Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • Knochenkallus
    • Knochen|kallus

    • Englischer Begriff: bone callus

    das nach Knochenbruch (v.a. nach größeren Hämatomen) oder Osteotomie gebildete, der Frakturheilung (dort Abb.) dienende jugendliche Knochengewebe mit Ursprung in Knochenmark, äußerer u./oder innerer Knochenhaut (u. Havers-Kanälen), d.h. als myelogener bzw. periostaler bzw. endostaler K., gebildet von dem zugehörigen Bindegewebe. Ist zunächst rein bindegewebig, dann durch Kalkeinlagerung verfestigt (= provisorischer oder Intermediärkallus, Osteoid) u. wird dann allmählich zu Knochengewebe umgebaut (= knöcherner K.). Führt zu spindelförmiger Auftreibung, die allmählich modelliert u. abgebaut wird.

  • Knochenkallus, überschießender
    Knochenkallus
    • K., überschießender

    • Synonyme: Callus luxurians

    • Englischer Begriff: exuberant callus formation

    über das nötige Maß hinausgehende Kallusbildung, z.T. als Auswuchsbildung (Exophyten an Amputationsstümpfen); s.a. Brückenkallus.

  • Knochenkaries
    • Knochen|karies

    • Englischer Begriff: (bone) caries

    rarefizierende (mit Knochengewebeschwund einhergehende), eitrige oder granulomatöse Knochengewebsentzündung (Ostitis); i.e.S. die bei Knochentuberkulose, -syphilis.

  • Knochenkaverne
    • Knochen|kaverne

    von Granulationsgewebe ausgekleidete Knochenhöhle (Spongiosahöhle) mit käsigen Massen bei verkäsender Knochentuberkulose.

  • Knochenkern
    • Knochen|kern

    • Englischer Begriff: ossification center

    • Fach: Anatomie

    Abbildung   Abbildung

    das Verknöcherungszentrum (Ossifikations-Z.) der Knochen. Entsteht zu einem charakteristischen Zeitpunkt (s.a. Knochenalter) in den Bindegewebsknochen in deren embryonalem Bindegewebe, bei enchondraler Ossifikation in der Epi- u. Diaphyse.

  • Knochenkittsubstanz
    • Knochen|kittsubstanz

    • Englischer Begriff: bone matrix

    die Knochenmatrix; die die Knochengewebszellen umgebende Knochengrundsubstanz; besteht aus Osteomukoid (sulfathaltiger Glykosaminoglykan-Protein-Komplex) u. -albumoid (Knocheneiweiß), bindet kollagene Fibrillen, ist bei der Mineralisation des Knochens der Ort der Einlagerung der Calcium- u. Magnesiumsalze.

  • Knochenlakune
    • Knochen|lakune

    Howship-Lakune.

  • Knochenleitung
    • Knochen|leitung

    • Englischer Begriff: bone conduction

    die physiologisch über die Schädelknochen erfolgende Schallleitung an das Corti-Organ. Prüfung möglich z.B. durch Rinne-Versuch oder – bei Tonaudiometrie – durch Aufsetzen eines elektrischen Prüfgerätes auf den Warzenfortsatz.

  • Knochenmark
    • Knochen|mark

    • Synonyme: Medulla ossium; KM (Abk.)

    • Englischer Begriff: bone marrow

    Abbildung

    die Gesamtheit der zellulären Substanz in der Spongiosa von Röhrenknochen, Rippen, Brustbein, Schulterblättern, Schädeldachknochen, Hand- u. Fußwurzelknochen. Man unterscheidet das Fettmark (Medulla ossium flava; mit im Alter steigenden Anteil) u. einen Blut bildenden Anteil, das rote KM (Medulla ossium rubra). Das rote KM ist unter physiologischen Bedingungen alleiniger Ort der Blutbildung (außer Lymphozyten), wobei die Blut bildenden Zellen in das Stroma (Matrix) eingebettet sind, in dem sie bis zur Ausschwemmung in das periphere Blut verbleiben. Das rote KM besteht aus retikulärem Bindegewebe, Retikulumzellen, Blutstammzellen, unreifen u. reifen Formen der Erythro-, Granulo-, Thrombozytopoese u. Monozyten. Die Erythropoese im roten KM wird reguliert über das Erythropoetin (ein hauptsächlich in den Nieren gebildetes Glykoprotein). Die Zusammensetzung des roten KM variiert mit bestimmten äußeren Bedingungen: Eine erhöhte Erythropoese – auch über Rückbildung des Fettmarks – beobachtet man z.B. nach Blutverlusten u. Senkung des O2-Partialdruckes; zu einer Zellmehrproduktion im KM kommt es auch bei erhöhtem Zellzerfall u. Infektion; s.a. Abb.

