Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Mosetig-Batist
    • Mosetig-Batist

    • Biogr.: Albert Ritter von M.-Moorhof, 1838–1907, Chirurg, Wien

    wasserdichter Verbandstoff aus feinem Baumwollgewebe mit Zellwollbeimischung, bds. überzogen mit vulkanisiertem Kautschuk.

  • Moskito
    • Moskito

    • Englischer Begriff: mosquito

    Bez. für Stechmücken [Diptera], v.a. der Gattung Culicidae.

  • Moskitoklemme
    • Moskito|klemme

    • Englischer Begriff: mosquito clamp

    • Fach: Chirurgie

    Klemme mit punktuell fassendem Maulteil; s.a. Halsted-Klemme.

  • Mosse-Syndrom
    • Mosse-Syndrom

    • Englischer Begriff: Mosse's syndrome

    • Biogr.: Max M., 1873–1936, Internist, Berlin

    Polycythaemia rubra vera mit Milztumor, Urobilinikterus u. Leberzirrhose. S.a. myeloproliferative Syndrome.

  • Moszkowicz
    • Moszkowicz

    • Biogr.: Ludwig M., geb. 1873, Chirurg, Wien

    • M.-Kollateralzeichen
      eine trotz Abklemmung der Hauptarterie einsetzende reaktive Hyperämie... (mehr)
    • M.-Operation
      Verödung von Krampfadern (Varikose) des Beines durch Injektion eines Verödungsmittels... (mehr)
  • Moszkowicz-Kollateralzeichen
    Moszkowicz
    • M.-Kollateralzeichen

    • Englischer Begriff: Moszkowicz's collateral sign

    eine trotz Abklemmung der Hauptarterie einsetzende reaktive Hyperämie an einer für mindestens 2 Min. blutleer gemachten Gliedmaße nach Lösen der Blutleere als Beweis für ausreichenden Kollateralkreislauf.

  • Moszkowicz-Operation
    Moszkowicz
    • M.-Operation

    • Englischer Begriff: M.'s operation

    Verödung von Krampfadern (Varikose) des Beines durch Injektion eines Verödungsmittels in die Vene nach deren hoch am Oberschenkel erfolgter, mit Teilresektion kombinierter Unterbindung. S.a. Moschcowitz.

  • MÖT
  • Mother-Baby-Endoskop
    • Etymol.: engl.

    „Endoskop im Endoskop“; Technik zur Endoskopie des Gallengangs, bei welcher ein dünneres Choledochoskop durch den Instrumentierkanal eines großvolumigeren Duodenoskops in den Gallengang eingeführt wird. Ermöglicht z.B. Biopsien aus dem Gallengang oder eine elektrohydraulische Lithotripsie unter direkter Sicht.

  • Motilin
    • Mo|ti|lin

    • Englischer Begriff: motilin

    von spezifischen, in der Dünndarmschleimhaut gelegenen endokrinen Zellen gebildetes Hormon, das u.a. die Motilität des Magens u. Dünndarms steigert.

  • Motilität
    • Motilität

    • Englischer Begriff: motility

    das Bewegungsvermögen; i.e.S. die unwillkürlichen Bewegungsvorgänge, je nach Organ bezeichnet z.B. als Magen-, Darm-M.; i.w.S. aber auch die Beweglichkeit als Leistung der Skelettmuskulatur (s.a. Motorik; Neutral-Null-Methode).

  • Motilitätspsychosen, autonome
    • Motilitäts|psychosen, autonome

    • Englischer Begriff: Wernicke-Kleist motility psychosis

    von Wernicke geprägter, umstrittener Begriff. Nach Kleist „Randpsychosen“ der manisch-depressiven Krankheit mit Störung des Bewegungsantriebes (v.a. der Reaktivbewegungen; s.u. hyper- u. akinetisch) u. starker Neigung zu Periodizität (die Hyperkinese u. motorische Erregung evtl. einer Katatonie gleichend, evtl. in Stupor umschlagend).

