Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Melanoblastensyndrom, neurokutanes
    • Melano|blasten|syndrom, neuro|kutanes

    Melanosis neurocutanea.

  • Melanoblastom
    • Melano|blas|tom

    • Englischer Begriff: melanoblastoma

    malignes Melanom.

  • Melanocortine
    • Melano|cortine

    aus Proopiomelanocortin stammende Peptidhormone: ACTH (Corticotrophin) u. Melanotropin.

  • Melanoderma
    • Melano|derma

    Melanodermie.

  • Melanoderma pediculosum
    Melanoderma
    • M. pediculosum

    • Englischer Begriff: melanoderma

    bräunlich-schwärzliche Hautflecken bei Läusebefall (Pediculosis).

  • Melanoderma psoriaticum
    Melanoderma
    • M. psoriaticum

    Hyperpigmentierung in abgeheilten Psoriasisherden.

  • Melanodermia
    • Melano|dermia

    • Synonyme: -dermie

    • Englischer Begriff: melanoderma

    fleckförmige oder flächenhafte dunkle Hautverfärbung („Pigmentierung“, evtl. im Wechsel mit Depigmentierung) durch innerliche oder äußerliche (z.B. mechanische, chemische, aktinische) Einflüsse. S.a. Melanodermitis, Melasma.

  • Melanodermia reticularis calorica
    Melanodermia
    • M. reticularis calorica

    M. durch Hitzeeinwirkung, als Cutis reticularis e calore (s.u. Cutis marmorata).

  • Melanodermitis
    • Melano|dermitis

    • Englischer Begriff: melanodermitis

    entzündlich bedingte Hyperpigmentierung der Haut; v.a. als M. toxica (lichenoides bullosa), eine Kontaktdermatitis durch Schmieröl(derivate) u. durch Kosmetika mit photodynamischen Substanzen; ferner die Riehl-Melanose.

  • Melanodontie
    • Me|lan|odon|tie

    streifige oder fleckige, durch Beläge bedingte Schwarzfärbung der Milchzähne, zahnfleischnah im Kronenbereich, verursacht durch Pigment bildende Bakterien.

  • Melanogen
    • Melano|gen

    • Englischer Begriff: melanogen

    Vorstufe des Melanins, z.B. als 5,6-Dihydroxyindol; s.a. Melaninurie.

  • Melanogenese
    • Melano|genese

    • Englischer Begriff: melanogenesis

    die Biosynthese des Melanins. Zunächst erfolgt Bildung von Melanosomen, aus denen dann Melaningranula hervorgehen.

  • Melanoglossie
    • Melano|glossie

    • Englischer Begriff: melanoglossia

    Lingua pilosa nigra.

  • Melanoidine
    • Synonyme: Bräunungspigmente

    • Englischer Begriff: melanoidins

    (dunkel)braune Pigmente, die bei der Melanoidin-Reaktion (Maillard-Reaktion) in Nahrungsmitteln entstehen u. zu deren typischer Beschaffenheit beitragen.

  • Melanoliberin
    • Melano|liberin

    • Synonyme: Melanotropin-releasing-Hormon; MRH (Abk.); MSH-RH (Abk.)

    das Releasing-Hormon für Melanotropin (MSH); im Hypothalamus gebildetes Pentapeptid. Antagonist ist Melanostatin (MIH).

  • Melanom der Bindehaut
    Melanom(a)  >  Melanom, malignes  >  Melanom des Auges
    • M. der Bindehaut

    oft nah am Hornhautrand lokalisiert, später Übergreifen auf Hornhaut u. Lider sowie lokale Abklatschmetastasen.

