Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • krural
    • Englischer Begriff: crural

    einen Schenkel (s.a. Pedunculus), i.e.S. den Oberschenkel betreffend.

  • Krurotomie
    • Kruro|tomie

    • Englischer Begriff: crurotomy

    Teilentfernung eines Steigbügel- = Stapes-Schenkels u. Zerbrechen der Steigbügelplatte als gehörverbessernde Operation bei Otosklerose; Schallübertragung erfolgt dann über den freien Stapesteil.

  • Kruse-Bakterium
    • Kruse-Bakterium

    • Biogr.: Walther K., 1864–1943, Bakteriologe, Bonn, Königsberg

  • Kruse-Shiga-Bakterium 1)
    Kruse-Bakterium
    • 1) K.-Shiga-B.

    • Englischer Begriff: Shiga-Kruse bacillus

    Shigella dysenteriae; Erreger der Bakterienruhr (K.-Sh.-Ruhr).

  • Kruse-Sonne-Bakterium 2)
    Kruse-Bakterium
    • 2) K.-Sonne-B.

    Shigella sonnei; Erreger der E-Ruhr (K.-S.-Ruhr).

  • Kruste
    • Synonyme: Borke; Crusta

    • Englischer Begriff: crust; scab

    sekundäre Effloreszenz (dort Abb.) als Auflagerung aus eingetrockneter Absonderung mit Einschluss korpuskulärer Elemente auf zuvor krankhaft veränderter Haut. S.a. Impetigo.

  • Kryalgesie
    • Kry|algesie

    • Englischer Begriff: cryalgesia

    Kälteschmerz, Kältehyperpathie.

  • Kryästhesie
    • Kry|äs|thesie

    • Englischer Begriff: cryesthesia

    der Kältesinn bzw. – als dessen physiol. Ergebnis – die Kälteempfindung (s.u. Temperaturempfindung). S.a. Kälteanästhesie.

  • Kryo...

      Wortteil „Kälte“, „Frost“, „Eis“; s.a. Frigo..., Psychro...

    • Kryoanalgesie
      • Kryo|analgesie

      Kälteanästhesie.

    • Kryoanästhesie
      • Kryo|an|ästhesie

      • Englischer Begriff: cryoanesthesia

      Kälteanästhesie.

    • Kryoblockade
      • Kryo|blockade

      Kälteblockade; temporäre (bis 12 Monate währende) Ausschaltung sensibler Nerven mittels Kälte; Anw. in der Schmerztherapie.

    • Kryochirurgie
      • Kryo|chirurgie

      • Englischer Begriff: cryosurgery

      die – nicht auf das Gebiet „Chirurgie“ beschränkte – Gewebszerstörung durch Herbeiführen von Gewebstod (als hämorrhagische Koagulationsnekrose) mittels örtlicher Anw. hochgradiger Kälte, die v.a. zu Eiskristallbildung, Eiweißdenaturierung, Zerreißung der Zellmembranen, Kälteangiitis führt. Erfolgt mittels einer vakuumisolierten Kanüle oder Kältesonde oder mittels Kryoskalpells (s.a. Kryode), an denen durch Verdampfen flüssigen Stickstoffs oder flüssigen Kohlendioxids Kälte von –196 bzw. –160 °C erzielt wird. Vorteile: geringe bis fehlende Blutung, Schmerzarmut, geringe Demarkierungstendenz. Anw. z.B. in der Augenheilkunde (Kryoextraktion der Linse bei Katarakt; Kryoretinopexie, d.h. Netzhautfixierung bei Netzhautablösung, wobei entzündliche Verklebungen angeregt werden), in der Urologie (Kryoresektion bei Prostataadenom, -karzinom; Durchtrennung von Strikturen), Neurochirurgie (z.B. als Kryothalamotomie), in der Gynäkologie (Eingriffe an der Portio, an Endometrioseherden, an der Scham), Dermatologie (Abtragung von Warzen, Nävi, Angiomen, spitzen Kondylomen; Behandlung von Teleangiektasen); ferner bei Tonsillektomie, Hämorrhoidektomie u. zur Therapie stenosierender Rektumtumoren mit Kontraindikation zur Operation.

