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  • Nabelschnurkompression
    • Nabelschnur|kompression

    • Englischer Begriff: compression of the cord

    • Fach: Geburtshilfe

    Druckstenosierung der Nabelschnurgefäße durch den vorangehenden Schädel (u. das mütterl. Becken) bei Nabelschnurvorfall; seltener durch Nabelschnurknoten (1); höchste Lebensgefahr für das Kind (sofortige Geburtsbeendigung angezeigt).

  • Nabelschnurumschlingung
    • Nabelschnur|umschlingung

    ein- oder mehrfache intrauterine Umschlingung (bis Abschnürung) eines kindl. Körperteiles (v.a. Hals, Arme, Beine) durch die – meist zu lange – Nabelschnur oder Hydramnion. Klinik: Schlechterwerden der kindl. Herztöne während der Wehen. Kann zu Fruchttod führen.

  • Nabelschnurvorfall
    • Nabelschnur|vorfall

    • Englischer Begriff: umbilical cord prolapse

    • Fach: Geburtshilfe

    dem Blasensprung unmittelbar folgendes Vorfallen einer oder mehrerer Nabelschnurschlingen vor den im Geburtskanal vorangehenden Kindsteil (bei Schädellage mit Gefahr der Nabelschnurkompression); z.B. bei mangelndem Abschluss des unteren Uterinsegments (Quer-, Beckenendlage, enges Becken etc.), langer Nabelschnur, tiefem Sitz der Plazenta, Hydramnion.

  • Nabelschnurvorliegen
    • Nabelschnur|vorliegen

    • Englischer Begriff: forelying cord

    • Fach: Geburtshilfe

    Platzierung (u. Tastbarkeit) von Nabelschnurschlingen vor oder neben dem vorangehenden Kindsteil bei stehender Fruchtblase als Vorstufe des – bei Blasensprung eintretenden – Nabelschnurvorfalls.

  • Nabelschnurzeichen
    • Nabelschnur|zeichen

    • Englischer Begriff: (umbilical) cord sign(s)

    • Fach: Geburtshilfe

    Ahlfeld-Zeichen, Küstner-Handgriff.

  • Nabelschnurzug
    • Nabelschnur|zug

    • Englischer Begriff: pull of umbilical cord

    • Fach: Geburtshilfe

    Plazentaextraktion durch Zug an der Nabelschnur; stets bei gleichzeit. medikamentöser Leitung der Nachgeburt (mindert die damit verbundene Gefahr des Nabelschnurabrisses).

  • Nabelsepsis
    • Nabel|sepsis

    s.u. Neugeborenensepsis.

  • Nabelstrang
    • Nabel|strang

    • Englischer Begriff: umbilical cord

    Nabelschnur.

  • Nabelvene
    • Nabel|vene

    • Englischer Begriff: umbilical vein

    Vena umbilicalis. – Ist post partum für diagnostische (Blutentnahme) u. therapeutische Zwecke katheterisierbar, Letzteres v.a. zur Azidosepufferung, parenteralen Ernährung sowie zur Austauschtransfusion (Nabelvenenmethode; bis zum 10. Tag p.p. nach der Diamond- oder Pinkus-Methode [Katheterismus vom Nabel aus bzw. nach extraperitonealer Venenfreilegung]; mit wechselweiser Blutein- u. -ausfuhr im geschlossenen System von je 10–20 ml, insges. ca. das 3fache des kindl. Blutvolumens).

  • Nabelverband
    • Nabel|verband

    • Englischer Begriff: umbilical bandage

    s.u. Nabelpflege.

  • Naboth-Eier
    • Naboth-Eier

    • Synonyme: Ovula Nabothi

    • Englischer Begriff: nabothian follicles

    • Biogr.: Martin N., Chirurg, 1675–1721, Leipzig

    • Fach: Gynäkologie

    ursprünglich für Eizellen gehaltene, meist multiple, oft gestielte Retentionszysten in der Cervix uteri (durch epithelialen Verschluss der Ausführungsgänge der Zervixdrüsen).

  • Nabumeton

      ein nichtsteroidales Antirheumatikum.

    • Nachamputation
      • Nach|amputation

      • Englischer Begriff: reamputation

      nachträgliche Kürzung eines Amputationsstumpfes, z.B. als Korrekturplastik (für die prothet. Versorgung), zur Sicherstellung der Stumpfheilung oder zur Funktionsverbesserung.

    • Nachbestrahlung
      • Nach|bestrahlung

      • Englischer Begriff: postoperative irradiation

      • Fach: Radiologie

      nach op. Behandlung bösartiger Tumoren durchgeführte örtl. Strahlentherapie (evtl. einschließlich regionaler Lymphknoten).