  • Melanom der Choroidea
    Melanom(a)  >  Melanom, malignes  >  Melanom des Auges
    • M. der Choroidea

    • Synonyme: Chorioideamelanom; Aderhautmelanom

    Abbildung

    zentral vom Äquator gelegener subretinaler kugeliger Tumor unterschiedlichen Pigmentgehalts. Maligner Tumor mit Neigung zur Metastasierung. Klinik: Diagnose im Frühstadium meist zufällig. Ophthalmoskopisch als graubraune Prominenz, die bei diaskleraler Durchleuchtung einen Schatten wirft, erkennbar (s. Abb.). Später sekundäre Netzhautablösungen, pseudouveitische Reizzustände u. Sekundärglaukom mit Erblindung des Auges. Ther.: Frühformen lassen sich durch Bestrahlung (Photonen-, Neutronen-, Betastrahlen) behandeln; in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien Enukleation des betroffenen Auges oder Exzision des Tumors.

  • Melanom der Iris
    Melanom(a)  >  Melanom, malignes  >  Melanom des Auges
    • M. der Iris

    maligne Entartung eines Nävus oder primär bösartige Neubildung. Meist gefäßreicher, unscharf begrenzter Tumor der Regenbogenhaut unterschiedlichen Pigmentgehalts; häufig Verziehung der Pupille (Korektopie) u. Ektropium uveae, spontane Vorderkammerblutung (Hyphaema). Ausbreitung auf den Ziliarkörper u. ringförmiges Wachstum im Kammerwinkel möglich (Sekundärglaukom).

  • Melanom des Auges
    Melanom(a)  >  Melanom, malignes
    • M. des Auges

    malignes M. oder dessen Metastasen im Bereich des Auges. Es kann von der Uvea, der Bindehaut u. den Lidern ausgehen, sehr selten von der Orbita. Das M. der Lider hat die gleichen Eigenschaften wie das der übrigen Haut, das der Bindehaut wie das der übrigen Schleimhäute. Das der Uvea ist benigner als das der Haut. Am bösartigsten ist das der Choroidea, am gutartigsten das der Iris; das des Ziliarkörpers nimmt eine Mittelstellung ein. Dem benignen M. am nächsten steht das aus plumpen Spindelzellen ohne Nukleolus (Spindel-A-Typ), am bösartigsten sind das epithelzellähnlich (epitheloider Typ) u. das nekrotische; eine Mittelstellung nehmen der Spindelzelltyp mit Nukleolen (Spindel-B-Typ) u. der gemischtzellige Typ ein. Ther.: Exzision (Haut, Bindehaut, Iris, Ziliarkörper, vordere Uvea), Bestrahlung, Lichtkoagulationen, Enucleatio bulbi. Metastasierung erfolgt in regionäre Lymphknoten, Leber, Gehirn, Knochen.

  • Melanom des Ziliarkörpers
    Melanom(a)  >  Melanom, malignes  >  Melanom des Auges
    • M. des Ziliarkörpers

    Tumor des höheren Lebensalters. Frühzeichen sind Akkommodationsstörungen sowie linsenbedingter Astigmatismus, episklerale Gefäßneubildung über dem Tumorareal. Diagnose meist erst im fortgeschrittenen Stadium mit Sekundärglaukom, pseudouveitischen Entzündungszuständen, Gesichtsfeldausfällen oder Visusverlust durch seröse Netzhautablösung.

  • Melanom, amelanotisches
    Melanom(a)
    • M., amelanotisches

    • Synonyme: AMM (Abk.)

    • Englischer Begriff: amelanotic m.

    malignes M. ohne makroskopisch erkennbare Pigmentbildung (aber mit positiver DOPA-Reaktion im Exzisionsmaterial); z.B. an Fußsohlen.

  • Melanom, benignes juveniles
    Melanom(a)
    • M., beni|gnes juveniles

    • Synonyme: Spitz-Nävus; Spindelzellnävus

    • Englischer Begriff: spindle cell nevus

    Nävuszellnävus-artiges gutartiges Neoplasma v.a. bei Kleinkindern. Erbs- bis bohnengroßer (evtl. größer), flacher bis halbkugeliger Knoten; gelblich-rötlich bis graubraun, v.a. im Gesicht. Die spindeligen, polymorphen Naevuszellen erinnern an ein malignes Melanom.

  • Melanom, intraepidermales
    Melanom(a)
    • M., intra|epidermales

    • Synonyme: Melanoma in situ

    s.u. Melanom, malignes (Tab.).

