Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Marie-Syndrom
    Marie
    • M.-Syndrom

    • Englischer Begriff: Marie's syndrome; infantile pulmonary reticuloendotheliosis

    • Biogr.: Julien M.

    seltene, im Säuglings- oder Kleinkindalter beginnende bösartige dermatopulmonale Retikuloendotheliose mit Zellwucherung im Papillarkörper der Haut, in Lymphknoten u. Lungen. Klinik: papulokrustöses Exanthem, zunehmende Atemnot mit Hustenanfällen, oft auch Mediastinal- u. Hautemphysem, Spontanpneumothorax; Prognose schlecht.

  • Marie-Syndrom I
    Marie
    • M.-Syndrom I

    • Englischer Begriff: Marie's disease

    • Biogr.: Pierre M.

    Akromegalie.

  • Marie-Syndrom II
    Marie
    • M.-Syndrom II

    • Synonyme: Nonne-M.-Syndrom

    • Englischer Begriff: M.'s ataxia; spinocerebellar degeneration, Pierre Marie-type

    • Biogr.: Pierre M.

    eine zerebellare Heredoataxie, d.h. eine Kleinhirnerkrankung infolge vorzeitiger Alterung angeboren minderwertiger Gewebe, begünstigt durch chronischen Alkoholismus, schwere Infektions- u. chronische Krankheiten. Klinik: Um das 5. Ljz. treten Nystagmus, Ataxie, Asynergie, evtl. choreatische Symptome u. Rigor auf, evtl. unter dem Bild eines Parkinson-Syndroms, sowie Hirnnervenstörungen (Blicklähmung, Optikusatrophie, Vestibularisstörungen).

  • Mariendistel

      Silybum marianum (s.u. Silymarin).

    • Marihuana
      • Ma|ri|hua|na

      • Englischer Begriff: marihuana; cannabis

      • Fach: Toxikologie

      getrocknete Blätter, Blüten u. Stängel des Indischen Hanfs (Cannabis sativa var. indica); Wirkungen s.u. Haschisch.

    • Marinescu
      • Marinescu

      • Biogr.: Georges M., Arzt, Bukarest

    • Marinescu-Körper
      Marinescu
      • M.-Körper

      virale Einschlüsse in der Substantia nigra bei Parkinson-Krankheit.

    • Marinescu-Sjögren-Syndrom
      Marinescu
      • M.-Sjögren-Syndrom

      • Englischer Begriff: Marinescu-Sjögren syndrome

      (Karl Torsten Sj.) autosomal-rezessiv erbliche Krankheit mit geistiger Behinderung, spinozerebellaren Symptomen (Ataxie, Dysarthrie, Dysmetrie), Schichtstar, Minderwuchs.

    • Marinescu-Zeichen
      Marinescu
      • M.-Zeichen

      • Englischer Begriff: Marinescu's succulent hand; M.'s sign

      kalte, leichenfarbene, ödematöse Schwellung der Hand bei Syringomyelie.

    • Marion
      • Marion

      • Biogr.: Henri M., franz. Arzt

      • M.-Operation
        Beheben einer Harnleiterabgangsstenose durch Längsspaltung der Engstelle... (mehr)
      • M.-Syndrom
        angeborene Blasenhalsstenose (Sphinkterfehlbildung, -sklerose, nervöse... (mehr)
    • Marion-Operation
      Marion
      • M.-Operation

      • Synonyme: M.-Plastik

      Beheben einer Harnleiterabgangsstenose durch Längsspaltung der Engstelle u. nach Resektion der überschüssigen Nierenbeckenwand Einlegen eines Schienenkatheters, u. zwar ohne Nahtverschluss an der früheren Engstelle. Zusätzlich transrenale Nierenbeckendrainage (als Nephrostomie).

