Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Maroteaux-Malamut-Syndrom
    Maroteaux
    • M.-Malamut-Syndrom

    • Englischer Begriff: PNM syndrome

    PNM-Syndrom.

  • Marriott-Kekwick-Regel
    • Marriott-Kekwick-Regel

    • Englischer Begriff: Marriott-Kekwick rule

    Je 500 ml Blutverlust bewirken einen Blutdruckabfall um 10–20 mm Quecksilbersäule.

  • Marrubii herba
    • Synonyme: Andornkraut

    Abbildung

    Heilpflanze mit nachgewiesener Wirkung bei Appetitlosigkeit, dyspeptischen Beschwerden u. Katarrhen der Luftwege.

  • Marschalbuminurie
    • Marsch|albumin|urie

    • Englischer Begriff: march albuminuria

    Eiweißausscheidung im Harn als „regulatorische“ Albuminurie nach körperlicher Anstrengung.

  • Marschfraktur
    • Marsch|fraktur

    • Englischer Begriff: march fracture

    Ermüdungsbruch (Dauerfraktur) des 2., seltener auch 3. u. 4. Mittelfußknochens (meist im distalen Drittel), u. zwar als Fissur oder als kaum dislozierter Bruch; mit Looser-Umbauzone u. periostaler Reaktion, evtl. mit heftigen Schmerzen u. örtlicher Geschwulst („Marschgeschwulst“); Überlastungsschaden z.B. nach langen Märschen, begünstigt durch schwere Traglasten, ungeeignetes Schuhwerk (s.a. Deutschländer-Fraktur, Stressfraktur).

  • Marschhämoglobinurie
    • Marsch|hämo|globin|urie

    • Englischer Begriff: march hemoglobinuria

    Ausscheidung eines Hämoglobin- u./oder Myoglobin-haltigen Harns wenige Stunden nach übermäßiger Marschbelastung; evtl. auch Albuminurie, jedoch keine Hämaturie; u.U. flüchtige Leber- u. Milzschwellung, Muskelverhärtungen. Ist bedingt durch intravasale Hämolyse der durch die Fußbelastung mikrotraumatisierten Erythrozyten (wahrscheinlich bei vorbestehender Minderung ihrer mechanischen Resistenz).

  • Marsdenia condurango
  • Marsh-Probe
    • Marsh-Probe

    • Englischer Begriff: Marsh's test

    ein „klassischer“ Nachweis für Arsen (anhand des Arsenspiegels nach thermischer Arsenwasserstoffzersetzung).

  • Marshall
    • Marshall

    • Biogr.: 1) John M., 1818–1891, engl. Anatom; 2) Victor Fray M., amerikan. Gynäkologe

  • Marshall-Falte
    Marshall
    • M.-Falte

    • Englischer Begriff: Marshall's vestigial fold

    • Biogr.: John M.

    Plica venae cavae sinistrae.

  • Marshall-Marchetti-Krantz-Operation
    Marshall
    • M.-Marchetti(-Krantz)-Operation

    • Englischer Begriff: Marshall-Marchetti-Krantz operation

    • Biogr.: Victor Fray M.

    • Fach: Gynäkologie

    extraperitoneale, abdominale Zystourethropexie zur Behebung der weibl. Harninkontinenz. Durchführung: Der Blasenhals wird mit 2–4 resorbierbaren Nähten an das Periost der Symphyse fixiert (bei der Modifikation von Burch wird paravaginales Gewebe mobilisiert, um die Urethra zu halten). Ind.: v.a. rezidivierende Stressharninkontinenz bei Zustand nach Hysterektomie; auch als (kleiner) Zusatzeingriff, wenn eine Laparotomie aus anderen Gründen indiziert ist

  • Marshall-Vene
    Marshall
    • M.-Vene

    • Englischer Begriff: M.'s oblique vein

    • Biogr.: John M.

    Vena obliqua atrii sinistri.

  • Marsupialisation
    • Englischer Begriff: marsupialization

    Herausnähen der Ränder einer Zyste (z.B. Bartholin-Zyste) an die Körperoberfläche, so dass nach Eröffnung eine Tasche entsteht, die anschließend durch Drainage, Tamponade, Koagulation u./oder Exkochleation weiterbehandelt wird. Analog die Bildung einer inneren Fistel zum Verdauungstrakt bei Zysten innerer Organe (z.B. Anastomosierung einer Pankreaszyste mit dem Magen = Marsupiogastrostomie) mit dem Ziel der allmählichen Spontanobliteration.

