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  • Kohlschütter-Syndrom
    • Kohlschütter-Syndrom

    • Synonyme: amelo-zerebro-hypohidrotisches Syndrom

    autosomal- oder X-gebunden-rezessiv erbliches Krankheitsbild mit Zahnschmelzhypoplasie (gelbe Zähne), epileptiformen Krämpfen, Hypohidrose u. fortschreitendem Abbau.

  • Koilonychie
    • Koil|onychie

    • Synonyme: Eierschalennägel; Hohlnägel; Löffelnägel

    • Englischer Begriff: koilonychia

    angeborene oder erworbene (z.B. durch mechanische oder chemische Einwirkung, bei Eisenmangel, Sprue, Raynaud-Krankheit), schüsselförmige Nagelplattenvertiefung (v.a. der Fingernägel); mit vermehrter Brüchigkeit u. lamellenartiger Aufsplitterung.

  • Koilozytose
    • Koilo|zytose

    • Synonyme: Koilocytosis

    • Englischer Begriff: koilocytosis

    für Virusinfektion (HPV; s.u. Papillomaviren, humane) typische Zellveränderung („Koilozyten“) der Intermediärzellen des Plattenepithels im weiblichen Geschlechtstrakt (distinkter perinukleärer Hof); bei spitzen u. v.a. warzigen Kondylomen.

  • Koinzidenz
    • Ko|inzidenz

    • Englischer Begriff: coincidence

    zeitliches Zusammentreffen von Ereignissen.

  • Koitalgie
    • Koit|algie

    • Englischer Begriff: coitalgia

    • Fach: Gynäkologie

    Dyspareunie.

  • Koitarche
    • Koit|arche

    Zeitpunkt des erstmaligen Geschlechtsverkehrs der Frau.

  • Koitus
    • Koitus

    • Synonyme: Kohabitation

    • Englischer Begriff: coitus

    heterosexueller Geschlechtsverkehr (mit Einführen des Penis in die Vagina).

  • Kojewnikow-Epilepsie
    • Kojewnikow-Epilepsie

    • Englischer Begriff: Kozhevnikov's epilepsy

    • Biogr.: Alexei K., 1836–1902, Moskau

    Epilepsia partialis continua corticalis.

  • Koka
  • Kokain
    • Kokain

    • Englischer Begriff: cocaine

    Cocain (s.a. Betäubungsmittel).

  • Kokaintest
  • Kokardenpurpura Seidlmayer
    • Kokarden|purpura (Seidlmayer)

    Sonderform der postinfektiösen Purpura (kreisförmige konzentr. Hautblutungen mit umgebendem Ödem an Gesicht u. Gliedmaßen); v.a. bei Kleinkindern, wahrscheinlich im Zusammenhang mit Mykoplasmen-Infektion.

  • Kokardenzelle
    • Kokarden|zelle

    Targetzelle; Erythrozyten (dort Abb.).

  • Kokarzinogen
    • Ko|karzino|gen

    • Synonyme: Promotor

    • Englischer Begriff: cocarcinogen

    Substanzen u. unspezifische Schädigungen wie Entzündung oder Verletzung, die die karzinogene Wirkung eines Karzinogens erhöhen, ohne selbst karzinogen zu sein (= Kokarzinogenese).

  • Kokken
    • Kokken

    • Englischer Begriff: cocci

    kugelförmige Bakterien (Eubacteriales), z.B. Staphylo-, Streptokokken, Neisserien, Veillonellen.

  • kokkoid
    • kokkoid

    • Englischer Begriff: coccoid

    kokkenähnlich (länglich-rund).

  • Kokon
    • Kokon

    Jargonbez. für ausdrückbare, talgig-hornige Massen der Haarfollikel beim Status seborrhoicus.

  • Kokzidien
    • Kokzidien

    • Fach: Protozoologie

    Coccidia; s.a. Kokzidiose.

  • Kokzidioidomykose
    • Kokzidio|ido|mykose

    • Synonyme: Talfieber; Wüstenfieber

    • Englischer Begriff: coccidioidomycosis

    in Amerika vorkommende Mykose durch Coccidioides immitis. Klinik: Meist nur als Befall der Atemwege (nach entsprechender Staubinhalation) mit grippeartigem Verlauf. Bei der selteneren, durch hämatogene Erregerverschleppung bedingten progressiven Form (als Sekundärstadium) treten in Haut, Skelett, Zentralnervensystem u. inneren Organen granulomatöse, geschwürige u. Tuberkulose-ähnliche Prozesse auf (häufig letal). Diagn.: Kultur, Tierversuch, Hauttest, Komplementbindungsreaktion.