  • knochenmark, hyperplastisches
    Knochenmark
    • KM, hyperplastisches

    zellreiches KM bei Zellreifungshemmung (Knochenmarkaplasie).

  • knochenmark, hypoplastisch-leeres
    Knochenmark
    • KM, hypoplastisch-leeres

    • Englischer Begriff: depressed b. m.

    zellarmes KM.

  • Knochenmarkaplasie
    • Knochenmark|aplasie

    • Synonyme: -hypoplasie

    • Englischer Begriff: bone marrow aplasia

    Zellreifungs- u. Zellteilungshemmung (Maturations- oder Divisionsarrest) aller Knochenmarkzellen (Knochenmarkblockade, -sperre) mit Verminderung der zellulären Anteile des Blut bildenden Knochenmarks unter die Norm, verbunden mit Panzytopenie im peripheren Blut mit konsekutiver normochromer, normozytärer Anämie, z.B. bei medikamentenbedingter Agranulozytose, durch Intoxikationen (Benzol, Toluol, Insektizide), nach viralen Hepatitiden sowie als Folge von Strahlenunfällen.

  • Knochenmarkausstrich
    • Knochenmark|ausstrich

    • Englischer Begriff: bone marrow smear

    Hämatomyelogramm.

  • Knochenmarkbiopsie
    • Knochenmark|biopsie

    • Englischer Begriff: bone marrow biopsy

    s.u. Knochenmarkpunktion.

  • Knochenmarkblockade
    • Knochenmark|blockade

    • Englischer Begriff: maturation arrest

    s.u. Knochenmarkaplasie.

  • Knochenmarkdepression
    • Knochenmark|depression

    Myelosuppression.

  • Knochenmarkentzündung
    • Knochenmark|entzündung

    Osteomyelitis.

  • Knochenmarkfibrose
    • Knochenmark|fibrose

    Osteomyelofibrose.

  • Knochenmarkhemmung
    • Knochenmark|hemmung

    Knochenmarkaplasie.

  • Knochenmarkinsuffizienz
    • Knochenmark|insuffizienz

    verminderte oder ungenügende Zellbildung (Erythro-, Granulo- u./oder Thrombozytopoese) im Knochenmark. Führt zu aplastischer Anämie, Panmyelopathie.

  • Knochenmarkpunktion
    • Knochenmark|punktion

    • Englischer Begriff: bone marrow puncture

    die mittels Spezialkanüle erfolgende Punktion des Markraumes platter Knochen (z.B. Brustbein, Beckenkamm) zur Gewebeentnahme im Rahmen einer Biopsie des Knochens oder Knochenmarks (s.a. Hämomyelogramm, Punctio sicca) oder zur „intraossalen“ Injektion oder Transfusion.

  • Knochenmarkriesenzelle
    • Knochenmark|riesenzelle

    Megakaryozyt.

  • Knochenmarktransplantation
    • Knochenmark|transplantation

    • Englischer Begriff: bone marrow transplantation

    Übertragung von Knochenmark(stammzellen) HLA-kompatibler u. MLC-negativer (s.u. Lymphozytenkultur, gemischte) Spender, z.B. zur Behandlung einer aplastischen Anämie, Knochenmarkaplasie, akuter Leukämien, chronisch myeloischer Leukämie (CML) u. seltener Blutbildungsstörungen; erfolgt intravenös. Erfordert Vorbehandlung (Ganzkörperbestrahlung u./oder Chemotherapie) für das Angehen des Transplantates sowie Nachbehandlung gegen Transplantat-Wirt-Reaktion durch Immunsuppression; Gefahren: immunsuppressiv bedingte Folgen, v.a. in der Anfangsphase. S.a. Stammzellentransplantation.

  • Knochenmarktyp
    • Knochenmark|typ

    Malignomtyp, der bevorzugt in das Knochenmark Metastasen absetzt; z.B. das Prostatakarzinom.

  • Knochenmarkzellen
    • Knochenmark|zellen

    • Englischer Begriff: bone marrow cells

    die normalerweise im Knochenmark vorkommenden Vorstufen der Blutkörperchen im Rahmen der Erythro-, Granulo- u. Thrombozytopoese; ferner Retikulumzellen, Gefäßendothelien, Gewebsmast- u. Plasmazellen, Lymphozyten.