  • Motivation
    • Motivation

    • Englischer Begriff: motivation

    • Fach: Psychologie

    Beweggründe des Handelns; das Gesamt der seelisch-dynamischen Faktoren, die das augenblickliche Verhalten bestimmen.

  • Motologie
    • Moto|logie

    Diplomstudiengang, der Sport- u. Bewegungspädagogen eine umfassende Kenntnis der menschlichen Motorik u. deren Anw. in Erziehung u. Therapie ermöglichen soll.

  • Motoneuron
    • Moto|neuron

    • Englischer Begriff: motoneuron; motor neuron

    Abbildung

    letztes Neuron in der efferenten Innervation der Skelettmuskulatur. Besteht aus einer Ganglienzelle im Vorderhorn des Rückenmarks (bzw. in Hirnnerven) u. dem Neuriten, der die Nervenzellen innerviert. Die Neuriten der spinalen M. gehen an Muskelfasern: die der (größeren) α-M. an extrafusale (Skelettmuskel-)Fasern, an denen sie motorische Endplatten bilden. Die der kleineren γ-M. enden an intrafusalen (in Muskelspindeln gelegenen) Muskelfasern. Sämtliche Nervenfaser-Typen stehen unter dem Einfluss vieler Kerne des Zentralnervensystems u. bilden damit die „gemeinsame Endstrecke“ der motorischen Leitungsbahn. Die α-M. geben ferner Kollateralen ab an rückläufig zu Motoneuronen leitende Renshaw-Zellen, die hemmend-modulierend in die Bewegungsabläufe eingreifen. Die Zellkörper (= Perikaryen) der α-M. erhalten über Synapsen sämtliche erregenden u. hemmenden Impulse des zentralen Nervensystems (höhere motorische Hirnzentren), welche über motorische Leitungsbahnen (Pyramidenbahn; EPS-Bahnen) direkt oder über Zwischenneurone an sie herangeleitet werden. Ferner nehmen die Perikaryen der α-M. Signale auf, die aus der Peripherie stammen, v.a. aus den von γ-M. innervierten Muskelspindeln („Konvergenz der Erregungen“). Die motorischen Impulse führen bei Überleitung (s.a. motorische Einheit) zu einer Kontraktion der Muskelfasern des Skelettmuskels. Diese Kontraktion ist eng gekoppelt an die Funktion der γ-M., deren Neuriten (γ1- u. γ2-Nervenfasern) zu in der Muskelspindel gelegenen Fasern verlaufen, die als Empfindlichkeitsregler ebenfalls von zentral her zur Kontraktion angeregt werden. Dadurch werden (wie dies auch bei ihren passiven Längenänderungen der Fall ist) sensible Rezeptoren der Muskelspindel erregt, u. der entsprechende Impuls wird – z.T. über den Eigenapparat des Rückenmarks – an α-M. geleitet. Dort bahnt er weitere Impulse und ist so (als „Servomechanismus“) am Kontraktionsgeschehen beteiligt. Das M., dessen Neuriten ein Element des gemischten peripheren Nervs bilden, hat auch trophische Funktionen für die Muskeln: Schädigung der α-M. führt zu spinaler Muskelatrophie, Störung der aus der Spindel kommenden Impulsleitung zu Ataxie.

  • Motorik
    • Motorik

    • Englischer Begriff: motoricity

    die von der Hirnrinde (= kortikal) über das pyramidal-motorische System gesteuerten u. über das extrapyramidal-motorische System modulierten aktiven Bewegungsvorgänge des willkürlichen Systems; s.a. Willkürmotorik (s.a. Statomotorik). Die Vorgänge stets in enger Verknüpfung mit der Sensibilität u. Sensorik („Sensomotorik“). Störungen der M. v.a. bei Erkrankungen des Bewegungs- u. Nervensystems; s.a. Motilität. – I.w.S. auch Bez. für die einschlägigen „motorischen Systeme“ selbst.

