Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Milztransposition
    • Milz|trans|position

    • Englischer Begriff: splenic transposition

    partielle bis totale op. Verlagerung der Milz aus dem Bauchraum in die Bauchwand (Bengmark) oder transdiaphragmal in den Brustkorb zur Stimulierung neuer portosystemischer Kollateralen bei Pfortaderhochdruck.

  • Milztumor
    • Milz|tumor

    • 1)
      Milzvergrößerung, Splenomegalie... (mehr)
    • 2)
      Geschwulst (Neoplasma) der Milz; gutartig: Hämangiom, Lymphangiom, Fibrom... (mehr)
  • Milztumor 1)
    Milztumor
    • 1)

    • Englischer Begriff: splenomegaly

    Milzvergrößerung, Splenomegalie.

  • Milztumor 2)
    Milztumor
    • 2)

    • Englischer Begriff: splenic tumor

    Geschwulst (Neoplasma) der Milz; gutartig: Hämangiom, Lymphangiom, Fibrom, Lipom sowie – als tumorförmige Hyperplasie – das Pulpom; bösartig: Lympho-, Retikulo- oder – selten – Angiosarkom (oft im Rahmen einer Systemerkrankung wie Retikulose, Leukämie, Lymphogranulomatose); auch Tumormetastasen.

  • Milzvenenthrombose
    • Milz|venen|thrombose

    • Englischer Begriff: splenic vein thrombosis

    Thrombose der Vena lienalis durch örtliche oder fortgeleitete Entzündung (v.a. bei Thrombophlebitis bzw. bei Nabel-, Puerperalinfektion, Appendizitis), bei Allgemeininfektion oder idiopathisch (Fibroadenie). Führt zu ständiger oder zu intermittierender Abflussstörung im Milzvenen-Pfortader-Gebiet, klinisch zu „Opitz-Symptomenkomplex“ (Spleno- bzw. Splenohepatomegalie, Fieber, Haut- u. Schleimhautblutungen v.a. im Magen-Darm-Trakt), später zu Pfortaderhochdruck. – Gleiche Symptomatik bei Milzvenenstenose, z.B. durch Tumor.

  • MIM
  • Mimeae
    • Mi|meae

    Gruppe aerober, gramlabiler bis -negativer Bakterien, die in Ausstrichen oft Neisserien (sog. Pseudogonokokken) oder Meningokokken ähnlich, jedoch Oxidase-negativ und extrazellulär gelegen sind, u. deren Pathogenität nicht völlig klar ist; ihre Arten Mima u. Herella ordnet Bergey dem Acinetobacter zu.

  • Mimik
    • Mimik

    • Englischer Begriff: facial expression

    die durch die – vom Nervus facialis versorgte – mimische Muskulatur geformten Gesichtsbewegungen als Ausdruck seelischen Erlebens. S.a. mimisch, Mitbewegung.

  • Mimikry, molekulare
    • Mi|mi|kry, molekulare

    • Englischer Begriff: molecular mimicry

    teilweise Gemeinsamkeit der molekularen Struktur eines Fremdantigens mit einer bestimmten körpereigenen Eiweißstruktur.

  • mimisch
    • mi|misch

    • Englischer Begriff: facial expression-related

    die Mimik des Gesichtes betreffend.

  • mimische Gesichtslähmung
    mimisch
    • m. Gesichtslähmung

    Fazialislähmung.

  • mimische Starre
    mimisch
    • m. Starre

    Amimie.

  • mimischer Gesichtskrampf
    mimisch
    • m. Gesichtskrampf

    Spasmus facialis.

  • Minamata-Krankheit
    • Minamata-Krankheit

    • Englischer Begriff: Minamata disease

    im Gebiet der gleichnam. südjapan. Stadt (Insel Kyushu) beobachtete degenerative Nervenkrankheit bei Fischern (wahrscheinl.) infolge chronischer Vergiftung durch Quecksilberalkylverbindungen (der Vinylchlorid-Produktion) durch Genuss kontaminierter Meerestiere. Klinik: Schlaflosigkeit, Ataxie, Tremor, Dysarthrie, Ertaubung, fortschreitende Gesichtsfeldeinschränkung, generalisierte Krampfanfälle.

