Medizin-Lexikon: Einträge mit "L"

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  • Lebersarkom
    • Leber|sarkom

    • Englischer Begriff: hepatic sarcoma

    primär als Rhabdomyo-, Alveolar-, Spindel- oder Rundzell-, Riesenzell-, Angiosarkom sowie synzytiales oder peritheliales anaplast. Sarkom (insges. selten; v.a. bei Kindern); ferner Metastasen.

  • Leberschaden
    • Leber|schaden

    Hepatose; s.a. Lebergifte.

  • Leberschall
    • Leber|schall

    • Fach: Diagnostik

    dumpfer Perkussionsschall (wie über der Leber); s.a. Leberdämpfung.

  • Lebersegment
    • Leber|segment

    • Englischer Begriff: segment of the liver

    der je einem Gallengangs-, Pfortader- u. Leberarterienast zugehörige Leberabschnitt (beim Menschen sechs bis zehn).

  • Lebersinusoide
    • Leber|sinus(oide)

    • Englischer Begriff: liver sinusoids

    die weiten, venös-arterielles Mischblut (Leberkreislauf) führenden Blutkapillaren (Wand nur aus Endothel, Kupffer-Zellen) in den Leberlakunen, vom Disse-Raum umgeben, radiär im Leberläppchen von der Peripherie zur V. centralis verlaufend.

  • Leberstauung
    • Leber|stauung

    • Englischer Begriff: congestion of liver

    s.u. Stauungsleber.

  • Lebersternchen
    • Leber|sternchen

    • Englischer Begriff: spider nevi

    multipler Naevus araneus (dort Abb.) als typ. Hauterscheinung am Oberkörper bei chron. Lebererkrankung oder Leberzirrhose; oft kombiniert mit Palmarerythem u. Dollarhaut.

  • Leberszintigraphie
    • Leber|szinti|graphie

    • Englischer Begriff: scintigraphy of liver

    Abbildung

    Szintigraphie (v.a. mit 99mTc-Kolloiden) des Lebergewebes zur Größen- u. Formbestimmung sowie zum Nachweis umschriebener Prozesse (Zyste, Abszess, Tumor, Metastasen etc.). S.a. Abb.

  • Leberteratom
    • Leber|teratom

    • 1)
      angeborene gutartige Mischgeschwulst mit ausdifferenzierten Zellen verschiedener... (mehr)
    • 2) L., malignes
      L. mit lockerem, myxoidem Stroma (ähnlich embryonalem Lebergewebe), als... (mehr)
  • Leberteratom 1)
    Leberteratom
    • 1)

    angeborene gutartige Mischgeschwulst mit ausdifferenzierten Zellen verschiedener Keimblätter; evtl. maligne entartend;

  • Leberteratom, malignes 2)
    Leberteratom
    • 2) L., malignes

    L. mit lockerem, myxoidem Stroma (ähnlich embryonalem Lebergewebe), als epitheliale oder gemischtzellige (epithelial-mesenchymale) Form.

  • Lebertran
    • Leber|tran

    • Englischer Begriff: cod liver oil

    Oleum Jecoris Aselli.

  • Lebertransplantation
    • Leber|transplantation

    • Englischer Begriff: liver transplantation

    Abbildung

    allogener Organersatz nach Entfernung (Exstirpation) des erkrankten Organs. Geschichte: erste, erfolgreiche allogene Lebertransplantation 1963 durch Starzl. Durch die Verbesserung der Organkonservierung, der operativen Technik u. der immunsuppressiven Ther. heute breitere klinische Anwendung. Indikation: primär benigne Lebererkrankungen (Zirrhose, primär sklerosierende Cholangitis, sekundär sklerosierende Cholangitis, biliäre Atresie, Budd-Chiari-Syndrom), angeborene Stoffwechselerkrankungen (Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, Wilson-Krankheit), das akute Leberversagen, die chronische Hepatitis mit progredienter Leberinsuffizienz. Von den malignen Lebererkrankungen zählt nur noch das kleine hepatozelluläre Karzinom in einer zirrhotischen Leber als Indikation zur Lebertransplantaion. Große Tumoren u. Metastasen gelten in den meisten Zentren wegen der extremen Rezidivraten als Kontraindikation. Technik: Die L. erfolgt orthotop, d.h., das Spenderorgan wird an der Stelle der erkrankten Leber implantiert, wobei zunehmend die hepatische Vena cava inferior belassen wird. Die Anastomosen werden dann Seit-zu-Seit zwischen Vena cava des Spenders u. Empfängers u. End-zu-End für die Arteria hepatica, den Ductus choledochus u. die Pfortader ausgeführt. Den Abschluss bildet die Rekonstruktion der Gallenwege mit Choledocho-Choledochostomie, manchmal auch durch Choledocho-Jejunostomie (s.a. Abb.). Während des Abklemmens der Vena cava inferior u. der Vena portae kann es zu einem ungenügenden Rückfluss u. damit zu Stauungserscheinungen u. Blutdruckabfall kommen. Deshalb wird häufig zuvor ein extrakorporaler, pumpengetriebener Shunt zwischen der Vena femoralis u. der Vena portae einerseits und der Vena axillaris andererseits angelegt. Insbesondere für Kinder findet die Teiltransplantation der Leber (split liver) auch als Lebendspende Verwendung, wobei die Rate technischer Komplikationen höher eingeschätzt werden muss. Medikamentöse Ther.: Die peri- u. postoperative Immunsuppression mit Ciclosporin, Corticoiden, Azathioprin u. Antilymphozytenserum ist obligatorisch. Progn.: bei benignen Indikationen gut; inzwischen werden bei elektiven L. 1-Jahres-Überlebensraten von ca. 90% erzielt. Im Ggs. zu anderen Organtransplantationen sind Spätrejektionen selten. S.a. Transplantatabstoßung.

