Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Megestrolacetat
    • Englischer Begriff: megestrol acetate

    zu den Gestagenen gehörendes Hormonpräparat; Anw. in der Tumorther. (z.B. Mamma-, Endometriumkarzinom).

  • MEHA-Syndrom
    • MEHA-Syndrom

    • Synonyme: Abk. für multiple endokrine hereditäre Adenomatose

    MEN.

  • Mehlabkochung
    • Mehl|abkochung

    5%ige Abkochung von Stärke oder Vollkornmehl (in kaltem Wasser angerührt, in kochendes eingebracht u. bis zur Verkleisterung gekocht) als Zusatz zur Milch bei künstlicher Säuglingsernährung.

  • Mehlasthma
    • Mehl|asthma

    • Englischer Begriff: asthma due to flour inhalation; miller's asthma

    das z.B. als Bäcker-, Müllerasthma vorkommende exogen allergische Asthma bronchiale (evtl. mit „Mehlschnupfen“ als Vorstufe). – Als mögliche Allergene bzw. Noxen gelten Mehlproteine, parasitäre Verunreinigungen, chemische Beimengungen (Ammoniumpersulfat). Gilt ggf. als Berufskrankheit.

  • Mehlnährschaden
    • Mehl|nährschaden

    durch Eiweißmangel bedingte Säuglingsdystrophie bei Kohlenhydrat(KH)-Überernährung u. quantitativ u. qualitativ ungenügender Eiweißzufuhr (Eiweiß/KH-Verhältnis normal 1 : 4). Klinik: pastöser Habitus (Plusdystrophie), Ödemneigung, Dyspepsie (Mehldyspepsie), Hypoproteinämie, Rachitis, Wachstumsverlangsamung etc. S.a. Kwashiorkor.

  • Mehlregel
    • Mehl|regel

    Als Säuglingsnahrung darf Mehl erst nach dem 2. Lebensmonat gegeben werden, wobei die Tagesmenge 5 g × Zahl der Lebensmonate nicht überschreiten soll.

  • Mehlschnupfen
    • Mehl|schnupfen

    s.u. Mehlasthma.

  • Mehrfachfärbung
    • Mehrfach|färbung

    • Englischer Begriff: multiple stain

    • Fach: Histologie, Bakteriologie

    s.u. Simultan-, Sukzedanfärbung.

  • Mehrfachimpfstoff
    • Mehrfach|impfstoff

    • Synonyme: Mehrfachvakzine

    • Englischer Begriff: polyvalent vaccine

    Kombinationsimpfstoff.

  • Mehrfachmalignom
    • Mehrfach|mali|gnom

    • Englischer Begriff: multiple malignant tumors

    Auftreten mehrerer bösartiger Tumoren in einem oder in mehreren Organen eines Individuums, die untereinander abgrenzbar u. keine Rezidive oder Metastasen sind.

  • Mehrfachresistenz
    • Mehrfach|resistenz

    • Englischer Begriff: multiple resistance

    Resistenz eines Krankheitserregers gegen mehrere Antibiotika. Bei Bakterien über Plasmide von einem Stamm auf den anderen übertragbar; s.a. Resistenzfaktor.

  • Mehrfachsehen
    • Mehrfach|sehen

    • Englischer Begriff: multiple vision

    Polyopsie.

  • Mehrfachverletzung
    • Mehrfach|verletzung

    Polytrauma.

  • Mehrgebärende
    • Mehr|gebärende

    Multipara.

  • Mehrling
    • Mehr|ling

    einer von mehreren sich in einer Gebärmutter gleichzeitig entwickelnden Keimlingen (Zwilling, Drilling etc.). – Klinische Zeichen einer Mehrlingsschwangerschaft sind: Übergröße des Bauchumfanges, mehrere „große Teile“ (als „harte Teile“ = Köpfe) u. auffallend viele kleine Kindsteile, Herztöne an verschiedenen Stellen. Diagnosesicherung erfolgt durch Sonogramm.

  • Mehrschritt-Therapie v. Ardenne
    • Mehr|schritt-Therapie (v. Ardenne)

    multifaktorielle Behandlung bösartiger Tumoren durch Hyperthermie mit kontrollierter Hyperglykämie u. Azidose u. durch Chemotherapeutika (Zytostatika) oder örtliche Strahlentherapie, eingesetzt in mehreren „Attacken“ neben- oder nacheinander; zusätzlich Zufuhr von Sauerstoff (Sauerstoffeffekt), NAD u. Vitamin B1.