  • Knochenmatrix
    • Knochen|ma|trix

    • Englischer Begriff: bone matrix

    Knochenkittsubstanz.

  • Knochenmetastasen
    • Knochen|metastasen

    • Englischer Begriff: bone metastases

    Tochtergeschwülste (v.a. von Karzinomen) im Skelettsystem. Lokalis.: am häufigsten in der Wirbelsäule (vertebrale K.); platte Knochen; große Röhrenknochen; periphere Hand-, Fußknochen (spricht für Bronchialkarzinom); unterschieden werden osteolytische K. (v.a. Nierenzell-, Schilddrüsenkarzinome, Malignome des Magen-Darm-Traktes) u. osteoplastische K. (v.a. Prostata-, Bronchial-, Mammakarzinom); möglich sind auch osteolytische u. osteoplastische Anteile (v.a. Mammakarzinom); K. im Kleinkindalter sprechen für ein Neuroblastom. Eine Sonderform sind vertebrale K. bei maligner Lymphogranulomatose, meist im späteren Stadium. Klinik: Schmerzen, evtl. pathologische Frakturen, neurologische Symptomatik (je nach Lokalisation z.B. als Vortäuschung von Schmerzsyndromen wie „Ischialgie“, „Zervikalsyndrom“; ggf. plötzliche Querschnittslähmung, v.a. bei osteolytischen K.), erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit, pathologische Elektrophorese. Diagn.: u.a. Röntgen; Szintigraphie (z.B. zur differentialdiagnostischen Unterscheidung degenerativer von metastasenbedingten Wirbeldestruktionen); Kernspintomographie; Laborparameter. Ther. (je nach Primärtumor, Stadium, Lokalisation): Strahlen-, Chemotherapie, orthopädische Maßnahmen, Schmerztherapie.

  • Knochennagel
    • Knochen|nagel

    • Englischer Begriff: bone nail

    Edelstahlnagel (evtl. nur Draht, Stift) zur Frakturnagelung (s.a. Osteosynthese) u. zur Fixierung von Knochenteilen nach Knochenoperationen (Osteotomie, Arthrodese) sowie als Hilfsmittel zur Extensionsbehandlung (Steinmann-Nagel). Zahlreiche Modelle: z.B. nach Böhler, Hahn u. Holle (für Spongiosafragmente), Küntscher (Marknagel), Rush; ferner als Schenkelhalsnagel nach Smith-Petersen, Sven Johannson, Witt, Böhler, Jewett, McLaughlin, Pugh (z.T. als Dreilamellen-, Laschennagel). Anw. z.T. in Verbindung mit verschraubbaren Platten (Lane, Sherman, Kessel, Eggers).

  • Knochennaht
    • Knochen|naht

    • 1)
      Sutura (der Schädelknochen)... (mehr)
    • 2)
      Vereinigung zweier Knochenstümpfe (Fragmente) durch Drahtnaht (durch vorgebohrte... (mehr)
  • Knochennaht 1)
    Knochennaht
    • 1)

    • Fach: Anatomie

    Sutura (der Schädelknochen).

  • Knochennaht 2)
    Knochennaht
    • 2)

    • Englischer Begriff: osteorrhaphy; osteosuture

    • Fach: Chirurgie

    Vereinigung zweier Knochenstümpfe (Fragmente) durch Drahtnaht (durch vorgebohrte Löcher) oder als Umschlingung (Cerclage).

  • Knochennekrose
    • Knochen|nekrose

    • Synonyme: Osteonekrose

    umschriebener Untergang von Knochengewebe infolge örtlicher Stoffwechselstörung durch Einwirkung physikalischer oder chemischer Schädigung (z.B. Strahlenwirkung [Radionekrose], Erfrierung, Verbrennung; als Phosphornekrose) oder durch Bakterieneinwirkung (z.B. bei Osteomyelitis); ferner als aseptische Nekrose (oft als Epiphysennekrose [dort Abb.]); evtl. mit Knorpelbeteiligung, z.B. die Osteochondritis dissecans (König-Syndrom). S.a. Osteolyse.

  • Knochennekrose, ischämische
    Knochennekrose
    • K., ischämische

    • Synonyme: Knocheninfarkt

    • Englischer Begriff: osteonecrosis

    aseptische Knochennekrose dia- oder metaphysär an langen Röhrenknochen (meist Femur oder Humerus) u.a. durch Gefäßverschlüsse infolge Thrombose (z.B. Sichelzellanämie, Leukosen), Embolie, stenosierende Arteriosklerose, Endangitis obliterans; auch bei entzdl. Gelenk- u. Wirbelsäulenerkrankungen.