  • Lebertumoren
    • Leber|tumoren

    • Englischer Begriff: tumors of liver

    Tabelle

    Oberbegriff für gut- u. bösartige Tumoren in der Leber; Differentialdiagnose Tab..; s.a. unter dem jeweiligen Stichwort.

  • Lebertyp
    • Leber|typ

    • Fach: Pathologie

    Pfortadertyp.

  • Leberumgehung
    • Leber|umgehung

    • Englischer Begriff: hepatic bypass

    Umgehungskreislauf bei extra- oder intrahepat. Block (mit portaler Hypertension); spontan (als Kollateralkreislauf, Ösophagusvarizen, Caput medusae) oder operativ (z.B. portokavaler oder splenorenaler Shunt).

  • Lebervenen
    • Leber|venen

    • Englischer Begriff: hepatic veins

    Venae hepaticae.

  • Lebervenenkatheterismus
    • Lebervenen|katheterismus

    • Englischer Begriff: hepatic vein catheterization

    Kathetereinführung in einen Lebervenenast zur Bestimmung des (post)sinusoidalen Drucks u. zur Lokalisation eines hepat. Blocks. Normaler Druck (als geblockter Lebervenendruck) 11,5 mmHg; erhöht bei postsinusoidalem Hindernis (z.B. Leberzirrhose).

  • Lebervenenpuls
    • Lebervenen|puls

    • Fach: Kardiologie

    Leberpuls.

  • Lebervenenverschlusskrankheit
    • Lebervenen|verschluss|krankheit

    • 1)
      Budd-Chiari-Syndrom... (mehr)
    • 2)
      Stuart-Bras-Syndrom... (mehr)
  • Lebervenenverschlußkrankheit 1)
  • Lebervenenverschlußkrankheit 2)
  • Leberverfettung
    • Leber|verfettung

    • Englischer Begriff: fatty degeneration of liver

    Leberepithelverfettung, Fettleber.

  • Lebervergrößerung
    • Leber|vergrößerung

    Hepatomegalie.

  • Leberzelladenom
    • Leber|zell|adenom

    • Englischer Begriff: liver cell adenoma

    s.u. Leberadenom.

  • Leberzelle
    • Leber|zelle

    • Englischer Begriff: hepatocyte

    Leberepithelzelle.

  • Leberzellkarzinom, primäres
    • Leber|zell|karzinom, primäres

    • Synonyme: hepatozelluläres Karzinom; Carcinoma hepatocellulare

    • Englischer Begriff: hepatocellular carcinoma

    Tabelle

    von Leberepithelzellen ausgehendes Karzinom (stromaarm, solid); meist uni- oder multizentrisch bei Zirrhose (fließende Übergänge vom Regeneratknoten über Adenom zum Karzinom). Diffus infiltrierend mit typischem Einbruch in die Pfortader oder V. hepatica. Ätiol.: chronische Hepatitis B oder C, Leberzirrhose, Aflatoxin B1 (Aspergillus flavus), Thorotrast®. Klinik: meist uncharakteristische Symptome (Inappetenz u. Gewichtsverlust, Oberbauchschmerzen, Anämie, Ikterus), Ösophagusvarizen, paraneoplastische Erkrankungen (Tab.); evtl. therapieresistenter Aszites. Metastasierung lympho- oder hämatogen v.a. in die Lungen. Diagn.: charakteristische Erhöhung von AFP; bildgebende Verfahren (Sonographie, Computer-, Kernspintomographie, Angiographie); Feinnadelpunktion u. Histologie. Ther.: Resektion als einzige kurative Behandlungsmöglichkeit (Resektionsformen: Segmentresektion, Hemihepatektomie, Trisegmentresektion oder Lebertransplantation); alternativ bei inoperablen Situationen systemische u. regionale Chemotherapie oder Chemoembolisation; palliative Behandl. mit Tamoxifen oder Octreotid wird diskutiert.