  • Meibom-Drüsen
    • Meibom-Drüsen

    • Englischer Begriff: meibomian glands

    • Biogr.: Heinrich M., 1638–1700, Arzt, Helmstedt

    Glandulae tarsales. – Davon ausgehend u.a. das M.-Adenom (am Lidrand; dem Chalazion ähnlich), die M.-Akne (Canaliculitis tarsi), die „Meibomitis“ (Hordeolum internum; engl.: meibomianitis).

  • Meige-Syndrom
    • Mei|ge-Syndrom

    • Englischer Begriff: Meige's syndrome

    s.u. Nonne-Milroy-Meige-Syndrom.

  • Meigs-Cass-Demons-Syndrom
    • Meigs(-Cass-Demons)-Syndrom

    • Englischer Begriff: Meigs' syndrome

    • Biogr.: Joe Vin. M., 1892–1963, Frauenarzt, Boston

    gutartiger Eierstocktumor (Fibrom; evtl. auch Brenner-, Krukenberg-Tumor), kombiniert mit Aszites u. einseitigem Hydrothorax. S.a. Pseudo-Meigs-Syndrom.

  • Meinicke-Klärungsreaktion
    • Meinicke-Klärungsreaktion

    • Synonyme: MKR (Abk.)

    • Englischer Begriff: Meinicke test

    • Biogr.: Ernst M., 1878–1945, Serologe, Münster

    Test zum Nachweis auf Syphilis; unspezifische Flockungsreaktion; heute nicht mehr üblich.

  • Meiose
    • Meiose

    • Synonyme: Meiosis; Reduktionsteilung; Reifeteilung; Cyclus meioticus

    • Englischer Begriff: meiosis; reduction division

    • Fach: Genetik

    Abbildung

    Zellteilung der Keimzellvorstufen mit dem Ziel, eine Zelle mit haploidem Chromosomensatz zu erzeugen. Verbunden ist damit eine Rekombination des Erbgutes durch zufallsmäßige Verteilung der homologen elterlichen Chromosomen auf die beiden Tochterzellen sowie durch Cross(ing-)over. Die Meiose – ein wesentlicher Vorgang der sexuellen Vermehrung – läuft in zwei Reifeteilungen ab (s. Abb.). Erste Reifeteilung: Die Teilung der noch diploiden primären Oozyte bzw. Spermatozyte führt zur Bildung von zwei haploiden Zellkernanlagen, u. zwar unter Teilung der in der vorausgegangenen Interphase erfolgten Verdoppelung der Desoxyribonukleinsäure(DNS)-Masse (DNS-Replikation), die auf dadurch „doppelfädige“ Chromosomen verteilt ist (Symbol: 46XY bzw. 46XX, 4n-DNS). In der ersten, längsten u. wichtigsten Phase (Prophase) treten die Chromosomen als dünne Fäden in Erscheinung, und zwar im Stadium des Leptotän (a). Dann lagern sie sich dem homologen Chromosom („Homologes“) an (Synapsis), und zwar erst locker im Zygotän (b), danach enger und unter Verkürzung u. Verdichtung (Kondensation) sowie Spaltung in die zwei Chromatiden bei Intaktbleiben des Zentromers im Pachytän (c, d). Das durch die Haftstelle, das Chiasma, verbundene Paar, zwischen dessen Chromatiden ein Crossover erfolgt, wird als Bivalent bzw. unter Bezug auf seine vier Chromatiden als Tetrade bezeichnet. Es folgen weitere Verdichtung/Verkürzung der Bivalente und das Auseinanderweichen (Diakinese) der Chromosomen unter vorübergehendem Fortbestehen einer Verbindung (Chiasma) und unter Auflösung des Nucleolus u. der Kernmembran (e). In der zweiten Phase (Metaphase I) erfolgen die Anordnung der Bivalente in der Äquatorialebene (f) u. die Bildung des Spindelapparates. In der dritten Phase (Anaphase I) trennen sich die Homologen der Bivalente völlig und werden zu den entgegengesetzten Polen der Zelle verlagert (g), und zwar mütterliche u. väterliche wahllos, was – über das Crossing-over hinaus – die Möglichkeit zu weiterer Rekombination bietet. Auf den Abschluss der polaren Verteilung in der Telophase I (h) folgt als Interkinese eine kurze Teilungsruhe entsprechend einer sehr kurzen – ohne Synthesephase ablaufenden – Interphase, und zwar mit leichter Auflockerung der Chromosomen (i). Zweite Reifeteilung: Die darauf folgende Reifeteilung läuft nach dem Modus der Mitose (homöotype Teilung) ab und weist auch deren Phasen auf: Metaphase II, Anaphase II und Telophase II (k–m). Sie verläuft als Teilung der Spermatozyten II bzw. der sekundären Oozyte (u. evtl. auch des ersten Polkörperchens). Die doppelfädigen 23 Chromosomen werden unter Teilung des Zentromers in ihre komplett getrennten Chromatiden aufgespalten. Als Deszendenten beider Teilungen resultieren demnach vier Tochterzellen mit einfachem (haploidem) Chromosomensatz aus einfädigen Chromosomen (d.h. mit 1n-DNS). Es sind dies eine Eizelle u. drei Polkörperchen (Babes-Ernst-Körperchen) bzw. vier Spermatiden (jeweils zwei mit je einem X- bzw. Y-Chromosom).

