbogen. Ein unerschöpfbarer (= konstanter) u. ein seitendifferenter erschöpfbarer K. gelten als Pyramidenbahnzeichen.

  • Klopfschall
    • Klopf|schall

    • Englischer Begriff: percussion sound

    s.u. Perkussion.

  • Klopfung
    • Synonyme: Tapotement

    • Englischer Begriff: tapping; tapotement

    als Grundhandgriff der klassischen Massage das mit gleichmäßigem Rhythmus u. Druck erfolgende Klopfen mit der ulnaren Handkante; bewirkt starke Hyperämisierung, Verschiebung von Gewebeflüssigkeiten, Muskeltonisierung.

  • Klopfzeichen
    • Klopf|zeichen

    • Fach: Neurologie

    s.u. Hoffmann-Tinel-Zeichen.

  • Kloßgefühl
    • Kloß|gefühl

    • Englischer Begriff: globus sensation

    Globussyndrom.

  • Klostridien
    • Klostridien

    • Fach: Bakteriologie

    Clostridium.

  • Klumpenniere
    • Klump(en)niere

    • Englischer Begriff: cake kidney

    unförmige, gefurchte Niere als Anomalie infolge fehlerhafter Drehung der embryonalen Nierenanlage oder als Verschmelzungsniere. Allgemein mit atypischem intrarenalem Nierenbecken (u. Gefahr der Harnstauung).

  • Klumpfuß
    • Klump|fuß

    • Synonyme: Pes equinovarus adductus (congenitus)

    • Englischer Begriff: clubfoot; talipes

    Abbildung

    angeborene oder erworbene, z.B. lähmungsbedingte Fußfehlbildung i.S. einer Inversionskontraktur mit Spitzfußstellung im oberen Sprunggelenk, Hochstand des Calcaneus, Varusstellung des Rückfußes, Adduktion des Vorfußes u. hohlfußartig verstärkter Fußlängswölbung (Abb.). I.w.S. (Bessel-Hagen) jede abnorme Supinationsstellung des Fußes. Die nur als Frühestbehandlung mögliche konservative Therapie besteht in (v.a.) manueller Redression u. Retention mit fixierenden Verbänden, redressierenden Apparaten, Nachtschienen. Späteres Eingreifen erfordert Redressement forcé oder Op. (Arthrolyse mit medialer „Fußrandentflechtung“, Achillessehnenverlängerung).

  • Klumphand
    • Klump|hand

    • Englischer Begriff: clubhand

    (Kirmisson) dauernde Seitenabweichung der Hand nach radial; meist angeboren: bei Mangelbildung (= Aplasie oder Hypoplasie) der Speiche bzw. des radialen Handstrahles (Kahnbein, großes Vieleckbein), seltener der Elle, ferner bei Arthrogryposis multiplex (d.h. durch Muskelkontrakturen).

  • Klumpke-Lähmung
    • Klumpke-Lähmung

    • Englischer Begriff: Klumpke's paralysis

    • Biogr.: Augusta Déjerine-K., 1859–1927, Neurologin, Paris

    untere Armplexuslähmung.

  • Klumpzehe
    • Klump|zehe

    Hammerzehe.

  • Klysma
    • Klysma

    Klistier.

  • KM
    • KM 1)
      KM
      • 1)

      • Fach: Röntgenologie

      Abk. für Kontrastmittel.

    • KM 2)
      KM
      • 2)

      Abk. für Knochenmark.

    • Km-System
      • Synonyme: InV-System

      • Englischer Begriff: InV

      Plasmaproteinpolymorphismus mit dominant u. unabhängig von Gm-Gruppen vererblichen Serumgruppen; die Merkmale (Km-Allotypen) sind auf Leichtketten (Position 153 u. 191 der C-Region) der Immunglobuline lokalisiert, u. zwar auf Kappa-Ketten, u. werden durch die Allele Km(1), Km(1,2), Km(3) u. Km(0) (= InV 1 a u. b, InV 2 u. 3) kontrolliert.

    • KMT

        Abk. für Knochenmarktransplantation.