    • Marion-Syndrom
      Marion
      • M.-Syndrom

      • Englischer Begriff: (congenital) bladder neck obstruction

      angeborene Blasenhalsstenose (Sphinkterfehlbildung, -sklerose, nervöse Störung), meist bei Knaben; führt zu Harnwegsinfektionen, Poly- u. Pollakisurie, Überlauf-, später Balkenblase, Hydroureter, Harnrückstau (zystoureteropelviner Reflux) mit Pelviektasie u. tubulärer Niereninsuffizienz.

    • Mariske
      • Synonyme: marisque sentinelle

      • Englischer Begriff: marisca

      nicht reponierbare, schlaffe Hautfalten am Anus, oft Restzustand nach perianalen Thrombosen; können ein Analekzem unterhalten.

    • Marituba-Virus

        ein ARBO-Virus C; in Äquatorialamerika Erreger einer Krankheit mit Fieber u. Kopfschmerzen.

      • Mark
        • Englischer Begriff: medulla; marrow

        das zentrale, meist weichere Gewebe eines Organs; von der umgebenden Rinde (Cortex) hinsichtlich Struktur u. Funktion unterschieden; z.B. Nieren-, Knochen-, Rückenmark (Medulla renalis bzw. ossea bzw. spinalis).

      • Mark, verlängertes
        Mark
        • M., verlängertes

        Medulla oblongata.

      • Markausstrich
        • Mark|ausstrich

        • Englischer Begriff: bone marrow smear

        Knochenmarkausstrich, Hämatomyelogramm.

      • Markballen
        • Mark|ballen

        Zerfallsprodukte der Markscheide.

      • Markbasophilie
        • Mark|basophilie

        Vermehrung der basophilen Granulozyten (u. deren Vorstufen) im Knochenmark, z.B. bei Polycythaemia vera. – Auch deren Überwiegen im Knochenmark bei Leukose u. perniziöser Anämie (hier als Megaloblastenmark).

      • Marker
        • Mar|ker

        • Etymol.: engl.

        Markierungsgene, Markersubstanzen. S.a. Markierung.

      • Markersubstanzen
        • Marker|substanzen

        • Englischer Begriff: marker substances

        Hormone, Enzyme, besondere Eiweißkörper (z.B. Tumormarker, dort Tab.), deren – vermehrtes – Vorkommen im Blut oder Gewebe einen Krankheitszustand anzeigt; ferner als genet. M. z.B. das EL-System (s.a. Plasmalipoproteinpolymorphismus). – Immuno- u. hämatologisch auch von Interesse sind M. als charakteristische Moleküle der Zellmembran („Oberflächenantigene“, „Marker“) oder des Zellkerns; z.B. – im Laufe der Differenzierung auftretende – M. der Lymphozyten (CD). S.a. Tracer, Markierung.

      • Markfibrom
        • Mark|fibrom

        • Englischer Begriff: renal cortex fibroma

        derbes, grauweißes Knötchen aus rudimentären Sammelrohren u. Bindegewebs-, Muskelfasern in der Außenzone des Nierenmarks als angeborene Fehlbildung.

      • Markfibrose
        • Mark|fibrose

        • Englischer Begriff: myelofibrosis

        Fibrose des Markgewebes; i.e.S. die Osteomyelofibrose.

      • markhaltige Nervenfaser
        • markhaltige Nervenfaser

        • Englischer Begriff: myelinated nerve fiber

        mit Markscheide ausgestattete Nervenfaser.

      • Markhemmung
        • Mark|hemmung

        • Englischer Begriff: maturation arrest

        • Fach: Hämatologie

        Knochenmarkhemmung; Knochenmarkaplasie.

      • Markhöhle
        • Mark|höhle

        • Englischer Begriff: medullary cavity

        Cavitas medullaris.

        • M., primäre
          die bei Beginn der Verknöcherung (Ossifikation) der Röhrenknochen durch... (mehr)
      • Markhöhle, primäre
        Markhöhle
        • M., primäre

        die bei Beginn der Verknöcherung (Ossifikation) der Röhrenknochen durch einsprossende Blutgefäße u. undifferenzierte Bindegewebs- u. Riesenzellen entstehende M.; enthält das primäre Knochenmark (Blutzellen, Chondro- u. Osteoblasten, Mesenchymzellen zerfallender Knorpel).

