Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Muldenplastik
    • Mulden|plastik

    • Englischer Begriff: cup orthoplasty

    Hüftarthroplastik (bei Koxarthrose) durch fräsende Neuformung der Hüftgelenkpfanne (mit Anpassung auch des Hüftkopfes) u. Einpflanzen einer muldenförm. Hüftpfannen-Endoprothese (z.B. Vitalliummulde = „Cup“).

  • Mull
  • Müller
    • Müller

    • Biogr.: 1) Johannes M., 1801–1858, Anatom, Physiologe, Berlin; 2) Walter M., geb. 1888, Chirurg, Königsberg

    • M.-Atemversuch
      kräftiges Anspannen der Einatmungsmuskulatur bei geschlossenen oberen... (mehr)
    • M.-Gang
      Ductus paramesonephricus... (mehr)
    • M.-Gesetz
      Ein einzelner Sinn kann nur Empfindungen der zugehörigen Empfindungsmodaliät... (mehr)
    • M.-Syndrom
      Kahnbeinmalazie = aseptische Epiphysennekrose des Os naviculare pedis... (mehr)
  • Müller-Atemversuch
    Müller
    • M.-Atemversuch

    • Englischer Begriff: Müller's maneuver

    • Biogr.: Johannes M.

    kräftiges Anspannen der Einatmungsmuskulatur bei geschlossenen oberen Atemwegen nach maximaler Ausatmung; bewirkt Absinken des intrathorakalen Druckes („negativer Valsalva-Versuch“) mit Erweiterung des Herzens u. vermehrtem venösem Rückfluss. Anw. u.a. zur Verdeutlichung eines Trikuspidaleinströmungsgeräusches bei Rechtsherzinsuffizienz, als Zwerchfellfunktionsprobe.

  • Müller-Gang
    Müller
    • M.-Gang

    • Englischer Begriff: M.'s duct

    • Biogr.: Johannes M.

    Ductus paramesonephricus.

  • Müller-Gesetz
    Müller
    • M.-Gesetz

    • Synonyme: G. der spezifischen Reizbarkeit

    • Englischer Begriff: M.'s law

    • Biogr.: Johannes M.

    Ein einzelner Sinn kann nur Empfindungen der zugehörigen Empfindungsmodaliät vermitteln, gleichgültig ob bei adäquater oder inadäquater Reizung.

  • Müller-Syndrom
    Müller
    • M.-Syndrom

    • Synonyme: M.-Weiss-Krankheit

    • Englischer Begriff: Müller-Weiss disease

    • Biogr.: Walter M.

    Kahnbeinmalazie = aseptische Epiphysennekrose des Os naviculare pedis. – Unterschied zur Köhler-Krankheit: spätes Manifestationsalter, Doppelseitigkeit (oft zeitlich nacheinander u. verschieden stark).

  • Müllerasthma
    • Müller|asthma

    • Englischer Begriff: miller's asthma

    Mehlasthma; diskutiert wird Auslösung durch Getreidegrannen.

  • Mullerian inhibiting factor
    • Synonyme: MIF (Abk.)

    • Etymol.: engl.

    Hormon, das bei Knaben die Regression der Müller-Gänge bewirkt.

  • Müllerkrätze
    • Müller|krätze

    als „Pseudokrätze“ Einsprengungen kleinster Eisenpartikel in der Unterarmhaut, herrührend von dem zum „Schärfen“ der Mühlsteine gebrauchten Hammer.

  • multangulus
    • mult|an|gulus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: multangular

    vieleckig.

  • multi-
    • mul|ti-

    Wortteil „viel“, „mehrfach“; s.a. pluri-, poly-, hyper-.

  • multicellularis
    • multi|cellularis

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: multicellular

    vielzellig.

  • Multiceps
    • Multi|ceps

    • Englischer Begriff: Multiceps

    Gattung mittelgroßer Bandwürmer [Taeniidae] der Hunde, Füchse; Entwicklung der Finne (Coenurus) erfolgt in Säugetieren, selten im Menschen.

    • M. multiceps
      40–100 cm lange Multiceps-Art mit 4-wöchiger Präpatentperiode; die Finne... (mehr)
  • Multiceps multiceps
    Multiceps
    • M. multiceps

    • Synonyme: Taenia s. Polycephalus mult.; Quesenbandwurm

    40–100 cm lange Multiceps-Art mit 4-wöchiger Präpatentperiode; die Finne (bei Wiederkäuern [Haustieren], selten beim Menschen) verursacht Coenurosis.

  • multicore disease
    • multi|core disease

    • Etymol.: engl.