  • Martensella microspora
    • Martensella microspora

    Microsporon audouinii.

  • Martin-Albright-Syndrom
    • Martin-Albright-Syndrom

    • Synonyme: Pseudohypoparathyreoidismus

    • Englischer Begriff: pseudohypoparathyroidism syndrome

    • Biogr.: Eric M., Internist, Genf; Fuller A.

    vier verschiedene Formen der Parathormon-Resistenz mit teilweise aufgeklärter Mutation der stimulatorischen Alpha-Untereinheit des G-Proteins auf Chromosom 20; autosomal-rezessiver Erbgang. Klinik: Kleinwuchs, Mikromelie, Brachydaktylie, geistige Retardierung, Zeichen der chronischen Hypokalzämie (z.B. Tetanie, Katarakt, Zahnanomalien etc.).

  • Martin-Bell-Syndrom
    • Martin-Bell-Syndrom

    • Englischer Begriff: fragile X syndrome

    X-chromosomal vererbte Makrogenitosomie mit Megaloorchie (= Makrotestes), auffallend großen Ohrmuscheln u. geistiger Retardation (Intelligenzdefekte); Sterilität. Es besteht Brüchigkeit des X-Chromosoms in der Bande Xq27 (X fragile = Fragile-X-Chromosom), nachweisbar in unter Folsäuremangel kultivierten Zellen.

  • Martin-Bosviel-Syndrom
    • Martin(-Bosviel)-Syndrom

    • Englischer Begriff: Bosviel's syndrome

    apoplektiforme Gaumensegelblutung.

  • Martorell-Fabré-Syndrom 3)
    Martorell-Syndrom
    • 3)

    • Synonyme: M.-Fabré-Syndrom

    • Englischer Begriff: aortic arch syndrome

    Aortenbogensyndrom.

  • Martorell-Syndrom
    • Martorell-Syndrom

    • Biogr.: Fernando M., Angiologe, Barcelona

    • 1)
      Ulcus (cruris) hypertonicum... (mehr)
    • 2)
      Peitschenschlag-Schmerz im Bein durch intramuskuläre Venenblutung (unbekannter... (mehr)
    • 3)
      Aortenbogensyndrom... (mehr)
  • Martorell-Syndrom 1)
  • Martorell-Syndrom 2)
    Martorell-Syndrom
    • 2)

    • Synonyme: Peitschenschlag-Syndrom

    • Englischer Begriff: Martorell's syndrome; whip-like pain syndrome

    Peitschenschlag-Schmerz im Bein durch intramuskuläre Venenblutung (unbekannter Genese), gefolgt von Hautblutungen (Ekchymosen) am Unterschenkel, Zeichen der Thrombose (u.a. Homans-Zeichen) u. Arteriospasmus.

  • Martsolf-Syndrom
    • Martsolf-Syndrom

    • Englischer Begriff: Martsolf's syndrome

    autosomal-rezessiv erbliches Krankheitsbild mit Gesichts- u. Schädelfehlbildungen, Katarakt, Minderwuchs u. geistiger Behinderung.

  • mAs

      Abk. für Milliamperesekunde.

    • Maschal...
      • Mas|chal...

      • Englischer Begriff: maschale

      Wortteil „Achselhöhle“.

    • Maschentransplantat
      • Maschen|trans|plantat

      Meshgraft.

    • Maschinengeräusch
      • Maschinen|geräusch

      • Englischer Begriff: machinery murmur

      • Fach: Kardiologie

      Gibson-Geräusch.

    • masculinus
      • mas|cu|li|nus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: male

      männlich.

    • Maser
      • Ma|ser

      • Synonyme: Abk. für microwave amplification by stimulated emission of radiation

      • Etymol.: engl.

      • Fach: Physik

      Molekularverstärker.

