Medizin-Lexikon: Einträge mit "L"

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  • Logopäde
    • Logo|päde

    • Synonyme: Stimm- und Sprachtherapeut; Sprachpädagoge

    • Englischer Begriff: logopedist

    Berufsbezeichnung, die zur Anwendung aller Maßnahmen der Logopädie (Stimm- u. Sprachheilkunde) berechtigt. Der L. erhält nach Abschluss der 3-jährigen Ausbildung u. bestandener Prüfung die staatl. Anerkennung mit der Erlaubnis, diese Berufsbez. zu tragen. Nach 2-jähriger Berufserfahrung im Angestelltenverhältnis (Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, logopädische Praxen) können L. sich in eigener Praxis selbstständig machen. Der Tätigkeitsbereich umfasst die logopädische Diagnostik, Therapie u. Beratung bei Pat. aller Altersgruppen mit Störungen der Stimme, der Sprache, des Redeflusses, der Artikulation u. des Schluckens.

  • Logopädie
    • Synonyme: Stimm- und Sprachheilkunde

    • Englischer Begriff: logopedics

    Lehre von der Prävention, Diagnostik u. Therapie von Stimm- u. Sprechstörungen sowie der Beratung der Patienten durch den Logopäden. Sie umfasst Bereiche aus Medizin, Psychologie, Psycho- u. Neurolinguistik, Phonetik, Linguistik, Pädagogik und Sonderpädagogik.

  • Logopathie
    • Logo|pathie

    • Englischer Begriff: logopathy

    Sprachstörung.

  • Logophobie
    • Logo|phobie

    • Englischer Begriff: logophobia

    Sprechangst, -scheu des Sprachgestörten (z.B. des Stotterers).

  • Logorrhö
    • Logo(r)rhö

    • Synonyme: Zungendelirium

    • Englischer Begriff: logorrhea

    ungehemmter Redefluss (oft bis zur Heiserkeit, Aphonie) infolge verlorener Selbstkontrolle des Gesprochenen; meist mit ungeordnetem Gedankengang u. ständig wechselndem oder vielfach wiederholtem Thema; v.a. bei Manie, ängstlich-erregten Psychosen, Altersdemenz, paranoider u. schizophrener Erkrankung, aber auch als normale Verhaltensvariante.

  • Logothetopulos-Tamponade
    • Logothetopulos-Tamponade

    • Englischer Begriff: Logothetopulos tamponade

    vaginale Beuteltamponade des kleinen Beckens bei peri-, postop. Blutung.

  • Löhlein-Herdnephritis
    • Löhlein-Herdnephritis

    • Englischer Begriff: focal embolic nephritis

    • Biogr.: Max L., 1877–1921, Pathologe, Marburg

    thrombokapilläre Glomerulonephritis nur eines Teiles der segmental befallenen Glomeruli bei länger dauernder bakterieller Endokarditis. Gekennzeichnet durch subkapsuläre fleckförmige Blutungen („Flohstichniere“), hyaline Thromben, Schlingennekrosen, sek. Endothel-, Mesangiumzellen- u. Kapselepithelienproliferation. Wurde früher als Folge einer Mikroembolie einzelner Glomerulusschlingen angesehen; heute als allergisch-hyperergische Reaktion gedeutet. Klinik: geringe Proteinurie, ausgeprägte Erythrozyt- bzw. Hämaturie, im Allg. keine Hypertonie. Prognose gut.

  • Lohmann-Reaktion
    • Lohmann-Reaktion

    s.u. CK.

  • Löhr-Léon-Kindberg-Syndrom
    • Löhr-(Léon-)Kindberg-Syndrom

    (1940) hochakute Verlaufsform des eosinophilen Lungeninfiltrats.

  • Lohuizen-Syndrom
    • van-Lohuizen-Syndrom

    Cutis marmorata teleangiectatica congenita.

  • Loiasis
    • Loia|sis

    • Englischer Begriff: loiasis

    • Fach: Parasitologie

    Loa-Loa-Filariose.

  • Loimologie
    • Loi|mo|logie

    • Etymol.: griech. loimos = Pest, Seuche

    Epidemiologie.

  • Lokalanästhesie
    • Lokal|an|äs|the|sie

    • Synonyme: örtliche Betäubung

    • Englischer Begriff: regional anesthesia; local a.

    Herbeiführen einer örtl. bis regionalen reversiblen Empfindungs- u. Schmerzlosigkeit durch Ausschaltung der Rezeptoren (terminale = periphere Anästhesie, als Infiltrations- oder Oberflächen-Anästhesie) oder der sensiblen Nerven (Leitungsanästhesie) durch Lokalanästhetika bzw. durch Kälteeinwirkung (s.a. Kälteanästhesie). Anw. v.a. für kleinere Eingriffe (v.a. ambulant) u. bei Kontraindikation einer Narkose sowie als schmerztherapeutische Maßnahme.