  • motorisch
    • motorisch

    • Englischer Begriff: motor; motorial

    • Fach: Physiologie

    der Bewegung dienend; die Motorik betreffend.

  • motorisch evozierte Potentiale
    motorisch
    • m. evozierte Potentiale

    s.u. evozierte Potentiale.

  • motorisch evozierte Potentiale
    evozierte Potentiale
    • motorisch e. P.

    • Synonyme: magnetisch e. P.

    Messung efferenter Anteile des zentralen u. peripheren motorischen Systems mittels Magnetstimulation.

  • motorische Aphasie
    motorisch
    • m. Aphasie

    • Englischer Begriff: m. aphasia

    s.u. Aphasie.

  • motorische Bahn
    motorisch
    • m. Bahn

    • Englischer Begriff: m. tract

    Leitungsbahn (Tractus), gebildet von absteigend leitenden (= efferenten) Neuriten motorischer Nervenzellen der Großhirnrinde (motorischer Kortex), die als 1. Neuron in der Pyramidenbahn zu den Motoneuronen (Mn.) verlaufen; wird fortgesetzt durch die Neuriten der Mn., die in rein motorischen oder – zusammen mit sensiblen afferenten Fasern – in gemischten peripheren Nerven ihre Zielorgane (Muskeln) erreichen. Wird ergänzt durch Bahnen aus Kleinhirn(kernen) u. weitere extrapyramidale Bahnen, ferner – die Hirnnerven betreffend – durch Fibrae corticonucleares, die in der zentralen Pyramidenbahn zu den Kernen der motor. Hirnnerven verlaufen, wo die Impulsleitung zu den motor. Endplatten u. Zielmuskeln von Neuriten der entsprechenden Zellen übernommen wird.

  • motorische Einheit
    motorisch
    • m. Einheit

    • Englischer Begriff: m. unit

    Funktionseinheit aus Motoneuron u. den von ihm innervierten Muskelfasern.

  • motorische Endplatte
    motorisch
    • m. Endplatte

    Endplatte.

  • motorische Rinde
    motorisch
    • m. Rinde

    • Englischer Begriff: m. cortex

    die mit motorischen Nervenzellen ausgestatteten Bereiche der Großhirnrinde, i.e.S. der beidseitige Gyrus precentralis (Area 4; primär motor. Rindenfeld) u. die umgebenden Areae 5–8 als „Supplementärfelder“. Ursprungsbereich des 1. Neurons der motor. Bahn (Fibrae corticospinales u. -nucleares); s.a. Homunculus (dort Abb.).

  • motorische Unruhe
    motorisch
    • m. Unruhe

    • Englischer Begriff: m. excitation

    übermäßige Spontanbewegungen beim psychisch Kranken; s.a. psychomotorische Erregung.

  • motorische Vorderhornzelle
    motorisch
    • m. Vorderhornzelle

    spinales Motoneuron.

  • motorische Wurzel
    motorisch
    • m. Wurzel

    • Englischer Begriff: m. root

    Radix ventralis der Spinalnerven; s.a. Radix motoria des Nervus trigeminus.

  • motorischer Punkt
    motorisch
    • m. Punkt

    äußerer Bereich eines Muskels, unter dem sich die Endplattenzone befindet; wird als Stimulationspunkt für direkte faradische Erregung benützt.

  • motorius
    • motorius

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: motor

    motorisch.

  • Motorproteine

      Proteine wie Dynein u. Kinesin, die an Mikrotubuli haften u. für den intrazellulären Transport von Zellorganellen verantwortlich sind.

    • Mott-Zelle
      • Mott-Zelle

      • Synonyme: Morularzelle; Maulbeerzelle

      • Englischer Begriff: Mott cell

      • Biogr.: Sir Frederik W. M., 1853–1926, Internist, London

      bei Plasmozytom vorkommende Plasmazelle mit Vakuolen, die den größten Teil des Zytoplasmas ausfüllen u. amorphe Proteine enthalten. S.a. Traubenzelle.