      • Knabenliebe
        • Knaben|liebe

        • Englischer Begriff: pederasty

        Päderastie.

      • Knabenübersterblichkeit
        • Knaben|übersterblichkeit

        die statistisch nachweisbar erhöhte Kindersterblichkeit der neugeborenen Knaben (bzw. – noch höher – die Zahl männlicher Totgeburten).

      • Knalltrauma
        • Knall|trauma

        • Englischer Begriff: deafness by shock waves

        akute Gehörschädigung (c5-Senke bis pantonaler Hörverlust) durch Staudruckwellen mit beträchtlichen hochfrequenten Spitzen; die schallzuleitenden Organe bleiben dabei – eine leichte Trommelfellrötung, evtl. auch feinste Blutungen ausgenommen – unbeschädigt. – Ähnliche Schädigung u.U. bei stumpfem Schädeltrauma durch Druckwellen über Knochenleitung.

      • Knapp-Operation
        • Knapp-Operation

        • Englischer Begriff: Knapp's procedure

        Schieloperation durch Vorlagerung u. Raffen des entsprechenden Augenmuskels.

      • Knarren
      • Knaus-Ogino-Methode
        • Knaus(-Ogino)-Methode

        • Englischer Begriff: Knaus-Ogino („rhythm“) method

        • Biogr.: Hermann K., 1892–1970, Frauenarzt, Graz, Prag, Wien; Kynsaku O., 1882–1975, japan. Frauenarzt

        Abbildung

        Kontrazeptionsmethode, basierend auf der Annahme einer Dauer der Befruchtungsfähigkeit der Eizelle von nur 10 Std. u. der maximalen Lebensdauer der Spermien von 3 Tg. sowie auf einer vom 15. Zyklustag an 14 Tage dauernden Gelbkörperphase. Der Termin der Empfängnisfähigkeit und damit der sexuellen Karenz nimmt Bezug auf den durch einjährige Messung der Basaltemperatur ermittelten Ovulationstermin (Beginn der Basaltemperatur-Erhöhung; in der Regel der 15. Tag); s.a. Abb. Gilt als nicht so zuverlässig wie andere Zeitmethoden.

      • Kneipp
        • Kneipp

        • Biogr.: Sebastian K., 1821–1897, Pfarrer, Wörishofen

        • K.-Anwendungen
          Wasseranwendungen (Waschung, Guss, Wickel, Dusche, Bad, Dampf, Tau- u... (mehr)
        • K.-Kur
          Behandlungsmethode, die eine gesunde Lebensweise, Abhärtung, ausgewogene... (mehr)
      • Kneipp-Anwendungen
        Kneipp
        • K.-Anwendungen

        • Englischer Begriff: kneippism

        Wasseranwendungen (Waschung, Guss, Wickel, Dusche, Bad, Dampf, Tau- u. Wassertreten) als Mittel der Wärme-Hydro-Therapie, v.a. im Rahmen einer Kneipp-Kur.

      • Kneipp-Kur
        Kneipp
        • K.-Kur

        • Synonyme: Wasserkur

        Behandlungsmethode, die eine gesunde Lebensweise, Abhärtung, ausgewogene Ernährung, maßvolle Verteilung von Ruhe u. Bewegung (Ordnungstherapie), reichlich Einwirkung von Sonne u. Luft, die Verwendung aus der Natur gewonnener Heilmittel (z.B. Tees, Pflanzenauszüge) sowie Wasser- u. Lehmanwendungen beinhaltet. Wirkungen: Durch die Wärme- u. Kältereize des Wassers u. Lehms mittels Güssen, Packungen u. Wickeln kommt es zu einer besseren Durchblutung der Haut u. Gefäße und dadurch zu einer Beeinflussung der Körperorgane über die zugehörigen Hautsegmente (Dermatome). Sorgfältig dosierter Wärmeentzug bewirkt eine allgemeine Steigerung der Stoffwechselvorgänge im Organismus; dabei werden schädliche Schlackenstoffe verstärkt abgebaut u. ausgeschieden. Voraussetzungen: ausreichende Reaktionsbereitschaft u. Eigenwärme des Körpers. Jede Anwendung muss nach der individuellen Hautreaktion dosiert werden. Um Erkältungen u. Ermüdungsgefühle zu vermeiden, folgt jeder Wärmeanwendung eine Kälteanwendung. Sonderanwendungen sind das Taulaufen u. Wassertreten, Laufen im Schnee und das Tragen von Kneipp-Strümpfen, die – feucht angezogen – den Nachtschlaf fördern. Ind.: eignet sich zur Behandlung vieler Zivilisationskrankheiten, insbes. funktioneller Störungen. Außerdem bei Herz- u. Gefäßerkrankungen (z.B. Herzinfarktnachbehandlung, Arteriosklerose, Venenleiden), Ischialgien, Störungen der Verdauungsorgane, hormonellen Störungen, rheumatischen Beschwerden, Rückenschmerzen u. Muskelverspannungen.