    • Masern
      • Ma|sern

      • Synonyme: Morbilli

      • Englischer Begriff: measles

      Abbildung

      durch das Masernvirus hervorgerufene exanthematische Infektionskrankheit von hoher Kontagiosität. Häufigkeitsgipfel im 5.–7. Lj. (junge Säuglinge sind durch mütterliche Leihimmunität geschützt). Kommt in dichtbesiedelten Gebieten endemisch vor (3- bis 5-jährliche Epidemiegipfel); hinterlässt lebenslange stabile Immunität. Übertragung erfolgt v.a. durch Tröpfchen (auch auf Distanz, von Raum zu Raum, als sog. fliegende Infektion), u. zwar meist im Prodromalstadium, wobei Augenbindehaut u. Atemwege die Eintrittspforte sind. Klinik: Nach einer Inkubationszeit von 9–11 Tag (bei Vorliegen passiver Antikörper länger) kommt es zu Virämien (eine erste bis zum 3. Tag mit diskreten Krankheitszeichen; die zweite vom 5.–7. Tag bis zum Exanthem); klinisch entspricht dies einem 2- bis 4-tägigen Prodromalstadium mit Fieber, Atemwegskatarrh, Konjunktivitis, Kopfschmerzen, psychischen Veränderungen, Koplik-Flecken u. beginnendem Enanthem. Nach kurzer Entfieberung folgt das 4- bis 5-tägige Exanthemstadium (Masernexanthem) mit 2. Fieberschub, typischem „Maserngesicht“, Reizhusten, Milzschwellung u. allgemeiner Lymphknotenschwellung, evtl. auch Durchfall. Am 7.–8. Tag erfolgt lytische Entfieberung. Besondere Verlaufsformen sind möglich. Diagn.: Das Blutbild zeigt eine Leukopenie mit Neutrophilie u. Linksverschiebung, später Neutro- u. Eosinopenie; oft besteht eine febrile Albuminurie; positive Diazoreaktion. Die klinische Diagnose wird erhärtet durch Hämagglutinationshemmtest, Neutralisationstest, KBR, ELISA-Test u. Zytologie (Masernriesenzellen, Synzytialzellen in Sekreten etc.). Kompl.: Die Prognose ist gut, jedoch sind Komplikationen (auch bakteriell u. allergisch) möglich: Bronchiolitis, Krupp, Pneumonie (meist bakterielle Superinfektion), Appendizitis, Enzephalitis, Otitis media (Mittelohreiterung in der 2. Wo.), Polyradikulitis, Pemphigoid (auch unabhängig vom Exanthem); ferner bestehen eine erhöhte Disposition zur Erkrankung an Diphtherie (prognostisch ungünstig; ebenso die Kombination mit Keuchhusten) u. Gefahr der Aktivierung einer Tuberkulose (es besteht Tuberculin-Anergie). Prophyl.: erfolgt im Rahmen des Impfkalenders als Erstimpfung im 11.–14., jedoch nicht vor dem 9. Monat mit MMR-Impfstoff zusammen mit Mumps u. Röteln; bis zum 2. Lj. muss die 2. Impfung erfolgt sein. Passive Immunisierung mit γ-Globulin (0,2–0,4 ml/kg) ist bis zum 5. Tag in 80% krankheitsverhütend. Seit dem 1. März 2020 gilt in Deutschland für Masern eine Impfpflicht. Grundlage ist das Masernschutzgesetz.

    • Masern, abortive
      Masern
      • M., abortive

      mitigierte M.

    • Masern, hämorrhagische
      Masern
      • M., hämorrhagische

      • Synonyme: „schwarze“ M.

      klinisch bedeutungslose Variante mit Diapedeseblutung in die Effloreszenzen u. verzögerter Exanthemrückbildung.

    • Masern, maligne
      Masern
      • M., maligne

      toxische M.

    • Masern, mitigierte
      Masern
      • M., mitigierte

      • Synonyme: Morbilloid

      • Englischer Begriff: mitigated course of measles

      abortive Verlaufsform der M.; mit verlängerter Inkubation, niedriger Temperatur, diskretem oder fehlendem Exanthem. Bei teilgeschützten Personen, z.B. beim Säugling mit abnehmender Leihimmunität, bei Kindern mit unvollständiger passiver Immunisierung; Ansteckungsfähigkeit u. Komplikationen wie beim Vollbild.

    • Masern, schwarze
      Masern
      • M., schwarze

      hämorrhagische M.

    • Masern, toxische
      Masern
      • M., toxische

      • Englischer Begriff: malignant course of measles

      bösartige (= „maligne“), schnell zum Tode führende Verlaufsform der M. (s.a. Masernenzephalitis); von Anfang an mit schweren Allgemeinerscheinungen wie Somnolenz, Hyperpyrexie, Krämpfe, Vasomotorenkollaps etc.; v.a. bei vorgeschädigten, auch Cortison-behandelten Kindern. S.a. Fieberkurve (dort Abb.).

    • masernähnlich
      • masern|ähnlich

      • Englischer Begriff: measles-like

      morbilliform.

