Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • Kunstafter
    • Kunst|after

    • Englischer Begriff: artificial anus

    Anus praeternaturalis.

  • Kunstarm
    • Kunst|arm

    • Englischer Begriff: artificial arm

    Arm- bzw. Handprothese.

  • Kunstauge
    • Kunst|auge

    • Englischer Begriff: artificial eye

    dem vorhandenen Auge weitgehend nachgebildete schalenförmige Glas- oder Kunststoffprothese als kosmetischer Ausgleich u. Schutz der Augenhöhle.

  • Kunstbein
    • Kunst|bein

    • Englischer Begriff: artificial leg

    Ober-, Unterschenkelprothese.

  • Kunstfehler, ärztlicher
    • Kunst|fehler, ärztlicher

    • Englischer Begriff: malpractice

    diagnostischer oder therapeutischer Eingriff, der entweder nicht medizinisch angezeigt (= indiziert) ist oder bei dem „die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft unter den jeweiligen Umständen objektiv erforderliche Sorgfalt außer acht gelassen“ wurde u. durch den ein Schaden hervorgerufen wird. Gilt nach §§ 222, 230 StGB als Fahrlässigkeit (Beurteilung durch ärztliche Sachverständige). Bei Straflosigkeit besteht evtl. zivilrechtliche Haftung (§§ 249, 276, 823 BGB).

  • Kunstglied
    • Kunst|glied

    • Englischer Begriff: artificial limb

    z.B. Kunstarm, Kunstbein; s.a. Epithese.

  • Kunstharz
    • Kunst|harz

    • Englischer Begriff: synthetic resin

    Kunststoff, der sich wie natürliche Harze verwenden lässt. – Inkorrekt auch Bezeichnung für Kunststoff allgemein.

  • Kunstherz
    • Kunst|herz

    • Englischer Begriff: artificial heart

    künstliches Herz.

  • künstlich
    • Englischer Begriff: artificial

    artifiziell, factitius; s.a. Kunst..., Ersatz...

  • künstliche Ernährung
    künstlich
    • k. Ernährung

    • Englischer Begriff: a. nutrition

    Sondenernährung.

  • künstliche Niere
    künstlich
    • k. Niere

    • Englischer Begriff: a. kidney

    Gerät für die extrakorporale Hämodialyse; z.B. als Modell nach Kolff, Alwall, Moeller.

  • künstliche Speiseröhre
    künstlich
    • k. Speiseröhre

    in die Speiseröhre einlegbarer (= endoösophagealer) Tubus zur Sicherung des Schluckaktes bei inoperabler, karzinombedingter Speiseröhrenenge; z.B. das Celestin-Rohr.

  • künstlicher After
    künstlich
    • k. After

    • Englischer Begriff: a. anus

    Anus praeternaturalis.

  • künstlicher Herzschrittmacher
    künstlich
    • k. Herzschrittmacher

    • Englischer Begriff: a. (electronic) pacemaker

    s.u. Herzschrittmacher, Schrittmacher...

  • künstlicher Winterschlaf
    künstlich
    • k. Winterschlaf

    • Englischer Begriff: a. hibernation

    Hibernation.

  • künstliches Herz
    künstlich
    • k. Herz

    • Englischer Begriff: a. heart

    s.u. Herz.

  • künstliches Klimakterium
    künstlich
    • k. Klimakterium

    • Englischer Begriff: a. climacterium

    vorzeitiges Klimakterium durch operative oder durch Strahlenkastration.

  • Kunststofflinse
    • Kunst|stoff|linse

    • Englischer Begriff: plastic lens

    Brillenglas oder Kontaktlinse aus Hart- oder Weichplastik; i.e.S. der alloplastische Linsenersatz (meist Polymethylmethacrylat) nach Star-Operation.

  • Küntscher
    • Küntscher

    • Biogr.: Gerhard K., 1900–1972, Chirurg, Kiel

    • K.-Marknagelung
      Stabilisierung von Brüchen langer Röhrenknochen durch innere Schienung... (mehr)
    • K.-Nagel   Abbildung
      Stahlnagel ohne Kopf, mit V- oder Kleeblattprofil, gerade (als Trochanternagel... (mehr)
    • K.-Syndrom
      aseptische Epiphysennekrose (dort Abb... (mehr)
  • Küntscher-Marknagelung
    Küntscher
    • K.-Mark|nagelung

    Stabilisierung von Brüchen langer Röhrenknochen durch innere Schienung (s.a. Osteosynthese) mittels eines formschlüssig eingetriebenen K.-Nagels. Als geschlossene M. von einer frakturfernen, durch einen Haut-Weichteil-Schnitt freigelegten Einschlagstelle aus, wobei der Nagel nach Eröffnung der Markhöhle über einen Führungsspieß in das distale Fragment eingeschlagen wird; bei schwer reponibler Fraktur als offene M., d.h. vom freigelegten Bruchspalt aus; Weiterentwicklungen des Prinzips und heute überwiegend angewandt sind Verriegelungsnagel u. ungebohrte (verriegelte) Vollnägel.