  • Minderwuchs
    • Minder|wuchs

    • Englischer Begriff: hyposomia

    primäres oder sekundäres Zurückbleiben des Längenwachstums gegenüber dem geschlechtsbezogenen Altersdurchschnitt einer vergleichbaren Bevölkerung; mit resultierendem Kleinwuchs (Standardabweichung 1–3 σ bzw. unter der Perzentile P10) oder extremem M. (früher „Zwergwuchs“ genannt; Standardabweichung > 3 σ). Formen: als alimentärer M. bei qualitativ/quantitativ unzureichender Nahrung (hypokalorisch; protein-, Vitamin-D-arm) u. als intestinaler M. bei Maldigestion/Malabsorption (z.B. bei Zöliakie, zystischer Pankreasfibrose, Darmfehlbildungen). Dyschondraler u. dysostotischer M. treten als primordialer M. bei Chondrodystrophie, Dysostosen auf, endokriner M. bei Erkrankungen der hormonbildenden Drüsen (als adrenaler, diabetischer, hypophysärer, hypothyreotischer, hypogonadaler M.), bei Pubertas praecox u. – neuroendokrin – bei gestörter Hirnentwicklung durch Enzephalopathie (dyszerebraler M.). Außerdem als genetisch bedingter M. bei Chromosomenanomalien, als hypoxischer M. bei Herzfehlern, Anämie, als konstitutioneller M. bei Konstitutionsanomalien (oft familiär, zumeist als primordialer M.), als kyemopathischer M. infolge Erkrankung in utero (Kyematopathie), als metabolischer M. bei Stoffwechselleiden (z.B. – renal – bei Tubulopathien; bei Lipidosen, Enzymopathien, Rachitis), als primordialer M. (bereits bei Geburt bestehend u. durch konstitutionelle Faktoren bedingt), als proportionierter M. mit erhaltenen Körperproportionen (im Ggs. zum disproportionierten M. v.a. bei Dysostosen, Chondrodysplasie, Chondrodystrophie; s.a. Pfaundler-Hurler-, Morquio-Syndrom). – Als psychosozialer M. bei sehr ungünstigen familiären/häuslichen Umständen (u. zwar trotz ausreichender Ernährung).

  • Mineral
    • Mineral

    • Englischer Begriff: mineral

    Oberbegriff für einen festen, chemisch u. physikalisch einheitlichen Bestandteil der Erdkruste. S.a. Mineral..., Elektrolyt...

  • Mineralhaushalt
    • Mineral|haushalt

    • Englischer Begriff: mineral metabolism

    Mineralstoffwechsel.

  • Mineralisation
      • 1)
        Abbau organischer Stoffe zu anorganischen = „mineralischen“; v.a... (mehr)
      • 2)
        Einbau („Thesaurierung“) von Mineralstoffen in Körpergewebe, physiol... (mehr)
    • Mineralisation 1)
      Mineralisation
      • 1)

      • Englischer Begriff: mineralization

      • Fach: Biologie

      Abbau organischer Stoffe zu anorganischen = „mineralischen“; v.a. durch Mikroorganismen.

    • Mineralisation 2)
      Mineralisation
      • 2)

      • Englischer Begriff: mineral incorporation

      Einbau („Thesaurierung“) von Mineralstoffen in Körpergewebe, physiol v.a. in Knochengewebe, Zähne; s.a. patho Konkrement.

    • Mineralocorticosteroide
      • Mineralo|cortico(stero)ide

      • Synonyme: Halosteroide

      • Englischer Begriff: mineralocorticoids

      Steroidhormone der Nebennierenrinde als Regulatoren für den Elektrolytstoffwechsel (s.a. Corticosteroide, dort Abb.). Wirkst.: v.a. Aldosteron; als synthet. M. das Fludrocortison. pharm Anw. zur Substitution bei M. Addison u. adrenogenitalem Syndrom.

    • Mineralsalze
      • Englischer Begriff: mineral salts

      Quellsalze aus Mineralquellen; Anw. als Sekretolytika.