    • Kryode
      • Kry|ode

      • Englischer Begriff: cryoprobe

      der Kälte liefernde Ansatz eines Kryochirurgie-Gerätes; s.a. Kryokauter.

    • Kryodesikkation
      • Kryo|de|sikkation

      • Englischer Begriff: cryodesiccation

      Gefriertrocknung im Vakuum.

    • Kryoextraktion
      • Kryo|extraktion

      • Englischer Begriff: cryoextraction

      s.u. Kryochirurgie.

    • Kryofibrinogene
      • Kryo|fibrinogene

      • Englischer Begriff: cryofibrinogens

      bei Abkühlung (0–30 °C) von Blutplasma ausfallende, immunchem. dem Fibrinogen oder Fibrin zuzuordnende Komponenten. Als essentielle Kryofibrinogenämie (infolge Defekts der Sekundär- oder Tertiärstruktur des Fibrinogens); ferner paraneoplastisch (z.B. bei Lymphomen), bei Thromboseneigung, arterieller Verschlusskrankheit, Kollagenosen, Leberzirrhose sowie im Rahmen von Infektionskrankheiten u. als Arzneimitteleffekt (Isoniazid).

    • Kryoglobulinämie
      • Kryo|globulin|ämie

      • Englischer Begriff: cryoglobulinemia

      Krankheitserscheinungen, die durch Kryoglobuline (dort Tab.), Kryofibrinogene oder Kältehämagglutinine (s.a. Kältehämagglutinationskrankheit) hervorgerufen werden, die unterhalb der normalen Körpertemperatur gelartig werden u. dadurch zu erhöhter Blutviskosität, Störungen der Mikrozirkulation u. Gefäßwandirritationen führen. Es besteht Neigung zu vorübergehenden oder irreversiblen akralen Durchblutungsstörungen (als Akrocyanosis; Raynaud-Krankheit mit Gangrän der Akren; Infarkte innerer Organe; Thrombose der Netzhautgefäße; Purpura-ähnliche Haut- und Schleimhautblutungen) und Kälteüberempfindlichkeit.

    • Kryoglobuline
      • Kryo|globuline

      • Synonyme: Kälteglobuline; kältelabile Eiweiße

      • Englischer Begriff: cryoglobulins

      Tabelle

      Komponenten des Blutserums, die im Reagenzglastest bei niedrigen Temperaturen (0–30 °C) im Blutserum (oder -plasma) ausfallen. Mit immunchem. Methoden lassen sich K. i.e.S. 3 Klassen zuordnen, die bei verschiedenen Grundkrankheiten entstehen (Tab.); i.w.S auch die Kryofibrinogene, die Kältehämagglutinine u. die Pyroglobuline (Letztere lösen sich bei Wiedererwärmung nicht auf u. sind nach Plasmaersatztherapie nachweisbar).

    • Kryokauter
      • Kryo|kauter

      • Englischer Begriff: cryocauter; cold cauter

      eine Kryode mit durch Versprühen von Kohlendioxid und Aceton gekühlter Kupferhülse.

    • Kryopathie
      • Kryo|pathie

      • Englischer Begriff: cryopathy

      örtlicher oder allgemeiner Krankheitszustand nach echter Kälteschädigung (Erfrierung, Immersions-Kälte-Nässe-Schaden) bzw. Krankheit mit Auftreten von Kälteglobulinen bei – konstitutioneller – Kälteunverträglichkeit.

    • Kryopathie, kryoproteinämische
      Kryopathie
      • K., kryo|protein|ämische

      K. mit Auftreten kältelabiler Eiweißkörper (Kälteglobuline); z.B. Kryoglobulinämie, Kältehämagglutinationskrankheit, paroxysmale Kältehämoglobinurie.

    • Kryopathie, nichtkryoproteinämische
      Kryopathie
      • K., nicht|kryo|protein|ämische

      K. ohne Kälteglobuline; z.B. die Panniculitis e frigore Haxthausen (mit Pernio-ähnlichem Bild), Kälteurtikaria, Kältepurpura, Perniones.