  • Leberzentralvenen
    • Leber|zentralvenen

    • Englischer Begriff: central veins of liver

    Venae centrales hepatis.

  • Leberzerfallskoma
    • Leber|zerfalls|koma

    s.u. Leberkoma.

  • Leberzirrhose
    • Leber|zir|rhose

    • Synonyme: Cirrhosis hepatis

    • Englischer Begriff: hepatocirrhosis; cirrhosis (of the liver)

    Abbildung   Abbildung   Abbildung   Tabelle

    Sammelbegriff für Lebererkrankungen, die mit Veränderung der Läppchenstruktur (irreversible „Pseudoläppchen“), Leberfibrose (vom Glisson-Dreieck zum Läppchenzentrum) u. Bildung kleiner bis großer postdegenerativer Parenchym-Regeneratknoten einhergehen u. zu Gefäßobliterationen führen (hepatischer Block; mit Pfortaderhypertonie, Aszites). Morphologisch wird unterschieden zwischen mikronodulärer (Regeneratknoten < 3 mm Durchmesser), makronodulärer (Regeneratknoten 3 mm–3 cm Durchmesser; s. Abb.) u. gemischtknotiger L. Ätiol.: häufigste Ursachen (s.a. Schema): Hepatitis, Hepatose (z.B. bei chronischem Alkohol-, Medikamentenmissbrauch), autoimmune chronisch-aktive Hepatitis, primäre biliäre Zirrhose, primär sklerosierende Cholangitis, Stoffwechselkrankheiten (z.B. Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, Wilson-Syndrom, Hämochromatose), Budd-Chiari-Syndrom, chronische Stauungsleber kardialer Genese, Bilharziose, Leberegelbefall, Cholestase (primär bzw. sekundär nach toxischer oder entzündlicher Cholangitis bzw. Cholangiolitis). Klinik: Allgemeinsymptome sind Leistungsabfall, Schlafstörungen, psychische Labilität, Druck- u. Völlegefühl, Inappetenz, evtl. Stuhlaufhellung, Hämatomneigung, „burning feet“, „restless legs“. Äußerlich Ikterus mit Pruritus u. Kratzeffloreszenzen, Lebersternchen (Spider-Naevi), Palmar- u. Plantarerythem, Weißnägel, Lacklippen, Lackzunge, Dupuytren-Kontraktur. Beim Mann Hodenatrophie, Gynäkomastie, Potenzverlust, Verlust der Sekundärbehaarung; bei der Frau sekundäre Amenorrhö; s.a. Abb. Diagn.: Anamnese, klinische Zeichen, Laborbefunde (s. Tab.), bildgebende Verfahren, Leberpunktion u. Histologie; die portale Hypertension wird nachgewiesen durch die Ausbildung typischer Kollateralen (Caput medusae); des Weiteren auch mittels Endoskopie, Sonographie, Angiographie, Messung des Lebervenenverschlussdruckes. Die hepatische Enzephalopathie wird nach dem klinischen Bild u. der Ammoniakbestimmung diagnostiziert. Kompl.: portale Hypertension (Ösophagusvarizen, Varizenblutung, Aszites, Hypersplenismus), Leberkoma, hepatische Enzephalopathie, primäres Leberzellkarzinom. Die Schweregradeinteilung erfolgt nach der Child-Pugh-Klassifikation. Ther.: Alkoholkarenz, keine lebertoxischen Medikamente, diagnosespezifische Therapie (z.B. Aderlässe bei Hämochromatose), Behandlung von Komplikationen (z.B. endoskopische Blutstillung bei Ösophagusvarizenblutung, Aszites- u. Enzephalopathiebehandlung), im Endstadium Lebertransplantation.

  • Leberzirrhose, atrophische
    Leberzirrhose
    • L., atrophische

    • Synonyme: Laënnec-Zirrhose

    • Englischer Begriff: atrophic h.

    meist kleinknotiges Endstadium einer L. mit verkleinerter Leber.

  • Leberzirrhose, biliäre xanthomatöse
    Leberzirrhose
    • L., biliäre xanthomatöse

    (Hanot-MacMahon-Thannhauser) L. mit Xanthomen infolge erheblicher Cholesterinämie.

