Medizin-Lexikon: Einträge mit "O"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Ostium tympanicum tubae auditoriae
    Ostium
    • O. tympanicum tubae auditoriae

    Mündung der Ohrtrompete in die Paukenhöhle.

  • Ostium ureteris
    Ostium
    • O. ureteris

    Mündung des Harnleiters in die Blase in der oberen-seitl. Ecke des Trigonums.

  • Ostium urethrae externum
    Ostium
    • O. urethrae externum

    • Englischer Begriff: external urethral o.

    die äußere Harnröhrenöffnung.

  • Ostium urethrae internum
    Ostium
    • O. u. internum

    • Englischer Begriff: internal urethral o.

    Abbildung

    Öffnung der Harnblase in die Harnröhre am Blasenboden in der vorderen Spitze des Trigonums, s. Abb.

  • Ostium uteri
    Ostium
    • O. uteri

    die von den Muttermundslippen begrenzte Öffnung des Uterus an der Portiokuppe in die Scheide.

  • Ostium uterinum tubae
    Ostium
    • O. uterinum tubae

    die Mündung des Eileiters in die „Tubenecke“ der Gebärmutterhöhle.

  • Ostium vaginae
    Ostium
    • O. vaginae

    • Englischer Begriff: vaginal opening

    die vom Hymen verschlossene bzw. von den Carunculae hymenales umgrenzte Öffnung zwischen Scheidenvorhof u. eigentl. Scheide.

  • Ostium venae cavae
    Ostium
    • O. venae cavae

    Mündung der oberen bzw. unteren Hohlvene in den re. Herzvorhof.

  • Ostiuminsuffizienz
    • Ostium|insuffizienz

    • Englischer Begriff: vesico-ureteral orifice insufficiency

    Uretermündungsinsuffizienz.

  • Ostiumstein
    • Ostium|stein

    im Ostium ureteris verklemmter Harnleiterstein.

  • Östradiol
    • Östradiol

    • Synonyme: 1,3,5(10)-Östratrien-3,17β-diol; Estradiol

    • Englischer Begriff: estradiol

    natürliches Östrogen in Schwangerenharn, Eifollikel, Gelbkörper, auch in ♂ Keimdrüsen. Östradiol-Derivate, wie z.B. Estradiol-benzoar oder Estradiol-valerat, finden Anw. bei klimakterischen Beschwerden.

  • Östran
    • Östran

    • Englischer Begriff: estrane

    das Steroidgerüst der Östrogene.

  • Östriol
    • Östriol

    • Synonyme: 1,3,5(10)-Östratrien-3,16,17β-triol; Estriol

    • Englischer Begriff: estriol

    natürliches Östrogen, das aus Östradiol bzw. Dihydroepiandrosteron gebildet wird; relativ schwache östrogene Wirksamkeit (keine nennenswerte Endometriumproliferation). In der Schwangerschaft ein Parameter für die Funktion der fetoplazentaren Einheit. pharm lokale u. systemische Anw. im Klimakterium zur Behebung von Östrogenausfallssymptomen; gute Verträglichkeit.

  • Östrogen-Test
    • Östrogen-Test

    • Englischer Begriff: estrogen withdrawal test

    Abklärung einer Amenorrhö nach neg. Progesteron-Test durch Nachweis stimulierbaren Endometriums anhand einer Abbruchblutung nach oraler Gabe von Äthinylöstradiol oder nach i.m. Injektion der Depot-Form (Gefahr einer Fruchtschädigung bei vorliegender Schwangerschaft!); bei positivem Test weitere Klärung durch Gonadotropin-Belastung.

  • Östrogene
    • Östrogene

    • Synonyme: östrogene Hormone; Follikelhormone

    • Englischer Begriff: estrogens

    bei ♀ v.a. im Graaf-Follikel u. Corpus luteum, während der Schwangerschaft auch in der Plazenta gebildete Steroidhormone (bei ♂ in geringen Mengen in Hoden u. Nebennierenrinde), deren Konzentration im Verlauf des Genitalzyklus (dort Schema) im Zusammenhang mit den Gonadotropinen (dort Schema) schwankt. Nach der Menopause sistiert die Ö.-Produktion im ♀ Körper. Transport u. Funktion: Im Blut werden Östrogene v.a. an Proteine gebunden transportiert u. am Wirkungsort (v.a. ♀ Geschlechtsmerkmale, s.a. Geschlechtsentwicklung) von Östrogenrezeptoren übernommen u. durch das Zytoplasma zum Zellkern gebracht, wo sie die Eiweißbiosynthese beeinflussen. Die Ausscheidung erfolgt v.a. durch die Niere nach Konjugation mit Glucuronsäure (in geringerer Menge auch Schwefelsäure). Wichtigste natürliche Ö.: Östron, Östradiol-17β u. Östriol; s.a. Geschlechtshormone (dort Formel), Östrogene... (engl.: natural e.). pharm Anw. zur Substitution in der Menopause, als Ovulationshemmer (in Kombination mit Gestagenen).