  • Melanom, malignes
    Melanom(a)
    • M., malignes

    • Synonyme: bösartiges Melanom; Melano(zyto)blastom; Nävokarzinom

    • Englischer Begriff: malignant m.

    Abbildung   Tabelle   Tabelle

    ein bösartiger Tumor epidermogenen (neuroektodermalen) Ursprungs, der eine sehr starke u. oft recht frühzeitige Neigung zu lymphogener oder/u. hämatogener Metastasenbildung besitzt. Das Metastasierungsrisiko ist von der Eindringtiefe nach Clark u. der Tumordicke nach Breslow abhängig (s. Tab.). Tritt v.a. nach der Pubertät auf u. bei älteren Personen, bevorzugt in lichtexponierten Hautpartien, aber auch an Schleimhäuten, im Auge u. an den Hirnhäuten. Ätiol.: entsteht auf vorher unauffälliger Haut (mélanome d'emblée) oder auf dem Boden einer melanotischen Präkanzerose (Lentigo-maligna-Melanom = LMM) bzw. eines angeborenen oder erworbenen Nävuszellnävus. Klassifik.: Die Einteilung des malignen M. erfolgt nach dem TNM-System. Neben dem genannten Lentigo-maligna-Typ werden mehrere klinische Haupttypen unterschieden. Akrolentiginöses M.: buntscheckig (ähnlich dem LMM), evtl. grau bis weiß gefleckt infolge Regression, rosa bis rötlich bei Entzündung; an Handflächen, Fußsohlen, peri- u. subungual [„Nagel-M.“]). Oberflächlich (superfiziell) spreitendes M.: flach, mit zentrifugaler Ausbreitung, evtl. mit scheinbaren Aussparungen; später auch knotig. Primär knotiges M. (noduläres M., NM): evtl. amelanotisch, als D'emblée-Typ oder als Nävuszellnävus-Typ; halbkugelig-glatt, flächenhaft oder verrukös; blauschwarz, evtl. durch Regression grau oder rosa gescheckt. Klinische Kriterien: (Bandmann) verletzliche Oberfläche (Blutung, Erosion, Ulzeration, Krusten), Randerythem, Fehlen deutlicher Follikel, dunkle Pigmentierung, Infiltration auch der Umgebung, Randsatelliten, höckrig-warziges oder glatt-gespanntes Hautrelief. Einzelne Pigmentmale können nach der ABCDE-Regel (s. Tab.) beurteilt werden. Ther.: frühzeitige Totalexzision mit ausreichendem Sicherheitsabstand (die Größe ist in Diskussion). Bei fortgeschrittenen Stadien z.B. Lymphknotenexstirpation, Chemotherapie, immunmodulatorische Ansätze (monoklonale Antikörper, Interferon, Interleukin-2 etc.), hypertherme Extremitätenperfusion. S.a. Abb.

  • Melanoma
    • Melanom(a)

    • Englischer Begriff: melanoma

    gutartige oder bösartige Neubildung des Pigment bildenden Gewebes der Haut u. der Retina. Als malignes M. zu den bösartigsten Neoplasmen der Haut/Schleimhäute gehörender Tumor, der von Melanomzellen ausgeht, die als eine maligne Variante des Melanin bildenden Zellsystems der Haut aufgefasst werden können.

  • Melanonychie
    • Melan|ony|chie

    • Synonyme: Melonychie

    • Englischer Begriff: melanonychia

    dunkelbraune Verfärbung der Nagelplatte als Symptom der Sideropenie.

  • Melanophagen
    • Melano|phagen

    • Synonyme: -phoren

    • Englischer Begriff: melanophages; melanophores

    von der Neuralleiste abstammende Zellen im Bindegewebe der Haut (perigenitale Cutis), der Regenbogen- u. Aderhaut u. des Ziliarkörpers des Auges sowie der Leptomeningen. Enthalten den Melanozyten entstammendes Melanin. S.a. Chromatophor.