      • Knem...

          Wortteil „Unterschenkel“ (i.e.S. „Schienbein“), „Wade“.

        • Knemidokoptes
          • Knemido|koptes

          eine Milben-Gattung; Erreger einer „Räude“; („Kalkbeine des Geflügels“; Knemidokoptiasis) bzw. von Papeln an Händen u. Unterarmen beim Menschen.

        • Knetung
          • Synonyme: Petrissage

          • Englischer Begriff: kneading

          als Grundhandgriff der Massagetherapie: leichtes Anheben der Weichteile (Muskeln u. umgebende Gewebe) u. deren Verschieben auf der Unterlage (S-förm. Durchwringung).

        • Knick-Hacken-Fuß
          • Englischer Begriff: talipes calcaneovalgus

          Kombination von Knickfuß u. Hackenfuß. – Evtl. als angeborene Fehlhaltung.

        • Knick-Platt-Fuß
          • Synonyme: Pes planovalgus; Flachfuß

          • Englischer Begriff: flatfoot

          erworbene Fußfehlstellung i.S. der Kombination von Knickfuß (als primärer Überlastungsschaden) mit Plattfuß. Das Vollbild (Abflachung des Fußgewölbes, Spreizung des Mittelfußes) als Knick-Senk-Spreiz-Fuß. – Ferner als angeborene Fußdeformität mit Steilstellung des Talus, Dorsalverlagerung des Vorfußes im Chopart-Gelenk, Konkavität des Fußrückens (= „Schaukel-“, „Tintenlöscherfuß“). – Erworben auch als muskulär-kontrakter „Lehrlingsplattfuß“, d.h. als entzündlicher Reizzustand infolge Überdehnung der Bänder u. Gelenkkapseln u. Überlastung der Muskeln u. Sehnen. S.a. Pes.

        • Knickfuß
          • Knick|fuß

          • Synonyme: Pes valgus

          • Englischer Begriff: talipes valgus

          erworbene Fußfehlstellung mit Einwärtsneigung (Pronation) des Rückfußes, Senkung des Fersenbeines u. Sprungbeinverlagerung sohlenwärts bei gleichzeitiger Valgisierung. Entwicklung v.a. im Kindesalter infolge Schwäche des Stützapparates oder als Überlastungsschaden.

        • Knickung
          • Fach: Chirurgie

          Bajonettstellung.

        • Knidarien
          • Synonyme: Cnidaria

          Nesseltiere.

        • Knie
          • Synonyme: Genu

          • 1)
            die vom Kniegelenk (Articulatio genus; das Knie i.w... (mehr)
          • 2)
            bogiger Knick eines anatomischen Gebildes... (mehr)
          • K., schnellendes
            Funktionsstörung des Kniegelenkes mit federnder, ruckartig (evtl... (mehr)
        • Knie 1)
          Knie
          • 1)

          die vom Kniegelenk (Articulatio genus; das Knie i.w.S.) u. der Kniescheibe (Patella) gebildete Vorwölbung am unteren Ende des Oberschenkels.

        • Knie 2)
          Knie
          • 2)

          • Englischer Begriff: knee

          bogiger Knick eines anatomischen Gebildes.