  • Küntscher-Nagel
    Küntscher
    • K.-Nagel

    • Englischer Begriff: Küntscher nail

    Abbildung

    Stahlnagel ohne Kopf, mit V- oder Kleeblattprofil, gerade (als Trochanternagel mit Querbolzen) oder gebogen, evtl. als Doppelnagel (mit Krempe am kürzeren); ferner Spezialmodelle (s. Abb.).

  • Küntscher-Syndrom
    Küntscher
    • K.-Syndrom

    aseptische Epiphysennekrose (dort Abb.) des Os cuneiforme I.

  • Kupfer
    • Synonyme: Cuprum; Cu (Abk.)

    • Englischer Begriff: copper

    metallisches, 1- bis 3-wertiges Element; OZ 29, Atomgewicht 63,546. Cu ist ein Schwer-, Halbedelmetall. Physiol.: Bioelement, das beim Menschen ca. 1,4 · 104 % des Gesamtgewichtes ausmacht (z.B. als Bestandteil vieler Enzyme; v.a. Oxidasen). Der Serumspiegel beträgt 80–130 μg/dl (in der Schwangerschaft um > 100% vermehrt); das Serum-Cu ist zu 94% im Coeruloplasmin gebunden, das der Erys zu 60% im Erythrocuprein. Der tägliche Bedarf beträgt 1,5–2 mg, bei Kindern u. Säuglingen 0,04–0,14 mg/kg Körpergewicht. Pathophysiol.: Der Cu-Spiegel ist erhöht z.B. bei Infektionen, Erythematodes, Myokardinfarkt, biliärer Leberzirrhose, akuter Leukämie, aplastischer Anämie, Thyreotoxikose u. nach Östrogengaben, erniedrigt z.B. bei gestörter Cu-Resorption, Kwashiorkor, Wilson-Syndrom. pharm Anw. in Intrauterinpessaren (wirksam durch Cu-Ionen?), ferner als Brechmittel, Desinfiziens (in Augen- u. Gurgelwässern; für Umschläge) u. äußerliche Ätzmittel (Kupferverbindungen sind im Allgemeinen giftig), Radiokupfer (= 64Cu; β, β+, γ; HWZ 12,8 h) als Diagnostikum. Kupfersalze sind ferner Reagensbestandteil (z.B. der Trommer-, Fehling-Lösung). S.a. Kupfer...

  • Kupfer-T
    • Englischer Begriff: copper-T

    T-förmiges Intrauterinpessar aus Kupfer.

  • Kupferdrahtarterie
    • Kupfer|draht|arterie

    • Englischer Begriff: copper-wire artery

    prall gefüllte und stärker geschlängelte Netzhautarterie mit breitem, goldgelbem Lichtreflexstreifen bei der Fundoskopie; typisch bei Fundus hypertonicus.

  • Kupfergleichwert
    • Kupfer|gleich|wert

    • Synonyme: CuGW (Abk.)

    • Englischer Begriff: copper equivalent

    • Fach: Radiologie

    Filterwert (s.a. Gleichwert) eines – im Strahlengang liegenden – Körpers, ausgedrückt in mm Dicke eines Kupferfilters gleicher Wirkung.

  • Kupfergluconat
    • Englischer Begriff: copper gluconate

    Kupferverbindung zur Substitutionsther.

  • Kupfermangelanämie
    • Kupfer|mangel|anämie

    • Englischer Begriff: copper deficiency anemia

    nur beim Säugling unter reiner Milchdiät (Kuhmilchanämie) vorkommende hypochrome, mikrozytäre u. eisenrefraktäre Anämie; mit Adynamie, Osteoporose u. Pigmentverlust.

  • Kupferron
    • Kupferron

    Phenylnitrosohydroxylamin; ein Reagens auf zahlreiche Metall-Ionen (darunter Cu u. Fe).

  • Kupferspeicherkrankheit
    • Kupfer|speicher|krankheit

    Wilson-Krankheit.

  • Kupferstar
    • Kupfer|star

    • Englischer Begriff: copper cataract

    Chalcosis lentis.

  • Kupfersulfat
    • Kupfer|sulfat

    • Synonyme: Kupfervitriol

    • Englischer Begriff: cupric sulfate

    Cuprum sulfuricum (CuSO4); dient u.a. als Adstringens u. Ätzmittel, Reagens (z.B. in der Phillips-van-Slyke-Methode, Fehling-Reaktion), Katalysator bei Kjeldahl-Veraschung. – Aufnahme führt zu Nierenschäden (Tubulusdegeneration, -nekrose), löst Erbrechen aus (tödl. Dosis ca. 10 g).