  • Östrogene, konjugierte
    Östrogene
    • Ö., konjugierte

    • Englischer Begriff: conjugated e.

    Kombinationen von sulfatierten Estern natürlicher Ö., die (meist) aus dem Harn schwangerer Stuten gewonnen oder auch synthetisch hergestellt werden können; variable anteilige Zusammensetzung, hauptsächlich Na-Östrosulfat 50–85% u. Na-Equilinsulfat 20–35%. Anw. zur Substitutionstherapie im Klimakterium, z.B. zur Osteoporoseprophylaxe, bei Stressinkontinenz etc. NW: u.a. Ödeme, Gynäkomastie.

  • Östrogenentzugsblutung
    • Östrogen|entzugsblutung

    • Englischer Begriff: estrogen withdrawal bleeding

    • Fach: Gynäkologie

    Abbruchblutung.

  • Östrogenrezeptoren
    • Östrogen|rezeptoren

    • Englischer Begriff: estrogen receptors

    die Hormonrezeptoren für Östrogene, deren Bestimmung (i.d.R. gemeinsam mit Progesteronrezeptoren [s.u. Rezeptorbestimmung]) z.B. für die Therapie bei Mammakarzinom bedeutsam ist; sind nur geringe Mengen vorhanden, ist nicht mit der Wirksamkeit einer endokrinen Behandlung zu rechnen.

  • Östrogensturz
    • Östrogen|sturz

    • Fach: Geburtshilfe

    rapider Abfall der Östriolspiegel (in 2 Tagen um 50%) im mütterlichen Plasma als Hinweis auf akute Fruchtgefährdung (im letzten Schwangerschaftsdrittel); bedingt durch uteroplazentare Perfusionsstörung (mit Sauerstoffmangel, Anhäufung saurer Stoffwechselprodukte), dadurch reduzierte Produktion von fetalen adrenalen Östrogenvorläufern bzw. von Östriol u. – in der Plazenta – Verminderung der Aromatisierung zu Östrogen u. der 17β-Steroid-Oxidoreduzierung (s.a. fetoplazentare Einheit); als Parameter der Plazentafunktion weniger wichtig als die Kardiotokographie u. Ultraschalldiagnostik.

  • Östron
    • Östron

    • Synonyme: Estron; Folliculin; 3-Hydroxy-1,3,5(10)-östratrien-17-on

    • Englischer Begriff: estrone

    ein natürliches Östrogen.

  • Ostrum-Furst-Syndrom
    • Ostrum-Furst-Syndrom

    • Englischer Begriff: Ostrum-Furst syndrome

    (1942) Variante des Klippel-Feil-Syndroms (mit Sprengel-Syndrom u. Platybasie); Klinik: variable neurologische u. neurovegetative Störungen.

  • Oszillationstypen
    • Oszillations|typen

    • Fach: Geburtshilfe

    s.u. Fluktuation.

  • oszillatorisch
    • oszillatorisch

    in Form von Oszillationen (Schwingungen).

  • oszillatorischer Nystagmus
    oszillatorisch
    • o. Nystagmus

    • Englischer Begriff: oscillatory; oscillating

    Pendelnystagmus.

  • Oszillograph
    • Oszillo|graph

    • Englischer Begriff: oscillograph

    Gerät zur Registrierung schnell veränderlicher Vorgänge, z.B. pulsatorischer Volumen- oder Druckschwankungen (insbes. Arterienpulse); als Kathodenstrahl-O., ferner als Spiegel-, Infraton-O.

  • Oszillographie
    • Oszillo|graphie

    • Englischer Begriff: oscillography

    in der Angiologie die graphische Aufzeichnung des zeitlichen Verlaufs von Druck- u. Volumenschwankungen innerhalb eines Gefäßabschnittes. Geschieht i.d.R. mit einem Oszilloskop, das die Schwankungen auf einem Bildschirm (Kathodenstrahlprinzip) sichtbar macht. Amplitudenhöhe u. -länge der Kurve sind ein Maß für Intensität u. zeitlichen Ablauf der Messparameter. Unterschieden werden eine mechanische O. über Blutdruckmanschetten u. eine elektronische O., bei der spezielle Messfühler (z.B. elektronische Pulsabnehmer) über dem zu messenden Abschnitt angebracht werden. Die fortlaufende Darstellung der Messgrößen kann gleichzeitig auf Papierstreifen erfolgen. Anw. v.a. zur Erstellung von Extremitätenpulskurven bei Verschlussleiden.