    • Kryopräzipitat
      • Kryo|präzipitat

      • Englischer Begriff: cryoprecipitate

      jeder bei Kälte ausfallende (Protein-)Niederschlag; z.B. der von Fibrinogen u. Faktor VIII im tiefgefrorenen, langsam auftauenden Citratplasma; dient zur Substitutionsbehandlung bei Hämophilie u. Angiohämophilie A.

    • Kryoresektion
      • Kryo|resektion

      • Englischer Begriff: cryoresection

      s.u. Kryochirurgie.

    • Kryoretinopexie
      • Kryo|retino|pexie

      • Englischer Begriff: cryopexy

      s.u. Kryochirurgie.

    • Kryoskopie
      • Kryo|skopie

      • Englischer Begriff: cryoscopy

      Bestimmung des Gefrierpunktes einer Lösung mittels einer speziellen Apparatur (Kryoskop), um so – gemäß dem Raoult-Gesetz – das Molekulargewicht des gelösten Stoffes zu ermitteln.

    • Kryosonde
      • Kryo|sonde

      Kältesonde.

    • Kryosperma
      • Kryo|sperma

      s.u. Spermakonservierung.

    • Kryostat
      • Kryo|stat

      • Englischer Begriff: cryostat

      Tiefkühlkammer mit Mikrotom zur Anfertigung unfixierter (z.B. histochem.) Gefrierschnitte.

    • Kryothalamotomie
      • Kryo|thalamo|tomie

      • Englischer Begriff: cryothalamotomy

      kryochirurgische Thalamotomie.

    • Kryotherapie
      • Kryo|therapie

      • Englischer Begriff: cryotherapy

      Kältebehandlung.

    • Kryptagglutinoide
      • Krypt|agglutinoide

      v.a. in Immunsera vorkommende inkomplette Antikörper (Typ Hämagglutinine), z.B. gegen die Blutgruppeneigenschaften A u. B, gegen Rh-, Lea-, Leb-, P-, S- u. Kell-Cellano-Faktor; ferner die inkompletten Kälte- u. Autoagglutinine bei erworbenen hämolytischen Anämien.

    • Kryptantigene T
      • Krypt|antigene T

      • Englischer Begriff: cryptic antigens T

      maskierte, durch Neuraminidase freilegbare Rezeptoren an der Erythrozytenoberfläche. Gegen sie gerichtete Anti-T-Antikörper, angeregt durch Darmbakterien, sind normalerweise in jedem Blutserum jenseits des Säuglingsalters nachweisbar (können Ursache einer hämolytischen Anämie sein).

    • Krypte
      • Krypte

      • Englischer Begriff: crypt

      seichte, meist von Schleimhaut ausgekleidete Epithelgrube; z.B. Lieberkühn-Krypte, Analkrypten (Sinus anales; s.a. Hilton-Linie, Kryptitis), Cryptae tonsillares.

    • Kryptentonsillitis
      • Krypten|tonsillitis

      einfachste Form der chronischen Tonsillitis, beschränkt auf die Cryptae tonsillares, die Parakeratosen, Leukozytenauswanderung, Schuppenpfröpfe, Pilzdrüsen aufweisen. – Als Krypten-Parenchym-Tonsillitis dagegen eine Tonsillitis mit erheblicher Parenchymbeteiligung u. als Krypten-Parenchym-Paratonsillitis mit zusätzlicher Beteiligung der Tonsillenumgebung mit Bildung kleiner Eiterherde bzw. Abszesse. – Gelten alle als potentieller Herd (Fokus).

    • Kryptitis, rektale
      • Englischer Begriff: cryptitis

      Entzündung der Morgagni- = Analkrypten (Sinus anales) als lokalisierte Proktitis. Neigung zu Abszedierung u. Fistelbildung; oft mit Papillitis kombiniert.

    • Kryptogen
      • Krypto|gen

      Gen, kryptisches.