    • Nachbilder
      • Nach|bild(er)

      • Englischer Begriff: afterimage

      • Fach: Ophthalmologie

      nach Aufhören eines opt. Reizes oder nach Schließen der Augen verbleibende (bei Choroiditis u. Papillenerkrankung verlängert) subjektive Licht- oder Bildwahrnehmung infolge Horizontalverschaltung der Retina u. Trägheit der photochem. Prozesse; unterschieden als positives oder homochromat. N. (Farbe u. Helligkeitsverteilung wie beim Primärbild; s.a. Hering-, Hess-Nachbild) u. als neg. oder komplementäres N. (in Gegenfarbe u. umgekehrter Helligkeit; als 1. das Purkinje-Nachbild); ferner als Bewegungsnachbild u. der Bidwell-Schatten. Aufeinanderfolgen mehrerer („sek.“, „tertiärer“ etc.) N. möglich. – Durch artifizielle Diplopie hervorgerufene N. (im Allg. das 1. pos. = Hering-N.) dienen zur Prüfung der korrespondierenden Netzhautpunkte („Nachbildversuch“).

    • Nachblutung
      • Nach|blutung

      • Englischer Begriff: secondary hemorrhage

      nach sachgerechter Versorgung einer Wunde (einschl. primärer Blutstillung) erneut auftretende örtl. Blutung; als frühe N. nach wenigen Stunden oder Tagen (z.B. nach Thrombus-, Gefäßligatur-Lösung, bei Blutdruckanstieg, Koagulopathie), als späte nach 10–20 Tg. (z.B. durch Entzündung, Fremdkörper, Gefäßarrosion). – geburtsh Nachgeburts-, gyn Spätblutung (s.u. Zyklusstörungen).

    • Nachdepolarisation
      • Nach|de|polarisation

      s.u. Nachpotential.

    • Nachgeburt
      • Nach|geburt

      • Englischer Begriff: afterbirth

      die – nach der Geburt der Leibesfrucht ausgestoßene – Plazenta nebst Eihäuten u. Nabelschnur.

    • Nachgeburtsblutung
      • Nachgeburts|blutung

      • Englischer Begriff: postpartum hemorrhage

      physiologische Blutung (200–300, max. 500 ml) in der Nachgeburtsperiode (von der Geburt des Kindes bis zum vollständ. Abgang der Plazenta [normal 1–2 Std.]) durch Ablaufen des retroplazentaren Hämatoms (durch Zerreißen uteroplazentarer Gefäße bei der Plazentalösung). Überdauert als pathologische N. die Nachgeburtsperiode u./oder übersteigt den normalen Blutverlust (z.B. bei Plazentarest, Uterusatonie); setzt als „späte N.“ nach vorübergehendem Sistieren erneut ein (bei Entzündung der Geburtswege).

    • Nachgeburtsverhaltung
      • Nachgeburts|verhaltung

      • Englischer Begriff: retained placenta

      Plazentaretention.

    • Nachgeburtswehen
      • Nachgeburts|wehen

      • Englischer Begriff: postpartum contractions

      rhythmische Kontraktionen (alle 2–3 Min.) der Uterusmuskulatur nach der Geburt des Kindes; bewirken Lösung u. Austreibung der Plazenta; s.a. Nachwehen.

    • Nachgreifen
      • Nach|greifen

      • Englischer Begriff: grasping

      • Fach: Neurologie

      die Magnetreaktion (1).

    • Nachhirn
      • Nach|hirn

      Myelencephalon (Medulla oblongata).

    • Nachhyperpolarisation
      • Nach|hyper|polarisation

      dem Spitzenwert eines Aktionspotentials folgende Phase (bis zu 100 ms) der Hyperpolarisation, das „positive Nachpotential“.

    • Nachladetechnik
      • Nach|lade|technik

      • Synonyme: Afterloading

      • Englischer Begriff: afterloading

      Abbildung   Tabelle

      radiologische Technik für die intrakavitäre u. interstitielle Strahlentherapie (z.B. mit 192Ir oder 137Cs-Quellen), bei der zunächst der leere Applikator in das Zielvolumen gebracht u. erst dann (nach Lagekontrolle) – meist ferngesteuert – beschickt wird. Anw.: v.a. zur Kurzzeittherapie von Kollum-, Korpus-, Oberflächen-, Weichteiltumoren u.a. Malignomen. Optimierung durch computergestützte Bestrahlungsplanung. S.a. Abb., Tab.

    • Nachlast
      • Nach|last

      • Fach: Kardiologie

      Afterload.

    • Nachleuchten
      • Nach|leuchten

      • Englischer Begriff: afterglow

      • Fach: Röntgenologie

      geringe Phosphoreszenz von Leuchtschirmen u. Verstärkerfolien bis 5 Sek. nach Ende der Exposition.

    • Nachniere
      • Nach|niere

      • Synonyme: Metanephros

      • Englischer Begriff: hind kidney; metanephros

      • Fach: Embryologie

      die aus metanephrogenem Gewebe u. der Harnleiterknospe (für Sammelrohre, Nierenbecken, Harnleiter) hervorgehende bleibende Niere.

    • Nachpotential
      • Nach|potential

      • Englischer Begriff: afterpotential

      beim Erregungsablauf die dem Spitzenpotential folgende Komponente des Aktionspotentials, unterschieden in negatives (Nachdepolarisation) u. positives N. (Nachhyperpolarisation).

