Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • Karotisverschluss
    • Karotis|verschluss

    • Englischer Begriff: occlusion of the carotid artery

    thrombotisch u./oder arteriosklerotisch bedingter Verschluss der A. carotis interna. Meist extrakraniell beginnend u. bis zum Abgang der A. ophthalmica reichend. Klinik: bei guter Kompensation über die A. carotis externa oder über den Circulus arteriosus Willisii u.U. asymptomatisch; sonst Ganglienzelluntergang, Hirninfarkt (Grenzflächeninfarkt), Enzephalomalazie. Abhängig von Lokalisation, Vollständigkeit u. Verschlusstempo treten flüchtige Bewusstseinstrübung, Lähmungen (evtl. Hemiplegie), Sprachstörungen, Verwirrtheitszustände, fokale oder generalisierte epileptiforme Anfälle, hirnorganisches Abbausyndrom auf. S.a. Karotisstenose, zerebrale Durchblutungsstörungen, Pseudookklusion der Arteria carotis interna.

  • Karotten-Schleim-Diät
    • Karotten-Schleim-Diät

    Moro-Karottensuppe mit Reisschleim als Einstelldiät bei Säuglingsenteritis.

  • Karottenikterus
    • Karotten|ikterus

    Carotinikterus.

  • karpal
    • kar|pal

    • Englischer Begriff: carpal

    die Handwurzel (Carpus) betreffend.

  • Karpalgelenk
    • Karpal|gelenk

    • Englischer Begriff: carpal joint

    Articulatio intercarpalis.

  • Karpalia
    • Karpalia

    • Englischer Begriff: carpal bones

    die Handwurzelknochen (Ossa carpi).

  • Karpaltunnelsyndrom
    • Karpal|tunnel|syndrom

    • Englischer Begriff: carpal tunnel syndrome

    typisches Medianuskompressionssyndrom; akuter bis chronischer Druckschaden (Neuropathie) des Nervus medianus infolge dessen mechanischer Reizung im Canalis carpi (unter dem Ligamentum carpi transversum). Tritt auf z.B. nach Knochenbrüchen mit Deformitätsheilung (meist nach perilunärer Luxation, Radiusfraktur) sowie bei Vermehrung des Tunnelinhaltes, z.B. infolge Tenosynovitis, Ödem (Schwangerschaft!), Metabolitenablagerung; ist meist idiopathisch (Bindegewebswucherung?). Äußert sich – im Medianusbereich der Hand – in brennenden, v.a. nächtlichen Schmerzen (evtl. bis in die Schulter ausstrahlend, v.a. bei Dorsalflexion der Hand), Hyp- u. Parästhesien, Kältegefühl, später auch Muskelatrophie des Daumenballens (Abduktor-Opponens-Atrophie). Diagnose gestützt durch Elektroneurographie.

  • Karpektomie
    • Karp|ektomie

    • Englischer Begriff: carpectomy

    operative Entfernung von Handwurzelknochen.

  • Karphologie
    • Kar|pho|logie

    • Englischer Begriff: carphology

    • Fach: Psychologie

    Flockenlesen.

  • karpometakarpaler Reflex
    • karpo|metakarpaler Reflex

    • Englischer Begriff: carpometacarpal reflex

    Bechterew-Jacobsohn-Reflex.

  • Karpopedalspasmen
    • Karpo|pedal|spasmen

    • Englischer Begriff: carpopedal spasms

    bei Tetanie jeder Genese auftretende Krämpfe der Füße u. Hände (sog. Geburtshelfer-, Pfötchenstellung: Hand im Handgelenk gebeugt, Daumen adduziert, übrige Finger im Grundgelenk gebeugt, sonst gestreckt).

  • Karsch-Neugebauer-Syndrom
    • Karsch-Neugebauer-Syndrom

    • Englischer Begriff: Karsch-Neugebauer syndrome

    autosomal-dominant erbliches Krankheitsbild mit Extremitätendefekten (Spalthand, Spaltfuß bis vollständiges Fehlen der Finger), Fingerkontrakturen, Kamptodaktylie u. Augenbefunden (Nystagmus, Augenhintergrundveränderungen, Netzhautpigmentanomalie, Katarakt, Blinzeln).