  • Melanophorenhormon
    • Melano|phoren|hormon

    Melanotropin.

  • Melanose
    • Melanose

    • Synonyme: Melanosis; Melasma

    • Englischer Begriff: melanosis

    eine flächenhafte Dunkelfärbung (Hyperpigmentierung) der Haut oder Schleimhaut durch vermehrte Ablagerung von Melanin (im Gegensatz zu abgegrenzten Pigmentvermehrungen; Lentigo, kardiokutanes Syndrom, Bloch-Sulzberger-Syndrom, Xeroderma pigmentosum). Evtl. als toxische Hyperpigmentierung, z.B. Riehl-Melanose (toxische Melanodermitis). S.a. Poikilodermie, Arsenmelanose.

  • Melanosis bulbi
    Melanose
    • M. bulbi

    M. des Augapfels (Bindehaut u. Sklera) als monosymptomatische Form des Ota-Nävus; evtl. mit Haut-M.

  • Melanosis circumscripta praeblastomatosa
    Melanose
    • M. circum|scripta prae|blastomatosa

    • Synonyme: M. praecancerosa

    • Englischer Begriff: m. of Dubreuilh

    Dubreuilh-Hutchinson-Krankheit.

  • Melanosis coli
    Melanose
    • M. coli

    • Synonyme: Zottenmelanose

    M. des Dickdarms durch Ablagerung amorphen, eisenfreien, säurefesten Melanins im Bindegewebe; z.B. bei Laxanzienabusus, Darm-Tbk.

  • Melanosis diffusa congenita bogärt
    Melanose
    • M. diffusa congenita Bogaert

    • Synonyme: Dyschromatosis universalis hereditaria

    eine angeborene diffuse neurokutane M. mit schmutzig graubrauner, z.T. scheckiger (Handflächen, Fußsohlen) Hyperpigmentierung; in großen Hautfalten mit fleckförmigen Aufhellungen; ferner follikuläre Hyperkeratosen; Leuk- u. Koilonychie, dünne Haare.

  • Melanosis lenticularis generalisata Gottron
    Melanose
    • M. lenticularis generalisata Gottron

    Pigmentatio maculosa eruptiva idiopathica.

  • Melanosis naeviformis Becker
    Melanose
    • M. naeviformis Becker

    • Synonyme: Becker-Nävus

    in der Adoleszenz v.a. an Oberarm, Schulter auftretender, hell- bis dunkelbraun „pigmentierter behaarter epidermaler Nävus“; vermehrte Melanozytenaktivität, vermehrt subepidermal Melanophagen.

  • Melanosis naeviformis Siemens
    Melanose
    • M. naeviformis Siemens

    • Synonyme: Naevus pigmentosus tardus

    handgroße, grau- bis schwarzbraune Hautflecken (am Rand aufgelockert), häufig mit örtlich vermehrtem Haarwuchs (Hypertrichose).

  • Melanosis neurocutanea
    Melanose
    • M. neuro|cutanea

    • Synonyme: neurokutanes Melanoblastensyndrom

    angeborene, flächenhafte, behaarte pigmentierte Nävi (z.B. im Beckenbereich: „Badehosennävus“) mit zahlreichen kleinen Nävuszellnävi; gleichzeitig auch in ZNS u. Meningen, evtl. mit Hydrozephalus. Oft Bildung eines malignen Melanoms.

  • Melanosis oculocutanea
    Melanose
    • M. oculo|cutanea

    Ota-Syndrom.

  • Melanosis perioralis et peribuccalis Brocq
    Melanose
    • M. peri|oralis et peribuccalis (Brocq)

    • Synonyme: Erythrosis pigmentata faciei

    rötlich-bräunliche (bis grau-schwärzliche) exogene Hyperpigmentierung des Mund-, z.T. auch Wangenbereichs infolge photodynamischer Substanzen in Kosmetika.

  • Melanosomen
    • Melano|somen

    • Englischer Begriff: melanosomes

    Tyrosinase-reiche, aus Vesikeln des Golgi-Feldes entstehende, eine umgebende Biomembran besitzende Zellorganellen im Melanozyten; aus ihnen entwickeln sich die Melaningranula.