  • Kupfervergiftung
    • Kupfer|vergiftung

    • Synonyme: Kuprismus

    • Englischer Begriff: copper poisoning

    Vergiftung durch Aufnahme von Kupfersalzen (v.a. Kupfersulfat, basisches Kupferacetat = Grünspan) über den Verdauungstrakt; führt zu örtlicher Verätzung, Erbrechen (blau-grüner Massen), Darmkoliken, blutig-wässrigem Durchfall, evtl. zu Kollaps; bei Überleben zu Leberschädigung, Ikterus, Hämolyse, Hämoglobinurie. – Einatmung metallischen Kupfers führt zu Gießerfieber („Metallfieber“). – Längere Kupferstaubexposition führt zu Grünfärbung von Haut, Haaren, Zähnen u. Zahnfleisch („Kupfersaum“), Konjunktivitis; evtl. auch Nasenscheidewand-, Hornhautgeschwüre.

  • Kupffer-Sternzelle
    • Kupffer-Sternzelle

    • Englischer Begriff: Kupffer cell

    • Biogr.: Karl W. v. K., 1829–1902, Anatom, Kiel, München

    histiozytär umgewandelte, phagozytosebereite Endothelzelle der Lebersinusoide; besitzt lange sternförmige Zytoplasmafortsätze, die sich in den Blutstrom erstrecken u. – als wichtiges RES-Element – dem Pfortaderblut körpereigene u. -fremde Stoffe entnehmen.

  • Kupidobogen
    • Kupido|bogen

    Amorbogen.

  • kupieren

      abschneiden; ther den Verlauf einer Krankheit unterbrechen, ihren Ausbruch verhindern.

    • Kuppelraum
    • Kuppenweichschädel
      • Kuppen|weichschädel

      angeborene, v.a. bei Frühgeborenen vorkommende Nachgiebigkeit der Scheitelbeine beidseits der Sagittalnaht infolge ungenügender Verkalkung.

    • Kupplung
      • Englischer Begriff: coupling

      • Fach: Kardiologie

      die gleich bleibende oder gleitende (mit schwankendem Intervall erfolgende) zeitliche Bindung einer Extrasystole an die vorangegangene Herzaktion.

    • Kuprurese
      • Ku|pru|rese

      • Englischer Begriff: cupriuresis

      vermehrte Kupferausscheidung im Harn (> 0,07 mg/24 Std.), v.a. bei der Wilson-Krankheit.

    • Kupulaorgan
      • Kupula|organ

      anatomisch unpräzise Bez. für die Crista ampullaris der Bogengänge mit ihren Sinneszellen u. die ihnen aufsitzende Gallertkappe (die eigentl. Cupula).

    • Kur

        ambulante oder stationäre Vorsorgebehandlung, Müttergenesungskuren, ambulante Rehabilitationskuren, bei denen die Anw. ortsspezifischer natürlicher Heilmittel (z.B. Quellen, Peloide, Klima, Meerwasser) im Rahmen des Aufenthaltes in einem Kurort im Vordergrund steht. Die Grenzen zur medizinischen Rehabilitation sind fließend; s.a. Balneotherapie.

      • kurabel
        • kurabel

        • Synonyme: curabilis

        • Englischer Begriff: curable

        heilbar. – Gegenteil: inkurabel.

      • Kurare
        • Kurare

        • Englischer Begriff: curare

        • Fach: Pharmazie

        Curare; s.a. Curar...

      • kurativ
        • kurativ

        • Englischer Begriff: curative

        heilend, auf Heilung ausgerichtet (z.B. die k. Medizin [neben der adaptiven u. präventiven]); als k. Therapie z.B. bei einer Malignomerkrankung; s.a. palliativ.

      • Kürbis
      • Kürettage
        • Synonyme: Kürettement; Curettage

        • Englischer Begriff: curettage

        die Gewinnung bzw. Entfernung eines biologischen Substrates von der Innenfläche eines Hohlorgans oder einer krankheitsbedingten Höhle mittels Kürette (stumpfer oder scharfer spezieller chirurgischer Löffel, voll oder gefenstert). – I.e.S. als Uteruskürettage zu Diagnosezwecken (s.a. Strichabrasio, Biopsie) oder als therapeutische K. (z.B. Entfernung von Abortresten; s.a. Abrasio uteri); evtl. als fraktionierte K., d.h. getrennt an Zervikalkanal u. Cavum uteri (in der Karzinomdiagnostik).

      • Kurierpflicht
        • Kurier|pflicht

        Behandlungspflicht.

      • Kurkumapflanze
        • Kurkuma|pflanze

        Curcuma.

      • Kurloff-Foa-Körper
        • Kurloff(-Foa)-Körper

        • Englischer Begriff: Kurloff bodies

        • Biogr.: Michail G. K., 1859–1932, Arzt, Tomsk

        paranukleäre, lichtbrechende, bei panoptischer Färbung n. Pappenheim homogen rote Sekretvakuolen in Lymphozyten u. lymphoiden Zellen, deren Kern evtl. sichelförmig u. an den Rand gedrängt ist (med. Bedeutung unklar).

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