  • Lokalanästhetica
    • Lokalanästhetica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: local anesthetics

    Abbildung

    für Lokalanästhesie geeignete, d.h. an sensiblen Endorganen u. Nerven angreifende, das zentrale Nervensystem wenig beeinflussende Mittel. Einteilung: unterschieden als L. vom Estertyp u. die – häufiger verwendeten – L. vom Säureamidtyp (Schema). Kontraind.: Volumenmangelschock, Infektionen u. neurol. Erkrankungen im Bereich der Einstichstellen, Gerinnungsstörungen, allergische Reaktionen auf L. Anw. häufig mit Zusatz gefäßverengender Mittel (Adrenalin, Noradrenalin) zur Wirkungsverlängerung, deren Kontraindikationen ebenfalls zu berücksichtigen sind (verboten z.B. bei Eingriffen im Endstromgebiet, v.a. Finger, Zehen, Penis, da es hier durch die Vasokonstriktion zu Nekrosen kommen kann).

  • Lokalantibiotica
    • Lokalantibioti|ca

    • Synonyme: -ka

    • Englischer Begriff: local antibiotics

    Antibiotica mit begrenzter, vorwiegend lokaler Anw. an Haut oder Schleimhaut; Wirkst.: z.B. Polypeptid-Antibiotika (z.B. Bacitracin), Steroid-Antibiotika (z.B. Fusidinsäure), Aminoglykosid-Antibiotika wie Framycetin u. Neomycin, Mupirocin.

  • Lokalcorticoide
    • Synonyme: local corticoids

    Glucocorticoide zur Anw. an Haut u. Schleimhäuten; NW: bei langfristiger oder wiederholter dermaler Anw. Steroidhaut, bei großflächiger Anw. auch systemische NW möglich.

  • Lokalisationsdiagnostik
    • Englischer Begriff: localization

    i.e.S. die Untersuchungsmaßnahmen (z.B. Röntgen- u. Ultraschalldiagnostik, Szintigraphie, Tastbefund usw.) zur genauen Lagebestimmung eines Krankheitsprozesses; z.B. eines Nebennierentumors.

  • Lokalisator
    • Lokalisator

    • Englischer Begriff: locator

    Gerät für die Lokalisation metallischer Fremdkörper, speziell in Auge u. Orbita (z.B. Berman-L.), anhand der Änderung eines sich nähernden magnet. Feldes.

  • Lokalizer-Gips
    • Fach: Orthopädie

    Umkrümmungsgips beim Risser-Lokalizer-Verfahren.

  • Lokalrezidiv
    • Lokal|rezidiv

    • Englischer Begriff: local recurrence

    Wiederauftreten einer Krankheit (Rezidiv) am selben Ort.

  • Lokomotion
    • Loko|motion

    • Englischer Begriff: locomotion

    Fortbewegung.

  • Lokomotivgeräusch
    • Lokomotiv|geräusch

    • Englischer Begriff: to-and-fro sound

    • Fach: Kardiologie

    ohrnahes, rau-reibendes, mehrzeitiges Geräusch bei Pericarditis u. Pleuritis sicca.

  • Lokulationssyndrom
    • Lokulations|syndrom

    • Etymol.: latein. loculus = kleines Behältnis

    • Fach: Neurologie

    Nonne-Froin-Syndrom.

  • Lokus
  • Lollipop-Phänomen
    • Etymol.: engl. = Lutscher

    • Fach: Embryologie

    die massive Glykogenspeicherung im Synzytiotrophoblasten bei der Implantation des Eies.

  • Lombard-Leseversuch
    • Lombard-Leseversuch

    • Englischer Begriff: Lombard's voice-reflex test

    • Biogr.: Etienne L., 1869–1920, Ohrenarzt, Paris

    urspr. Form der Bárány-Simulationsprüfung, basierend auf dem L.-Reflex (unwillkürl. Anhebung der Sprechlautstärke nach Ausfall der akustischen Sprachkontrolle).

  • Lomefloxacin
    • Englischer Begriff: lomefloxacin

    ein Gyrasehemmer (s.u. Chinolon-Antibiotika) zur topischen Anw. am Auge.

  • Lomtadsé-Symptom
    • Lom|tad|-Symptom

    • Englischer Begriff: Lomtadsé's sign

    durch Bestreichen des Unterschenkels (von Tuberositas zur Schienbeinmitte) ausgelöste Volarflexion der Großzehe bei einer kortikalen oder kapsulären Pyramidenbahnläsion.

  • Lomustin
    • Synonyme: Cyclohexyl-Chlorethyl-Nitrosourea; CCNU (Abk.)

    ein zu den Alkylanzien gehörendes Zytostatikum; NW: u.a. Knochenmarktoxizität (Myelosuppression), Nausea, Erbrechen.