  • Oszillokardioskop
    • Oszillo|kardio|skop

    • Englischer Begriff: electrocardiographic oscillograph

    Elektrokardioskop.

  • Oszillometrie
    • Oszillo|metrie

    • Englischer Begriff: oscillometry

    Messung pulsatorischer Druckschwankungen (z.B. in der Blutdruckmanschette; maximale Amplitudenhöhe = oszillatorischer Index).

  • Oszillopsie
    • Oszill|opsie

    • Synonyme: Brückner-Phänomen

    • Englischer Begriff: oscillopsia

    v.a. beim Gehen u. bei intensiver Fixation auftretende subj. Sehstörung (Zittern u. Schwanken fixierter Objekte) bei multipler Sklerose.

  • Oszilloskop
    • Oszillo|skop

    • Englischer Begriff: oscilloscope

    Kathodenstrahloszillograph.

  • Oszillotonograph
    • Oszillo|tono|graph

    mechanischer Pulswellenschreiber, bes. geeignet für sog. Stufenoszillometrie.

  • Oszitation
    • Synonyme: Chasmus

    • Englischer Begriff: oscitation

    Gähnkrampf.

  • Ot...

      Wortteil „Ohr(en)“.

    • Ota-Nävus
      • Ota-Nävus

      • Synonyme: O.-Syndrom; Naevus fuscocoeruleus

      • Englischer Begriff: Ota's nevus

      • Biogr.: Masao O., 1885–1945, Dermatologe, Tokio

      angeborene oder bis zum 20. Lj. auftretende, meist einseitige, flächenhafte, stahlblaue bis blauschwarze Pigmentierung der Sklera, Konjunktiven u. augennahen Haut, evtl. mit bräunl. Flecken oder Streifen untermischt (histol.: ektop. Melanozyten). Gutartig, nur ausnahmsweise melanotisch entartend.

    • Ota-Ring
      • Ota-Ring

      in Japan gebr. Intrauterinpessar.

    • Otalgia
      • Ot|al|gia

      • Synonyme: -algie; Otodynie

      • Englischer Begriff: otalgia; earache

      Ohrenschmerz; i.e.S. der im Ohr (einschl. Tube) lokalisierte u. organisch nicht begründbare Schmerz; z.B. ausstrahlend von Parotis, Kieferprozessen und Kiefergelenkserkrankungen. Als O. reflectoria bei Prozessen im Trigeminus-, Glossopharyngeus-, Vagusbereich (z.B. Larynx, Pharynx, Molaren) bei Trigeminus-, Okzipital-, Zervikalneuralgie, als O. nervosa bei Hysterie, Neurose, als O. tabetica bei Tabes dorsalis (Intermedius-Degeneration).

    • OTC-Mangel
    • OTD
      • OTD

      • Englischer Begriff: OTD

      • Fach: Radiologie

      Abk. für Organtoleranzdosis.

    • Otektomie
      • Ot|ektomie

      • Englischer Begriff: otectomy

      op. Entfernung von Mittel- oder Innenohrstrukturen.

    • Othämatom
      • Ot|hämatom

      • Englischer Begriff: othematoma

      Bluterguss zwischen Knorpel u. Knorpelhaut sowie in Knorpelrissen der Ohrmuschel. Ätiol.: zumeist durch Trauma (z.B. „Blumenkohlohr“ der Boxer). Klinik: umschriebene, anfangs flukturierende, bläul. Auftreibung. Ther.: zur Prophylaxe bindegewebiger Organisation u. Verunstaltung sofortige op. Ableitung (Knorpelfenster an der Hinterfläche).

    • Othello-Syndrom
      • Englischer Begriff: pathologic jealousy; Othello syndrome

      Eifersuchtswahn.

    • oticus
      • oticus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: otic

      zum Ohr oder Gehör gehörig.

    • Otitis
      • Otitis

      • Englischer Begriff: otitis

      Entzündung des Ohres oder eines seiner Teile. Hauptformen sind die O. externa, O. media (mit zahlreichen Unterformen) u. interna (Labyrinthitis); als Sonderformen die O. barotraumatica (Aerootitis) u. die O. tuberculosa.

    • Otitis barotraumatica
      Otitis
      • O. baro|traumatica

      Aerootitis.