    • Mineralstoffe
      • Englischer Begriff: minerals

      anorganische Verbindungen, die dem Organismus mit der Nahrung zugeführt werden müssen u. als Bau-, Wirk- u. Reglerstoffe (z.B. in Enzymen) dienen. Entsprechend dem täglichen Bedarf werden Mengenelemente (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid, Phosphor, Schwefel) u. Spurenelemente (z.B. Cobalt, Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan, Selen, Zink) unterschieden. S.a. Mineralstoffwechsel.

    • Mineralstoffwechsel
      • Mineral|stoffwechsel

      • Englischer Begriff: mineral metabolism

      Aufnahme, Ein- u. Umbau (s.a. Mineralisation) sowie Ausscheidung der anorganischen Stoffe, von denen mehrere über die gemeinsame osmoregulatorische Funktion (s.a. Wasser-Elektrolyt-Haushalt) hinaus auch lebensnotwendig = essentiell sind, so z.B. Eisen, Jod; der benötigte Mindestbedarf an („essentiellen“) anorganischen Elektrolyten ist bei gemischter, kalorisch ausreichender Kost im Allgemeinen gewährleistet.

    • Mineralwasser
      • Mineral|wasser

      • Englischer Begriff: mineral water

      einer Mineralquelle entstammendes Wasser, z.B. als Heilwasser. Seine Charakterisierung erfolgt allgemein anhand der Ionen mit > 20 mval% der Gesamtkonzentration. – Ferner durch Mineralzusatz (Jod, Brom, Schwefel) aufbereitetes künstliches M.

    • Mingazzini-Abweichversuch
      • Mingazzini-Abweichversuch

      Arm-Abweichversuch.

    • Mini-Mental-Status-Test
      • Synonyme: MMST (Abk.)

      • Etymol.: engl.

      Screening-Test zur Beurteilung kognitiver Leistungen. Wird v.a. zur Diagnostik u. Verlaufskontrolle bei Demenz eingesetzt.

    • Miniaturbecken
      • Miniatur|becken

      • Englischer Begriff: dwarf pelvis; contracted p.

      allgemein verengtes Becken.

    • Minigene
      • Mini|gene

      • Englischer Begriff: minigenes

      durch Introns getrennte, umlagerungsfähige Genabschnitte, möglicherweise als Teile von im Genom nur in geringer Zahl vorhandenen Genen (z.B. für die Kodierung der variablen Region der Immunglobuline; freie Rekombination der M. könnte Bildung einer großen Zahl verschiedener Antikörper ermöglichen).

    • minimal invasive Chirurgie

        alle operativen, d.h. unter Verletzung der Körperoberfläche durchgeführten therapeutischen u. diagnostischen Maßnahmen, die ohne größeren Hautschnitt (v.a. ohne breite Eröffnung einer Körperhöhle) u. bei verhältnismäßig geringer Belastung des Patienten stattfinden können, v.a. die endoskopischen Operationsverfahren (z.B. Meniskotomie, Karpaltunnelspaltung bei Karpaltunnelsyndrom, endoskopische Sterilisation oder endoskopische Appendektomie bzw. Cholezystektomie); auch Bez. für Operationsverfahren, bei denen lediglich der operative Zugang verkleinert wurde.

      • minimal invasive Neurochirurgie
        • Englischer Begriff: minimal invasive endoscopic neurosurgery; MIENS (Abk.)

        alle operativen Maßnahmen in der Neurochirurgie, die ohne breite Eröffnung des Operationsgebietes u. für den Patienten als verhältnismäßig wenig belastender Eingriff durchgeführt werden können, v.a. Eingriffe mit dem Endoskop, z.B. die endoskopische Karpaltunnelspaltung bei Kompression des N. medianus oder die perkutane Nukleotomie bei Bandscheibenvorfall ohne Sequesterbildung.

      • minimal-changes nephritis
      • minimale Hemmkonzentration
        • Synonyme: MHK (Abk.)

        • Englischer Begriff: MIC; minimum inhibitory concentration

        die kleinste Konzentration (μg/ml) eines antimikrobiellen Wirkstoffes (z.B. Antibiotikum), die die Keimvermehrung im Kulturansatz noch verhindert.

      • Minimalhirnschaden
        • Minimal|hirnschaden

        • Englischer Begriff: minimal brain damage

        s.u. Syndrom des Minimalhirnschadens.