  • Knochenplatte
    • Knochen|platte

    • Englischer Begriff: bone plate

    • Fach: Chirurgie

    Metallplatte zur (Druck-)Plattenosteosynthese.

  • Knochenreiben
    • Knochen|reiben

    • Englischer Begriff: bony crepitus

    das hörbare Aneinanderreiben („Krepitation“) von Knochenbruchenden; eines der typischen Frakturzeichen (Fehlen kein Gegenbeweis!).

  • Knochensarkom
    • Knochen|sarkom

    Oberbegriff für maligne Tumoren des Knochengewebes: Osteosarkom; osteoplastisches Sarkom; Chondrosarkom; Ewing-Sarkom; s.a. Knochentumoren.

  • Knochenschraube
    • Knochen|schraube

    • Englischer Begriff: bone-screw

    Metallschraube mit Fein- oder Grobgewinde, evtl. mit Gegenmutter (entspricht Kortikalis- oder Spongiosaschraube), als Befestigungsmittel für Knochenfragmente, bei Anw. von Knochenplatten, Laschennägeln; ferner als Feder(kopf)schraube, Schraubenstift.

  • Knochensequester
    • Knochen|sequester

    • Englischer Begriff: (bone) sequestrum

    die sich bei chronischer Ost(eomyel)itis durch demarkierenden Knochenabbau (durch Osteoklasten des Granulationsgewebes) aus dem Zusammenhang lösende Knochennekrose. Liegt bis zur Abstoßung in einer eitergefüllten Abszesshöhle, verursacht chronische Fisteleiterung (s.a. Kloake). Wird als totales K. (Untergang eines ganzen Knochens) von reaktiv neu gebildetem Knochengewebe, der „Totenlade“, umgeben.

  • Knochenspan
    • Knochen|span

    • Englischer Begriff: bone graft

    • Fach: Chirurgie

    körpereigenes oder -fremdes (= allo- oder xenogenes) Knochenstück für Verpflanzungszwecke (s.a. Knochentransplantation); je nach Art des Knochengewebes als Kortikalisspan (z.B. Ertl-Hobelspan), Spongiosaspan oder Kortikalis-Spongiosa-Span. Anw. z.B. bei Arthrodese u. -rise, Defekt-, Formplastik, Knochenhöhlenfüllung; als freier Einlege- oder Anlegespan (Inlay- bzw. Onlayspan) oder als gestielter Span (z.B. als Knochen-Weichteil-Lappen). Der verpflanzte Span verfällt der Nekrose u. wird – als „Schiene“ – von seinem Periost u. Mark u. vom benachbarten Bindegewebe her erneuert.

  • Knochensporn
    • Knochen|sporn

    • Englischer Begriff: bony spur

    verknöcherter Sehnenersatz, z.B. als Kalkaneussporn (Haglund-Ferse). S.a. Exostose.

  • Knochenstoffwechsel
    • Knochen|stoffwechsel

    • Englischer Begriff: bony metabolism

    Abbildung

    Auf-, Um- u. Abbau von Knochengewebe. Der K. wird von drei verschiedenen Zelltypen geregelt: Osteoblasten erzeugen die kollagenhaltige Knochengrundsubstanz (Osteoid). Diese wird durch mineralische Einlagerung gehärtet und umhüllt in kristalliner Form die Osteoblasten. In diesem gekapselten Ruhezustand werden sie Osteozyten genannt. Osteoklasten stehen für den Knochenabbau, der zus. mit dem Neuaufbau zu einem dynamischen K. beiträgt. Zu Differenzierung u. Funktionen s. Schema.

  • Knochenszintigraphie
    • Knochen|szintigraphie

    Szintigraphie.

  • Knochentrabekel
    • Knochen|trabekel

    • Englischer Begriff: bony trabeculum

    das Knochenbälkchen; s.a. Trajektorien.

  • Knochentransplantation
    • Knochen|transplantation

    • Englischer Begriff: bone transplantation

    Verpflanzung von Knochengewebe, d.h. als Knochenspan (evtl. mehrere Späne; auch als Spanstraße), als vaskularisierter Knochen eines allogenen Spenders oder als gemahlener Knochen („Knochenmehl“). – Evtl. als Knochenspaneinpflanzung zur Bildung eines knochenversteiften = „armierten“ Weichteillappens. S.a. Kieler Knochenspan.