  • Kartagener-Syndrom
    • Kartagener-Syndrom

    • Englischer Begriff: Kartagener's syndrome; immotile cilia syndrome

    • Biogr.: Manes K., 1897–1975, Internist, Zürich

    angeborener autosomal-rezessiv erblicher Fehlbildungskomplex mit Situs inversus, Bronchiektasien, Nasenpolypen sowie gestörter Spermienmotilität (bei ♂), evtl. Brustkorbanomalien, Herzfehler, hormonale Störungen (pluriglanduläre Insuffizienz), chronisch-rezidivierende Pneumonie u. Sinusitis. Als Oberbegriff (v.a. bei Fällen ohne Situs inversus) wird „Syndrom der immotilen Zilien“ gebraucht.

  • Kartenherzbecken
    • Karten|herz|becken

    • Englischer Begriff: cordate pelvis

    kartenherzförmig deformiertes (im Beckeneingang bds. eingeengtes) knöchernes Becken infolge Osteomalazie.

  • kartilaginär
    • kartilaginär

    • Englischer Begriff: cartilaginous

    knorpelig.

  • Kartoffelhilus
    • Kartoffel|hilus

    Lungenhilusvergrößerung u. -verdichtung bei Besnier-Boeck-Sarkoidose.

  • Kartoffelleber
    • Kartoffel|leber

    • Englischer Begriff: hobnail liver

    Leber mit grobknotiger Zirrhose.

  • Kartoffelnährböden
    • Kartoffel|nährböden

    • Englischer Begriff: potato culture medium

    Bakterien-, Pilznährböden aus Kartoffeln mit verschiedenen Zusätzen (Glycerin, Agar, Karotten, Eier etc.); z.B. Bordet-Gengou-Agar (s.u. Bordetella pertussis), Kartoffel-Cystin-Agar.

  • Kartographie
    • Karto|graphie

    • Fach: Kardiologie

    Mapping. – Als endokardiale K. eine Methode für Nachweis u. Lokalisation bzw. Ausschluss zusätzlicher Erregungsleitungsbahnen.

  • Karunkel
    • Ka|run|kel

    • Englischer Begriff: caruncle

    • 1)
      Caruncula... (mehr)
    • 2)
      „Fleischwärzchen“, Polyp, Varix, Papillom; z.B... (mehr)
  • Karunkel 1)
  • Karunkel 2)
    Karunkel
    • 2)

    „Fleischwärzchen“, Polyp, Varix, Papillom; z.B. als anale K. (nach Entzündung einer Analfissur). S.a. Harnröhren-Karunkel.

  • karyo...
    • ka|ryo...

    Wortteil „Kern“, „Zellkern“.

  • Karyoblast
    • Karyo|blast

    • Englischer Begriff: karyoblast

    unreife Zelle der Entwicklungsreihe roter Blutkörperchen; mit rundem, Nucleolen enthaltendem Kern, hämoglobinfreiem Zytoplasma.

  • Karyogamie
    • Karyo|ga|mie

    • Englischer Begriff: karyogamy

    Vereinigung der Kerne bzw. der Chromosomenbestände beider Gameten bei der Befruchtung.

  • Karyogramm
    • Karyo|gramm

    • Synonyme: Idiogramm

    • Englischer Begriff: karyogram

    Abbildung

    paarweise Anordnung der Chromosomen nach Länge, Lage des Zentromers, der Satelliten, sekundärer Einschnürungen u. des Nucleolusorganisators (s. Abb.) sowie nach dem Muster der Chromosomenbänder.

  • Karyoid
    • Karyo|id

    Nucleoid.

  • Karyokinese
    • Karyo|kinese

    • Englischer Begriff: karyokinesis

    mitotische Kernteilung, Mitose.

  • Karyoklasie
    • Karyo|klasie

    • Englischer Begriff: karyoclasis

    die Zerbrechlichkeit des Zellkerns der Vorstufen der Erythrozyten (Entkernung...).

  • Karyolymphe
    • Karyo|lymphe

    • Synonyme: Kernsaft

    • Englischer Begriff: karyolymph; nuclear sap

    die klare, nicht färbbare, auch elektronenmikroskopisch strukturlose, schwach visköse Flüssigkeit zwischen Zellkernmembran u. -gerüst als Solphase des Karyoplasmas; besteht aus Wasser, enthält Proteine (v.a. Glykoproteine; auch Enzyme), Stoffwechselprodukte (im Austausch mit dem Zytoplasma), lösliche RNS; umgibt die – während der Zellteilung sichtbaren – Chromosomen u. die Nucleolen.