  • Meiozyt
    • Meio|zyt

    Zelle der Gonaden, in der die Meiose abläuft, beim Menschen die primäre Oozyte bzw. der Spermatozyt.

  • Meißner
    • Meißner

    • Biogr.: Georg M., 1829–1905, Anatom, Physiologe, Basel, Göttingen

  • Meißner-Ganglion
    Meißner
    • M.-Ganglion

    • Englischer Begriff: Meissner's ganglion

    in den M.-Plexus eingeschaltete parasympathische Ganglienzellen, an denen präganglionäre Vagusfasern synaptisch enden.

  • Meißner-Plexus
    Meißner
    • M.-Plexus

    • Englischer Begriff: M.'s plexus

    Plexus submucosus.

  • Meissner-Tast-Körperchen
    Meißner
    • M.(-Tast)-Körperchen

    • Englischer Begriff: M.'s corpuscles

    Corpuscula tactus.

  • Mekonismus
    • Meko|nismus

    • Englischer Begriff: meconism

    Opiatvergiftung, s.u. Morphinvergiftung.

  • Mekonium
    • Me|ko|ni|um

    • 1)
      Opium, Mekonsäure... (mehr)
    • 2)
      der in der Fetalperiode im Darm gebildete, in Farbe u. Konsistenz dem... (mehr)
  • Mekonium 1)
  • Mekonium 2)
    Mekonium
    • 2)

    • Synonyme: Kindspech

    • Englischer Begriff: meconium

    der in der Fetalperiode im Darm gebildete, in Farbe u. Konsistenz dem eingedickten Mohnsaft ähnliche Darminhalt des Neugeborenen. Besteht aus abgeschilferten Darmepithelien, Fettsubstanzen, Schleim, Gallepigment, Verdauungsfermenten u. verschluckten, verhornenden Plattenepithelien u. Lanugohaaren. Eine schwarz-grüne, klebrige Masse, die erstmals 12–24 Std. nach Geburt als schleimiger Pfropf entleert wird (vollständig bis zum 4. Tag). – Kann dem Fruchtwasser beigemengt sein (z.B. bei Asphyxie; s.a. Fruchtwasserembolie).

  • Mekoniumaspirationssyndrom
    • Mekonium|aspirations|syndrom

    • Synonyme: MAS (Abk.)

    • Englischer Begriff: meconium aspiration syndrome

    Kindspechaspiration; lebensbedrohliche Komplikation beim Neugeborenen. Ther.: gründliche Absaugung, evtl. unter Spülung (Verdünnung) mit physiologischer Kochsalzlösung.

  • Mekoniumileus
    • Mekonium|ileus

    • Englischer Begriff: meconium ileus

    Darmverschluss beim Neugeborenen durch zäh-kittartiges Mekonium infolge gestörter Darmschleimbildung u. Pankreasfermentmangels (bei Mukoviszidose); ergibt ein typisches Röntgenbild.

  • Mekoniumperitonitis
    • Mekonium|peritonitis

    • Englischer Begriff: meconium peritonitis

    aseptische Fremdkörper-Peritonitis infolge Mekoniumaustritts durch eine vorgeburtliche oder perinatale Darmwandperforation, z.B. bei Darmatresie, Mukoviszidose, Malrotation. – Gelegentlich (vorgeburtlich) Spontanheilung unter Verkalkung des Mekoniums.

  • Mekoniumpfropfsyndrom
    • Mekonium|pfropf|syndrom

    • Englischer Begriff: meconium plug syndrome

    Ileus-artige Symptomatik beim Neugeborenen durch verzögerte Entleerung des eingedickten Mekoniums (infolge eines vorübergehenden Trypsinmangels).