    • Nachschlaf
      • Nach|schlaf

      Schlafphase nach großem epileptischem Anfall oder akuter zerebraler Störung oder nach Narkose bzw. nach Anw. narkotisch oder hypnotisch wirkender Arzneistoffe (infolge verzögerter Elimination).

    • Nachsorge
      • Nach|sorge

      • Englischer Begriff: aftercare

      die intensive ärztliche Betreuung u. Überwachung eines Patienten nach chirurgischer oder medikamentöser (z.B. Chemotherapie, Bestrahlung etc.) Behandlung eines Tumors; dient der möglichst frühzeitigen Erkennung eines Tumorrezidivs u. der schnellen Intervention. Je nach Sachlage werden die Patienten in regelmäßigem Abstand zur Untersuchung in die Nachsorgesprechstunde einbestellt. Die Untersuchungen reichen von der einfachen körperlichen Inspektion über eine umfangreiche Blutdiagnostik (z.B. Tumormarker) bis zu Computer-, Kernspintomographie u. anderen bildgebenden Verfahren.

    • Nachstar
      • Nach|star

      • Englischer Begriff: aftercataract

      Cataracta secundaria.

    • Nachstardiszision
      • Nach|star|dis|zision

      (Brailey) „hintere transsklerale“ Durchtrennung einer Nachstarplatte entweder mit einem in die Vorderkammer eingeführten Instrument oder mit dem YAG-Laser (Kapsulotomie).

    • Nachtangst
      • Nacht|angst

      • Englischer Begriff: night terrors

      Pavor nocturnus.

    • Nachtasten
      • Nach|tasten

      • 1)
        Magnetreaktion (1)... (mehr)
      • 2)
        bei Verdacht auf Unvollständigkeit der Plazenta angezeigte Austastung... (mehr)
    • Nachtasten 1)
      Nachtasten
      • 1)

      • Englischer Begriff: grasping

      • Fach: Neurologie

      Magnetreaktion (1).

    • Nachtasten 2)
      Nachtasten
      • 2)

      • Fach: Geburtshilfe

      bei Verdacht auf Unvollständigkeit der Plazenta angezeigte Austastung der Gebärmutterhöhle (1. Hand intrauterin, 2. außen gegen Fundus uteri) in Narkose.

    • Nachtblindheit
      • Nacht|blindheit

      • Englischer Begriff: night blindness

      Nykteralopie.

    • Nachtepilepsie
      • Nacht|epilepsie

      • Englischer Begriff: nocturnal epilepsy

      Schlafepilepsie, Epilepsia nocturna.

    • Nachtkerzenöl
        Abbildung

        aus den Samen der Abendprimel gepresstes Öl; nachweislich wirksam bei Neurodermitis u. prämenstruellem Syndrom, keine innere Anwendung bei Kindern.

      • Nachtklinik
        • Nacht|klinik

        • Englischer Begriff: night hospital

        • Fach: Psychiatrie

        Krankenhaus, in dem Kranke, die tagsüber einer Beschäftigung außerhalb der Klinik nachgehen, übernachten.

      • Nachtmyopie
        • Nacht|myopie

        • Synonyme: Dämmerungsmyopie

        • Englischer Begriff: night myopia

        die mit abnehmender Leuchtdichte einsetzende Kurzsichtigkeit (beim Normalsichtigen < 2 dptr) infolge vermehrter sphär. Aberration (weite Pupille) u. Fernpunktverschiebung zum Auge hin (bewirkt zusammen mit Nachtpresbyopie Verringerung der Akkommodationsbreite).

      • Nachtpresbyopie
        • Nacht|presbyopie

        • Englischer Begriff: night presbyopia

        bei Nacht auftretende Verschiebung des Nahpunktes vom Auge weg; s.a. Nachtmyopie.

      • Nachträufeln
        • Nach|träufeln

        • Englischer Begriff: dribbling

        Harnträufeln nach Abschluss der eigentl. Miktion; bei mechanischem Entleerungshindernis (z.B. Prostataadenom, -hyperplasie), aber auch bei nervaler oder muskulärer Störung; s.a. Harninkontinenz, Ischuria paradoxa.

      • Nachtschattengewächse
        • Nachtschatten|gewächse

        Solanaceae.

      • Nachtschiene
        • Nacht|schiene

        • Englischer Begriff: night splint

        • Fach: Orthopädie

        nur während der Nachtruhe anzulegende Schiene bei Haltungs- u. Stellungsanomalien der Gliedmaßen (z.B. bei Lähmungen, nach Operationen).

      • Nachtschlaf-EEG
      • Nachtschweiß
        • Nacht|schweiß

        • Englischer Begriff: night sweat

        nächtlich-frühmorgendliche Schweißsekretion, v.a. bei fortgeschrittener Lungentuberkulose, Neurasthenie; gelegentlich auch Frühsymptom bei Polymyalgia rheumatica, Arteriitis temporalis u. rheumatoider Arthritis.

      • Nachtsehen
        • Nacht|sehen

        • Englischer Begriff: night vision

        Dämmerungssehen.

      • Nachtsichtigkeit
        • Nacht|sichtigkeit

        Nyktalopie.

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