  • Kokzidiose
    • Kokzidiose

    • Synonyme: Coccidiosis

    • Englischer Begriff: coccidiosis

    Infektion mit den Kokzidien (Coccidia) Isospora belli u. I. hominis; meist symptomlos; evtl. leichte Durchfälle. Ferner Erkrankungen durch Toxoplasma (Toxoplasmose) u. – durch andere Kokzidien – vet die tödliche „rote Ruhr“ der Tiere.

  • Kokzygealfistel
    • Kokzygeal|fistel

    • Englischer Begriff: coccygeal fistula

    Steißfistel (Fistula coccygealis); s.a. Pilonidalfistel.

  • Kokzygodynie
    • Kokzyg|odynie

    • Englischer Begriff: coccygodynia

    Schmerzhaftigkeit des Steißbeins (evtl. auch des Mastdarms), z.B. nach Steißbeinverletzung, schwerer Entbindung, bei Neuralgie des Plexus sacralis oder coccygeus, chronischer Obstipation oder psychogen. Oft als Zeichen einer Insertionstendopathie der Musculi coccygeus, levator ani u./oder piriformis (u. dann oft kombiniert mit Zervikal- u. Lumbalsyndrom).

  • Kolamin
    • Kol|amin

    • Englischer Begriff: colamine

    Colamin; als Kolaminphosphatid das Kephalin.

  • Kolanuss
    • Kola|nuss

    • Englischer Begriff: kola nut

    s. Cola nitida.

  • Kölbchenvenen
    • Kölbchen|venen

    Corona phlebectatica paraplantaris.

  • Kolbenfinger
    • Kolben|finger

    • Englischer Begriff: clubbed finger

    Trommelschlägelfinger.

  • Kolbenhaar
    • Kolben|haar

    • Englischer Begriff: club hair

    das beim natürlichen Haarwechsel von der Haarpapille gelöste, am unteren Ende kolbig verdickte, aber noch im Haarbalg steckende Haar. Vermehrte K.-Bildung z.B. bei seborrhoischer Alopezie.

  • Kolchizin
  • Kolektasie
    • Kol|ektasie

    • Englischer Begriff: colectasia

    Dickdarm- = Kolonerweiterung; i.e.S. als Megakolon.

  • Kolektomie
    • Kol|ektomie

    • Englischer Begriff: colectomy

    operative Dickdarmentfernung; i.e.S. die totale Dickdarmexstirpation (z.B. bei Polyposis, Colitis ulcerosa) mit Anlegen eines Kunstafters (als Ileumafter) oder mit kontinenzerhaltender Ileorektostomie; evtl. aber als Proktokolektomie (d.h. auch mit Mastdarmentfernung). S.a. Hemikolektomie.

  • Kolff-Watschinger-Niere
    • Kolff-Watschinger-Niere

    • Biogr.: Willem K., holländ. Internist, Salt Lake City; B. W., Internist, Linz

    spätere Weiterentwicklung der erstmals 1943 von K. entwickelten künstlichen Niere. Eine mit Blutpumpe ausgestattete Doppelspulenniere („twin coil“) mit großem Füllvolumen des Schlauchsystems u. entsprechend großer Fläche für die Ultrafiltration von Blut u. Dialysat. Nur noch von historischem Interesse.

  • Kolibakterien
    • Koli|(bakterien)

    • Englischer Begriff: colibacilli

    Escherichia coli; s.a. Coli...

  • Kolik
    • Kolik

    • Englischer Begriff: colic

    krampfhafte Kontraktion der Muskulatur eines Bauchorgans mit wehenartigen Schmerzen, evtl. auch Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbruch, Schock; z.B. als Gallen-, Darm-, Nieren-, aber auch Harnleiterkolik. S.a. Colica, Coliques.

  • Kolitis
    • Kolitis

    Colitis.

  • Kolizine
    • Kolizine

    Colicine.

  • Kolla
    • Synonyme: Colla

    Leim.

  • Kollagen
    • Kollagen(e)

    • Synonyme: Collagen

    • Englischer Begriff: collagen

    Tabelle

    prolinreiche Gerüsteiweißkörper (Skleroproteine) als der gegen enzymatische Angriffe schützende Hauptbestandteil mesenchymaler interzellulärer Stützsubstanzen (s.a. kollagene Faser). Drei Eiweißketten mit linksläufiger Helixstruktur sind zu einer rechtsdrehenden Tripelhelix (Superhelix) verdrillt. Identifiziert sind 18 K.-Typen (K.-Typ I–XVIII), die nach Struktur bzw. Funktion in fibrilläre, Fibrillen-assoziierte u. nichtfibrilläre K. eingeteilt werden (s. Tab.). – Aus tierischem Kollagensol wird resorbierbares u. nichtresorbierbares Nahtmaterial („Kollagenband“) hergestellt, aus Hautkollagenen eine nichtresorbierbare Folie für temporären Hautersatz (z.B. bei Verbrennungen als Platzhalter für neu entstehendes Epithel); s.a. Knochenstoffwechsel (dort Abb.).