    • kryptogen
      • krypto|gen

      • Synonyme: -genetisch

      • Englischer Begriff: cryptogen(et)ic

      mit verborgener, nicht nachweisbarer Ursache, ohne bekannte Pathogenese. – Der Begriff ist teilsynonym mit essentiell, genuin, idiopathisch.

    • Kryptokokkose
      • Krypto|kokkose

      • Synonyme: Torulose; Europäische Blastomykose; Busse-Buschke-Krankheit

      • Englischer Begriff: cryptococcosis

      eine Mykose durch den Hefepilz Cryptococcus neoformans (dessen perfekte Form als Filobasidiella neof. u. bacillospora bezeichnet wird). Tritt meist als Sekundärerkrankung auf bei verminderter Abwehrlage (Resistenz), z.B. bei Neugeborenen als Infektion über den mütterlichen Genitaltrakt. Vorwiegend befallen werden das Zentralnervensystem (metastatische Meningoenzephalitis), die Lungen (Pneumomykose) u. die Leber (Granulome, evtl. Leberzellnekrosen), seltener die Haut (Hautblastomykose), die Nieren u. Knochen.

    • Kryptomenorrhö
      • Krypto|menorrhö

      • Englischer Begriff: cryptomenorrhea

      eine infolge Gynatresie nicht nach außen gelangende Menstruationsblutung; klinisch sekundäre Amenorrhö; s.a. Hämatokolpos, Hämatometra.

    • Kryptomerie
      • Krypto|merie

      • Englischer Begriff: cryptomerism

      • Fach: Genetik

      Vorhandensein eines Allels („kryptomeres Gen“), das sich wegen des Fehlens eines notwendigen, komplementär wirkenden Gens phänotypisch nicht auswirken kann.

    • Kryptomnesie
      • Krypto|mnesie

      • Englischer Begriff: cryptomnesia

      Gedächtnisstörung, bei der bereits Erlebtes nicht als Erinnerung bewusst, sondern als neu empfunden wird.

    • Krypton
      • Krypton

      • Synonyme: Kr (Abk.)

      • Englischer Begriff: krypton

      ein reaktionsträges Edelgas; OZ 36, Atomgew. 83,80. Anw. z.B. als negatives Röntgenkontrastmittel, in der Narkosetechnik u. – als 85Kr (β-Strahler; HWZ 10,6 a) – zur Untersuchung des Gasaustausches u. Bestimmung des Atemminutenvolumens.

    • Kryptophthalmus
      • Krypt|oph|thalmus

      • Englischer Begriff: cryptophthalmus

      angeborene Kleinheit des Augapfels (Mikrophthalmus) mit weitgehend bis völlig fehlender Lidspalte (Ankyloblepharon). – Als autosomal-rezessiv erbliches K.-Syndrom mit K., Syndaktylie, Genitalhypoplasie u. Nierenagenesie.

    • Kryptorchismus
      • Krypt|orchismus

      • Englischer Begriff: cryptorchism

      jede Form des Bauchhodens (abdominale Retentio testis = Hodenretention). I.e.S. nur der mit primärer Hodenatrophie (einseitig auch Aplasie) einhergehende Typus dieser Störung des Descensus testis als Folge gestörter Geschlechtsdifferenzierung (d.h. als Intersextyp, s.u. Intersexualität) mit Impotentia generandi). K. tritt häufig kombiniert mit indir. Leistenhernie auf und gilt als Risikofaktor für einen malignen Hodentumor. Der Bauchhoden wird bis Ende des 2. Lj. operativ entfernt.

    • Kryptospermie
      • Krypto|spermie

      • Englischer Begriff: cryptospermia

      verminderte Zahl der Samenzellen im Ejakulat (< 1 Mio./ml) mit Nachweisbarkeit von Spermien nur noch im Zentrifugat des Samens.

    • Kryptosporidiose
      • Krypto|sporidiose

      • Englischer Begriff: cryptosporidiosis

      s.u. Crypto...

    • KSD
      • Englischer Begriff: VSD

      Abk. für Kammerseptumdefekt (Ventrikelseptumdefekt).

    • KSF

        Abk. für Kolonie-stimulierende Faktoren (CSF).

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