      • Markhyperplasie
        • Mark|hyper|plasie

        • Englischer Begriff: bone marrow hyperplasia

        Vermehrung des Zellanteils des – dadurch kräftig roten – Knochenmarks gegenüber dem (schwindenden) Fettanteil; z.B. bei verstärkter Erythropoese.

      • Markierung
        • Markierung

        • Englischer Begriff: marking

        das Kenntlichmachen (Etikettierung) eines Substrats durch einen Tracer (Radionuclid oder andere Marker), z.B. zur Stoffwechselverfolgung, zur Prüfung von Kreislaufgrößen.

      • Markierungsgene
        • Markierungs|gene

        • Synonyme: Marker

        • Englischer Begriff: marker genes

        Gene (beim Menschen z.B. für die Bildung der Blutantigene), an deren erkennbarer – meist dominanter – Wirkung („Marker-Eigenschaft“) das Vorhandensein anderer, mit ihnen gekoppelter – meist rezessiver – Gene oder eines bestimmten Chromosoms festgestellt werden kann; s.a. Virusmarker.

      • Markkegel
        • Mark|kegel

        • Fach: Anatomie

        Conus medullaris.

      • Marklager
        • Mark|lager

        • Englischer Begriff: medullary layer

        • Fach: Anatomie

        Corpus medullare cerebelli, Centrum semiovale.

      • Marknagel
        • Mark|nagel

        • Englischer Begriff: intramedullary pin

        Knochennagel als Kompressions-, Spreiz- oder Dreilamellennagel, Gewindestift, Rush-Pin oder (i.e.S.) Küntscher-Nagel für die „intramedulläre“ Frakturnagelung (Marknagelung; s.a. Osteosynthese).

      • Markphlegmone
        • Mark|phlegmone

        Phlegmone von Markgewebe, z.B. der weißen Hirnsubstanz (Marklager) oder – i.e.S. – als M. von Röhrenknochen; s.a. Osteomyelitis.

      • Markraum
        • Mark|raum

        • Englischer Begriff: medullary cavity

        Cavitas medullaris.

      • Markreifung
        • Mark|reifung

        • Englischer Begriff: myelinogenesis

        Myelogenese (2).

      • Markscheide
        • Mark|scheide

        • Synonyme: Stratum myelini

        • Englischer Begriff: myelin sheath

        • Fach: Histologie

        Abbildung

        während der Myelinisation (Myelogenese [2]) um die Axone der Nervenzellen gebildete Gliahülle mit Isolierfunktion (s.a. Myelin). Im peripheren Nervensystem das Produkt der Mehrfacheinhüllung der Nervenfaser durch die myelinreiche Zellmembranausstülpung der Schwann-Zellen (erfolgt unter Ausbildung einer „mesenteriumartig“ verbleibenden Verbindung mit der Schwann-Zelle: Mesaxon). Durch die Umwickelung des Axons durch die Schwann-Zelle entstehen konzentrische Lamellenwickelungen aus abwechselnd dunklen (Lamella myelini densa; englisch: major dense line) und hellen (Lamella myelini intermedia; englisch: intraperiod line) Linien. Im ZNS gebildet von Oligodendrozyten als deren myelinopoetischer Fortsatz. Die M. ist diskontinuierlich (segmentiert), wobei die Segmente (Internodien) durch Einschnürungen getrennt sind (Ranvier-Schnürringe). Die so umhüllten Fasern werden als markhaltig oder markreich bezeichnet (s. Abb.). Der unter Markballenbildung erfolgende Untergang (Markscheidenzerfall, Myelinscheidenzerfall, Entmarkung) führt zu Funktionsverlust.

      • Markschwamm
        • Mark|schwamm

        Carcinoma medullare.