  • kollagen
    • kollagen

    • Englischer Begriff: collagenic; collagenous

    Leim gebend (Gelatina alba enthaltend), aus Kollagenen bestehend.

    • k. Fasern
      Fasern in faserigem Bindegewebe, Knorpel-, Knochengewebe u. Zahnbein als... (mehr)
  • Kollagenase
    • Kollagenase

    • Synonyme: Collagenase

    • Englischer Begriff: collagenase

    Kollagen spaltendes Enzym, identisch mit Clostridiopeptidase A; auch im Pankreas vermutet. Anw. zur Chemonucleolyse bei Bandscheibenschäden.

  • Kollagenband
    • Kollagen|band

    • Synonyme: -folie

    s.u. Kollagen.

  • kollagene Fasern
    kollagen
    • k. Fasern

    • Englischer Begriff: collagen fibers

    • Fach: Histologie

    Fasern in faserigem Bindegewebe, Knorpel-, Knochengewebe u. Zahnbein als geformter Teil der Interzellularsubstanz; bestehen aus „zusammengekitteten“, Kollagen-haltigen Fibrillen.

  • Kollagenkrankheit
    • Kollagenkrankheit

    Kollagenosen.

  • Kollagenosen
    • Kollagen|osen

    • Synonyme: Kollageno|pathien

    • Englischer Begriff: collagen diseases

    (Klemperer, 1943) Oberbegriff für die z.T. durch generalisierte Autoimmunprozesse verschiedener Ursache bedingten Krankheiten mit systematisierten Bindegewebsveränderungen mit Bildung von LE-Zellen (obligat oder fakultativ), evtl. auch mit Sjögren-Syndrom u. Immunthyreoiditis; z.B. Lupus erythematodes disseminatus, systematisierte Sklerodermie, Eosinophilia infectiosa, Polymyositis-Dermatomyositis, Periarteriitis nodosa, rheumatoide Arthritis, Wegener-Granulomatose. S.a. CREST-Syndrom, Sharp-Syndrom.

  • Kollagenphase
    • Kollagen|phase

    • Englischer Begriff: collagenation phase

    das 2. (fibroplastische) Wundheilungsstadium (ca. 5.–15. Tag), in dem vermehrt argyrophile kollagene Fasern auftreten (führen zu zunehmender „Reißfestigkeit“ u. Schrumpfung der Narbe).

  • Kollaps
    • Kollaps

    • Englischer Begriff: collapse

    das aktive oder passive „Zusammensinken“ eines Organs oder Organteils (i.e.S. der Lungenkollaps). – Auch früher gebräuchliche Bez. für akute Störungen der Blutzirkulation = Kreislaufkollaps, d.h. eine flüchtige Kreislaufinsuffizienz (Synkope oder orthostatischer Kollaps; oder als vagovasale Synkope); die sofortige spontane Rückbildung ist im Gegensatz zum Schock nicht von metabolischen Folgen im Sinne der Gewebshypoxie gefolgt.

  • Kollapsatelektase
    • Kollaps|atel|ektase

    Lungenatelektase mit Kollaps des betroffenen Lungenabschnitts; als Entspannungs- (mit verbleibender „Minimalluft“ in den Alveolen) oder als Kompressionsatelektase. I.e.S. die K. im Rahmen der Kollapstherapie.

  • Kollapsinduration
    • Kollaps|induration

    • Englischer Begriff: atelectatic induration

    Lungengewebsverdichtung (mit Alveolenverlegung) als zellreiche, meist schiefrige Lungeninduration nach chronischer Kollapsatelektase.

  • Kollapsluft
    • Kollaps|luft

    der Anteil der Residualluft, der bei Lungenkollaps (Pneumothorax) aus der Lunge entweicht; normal ca. 400 ml; s.a. Minimalluft.

  • Kollapssyndrom
    • Kollaps|syndrom

    Karotissinussyndrom.

  • Kollapstherapie
    • Kollaps|therapie

    • Englischer Begriff: collapsotherapy

    vorübergehende oder dauernde Ruhigstellung erkrankter Lungenabschnitte (z.B. bei tuberkulöser Kaverne, Lungenabszess) durch künstlich herbeigeführten Kollaps dieser Lungenteile, z.B. durch Herbeiführung eines Retraktionskollapses mittels Pneumothorax (evtl. auch Thorakokaustik) oder eines Kompressionskollapses mittels Plombe, ferner z.B. durch Pneumolyse, Thorakoplastik, Phrenikusausschaltung; wird heute nicht mehr angewandt.

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