    • Masernenzephalitis
      • Masern|enzephalitis

      • 1)
        Encephalitis als Masernkomplikation; meist am 3... (mehr)
      • 2)
        subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) oder Leukenzephalitis... (mehr)
    • Masernenzephalitis 1)
      Masernenzephalitis
      • 1)

      • Englischer Begriff: measles encephalitis

      Encephalitis als Masernkomplikation; meist am 3.–10. Tag nach Exanthemausbruch (selten – als „Inkubationsenzephalitis“ – früher; evtl. aber später); auch mit meningealer Beteiligung. Letalität 10–40%; bei 20–40% Defektheilung (vegetative Spätfolgen, psychische Störungen bis zur Demenz).

    • Masernenzephalitis 2)
      Masernenzephalitis
      • 2)

      • Englischer Begriff: S.S.P.E

      subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) oder Leukenzephalitis; eine seltene „Slow-Virus-Erkrankung“ mit Todesfolge (s.a. Masernvirus).

    • Masernexanthem
      • Masern|exanthem

      • Englischer Begriff: measles exanthema

      der auf Kapillarwandschädigung beruhende, für Masern charakteristische Ausschlag. Das Exanthem ist makulopapulös (fleckig, mit kleinen, knötchenförmigen Erhabenheiten um die Haarfollikel), bräunlich- bis violettrot, evtl. hämorrhagisch, mit Neigung zu Zusammenfließen (Konfluenz). Setzt mit dem 2. Fieberschub (4. Tag) ein u. breitet sich in ca. 2–4 Tagen vom Kopf (zuerst hinter den Ohren) über den Stamm auf die Gliedmaßen aus; Maximum am 6. Tag. Die Rückbildung erfolgt in gleicher Folge unter Hinterlassung von Pigmentflecken u. mit kleieförmiger Schuppung.

    • Masernimpfung
      • Masern|impfung

      • Synonyme: -prophylaxe

      s.u. Masern, s.a. Impf...

    • Masernvirus
      • Masern|virus

      • Synonyme: Morbilli-Virus

      • Englischer Begriff: measles virus

      • Fach: Virologie

      (Anderson, Goldberger 1911) großes Paramyxovirus (100–150 nm) mit lipidhaltiger Hülle; Erreger der Masern. In Affennieren-, Hühnerembryo- u. menschl. Amnionzellen züchtbar; bewirkt Riesenzellbildung u. Hämagglutination. – Antigen-Verwandtschaft mit Hundestaupevirus (früher mit diesem u. Rinderpest-V. zu einer Gruppe zusammengefasst). Eine Variante ist Erreger der Masernenzephalitis (2).

    • Maske
      • Mas|ke

      • Englischer Begriff: mask

      Kurzbez. für Narkosemaske.

    • Maskengesicht
      • Masken|gesicht

      • Englischer Begriff: mask-like face

      mimische Starre (Hypo- bis Amimie); z.B. bei Parkinsonismus, Fazialislähmung, Grippeenzephalitis, Myopathien (Facies myopathica).

    • Maskierung
      • Maskierung

      • Englischer Begriff: masking; masquerading; camouflaging

      Überlagerung – u. dadurch evtl. Verborgenbleiben – z.B. eines Krankheitszeichens oder einer Krankheit („maskiert“, „larviert“) bzw. neur eines EEG-Wellenrhythmus durch einen anderen (Ersterer kann erst durch die Frequenzanalyse aufgedeckt werden). S.a. Kryptantigen; Demaskierung.

    • Maskierung, akustische
      Maskierung
      • M., akustische

      • Englischer Begriff: acoustic masking

      Vertäubung.

    • Maskierungsmittel
      • Maskierungs|mittel

      • Englischer Begriff: masking agent

      Chelatbildner.

    • Maskulinisierung
      • Maskuli|nisierung

      • Synonyme: -nismus

      • Englischer Begriff: masculinization

      Virilisierung, Virilismus.

    • Masochismus
      • Ma|so|chis|mus

      • Synonyme: Passivismus

      • Englischer Begriff: masochism

      (v. Krafft-Ebing) nach dem Schriftsteller v. Sacher-Masoch (1835–1895) benannte Variante des Sexualverhaltens, durch Erdulden körperlicher Misshandlung, Erniedrigung etc. (meist durch Personen des anderen Geschlechts) zum Höhepunkt sexueller Erregung zu gelangen (Gegensatz: Sadismus).

    • Massa
      • Massa

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: mass

      Masse. pharmaz Füllstoff oder Träger (z.B. M. pilularum); anat substanzverstärkter Abschnitt, Portion.

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