        • Knie-Binnentrauma
          • Englischer Begriff: internal derangement

          • Fach: Chirurgie

          Gelenkinnenverletzung; i.e.S. als V. des Kniegelenkinnern, d.h. der Menisken, Kreuzbänder, Knorpel, des Hoffa-Fettkörpers.

        • Knie-Brust-Lage
          • Englischer Begriff: knee-chest position

          durch Abstützen am Brustkorb modif. Knie-Ellenbogen-Lage.

        • Knie-Ellenbogen-Lage
          • Synonyme: Sims-Lage

          • Englischer Begriff: knee-elbow position

          Knien unter Vorwärtsbeugung u. Aufstützen auf die aufliegenden Unterarme; z.B. zur Douglaso-, Rektoskopie; auch als Operationslage.

        • Knie-Hacken-Versuch
          • Englischer Begriff: heel-knee test

          Prüfung der Bewegungskoordination u. Taxie durch – in Rückenlage u. bei geschlossenen Augen – aktives Aufsetzenlassen der Ferse des einen auf die Kniescheibe des anderen – gestreckten – Beines u. Rückführung in die Ruhelage.

        • Knie, schnellendes
          Knie  >  Knie 2)
          • K., schnellendes

          Funktionsstörung des Kniegelenkes mit federnder, ruckartig (evtl. hörbar) überwindbarer Hemmung des Bewegungsablaufes; z.B. bei Meniskus-, Kreuzbandriss, Kapselschlaffheit; s.a. Kniegelenkluxation.

        • Kniegelenk
          • Knie|gelenk

          • Englischer Begriff: knee joint

          Articulatio genus; s.a. Genu, Gon...

        • Kniegelenkankylose
          • Kniegelenk|ankylose

          • Englischer Begriff: ankylosis of the knee

          Steife des Kniegelenkes durch Verwachsung der Knochen(enden) miteinander (Ankylose).

        • Kniegelenkarthrotomie
          • Kniegelenk|arthrotomie

          • Synonyme: Gonarthrotomie

          • Englischer Begriff: gonarthrotomy

          operative Kniegelenkeröffnung, in der Regel durch einen der typischen Schnitte, z.B. durch einen unten geschlossenen U-Schnitt (Textor), seitlichen Bogenschnitt (Kocher), schrägen bzw. S-förm. Schnitt entlang der Kniescheibe (Langenbeck-Payr).

        • Kniegelenkbänder
          • Kniegelenk|bänder

          • Englischer Begriff: knee (joint) ligaments

          das beidseitige Seitenband (Ligamentum collaterale) u. die Kreuzbänder (Ligamentum cruciatum). Ferner 2 meniskofemorale u. ein queres Meniskusband, kapselverstärkende Ligamenta poplitea, das Kniescheibenband.

        • Kniegelenkentzündung
          • Kniegelenk|entzündung

          • Englischer Begriff: inflammation of the knee

          Gonitis.

        • Kniegelenkerguss
          • Kniegelenk|erguss

          • Englischer Begriff: knee-joint effusion

          akute oder chronische – evtl. intermittierende – Bildung von Exsudat im Kniegelenk (s.a. Hämarthros, Hydrarthros) infolge Entzündung, Verletzung, Gelenkmaus, bei gelenknahem Krankheitsprozess (= „sympathischer K.“). Klinik: äußert sich in Schmerzen, Schwellung (evtl. mit Fluktuation u. tanzender Patella), Funktionshemmung. Die Diagnose wird gesichert durch Probepunktion. Ther.: baldiges Abpunktieren; Synovektomie.

        • Kniegelenkexartikulation
          • Kniegelenk|exartikulation

          • Englischer Begriff: knee-joint exarticulation

          Amputation des Unterschenkels im Kniegelenk, wobei die Schnittführung so gelegt wird, dass die Stumpfnaht interkondylär, d.h. außerhalb der Druckbelastungszonen, zu liegen kommt. Vorteile: nur geringes Weichteiltrauma, Endbelastbarkeit. Kontraind.: Verschluss der iliakalen Strombahn, schlecht perfundierte A. profunda femoris.

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