  • Mekonsäure
    • Mekon|säure

    • Englischer Begriff: meconic acid

    Opiumsäure, C7H4O7; Hydroxypyrondicarbonsäure in Opium.

  • Mel
      • 1)
        als M. crudum s. flavum natürlicher (Bienen-)Honig; enthält Invert-, Rohrzucker... (mehr)
      • 2)
        phonometrische Einheit für das subjektiv empfundene Verhältnis zweier... (mehr)
    • MEL

        Abk. für Melphalan.

      • Mel 1)
        Mel
        • 1)

        • Synonyme: Honig

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: mel; honey

        als M. crudum s. flavum natürlicher (Bienen-)Honig; enthält Invert-, Rohrzucker, Eiweiß, organische Säuren, Spuren von Enzymen, Vitaminen, Mineralien, Farbstoffen, Wachs. – In Lösung, gereinigt (M. depuratum), auch zur i.v. Anw.

      • Mel 2)
        Mel
        • 2)

        • Englischer Begriff: mel

        • Fach: Physik

        phonometrische Einheit für das subjektiv empfundene Verhältnis zweier Tonhöhen.

      • Melaena vera
        • Melaena (vera)

        • Synonyme: Teerstuhl

        • Englischer Begriff: melena

        durch Blutbeimengungen aus dem Verdauungstrakt rötlich schwarz verfärbter Stuhl (s.a. Blutstuhl); tritt v.a. bei Blutungen aus dem oberen Gastrointestinaltrakt auf; s.a. Darmblutung (dort Schema); Blutung, gastrointestinale.

      • Melalgie
        • Mel|algie

        • Englischer Begriff: melalgia

        Gliederschmerzen.

      • Melanämie
        • Melan|ämie

        • Englischer Begriff: melanemia

        Auftreten von Melanin im Blut nach Erythrozytenzerfall (u.a. bei Malaria). Ablagerung in inneren Organen möglich.

      • Melancholie
        • Melan|cholie

        • Englischer Begriff: melancholia

        historischer Begriff (Hippokrates, Galen) für trübsinnige Gemütsverfassung, schwermütige Verstimmung. Nach Kraepelin die Depression des Rückbildungsalters; auch als Synonym für „endogene Depression“. – Volkstümlich Bez. für jede traurige Stimmung.

      • Melanidrosis
        • Me|lan|idro|sis

        • Englischer Begriff: melanidrosis

        Absonderung dunklen Schweißes, z.B. bei Arbeitern in der Brenzcatechin-Herstellung.

      • Melanin
        • Me|la|nin

        • Englischer Begriff: melanin

        braunes bis schwarzes Pigment, das in Melanoblasten u. -zyten unter dem Einfluss von Tyrosinase (u. bestimmter Hormone) aus DOPA gebildet (in Melanosomen) u. von bestimmten Zellen in der Haut, Aderhaut, Substantia nigra, Haaren etc. gespeichert wird. Bedingt die Hautfarbe, Sonnenbräunung. S.a. Pigmentanomalien, Melanogen, Ultraviolett.

      • Melaningranula
        • Melanin|granula

        aus Melanosomen hervorgehende, Melanin enthaltende Zellorganellen, die aus den Melanozyten in Epidermiszellen übertragen werden.

      • Melaninurie
        • Melanin|urie

        • Englischer Begriff: melaninuria

        durch die Niere erfolgende Ausscheidung von Melanogen, das sich beim Stehen an der Luft zu Melanin umwandelt, v.a. bei malignem Melanom.

      • Melano-Erythrodermie
        • Melano-Erythro|dermie

        • Synonyme: Alterserythrodermie

        • Englischer Begriff: melanotic erythrodermia

        ohne Vorkrankheit oder bei seborrhoischer oder ekzematischer Erythrodermie auftretende Krankheit mit mahagoni-braunroter Hautverfärbung, Kachexie u. Lymphknotenschwellungen (histol wie bei lipomelanotischer Retikulose).

      • Melanoakanthom
        • Melano|akanthom

        sehr dunkel pigmentierte seborrhoische Warze (Alterswarze).

      • Melanoblast
        • Melano|blast

        • Synonyme: Melanoblastocytus

        • Englischer Begriff: melanoblast

        ektodermale (nach anderer Ansicht neuromesodermale) Zelle der Ganglienleiste, die v.a. in das Bindegewebe der Kutis u. in die Ader- u. Regenbogenhaut des Auges einwandert. Vorstufe des Melanozyten; bildet – bei Kontakt mit Epidermiszellen – Melanin. S.a. Melanozyt, Melanom.

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