  • Melanostatin
    • Synonyme: Melanotropin-releasing-inhibiting-Hormon; MIH (Abk.)

    im Hypothalamus gebildetes Oligopeptid, das die Sekretion von Melanotropin (MSH) hemmt. Antagonist ist Melanoliberin.

  • Melanotropin
    • Melano|tropin

    • Synonyme: melanotropes Hormon; Melanozyten stimulierendes Hormon; MSH (Abk.)

    • Englischer Begriff: melanocyte-stimulating hormone; melanotropin

    im Hypophysenzwischenlappen gebildete Polypeptide (α-, β-, γ-MSH), Teilsequenzen des Proopiomelanocortins. Regulieren die Hautpigmentierung durch vermehrte Melaninsynthese (über die Tyrosinaseaktivität), Melanozytenexpansion u. Pigmentdispersion; α-MSH stimuliert über das Neuropeptid Y die Nahrungsaufnahme. Die Sekretion von MSH wird angeregt durch Melanoliberin, gehemmt durch Melanostatin.

  • Melanozyt
    • Melano|zyt

    • Englischer Begriff: melanocyte

    mit Melanin beladener Melanoblast, der das als Melaningranula vorliegende Pigment an sonst pigmentlose Epithelzellen (Keratinozyten) abgibt. Eine „Wanderzelle“ ohne feste Bindung an gleichartige Zellen (sofort nach der Mitose erfolgt völlige Trennung = Segregation beider Tochterzellen). – Bildet mit den Melanin aufnehmenden Epidermiszellen eine funktionelle Einheit („Melanozyteneinheit“).

  • Melanurie
    • Melan|urie

    • Englischer Begriff: melanuria

    Melaninurie.

  • MELAS-Syndrom
    • MELAS(-Syndrom)

    • Synonyme: Abk. für myopathy, encephalopathy, lactic acidosis, stroke-like episodes

    • Etymol.: engl.

    eine Kombination von Myopathie, Enzephalopathie (Entwicklungsverzögerung im Kindesalter), Laktatazidose, zerebralen Anfällen, evtl. mit weiteren Ausfällen; eine mütterlich vererbbare Mutation der mitochondrialen DNS.

  • Melasikterus
    • Melas|ikterus

    • Etymol.: griech. melas = schwarz

    länger bestehender Verschlussikterus mit dunkel-schmutzig grüner Hautfarbe (durch Bilirubinablagerung).

  • Melasma
    • Me|lasma

    • Etymol.: griech. = das Geschwärzte

    • Englischer Begriff: melasma

  • Melasma 1)
  • Melasma 2)
  • Melatonin
    • Mela|tonin

    • Synonyme: 5-Methoxy-N-acetyltryptamin

    • Englischer Begriff: melatonin

    ein im Corpus pineale produziertes Hormon (Tryptophanderivat), welches fast ausschließlich nachts synthetisiert wird, Tageslicht hemmt die Synthese. Wirkt als primäres Signal des zirkadianen Rhythmus, gesteuert durch multisynaptische neuronale Verknüpfungen des Pinealorgans mit zentralen Schrittmachern im hypothalamischen Nucleus suprachiasmaticus (SCN). M. reguliert zahlreiche physiologische Funktionen, z.B. Einstellung der saisonbedingten Umstellung der zentralen biologischen Uhr. Exogenes M. hat einen stabilisierenden Einfluss auf zirkadiane Funktionen (wird in der Therapie von Schlafstörungen u. Jetlag genutzt), was durch spezifische hochaffine Melatonin-Rezeptoren im SCN erklärt werden kann. Weitere spezifische M.-Rezeptoren befinden sich in den thermoregulatorischen Zentren des Hirnstammes, in Blutgefäßen des Gehirns u. in Immunzellen. Die Sekretion von M. nimmt nach einem Maximum in den ersten 3 Lj. kontinuierlich ab.

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