  • Knochentuberkulose
    • Knochen|tuberkulose

    • Englischer Begriff: tuberculosis of bones (and joints)

    Ostitis tuberculosa als meist auf dem Blutweg entstehender Zweitstadium-Prozess einer Lungentuberkulose. Die produktive K. mit Bildung schwammigen Granulationsgewebes (= Caries sicca s. fungosa s. carnosa) u. mit lakunärer Resorption; die exsudativ-verkäsende K. (= Caries humida s. caseosa) mit Bildung bröckelig verkäsender Nekrosen, z.T. als Sequester, sowie kalter Abszesse (mit Einbruch in die Weichteile, Fistel- u. Senkungsabszessbildung), evtl. mit rascher Ausbreitung in der Markhöhle (= Osteomyelitis tuberculosa). Häufig auf Gelenke übergreifend (Gelenktuberkulose; führt oft frühzeitig zu Schonhaltung, Kontraktur). Die Diagnose stützt sich auf Röntgenaufnahmen (zeigen Knochenatrophie, -aufhellungen, randständige Defekte = Usuren, Zusammensinterungen), Untersuchung von Punktions-, Probeexzisionsmaterial. S.a. Perthes-Jüngling-Krankheit (Knochentuberkulid); Spondylitis tuberculosa, Spina ventosa.

  • Knochentumoren
    • Knochen|tumoren

    • Englischer Begriff: bone tumors

    Abbildung

    Oberbegriff für eine vielfältige Gruppe gut- u. bösartiger Neubildungen; häufig bei Jugendlichen; Diagnostik (bei Verdacht auf Malignität) u. Therapie sollten i.d.R. in speziellen Zentren erfolgen. Klinik (die für einen malignen Tumor spricht): kann zu Beginn fehlen oder eher uncharakteristisch sein, Schmerzen (bei Kindern mit der Möglichkeit der Fehllokalisation), Schwellung, Spontanfraktur, erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit. Diagn.: Röntgenbild mit typischen Zeichen (s. Abb. [B]); röntgenologische Zusatzverfahren (Computer-Tomographie, Angiographie, Szintigraphie, Kernspintomographie [v.a. zur Therapieplanung u. -kontrolle] etc.); Biopsie (erfordert große Erfahrung im Umgang mit Knochentumoren). Klassifik.: nach dem Ursprungsgewebe des Tumors (Knochen, Knorpel, Mark, Bindegewebe usw.) u. nach dem Differenzierungsgrad. Der Übergang zwischen „gutartig“ u. „bösartig“ kann, je nach biologischem Verhalten des Tumors, Lokalisation (s. Abb. [A]), Rezidivneigung etc., fließend sein. a) gutartige K.: u.a. Chondroblastom, Chondrom, Chondromyxoidfibrom, Fibrom, Hämangiom (s.a. Hämangiomwirbel), Osteochondrom, Osteoidosteom, Riesenzelltumor; b) bösartige (primäre) K.: Adamantinom, Chondrosarkom, Chordom, Ewing-Sarkom, Fibrosarkom, Hämangiosarkom, Osteosarkom (häufigster maligner Knochentumor), Plasmozytom, Retikulumzellsarkom (malignes Lymphom des Knochens), Riesenzelltumor; c) sekundäre K.: s.u. Knochenmetastasen; d) tumorähnliche Erkrankungen: u.a. Histiocytosis X (s.u. Histiozytose); Pseudotumor („brauner Tumor“) bei Hyperparathyreoidismus; Epidermoidzyste; Myositis ossificans.

  • Knochenverpflanzung
    • Knochen|verpflanzung

    Knochentransplantation.

  • Knochenwachstum
    • Knochen|wachstum

    • Englischer Begriff: bony growth

    das Längen- u. Dickenwachstum der Knochen durch enchondrale u. perichondrale Ossifikation.

  • Knochenzement
    • Knochen|zement

    • Englischer Begriff: bone cement

    synthetische Substanzen für die solide Verankerung von Endoprothesen im Knochen.

  • Knochenzyste
    • Knochen|zyste

    • Englischer Begriff: bone cyst

    mehr oder weniger glattwandige Hohlraumbildungen im Knochen, z.B. als juvenile K. (Mikulicz-Krankheit [1]), als odontogene – von Zahnanlagen bzw. (Zahn-)Wurzelspitzen ausgehende – K. die follikuläre bzw. radikuläre Kieferzyste, Epidermiszysten, s.a. Geröllzyste.

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