  • Lonazolac
    • Englischer Begriff: lonazolac

    nichtsteroidales Antiphlogistikum (Arylessigsäure-Derivat).

  • long-acting thyroid stimulator
    • Synonyme: LATS (Abk.); mouse thyroid stimulator; MTS (Abk.)

    • Etymol.: engl.

    historische Bezeichnung für ein Serum-γ-Globulin, das anhand der Stimulation der 131I-Speicherung in der Schilddrüse der Maus nachgewiesen wurde. Heute als TSH-Rezeptor-Antikörper der IgG-Klasse identifiziert. Imitiert die TSH-Wirkung auf die Schilddrüse.

  • Longhi-Avellis-Syndrom
    • Lon|ghi-Avellis-Syndrom

    s.u. Avellis.

  • longissimus
    • lon|gissimus

    • Etymol.: latein.

    der Längste. – Longissimus, Kurzform für Musculus longissimus.

  • longitudinalis
    • lon|gi|tu|di|nal(is)

    • Englischer Begriff: longitudinal

    länglich, längs verlaufend.

  • Longitudinalschichtung
    • Longitudinal|schichtung

    • Englischer Begriff: longitudinal tomography

    • Fach: Röntgenologie

    Schichtaufnahmeverfahren mit Ebenen parallel zur Körperlängsachse (im Ggs. zur Transversalschichtung).

  • Longmire-Operation
    • Long|mire-Operation

    • Englischer Begriff: Longmire's operation

    • Biogr.: William P. L., geb. 1913, Chirurg, Los Angeles

    • 1)
      (1952) Gastrektomie mit Ersatzmagenbildung durch isoperistalt... (mehr)
    • 2)
      (1947) Ösophagusersatz (bei erhaltener Kardia) durch freies Dünndarmtransplantat... (mehr)
  • Longmire-Operation 1)
    Longmire-Operation
    • 1)

    (1952) Gastrektomie mit Ersatzmagenbildung durch isoperistalt. Jejunuminterposition (einläuf. Segment, um 180° gedreht) mit End-zu-End-Anastomosierung.

  • Longmire-Operation 2)
    Longmire-Operation
    • 2)

    (1947) Ösophagusersatz (bei erhaltener Kardia) durch freies Dünndarmtransplantat unter Anastomosierung der A. jejunalis mit der A. thoracica interna oder subclavia.

  • Longuet-Operation
    • Longuet-Operation

    • Englischer Begriff: Longuet's operation

    bei Variko- oder Hydrozele Verlagerung des Hodens aus den bedeckenden serösen Häuten.

  • Longuette
    • Lon|guet|te

    Gipslonguette.

  • longus
    • lon|gus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: long

    lang. S.a. longissimus.

  • Lonsdale-Seitenlagerung
    • Lonsdale-Seit(en)lagerung

    zur passiven Überkorrektur einer Wirbelsäulen-Skoliose „Seitenlagerung in der Schwebe“ (in einem Gurt auf der konvexen Seite).

  • loose bodies
    • Etymol.: engl. = freie Körper

    alterierte u. z.T. phagozytierte Leukozytenkernreste in LE-Zellen. Ihre Zahl ist im Loose-Bodies-Test (Nachweis antinukleärer Faktoren unter Verwendung nackter Leukozytenkerne) ein Maß für die Stärke der positiven Reaktion; s.a. Lupus-erythematodes-Zellen-Phänomen.

  • Looser
    • Looser

    • Biogr.: Emil L., 1877–1936, Chirurg, Zürich

  • Looser-Syndrom
    Looser
    • L.-Syndrom

    • Englischer Begriff: L.'s syndrome

    • 1)
      Milkman-Syndrom... (mehr)
    • 2)
      Osteogenesis imperfecta congenita Typ Vrolik... (mehr)
  • Looser-Syndrom 1)
  • Looser-Syndrom 2)
  • Looser-Umbauzone
    Looser
    • L.-Umbauzone

    • Englischer Begriff: Looser's transformation zone

    • Fach: Röntgenologie

    (1920) quere Aufhellungslinie (L.-Milkman-Linie) im Röhrenknochen mit Entmineralisierung u. Ersatz durch Osteoidgewebe im Bereich einer „schleichenden“ Fraktur; an den Frakturrändern verstärkter An- u. Umbau von kalklosem Kallus.

  • Loperamid
    • Englischer Begriff: loperamide

    ein Antidiarrhoikum. Wirkung: greift an den Opiatrezeptoren an u. hemmt dadurch die Darmperistaltik. Anw. bei akuten u. chronischen Durchfällen v.a. infolge entzündlicher Darmerkrankungen, Stuhlinkontinenz.

  • Lophokephalus
    • Lo|pho|kephalus

    • Fach: Pathologie

    Skaphokephalie.

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