    • Otitis externa
      Otitis
      • O. externa

      • Englischer Begriff: inflammation of the external auditory canal

      O. des äußeren Gehörganges. Umschrieben (O. e. circumscripta = Gehörgangsfurunkel): v.a. im membranösen Teil, insbes. nach Haarbalgverletzung u. von Talgdrüsen ausgehend oder als Schwimmbadinfektion. Mit starken Schmerzen in Ohrmuschel u. Gehörgang, Druckschmerzhaftigkeit des Tragus, Ohrmuschel-, häufig auch Warzenfortsatzödem (Pseudomastoiditis), retromandibulärer u. prätragaler Lymphadenitis. Meist mit spontaner Eiterentleerung, häufig rezidivierend. Diffus: nach direktem örtl. Reiz oder – häufiger – sekundär bei Ekzem, Trauma, Fremdkörper, Mittelohreiterung, mit zirkulärer stenosierender Schwellung, Spontanschmerz (beim Kauen, Sprechen) u. Druckschmerz sowie Juckreiz. Meist durch Pseudomonas aeruginosa oder Pilze (Otomykose) hervorgerufen.

    • Otitis interna
    • Otitis media
      Otitis
      • O. media

      • Synonyme: Mittelohrentzündung

      entzündliche Erkrankung des Mittelohrraumes. Es werden akute u. chronische Formen unterschieden, wobei Erstere meist bakteriell bedingt sind, Letztere eher multifaktorielle Ursachen aufweisen und oft auf dem Boden von Tubenventilationstörungen entstehen. Nach zeitl. Verlauf unterschieden in O. m. acuta u. O. m. chronica; weitere Unterscheidungen sind möglich nach klinischem Verlauf (z.B. O. m. catarrhalis, O. m. purulenta).

    • Otitis media acuta
      Otitis  >  Otitis media
      • O. m. acuta

      • Synonyme: akute Mittelohrentzündung

      • Englischer Begriff: acute inflammation of the middle ear

      Abbildung

      v.a. durch die Ohrtrompete (Tuba auditoria) vom Nasen-Rachen-Raum her, seltener via Trommelfellperforation eingeschleppte bzw. hämato- oder lymphogene Entzündung der Paukenhöhlenschleimhaut. Meist verursacht durch Viren, hämolysierende Streptokokken, Staphylokokken, Haemophilus influenzae oder Pneumokokken (s.a. Mukosusotitis). Vielfach als Säuglingsotitis. Evtl. Komplikationen durch Sinusitis, Mastoiditis, Meningitis, Hirnabszess, Sinusthrombose, Labyrinthitis, Cholesteatom, Fazialisparese, Pyramidenspitzeneiterung; s.a. Abb.

    • Otitis media catarrhalis
      Otitis  >  Otitis media
      • O. m. catarrhalis

      • Synonyme: Tuben-Mittelohrkatarrh

      akute Entzündung des Mittelohres mit nur geringer Schwellung, starkem serösem Erguss (v.a. nach Tubenverschluss), nicht schmerzhaftem Völlegefühl, vermindertem Hörvermögen, Knistergeräusch, durchscheinender, verschiebl. Exsudatlinie am transparenten, retrahierten Trommelfell, Gefahr von Adhäsivprozess bzw. Tympanosklerose.

    • Otitis media chronica
      Otitis  >  Otitis media
      • O. m. chronica

      • Synonyme: chronische Mittelohrentzündung

      • Englischer Begriff: chronic inflammation of the middle ear

      rezidivierende oder gleichmäßig andauernde Entzündung der Paukenhöhlenschleimhaut. Rel. häufig bei unzureichender Mastoid-Pneumatisation u. Schleimhauthyperplasie, oft schon in der Kindheit entstanden. Formen: O. m. epi|tympanica: die „chron. Knocheneiterung“ mit randständiger Trommelfellperforation, oft jahrelanger fötider Absonderung, Schallleitungsschwerhörigkeit, nur geringer Schmerzhaftigkeit; Sanierung nur durch Op. (z.B. Tympanoplastik); adhäsive O. m. chr.: Paukenhöhlensklerose; O. m. meso|tympanica: die „chron. Schleimhauteiterung“ mit zentraler Trommelfellperforation, aber ohne fötide Sekretion, Schallleitungsschwerhörigkeit u. Komplikationsgefahr, auch konservativ heilbar; seromuköse O. m. chr.: der chron. Tuben-Mittelohrkatarrh (Seromukotympanum) nach Infekten der oberen Atemwege mit Erguss der Paukenhöhle, Trommelfelleinziehung (z.T. auch Vorwölbung), Schallleitungsschwerhörigkeit.

    12833