      • Minimalluft
        • Minimal|luft

        • Englischer Begriff: residual air

        die in der Lunge nach Entweichen auch der Kollapsluft verbleibende Residualluft.

      • Minimalspülung
        • Minimal|spülung

        • Synonyme: Kobrak-Schwachreizprüfung

        • Fach: Otologie

        s.u. kalorische Prüfung.

      • Minimum
        • Mi|ni|mum

        • Etymol.: latein.

        Mindestquantum.

      • Minimum perceptibile
        Minimum
        • M. percep|tibile

        • Fach: Ophthalmologie

        der schwächste, noch zu einer Helligkeitsempfindung führende Lichtreiz; abhängig von Adaptationszustand, Aufmerksamkeit, Dauer der Lichteinwirkung u. Größe der Leuchtfläche.

      • Minimum separabile
        Minimum
        • M. sepa|rabile

        das Auflösungsvermögen der Netzhaut; Grenzwinkel. Analoge Verwendung der Begriffe auch in anderen Sinnesbereichen.

      • minimus
        • minimus

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: smallest

        kleinster.

      • Minipille
        • Minipille

        • Englischer Begriff: minipill

        orales Kontrazeptivum mit alleiniger, niedrig dosierter Gestagenkomponente; Wirkung: Beeinflussung des Cervixsekretes, dadurch Behinderung der Spermatozoenaszension; verhindert den Eisprung nicht, ist also kein Ovulationshemmer i.e.S.

      • Minipumpe
        • Mini|pumpe

        • Englischer Begriff: minipump

        Kleinstpumpe; als Feedback-gesteuerte elektronische Pumpe z.B. Teil des sog. künstlichen Pankreas.

      • Minocyclin
        • Englischer Begriff: minocycline

        oral gut resorbierbares Tetracyclin mit besonderer Affinität zum Fettgewebe. Anw. v.a. in der Aknetherapie.

      • minor
        • mi|nor

        • Synonyme: -nus

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: minor

        kleinere(r, -es), geringere(r, -es).

      • minor epileptic status
        • Etymol.: engl.

        bei Epilepsie ein plötzlich einsetzender, Stunden bis Tage anhaltender Zustand mit psychischen (Bewusstseinstrübung, Verlangsamung) u. motorischen Störungen (Ataxie, verwaschene Sprache, Myoklonie); ist durch EEG vom Petit-Mal-Status unterscheidbar.

      • Minor-Probe
        • Minor-Probe

        • Synonyme: -Test

        • Englischer Begriff: „minor“ crossmatch

        • Fach: Serologie

        Teil der Kreuzprobe zur Bestimmung von im Spenderserum wirksamen Antikörpern gegen Empfänger-Antigene.

      • Minor-Test
        • Mi|nor-Test

        • Englischer Begriff: Minor's test; iodine-glycerol sweating test

        • Biogr.: Victor M., Neurologe, Moskau

        Prüfung auf Schweißsekretionsstörung durch gleichmäßiges Aufpinseln einer Jod-Glycerin-(oder -Rizinus-)Alkohol-Lösung u. Bepudern mit Stärke (oder Chinizarin) u. anschließendes Schwitzenlassen (angeregt durch Aspirin®, Lindenblütentee). Bei normaler Schweißdrüsenfunktion treten kleine, blauschwarze Pünktchen (auf weißem Grund) auf, die sich vergrößern u. konfluieren. Nicht zu verwechseln mit Minor-Probe.

      • Minoramputation
        • Minor|amputation

        Fußamputation bei Durchblutungsstörungen, die nicht im Demarkationsbereich, sondern weiter zentral vorgenommen wird.

      • Minorhämoglobin
        • Minor|hämoglobin

        • Englischer Begriff: minor fraction of hemoglobin

        eine normale oder abnorme Hämoglobin-Komponente (z.B. HbA2, HbA2'), die nur einen geringen Prozentsatz des Gesamt-Hb ausmacht.

      • Minoxidil
        • Englischer Begriff: minoxidil

        ein Vasodilatator (Piperidino-pyrimidin-diamin-Derivat) mit direktem Angriff an der glatten Muskulatur; Anw. als Antihypertensivum und bei androgenetischer Alopezie (lokale Applikation).

      14476