    Zentralfibrillenmyopathie.

  • Multienzymkomplex
    • Multi|enzym|komplex

    • Englischer Begriff: multienzyme complex

    Abbildung

    heteropolymeres Protein aus assoziierten Enzymen (Enzymaggregat), das mehrstufige Folgereaktionen katalysiert, z.B. der Pyruvatdehydrogenasekomplex.

  • multifaktoriell
    • multi|faktoriell

    • Englischer Begriff: multifactorial

    durch eine Vielzahl von Faktoren bedingt; z.B. genet multifaktorieller Erbgang.

  • Multifidusdreieck-Syndrom
    • Multi|fidus|dreieck-Syndrom

    • Englischer Begriff: multifidus-triangle syndrome

    Neuralgie-artige Schmerzen zwischen der Lendenwirbelsäule u. dem oberen hinteren Darmbeinstachel (d.h. im Bereich der – insgesamt einen gefiedert-gespaltenen Aspekt bietenden – Musculi multifidi des LWS-Bereiches), ausstrahlend in Gesäß u. Oberschenkel; beruht auf einem Reizzustand der Wirbelgelenke L2–5, Fehlhaltung u. Nervenwurzelirritation.

  • Multifokalität
    • Multi|fokalität

    mehrere Karzinomherde eines Mammakarzinoms innerhalb des betroffenen Quadranten (i.d.R. nicht mehr als 2 cm vom größten Primärherd entfernt). S.a. Multizentrizität.

  • multiglandulär
    • multi|glandulär

    pluriglandulär.

  • Multigravida
    • Multi|gravida

    • Synonyme: Plurigravida

    • Englischer Begriff: multigravida

    die zum wiederholten Male Schwangere; s.a. Multipara.

  • Multiimager
    • Multi|imager

    • Synonyme: Multiformatkamera

    • Etymol.: engl.

    elektronen- u. mechanooptisches System zur Belichtung eines Röntgenfilms mit mehreren Einzelbildern (unterschiedliche Bildformate [= Anzahl der Bilder/Film] sind möglich). Anwendungsgebiete: z.B. Computertomographie, MRT, Nuklearmedizin, Bestrahlungsplanung.

  • multikausale Pathogenese

      Krankheitsentstehung auf dem Boden vieler beteiligter Faktoren (Vorerkrankungen, Umweltbelastung, ungünstige Lebensweise, Belastung aus dem psychosozialen Umwfeld etc.).

    • multilobularis
      • multi|lobu|laris

      • Synonyme: -lobulär

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: multilobular

      viel-, mehrlappig.

    • multilocularis
      • multi|locularis

      • Synonyme: plurilocularis

      • Englischer Begriff: multilocular

      an vielen Stellen bestehend; vielkammerig.

    • multimodal

        auf vielen (verschiedenen) Wegen, verschiedenartig, auch im Sinne von ganzheitlich.

      • multimodales Therapiekonzept

          Behandlung, die verschiedene therapeutische Ansätze im Sinne der multikausalen Pathogenese sinnvoll kombiniert; zu unterscheiden von der Polypragmasie; Anw. v.a. in der Schmerztherapie, Naturheilverfahren, Regulationsmedizin.

        • Multimorbidität
          • Multi|morbidität

          das gleichzeit. Bestehen mehrerer Krankheiten bei einer Person; Polypathie.

        • multinuclearis
          • multi|nu|clearis

          • Synonyme: -nukleär

          • Englischer Begriff: multinuclear

          vielkernig.

        • Multiorganversagen
          • Multi|organ|versagen

          • Englischer Begriff: multiple organ failure

          gleichzeitiges Versagen bzw. schwere Funktionseinschränkung verschiedener lebenswichtiger Organe (Niere, Leber, Lunge); tritt meist im Rahmen eines protrahierten Schocks als Folge der Minderperfusion auf.

        • Multipara
          • Multi|para

          • Synonyme: Pluripara

          • Englischer Begriff: multipara

          die „Mehrgebärende“, d.h. eine Frau, die bereits mindestens 2 Schwangerschaften ausgetragen hat.

        • multipartial
          • multi|partial

          • Englischer Begriff: multipartial

          mehrteilig, aus mehreren Komponenten bestehend; z.B. m. (= multivalenter) Impfstoff.

        • multipel
          • mul|tipel

          • Synonyme: multiplex

          • Englischer Begriff: multiple

          vielfach, vielfältig.

        • multiple Allelie
          multipel
          • m. Allelie

          • Fach: Genetik

          mehrfache Allelie (Allel).