  • Leberzirrhose, hämosiderotische
    Leberzirrhose
    • L., hämosiderotische

    • Englischer Begriff: hemosiderotic h.

    Pigmentzirrhose durch sek. Hämochromatose (s.a. Bronzediabetes).

  • Leberzirrhose, infantile
  • Leberzirrhose, kardiale
    Leberzirrhose
    • L., kardiale

    • Englischer Begriff: cardiac h.

    Cirrhose cardiaque.

  • Leberzirrhose, postnekrotische
    Leberzirrhose
    • L., postnekrotische

    • Synonyme: makronoduläre L.; multilobuläre L.; postdystrophische L.

    • Englischer Begriff: postnecrotic h.

    L. nach nekrotisierender Hepatitis; grobknotige Metaplasie („Kartoffelleber“) der meist verkleinerten Leber, Knoten durch Bindegewebsfelder getrennt.

  • Leberzirrhose, primäre biliäre
    Leberzirrhose
    • L., primäre biliäre

    • Synonyme: primäre biliäre Zirrhose; PBZ (Abk.)

    • Englischer Begriff: primary biliary c.; PBC

    vorwiegend bei Frauen vorkommende Leberzirrhose als Endstadium einer chronischen nichteitrigen destruierenden Cholangitis.

  • Leberzirrhose, sekundäre biliäre
    Leberzirrhose
    • L., sekundäre biliäre

    L. als Folge einer extrahepatischen Cholestase bzw. bei chronisch-rezidivierenden Cholangitiden. Klinik: Ikterus, rezidivierende Fieberschübe, Schüttelfrost sowie erhöhte Cholestaseparameter.

  • Leberzyste
    • Leber|zyste

    • Englischer Begriff: hepatic cyst

    Abbildung

    intrahepatische Zyste; parasitär (meist Echinokokkus; solitär oder multipel) oder nichtparasitär (meist hereditär; ein- oder mehrkammerig; bei intrahepatischer Gallengangsobstruktion oder als Variante der angeborenen Zystenleber; ganz selten degenerativ bei Zirrhose). Kleine L. meist als sonographischer Zufallsbefund (symptomlos); große L. können (selten) symptomatisch werden.

  • Leboyer-Methode
    • Leboyer-Methode

    • Fach: Geburtshilfe

    sanfte Geburt.

  • Lebrun-Operation
    • Lebrun-Operation

    suprapubische Prostatektomie nach dem Prinzip der Freyer-Operation.

  • LEC
    • Englischer Begriff: chronic LE

    Abk. für Lupus erythematodes chronicus.

  • Lecat-Bucht
    • Lecat-Bucht

    • Englischer Begriff: Lecat's gulf

    • Biogr.: Claude Nicolas L., 1700–1768, franz. Chirurg

    die erweiterte „Pars bulbosa urethrae“ (in Höhe des Bulbus penis) mit den Mündungen der Glandulae bulbourethrales.

  • Lecithin
    • Synonyme: Lezithin

    • Englischer Begriff: lecithin

    Phosphatidylcholin.

  • Lecithin-Cholesterin-Acyltransferase
    • Englischer Begriff: lecithin-cholesterol acyltransferase

    LCAT.

  • Lecithinase
    • Englischer Begriff: lecithinase

    • Fach: Bakteriologie

    Enzym, das Lecithin (Phosphatidylcholin) in Phosphocholine u. Diglyceride spaltet; z.B. in Clostridium-Arten (mit hämolysierendem u. nekrotisierendem Effekt).

  • Lecithus
    • Etymol.: latein.

    Dotter.

  • Leck-Kopfschmerz
    • Englischer Begriff: post-lumbar puncture headache

    Kopfschmerz bei Liquorverlust durch den Stichkanal nach Lumbalpunktion.

  • Leck-Syndrom
    • Englischer Begriff: capillary leak syndrome

    Volumenmangel u. Minderversorgung des Organismus infolge des kapillären Lecks beim septischen Schock. Durch erhöhte Kapillarpermeabilität kommt es zur gleichmäßigen Verteilung von Flüssigkeit im intra- u. extrazellulären Raum mit Abnahme des Intrazellulärvolumens. Die Folgen sind eine disseminierte intravasale Gerinnung u. unzureichende Sauerstoffversorgung der Körpergewebe.

  • Lecksucht
    • Leck|sucht

    • Fach: Pädiatrie

    Lehmessen, Abschlecken von Mauerabfällen u. Kleiderfetzen etc. als Form der Pica beim Kind (evtl. aber Mangelsymptom!).

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