  • Karyolyse
    • Karyo|lyse

    • Englischer Begriff: karyolysis

    Abbildung

    die – letale – Auflösung des Zellkerns (Ruhekern) u. seiner Strukturen, meist als Endstadium der Karyorrhexis; Abb.

  • Karyometrie
    • Karyo|metrie

    • Englischer Begriff: karyometry

    • Fach: Zytologie

    die Zellkernmessung zur Volumen-, Größenbestimmung unter Berücksichtigung der Zellform; mikroskopisch oder planimetrisch.

  • Karyon
    • Ka|ry|on

    • Englischer Begriff: karyon

    Zellkern.

  • Karyonkose
    • Kary|onkose

    Zellkernschwellung.

  • karyophag
    • karyo|phag

    • Englischer Begriff: karyophagous

    Zellkerne phagozytierend.

  • Karyoplasma
    • Karyo|plasma

    • Synonyme: Kernplasma; Nucleoplasma

    • Englischer Begriff: nucleoplasm; karyoplasm

    das von der Kernmembran umschlossene Protoplasma der Zelle, in dem der Nucleolus u. die übrigen strukturierten Zellkernelemente suspendiert sind; als dessen Gelphase eine klare, v.a. aus Chromatin (als Chromosomenfibrillen, Chromozentren) bestehende u. dadurch basophile Flüssigkeit, in der die strukturierten Elemente des Zellkerns suspendiert sind. Ist durchsetzt von einem – aus Eiweißkörpern bestehenden – Kerngerüst (= Kernmatrix), in dessen Maschen sich Karyolymphe befindet. Steht über Kernporen im Austausch mit dem Zytoplasma.

  • Karyopyknose
    • Ka|ryo|py|kno|se

    • Synonyme: Kernpyknose

    • Englischer Begriff: karyopyknosis

    Schrumpfung des Zellkerns unter Verdichtung u. Zusammensintern des Chromatins zu einer homogenen, stark färbbaren, unregelmäßig konturierten Masse. Zeichen der Zelldegeneration (Pyknozyt); s.a. Karyopyknose-Index, Kernschwellung.

  • Karyopyknose-Index
    • Karyopyknose-Index

    • Englischer Begriff: karyopyknotic index

    im nach Papanicolaou gefärbten Scheidenabstrich das Zahlenverhältnis der karyopyknotischen Zellen zu denen mit flächenförm. Kern. Ist ein Parameter der Diagnostik von Zyklusstörungen (zuverlässig nur bei ungestörter Scheidenflora); hoher K.-I. spricht für hohe Östrogenwerte (physiologisch kurz vor der Ovulation, pathologisch bei Follikelpersistenz, Östrogen-aktivem Tumor).

  • Karyorrhexis
    • Karyo(r)|rhexis

    • Englischer Begriff: karyorrhexis

    körnig-bröckliger Zerfall des Chromatins innerhalb der Kernmembran als degenerativer Vorgang; meist folgt Karyolyse (dort Abb.).

  • Karyosphäre
    • Karyo|sphäre

    der umschriebene Bereich der Chromosomenanhäufung in Zellkernen mit extrem viel Karyolymphe (z.B. in der Eizelle).

  • Karyothek
    • Karyo|thek

    • Englischer Begriff: karyotheca

    Kernmembran.

  • karyotrope Viren
    • karyo|trope Viren

    • Englischer Begriff: karyotropic viruses

    Viren mit Affinität zum Zellkern; z.B. Herpes-simplex-Virus.

  • Karyotyp
    • Karyo|typ

    • Englischer Begriff: karyotype

    der für ein bestimmtes Individuum, eine Gruppe oder eine Art charakteristische Phänotyp des Chromosomensatzes in der Metaphase der Mitose (darzustellen als Karyogramm).

  • Karyozyt
    • Karyo|zyt

    • Englischer Begriff: karyocyte

    • Fach: Hämatologie

    kernhaltige Zelle, Normoblast.

  • karzino...
    • kar|zi|no...

    Wortteil „Krebs“; s.a. kanzero-, onko-.

  • karzinoembryonales Antigen
    • karzino|embryo|nales Antigen

    s.u. carcino...