        • multiple endokrine Neoplasie
          multipel
          • m. endokrine Neoplasie

          MEN.

        • multiple Osteomatose
          multipel
          • m. Osteomatose

          multiple kartilaginäre Exostosen.

        • multiple Persönlichkeitsstörung
          • multiple Persönlichkeit(sstörung)

          • Synonyme: dissoziative Identitätsstörung (nach DSM-IV)

          seltene, zu den dissoziativen Persönlichkeitsstörungen gerechnete psychische Erkrankung, bei der kontrovers diskutiert wird, in welchem Ausmaß sie iatrogen erzeugt oder kulturspezifisch ist (nach ICD-10). Wird ursächlich v.a. mit schweren kindlichen Traumen (z.B. sexuellem Missbrauch, Misshandlung) in Verbindung gebracht. Als Hauptmerkmal gilt das offensichtliche Vorhandensein von zwei oder mehr unterscheidbaren Identitäten oder Persönlichkeitszuständen in einer Person, wobei zu einem Zeitpunkt immer nur eine Persönlichkeit nachweisbar ist, die jeweils keinen (oder fast keinen) Zugang zur Existenz oder zu den Erinnerungen der anderen hat.

        • multiple Sklerose
          • Synonyme: Encephalomyelitis disseminata; disseminierte Enzephalomyelitis; demyelinisierende Encephalomyelitis; Entmarkungs-Encephalomyelitis; Polysklerose; Sclerosis multiplex; Sclerose en plaque disseminée; Charcot-Krankheit

          • Englischer Begriff: multiple sclerosis; disseminated sclerosis

          relativ häufige Entmarkungskrankheit des zentralen Nervensystems mit herdförmig regellos verteiltem Markscheidenzerfall, perivaskulären Infiltraten, gliösen Proliferationen u. Narben. Exogen oder endogen induzierter autogener immunologischer Prozess. Tritt vorwiegend im 20.–50. Lj. auf. Verteilung Frauen zu Männer im Verhältnis 1,2 : 1–2 : 1; eine familiäre Häufung kommt in 3–12% der Fälle vor. Ätiol.: möglicherweise vielfältig; angenommen wird u.a. eine wahrscheinlich im Kindesalter eintretende latente sog. Slow-Virus-Infektion, die erst nach Jahren klinisch fassbare Ausfallserscheinungen hervorruft durch die aus ihr resultierende Autoaggressionskrankheit. Diese wird ausgelöst durch Präsentation des „basischen Markscheidenproteins“ des ZNS durch Astrozyten an T-Lymphozyten, die aktiviert die Astrozyten u. danach die Markscheiden zerstören. Gestützt wird die autoimmunologische bzw. immunologische Genese durch die Nachweisbarkeit dieses Proteins sowie durch den Nachweis von Antikörpern gegen Hirnlipide und von glio- bzw. myelinotoxischen Antikörpern des Typs 19S u. 7S der Immunglobuline, die selektiv Markscheiden angreifen. Klinik: Symptome (nicht spezifisch) sind: pseudoneurasthenisches oder -rheumatisches Prodromalstadium; Hirnnervenausfälle (retrobulbäre Neuritis, Augenmuskellähmung, skandierende Sprache), spastische Lähmungen, Kleinhirnsymptome, Sensibilitäts-, Blasen- u. Mastdarmstörungen; Euphorie, später Demenz (s.a. Charcot-, Marburg-Trias). Verlauf schubweise mit Remissionen oder chronisch-progredient. Diagn.: im Liquor meist leichte Pleozytose u. albuminokolloidale Dissoziation mit pathologischem Liquor/Serum-Immunquotienten; intrathekale IgG-Bildung u. Nachweis oligoklonaler Banden. Die Diagnostik wird entscheidend mitbestimmt durch akustisch u. visuell evozierte Potentiale, NMR, CT. Ther.: Verkürzung von Schüben durch hoch dosierte Kurzzeitapplikation von Steroiden; Azathrioprin, Glatirameracetat, Methotrexat, Mitoxantron oder immunmodulierende Behandlung z.B. mit Interferonen zur Verringerung der Frequenz u. Intensität der Schübe; Cyclophosphamid bei chron.-progressivem Verlauf. Symptomlinderung mit Parasympatholytika (Blasenfunktion), Spasmolytika (Muskelrelaxation); begleitend Physiotherapie.

        • Multiple-Chemical-Sensitivity-Syndrom
          • Multiple-chemical-Sensitivity-Syndrom

          • Synonyme: MCS-Syndrom (Abk.)