    • Mottenfraß
      • Motten|fraß

      • 1)
        fleckförmige syphilitische Alopezie... (mehr)
      • 2)
        fleckiger Knochensubstanzabbau, z.B... (mehr)
      • 3)
        Piecemeal-Nekrose (der Leberzelle)... (mehr)
    • Mottenfraß 1)
      Mottenfraß
      • 1)

      fleckförmige syphilitische Alopezie.

    • Mottenfraß 2)
      Mottenfraß
      • 2)

      fleckiger Knochensubstanzabbau, z.B. bei Osteomyelosklerose/-fibrose-Mischformen.

    • Mottenfraß 3)
      Mottenfraß
      • 3)

      • Synonyme: Mottenfraßnekrose

      • Fach: Pathologie

      Piecemeal-Nekrose (der Leberzelle).

    • Mouches volantes
      • mouches volantes

      • Etymol.: franz.

      • Englischer Begriff: floaters

      das „Mückensehen“ als entoptische Erscheinung (z.B. bei Glaskörpertrübung, Netzhautablösung).

    • Mouchet
      • Mouchet

      • Biogr.: Albert M., 1869–1963, franz. Chirurg

    • Mouchet-Köhler-Syndrom
      Mouchet
      • M.-Köhler-Syndrom

      Preiser-Krankheit.

    • Mouchet-Syndrom
      Mouchet
      • M.-Syndrom

      aseptische Epiphysennekrose der Talusrolle.

    • Moulage
      • Moulage

      • Etymol.: franz. = Abguss

      • Englischer Begriff: moulage

      anat aus Wachs, Kunststoff etc. hergestelltes Modell eines Organs, Körperteiles; radiol aus Stentmasse etc. gefertigte, Strahler (z.B. Radiumzellen) tragende Auflage, die – in Größe u. Form dem Krankheitsherd entsprechend – für die Kurzdistanztherapie auf der Körperoberfläche angebracht wird.

    • Mounier-Kuhn-Syndrom
      • Mounier-Kuhn-Syndrom

      • Englischer Begriff: Mounier-Kuhn syndrome

      angeborene Erweiterung der Trachea.

    • moutons
      • moutons

      • Etymol.: franz.

      Ekchymosen als Frühsymptom der Druckfallkrankheit.

    • MOV
    • Möwenschreigeräusch
      • Möwenschrei(geräusch)

      • Englischer Begriff: seagull murmur

      • Fach: Kardiologie

      Seagull-Geräusch.

    • Moxaverin
      • Englischer Begriff: moxaverine

      ein myotropes Spasmolytikum (Papaverin-Derivat); Anw. als durchblutungsförderndes Mittel u. Nootropikum.

    • Moxibustion
      • Moxibustion

      • Synonyme: Moxa

      • Etymol.: japan. mogusa = Brennkranz

      • Englischer Begriff: moxibustion; moxa

      der Akupunktur entsprechende Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin; Setzen etwa centgroßer Brennstellen (meist Abbrennen kleiner Kegel aus getrocknetem Beifuß) in bestimmten, etwa den Akupunkturstellen entsprechenden Hautarealen.

    • Moxifloxacin
      • Englischer Begriff: moxifloxacin

      ein Breitspektrum-Gyrasehemmer der Gruppe IV.

    • Moxonidin
      • Moxonidin

      zentral wirksames Antihypertonikum (α2-Rezeptoragonist). Wirkung: Blutdrucksenkung durch Erniedrigung des peripheren Widerstands sowohl unter Belastung als auch in Ruhe. Herzminutenvolumen u. Organperfusion bleiben unverändert.

    • Mozambique-Geschwür

        Ulcus phagedaenicum tropicum in Ostafrika.

      • Mozolewski-Shunt
        • Mozolew|ski-Shunt

        • Englischer Begriff: arytenoid-vocal shunt

        Interarytenoid-Ösophagealfistel zur Stimmrehabilitation nach subtotaler Laryngektomie.

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