      • Markschwammniere
        • Mark|schwamm|niere

        • Englischer Begriff: medullary sponge kidney

        angeborene, evtl. erbliche Nierenfehlbildung mit zahlreichen kleinsten Zysten der Marksubstanz, die mit den Sammelrohren der Pyramiden in Verbindung stehen. Als infantile polyzyst. Niere das Cacci-Ricci-Syndrom. Klinik: unspezifische Symptome; z.B. kolikartige Schmerzen, Hämaturie, Pyurie, evtl. sekundäre Pyelonephritis; häufig asymptomatischer Verlauf; Prognose meist gut.

      • Marksinus
        • Mark|sinus

        die lymphozytenarmen „Straßen“ im retikulären Bindegewebe des Lymphknotenmarks, in denen die Lymphe zum Vas efferens abfließt.

      • Markstrahlung
        • Mark|strahlung

        • Fach: Anatomie

      • Markstrahlung 1)
        Markstrahlung
        • 1)

        • Englischer Begriff: medullary rays

        die Pars radiata der Niere.

      • Markstrahlung 2)
      • Markzystenstein
        • Mark|zysten|stein

        • Englischer Begriff: medullary cyst calculus

        Konkrement in Markzysten (im Nierenmark der Markschwammniere).

      • Marmorierung der Haut
        • Marmorierung der Haut

        • Englischer Begriff: marbling of the skin

        Cutis marmorata.

      • Marmorknochenkrankheit
        • Marmor|knochen|krankheit

        • Synonyme: Osteopetrose; Albers-Schönberg-Krankheit

        • Englischer Begriff: osteopetrosis; marble bone disease

        angeborene, in wechselndem Alter auftretende Ossifikationsstörung des knöchernen Skeletts (mesenchymale Fehldifferenzierung, Kalkstoffwechselstörung [Tetanie], verminderte Osteoklastentätigkeit). Klinik: generalisierte Osteosklerose: Wirbelkörper (Verdichtungszonen im Bereich der Deckplatten), Röhrenknochen (Humerus, Tibia, Fibula: proximal; Radius, Ulna: distal; Femur: proximal u. distal), Ränder der Beckenschaufeln, Hand- u. Fußknochen, Sternum; bei Mitbeteiligung der Schädelbasis Seh- u. Gehörstörungen. Sklerosierung des Markraums: zunehmende Anämie u. kompensatorische, extramedulläre Hämatopoese (Milz-, Lebervergrößerung). Einengung der venösen Hirnblutleiter, osteomyelitische Prozesse (Mandibula), Kariesanfälligkeit. Verlaufsformen: frühkindliche, maligne Form (intrauterine Manifestation, kaum Spontanfrakturen, autosomal-rezessiver Erbgang, Tod im frühen Kindesalter); Formen mit später Manifestation (Spontanfrakturen, Osteomyelitis, autosomal-dominanter Erbgang, auch abortive Verlaufsformen).

      • Marmorwirbel
        • Marmor|wirbel

        • Englischer Begriff: marble vertebra

        Elfenbeinwirbel.

      • Marokkanisches Sommerfieber
        • Marokkanisches Sommerfieber

        Boutonneuse-Fieber.

      • Maroteaux
        • Maroteaux

        • Biogr.: Pierre M., franz. Kinderarzt, Paris

      • Maroteaux-Lamy-Syndrom
        Maroteaux
        • M.-Lamy-Syndrom

        • Englischer Begriff: Maroteaux-Lamy syndrome; arylsulfatase B deficiency

        • Biogr.: Maurice L., franz. Kinderarzt/Humangenetiker, Paris

        der – autosomal-rezessiv erbliche – Typ VI der Mucopolysaccharidosen; Enzymdefekt betrifft die N-Acetylgalactosamin-4-sulfatsulfatase = Arylsulfatase B. Klinik: Minderwuchs, Hüftdysplasie mit Veränderungen ähnlich wie bei Perthes-Krankheit, Hornhauttrübungen, Aortenstenose; Intelligenz normal, später aber reduziert. Schwerstform mit Beteiligung der Meningen (u. frühletal durch Hydrozephalus). Im Harn Chondroitinsulfat B nachweisbar; in Leukozyten Einschlüsse. S.a. Lamy-Maroteaux...

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