          • Etymol.: engl.

          erhöhte individuelle Empfindlichkeit gegen verschiedene (überwiegend synthetische), chemisch meist nicht verwandte Substanzen, die Symptome in mehreren Organsystemen auslöst. Die Konzentrationen, die zu den Beschwerden führen, liegen weit unterhalb der sonst bekannten Wirkschwelle. Noch weitgehend ungeklärtes, rein deskriptives Krankheitsbild, für das bisher weder gesicherte Erkenntnisse zur Pathogen./Ätiol., noch allg. akzeptierte Tests zur Diagnostik vorliegen. Klinik: Zu den häufigsten Symptomen gehören Kopfschmerzen, Augenbrennen, Nasenlaufen; Müdigkeit u. Abgeschlagenheit; Konzentrationsschwierigkeiten, Verlust des Kurzzeitgedächtnisses u. depressive Verstimmung; Schmerzen im Bewegungsapparat, Schwindel; Atemwegsbeschwerden. In der Regel eine Kombination mehrerer Beschwerden, im Verlauf häufig zunehmend.

        • Multiplett
          • Multiplet(t)

          aus mehreren Komponenten bestehendes Gebilde; physiol Mehrfach-Aktionspotential („Potentialgruppe“; als Du-, Tri-, Quadriplet = Doppel-, Drei-, Vierfachentladung usw.).

        • multiplex
          • multi|plex

          • Etymol.: latein.

          zahlreich, multipel.

        • Multiplex-Typ der Polyneuritis
          • Englischer Begriff: multiple neuropathy

          Polyneuritis mit asymmetrischer, wahllos anmutender Lokalisation, z.B. bei Diabetes mellitus. Klinik: schlaffe Lähmungen, verminderte Reflexaktivität, Störung der Oberflächen- u. Tiefensensibilität, vegetative Störungen. S.a. Mononeuritis multiplex.

        • Multiplier
          • Multi|plier

          • Etymol.: engl.

          Sekundärelektronenvervielfacher.

        • multipolar
          • multi|polar

          • Englischer Begriff: multipolar

          mehrpolig; mit vielen Fortsätzen.

        • Multipunktur
          • Multi|punktur

          • Englischer Begriff: multiple puncture technique

          Impftechnik (v.a. gegen Pocken, Tbk), bei der gleichzeitig an mehreren Hautstellen Impfstoff eingebracht wird, z.B. mittels eines dornenbewehrten Plastikringes (oder Metallscheibe). Als Tuberculintest mittels Stempel mit 42-mm-Zacken (= Disk-Tine-Test) mit Alttuberculin (mit gereinigtem Tuberculin als Tubergen-Test).

        • Multisystematrophie
          • Multi|system|atrophie

          • Synonyme: MSA (Abk.)

          • Englischer Begriff: multiple system atrophy

          neurodegenerative Erkrankung des mittleren Erwachsenenalters, die sporadisch auftritt und gekennzeichnet ist durch eine Kombination von autonomen Störungen u. Parkinson-Symptomatik oder zerebellarer Ataxie. Die Ätiologie ist unbekannt. Spezifisches Merkmal sind α-Synuklein-positive Ablagerungen in Oligodendrozyten (glial cytoplasmic inclusions = GCI). Klinik: Die klinische Diagnosestellung ist schwierig. Wahrscheinlich ist eine MSA, wenn neben den autonomen Störungen (schwere orthostatische Hypotonie oder dauerhafte Urininkontinenz) eine zerebellare Dysfunktion oder ein schwer zu behandelndes Parkinson-Syndrom vorliegt. Die autonomen Störungen treten häufig Jahre vor den Bewegungsstörungen auf; nach Beginn der neurol. Symptomatik i.d.R. schnelle Progredienz. Häufigste Todesursache sind Bronchopneumonien (infolge Hypokinese u. Immobilität). Diagn.: Schädel-MRT, PET, SPECT (DD zur Parkinson-Krankh.).

        • multivalent
          • multi|valent

          • Synonyme: polyvalent

          • Englischer Begriff: multivalent

          mit mehreren Valenzen; z.B. multivalenter Impfstoff.

        • multivalvulär
          • multi|valvulär

          • Englischer Begriff: multivalvular

          mit vielen Klappen; mehrere Herzklappen betreffend (z.B. als Herzfehler).

        • multivesikulär
          • multi|vesikulär

          • Englischer Begriff: multivesicular

          viele Bläschen enthaltend, z.B. zytol m. Körperchen (als Zelleinschlusskörper), parasitol m. Echinococcus.

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