  • Karzinogen
    • Karzino|gen

    • Englischer Begriff: carcinogen

    Krebs erzeugender = karzinogener Stoff („chemisches K.“) oder Krebs erzeugender physikal. Faktor (v.a. ionisierende Strahlung, α-, β-, γ-Strahlen, Röntgenstrahlen, bestimmte Anteile der UV-Strahlung); s.a. Tumorviren.

  • karzinogen
    • karzino|gen

    • Synonyme: kanzerogen

    • Englischer Begriff: carcinogenic

    Krebs auslösend; s.a. Karzinogen, Karzinogenese.

  • Karzinogen, chemisches
    Karzinogen
    • K., chemisches

    Tabelle

    Sammelbez. für alle Stoffe, die im Tierexperiment nachweisbar bösartige Tumoren (Karzinogenese) hervorrufen (s.a. Tab.); so können sie a) die Häufigkeit von Tumoren (Tu.), welche ohne Einwirkung dieses Stoffes spontan entstehen, steigern bzw. b) die Latenzzeit solcher Tu. verkürzen, c) auch selbst an anderen Geweben zur Bildung von Tu. führen u. d) zu einer Erhöhung der Zahl von Tu./Tier führen (WHO-Experten-Definition; berücksichtigt die „spontane“ Tu.-Entstehung bei Versuchstieren, d.h. von Tu., welche durch Einwirkung unbekannter Noxen entstehen). Es sind dies bestimmte aromatische Kohlenwasserstoffe u. Amine, N-Nitroso-Verbindungen, Alkylanzien, anorganische Verbindungen (z.B. As, Be, Pb, Cr, Cd, Ni), verschiedene Naturstoffe (z.B. Aflatoxine, bestimmte Alkaloide [Pyrrolizidin-Alkaloide], Cycasin, Safrol, Aristolochiasäure) sowie bestimmte Festkörper (z.B. Asbeststaub); werden – soweit gewerblich genutzt – als Berufskarzinogene bezeichnet. Sie wirken am Ort der unmittelbaren Einwirkung oder aber fern davon, z.B. am Ort ihrer Verstoffwechslung, u. werden dementsprechend als lokales bzw. als resorptives K. bezeichnet; sie lösen Vorgänge bisher molekularbiologisch ungeklärter Art aus, welche zur Entartung der Zellen führen u. damit den Anstoß geben zur Bildung bösartiger Tu. Die Tumorbildung läuft in mehreren Schritten ab; in der 1. oder Initiationsphase erfolgt eine irreversible Schädigung der Zellen; diese wird bewirkt entweder durch komplette K. (wirken in dieser Phase durch Schädigung der DNS gentoxisch, sind mutagen; lösen zugleich DNS-Reparatur aus) oder aber durch sog. Initiatoren (Stoffe, die sich kovalent an DNS binden u. DNS-Strangbrüche sowie Störungen der DNS-Reparatur u. Änderungen der DNS-Konformation bewirken; sind aber nur wirksam unter Beteiligung eines Kokarzinogens); die veränderten Zellen sind als solche nicht erkennbar. Die 2. oder Promotionsphase ist gekennzeichnet durch eine veränderte Genexpression, u. zwar als Effekt 1) eines kontinuierlich einwirkenden kompletten K. oder 2) eines Promotors (d.h. eines die Initiatorwirkung komplettierenden Stoffes; im Tierexperiment z.B. 12-Tetradecanoyl-phorbol-13-acetat = TPA [in Crotonöl] oder Diterpene [in Wolfsmilchgewächsen]); sie ergibt sich aus der Aktivierung bestimmter Enzyme bzw. Enzymsysteme u. Ineffektivität der genetischen Reparationsvorgänge (s.a. Reparaturenzyme); der Tu. wird durch Zellproliferation erkennbar. In der 3. oder Progressionsphase erfolgt die endgültige Entwicklung des präneoplastischen Herdes zum bösartigen Tu. (Voraussetzung ist das Versagen der immunologischen Surveillance).

  • Karzinogen, epigenetisches
    Karzinogen
    • K., epigenetisches

    selbst nicht gentoxisch wirksames, erst nach einem initiierenden gentoxischen Effekt an der Karzinogenese beteiligtes K. (erstrangig jeder Promotor; ferner Hormone, Immunsuppressiva sowie Stoffe, deren Anwesenheit für das Wirksamwerden des Initiators unerlässlich ist [die Kokarzinogene]).

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