Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Pepper-Syndrom
    • Pepper-Syndrom

    • Synonyme: P.-Typ

    • Englischer Begriff: Pepper's syndrome

    • Biogr.: William P., 1874–1947, Arzt, Philadelphia

    s.u. Sympathoblastom.

  • Pepsin
    • Pep|sin

    • Englischer Begriff: pepsin

    proteolytisches Enzym des Magens; eine Peptidyl-peptidhydrolase vom Typ der sauren Proteinasen; Protein mit Molekulargew. 36 000 (natürl. Vorstufe: Pepsinogen), hydrolysiert in Magen u. Dünndarm Proteine an den Peptidbindungen zu Peptonen (pH-Optimum 1,5–2,5, ab 5 kaum noch pept. Wirkung). Anw. (aus Magenschleimhaut von Kalb, Schaf, Schwein) als Substituens (meist zus. mit HCl oder Glykokollbetain). Aktivitätsbestimmung (Casein- oder 2–3%ige Hb-Lsg. als Substrat) photometrisch bei pH 2 oder durch Jacoby-Probe. P. spaltet als proteolytisches Enzym auch Immunglobuline, so das IgG-Molekül in ein Fc- u. ein bivalentes F(ab')2-Fragment.

  • Pepsinogen
    • Pepsi|no|gen

    • Englischer Begriff: pepsinogen

    von den Hauptzellen der Magenschleimhaut produzierte inaktive Vorstufe des Pepsins, aus dem durch autokatalyt. Prozess – unter Abspaltung des Polypeptids „Pepsin|inhibitor“ – Pepsin hervorgeht.

  • pepticus
    • pepticus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: peptic

    peptisch.

  • Peptid
    • Peptid

    • Englischer Begriff: peptide

    chemische Verbindung aus – über Peptidbindungen – zu Ketten verknüpften Aminosäuren (AS). Kurzkettiges Eiweiß; unterschieden als Oligo- (< 10 AS) u. Polypeptid (10 – 100 AS).

  • Peptid-Antibiotica
    • Peptid-Antibio|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: peptide antibiotics

    Polypeptid-Antibiotica.

  • Peptid, atriales natriuretisches
    Peptid
    • P., atriales natriuretisches

    • Englischer Begriff: atrial natriuretic p.

    atriales natriuretisches Hormon.

  • Peptidase
    • Peptidase

    • Englischer Begriff: peptidase

    Peptidbindungen spaltendes Enzym; s.a. Endo- u. Exopeptidase.

  • Peptidbindung
    • Peptid|bindung

    • Englischer Begriff: peptide bond

    Abbildung

    amidartige Bindung zwischen der Carboxylgruppe einer u. der Aminogruppe einer zweiten Aminosäure; s. Formel.

  • peptiderge Neurone
    • peptid|erge Neurone

    • Synonyme: P-Neurone

    • Englischer Begriff: peptidergic neurons

    Neurone, als deren Transmitter („peptiderge Transmitter“) bestimmte Peptide wirksam sind (z.B. im Gehirn Enkephaline, im Verdauungstrakt Gastrin, Substanz P, VIP, Somatostatin). S.a. Peptidhormon.

  • Peptidhormon
    • Peptid|hormon

    • Englischer Begriff: peptide hormone

    Peptid mit Hormonwirkung. Neben Insulin, Glucagon, Gastrin, Angiotensin etc. v.a. auch die Hypophysen- u. Zwischenhirn-Hormone.

  • Peptidoglykan
    • Peptido|glykan

    • Synonyme: Mukopeptid

    • Englischer Begriff: peptidoglycan

    eine Substanz der Bakterienzellwand.

  • Peptidsynthese
    • Peptid|synthese

    • 1)
      Eiweißbiosynthese... (mehr)
    • 2)
      Herstellung pharmakologisch wichtiger Peptid(hormon)e im Laboratorium... (mehr)
  • Peptidsynthese 1)
  • Peptidsynthese 2)
    Peptidsynthese
    • 2)

    • Englischer Begriff: peptide synthesis

    Herstellung pharmakologisch wichtiger Peptid(hormon)e im Laboratorium; entweder durch Gentechnologie oder durch chem. Verknüpfung von Aminosäuren, z.B. nach Schwyzer-Wünsch, Merrifield (Festkörpertechnik).

  • Peptidsynthetase
    • Peptid|synthetase

    • Englischer Begriff: peptide synthetase

    Peptidyltransferase.

  • Peptidyltransferase
    • Peptidyl|transferase

    • Englischer Begriff: peptidyl transferase

    ribosomales Enzym der Eiweißbiosynthese.

  • peptisch
    • peptisch

    • Englischer Begriff: peptic

    die Verdauung (insbes. durch Magensaft) betreffend, durch sie entstanden. S.a. Pepsin.

  • Peptococcus
    • Pepto|coccus

    Bakteriengattung der Micrococcaceae; unbeweglich, grampositiv, anaerob; einzeln, paarweise oder in Massen; organ. Substanzen fermentierend.

  • Pepton
    • Pepton

    • Englischer Begriff: peptone

    durch chemische (Säuren) oder enzymat. Hydrolyse (z.B. tryptische Verdauung) aus tierischen oder pflanzl. Proteinen gewonnenes Gemisch von Peptiden u. Aminosäuren.

  • Peptostreptococcus
    • Pepto|strepto|coccus

    Bakteriengattung der Streptococcaceae; unbewegl., grampositiv, anaerob; paarweise oder in Ketten; verdauen Peptide, organ. Säuren u. Kohlenhydrate mit Bildung von CO2 u. H2. Unter den zahlreichen Arten (z.B. P. foetidus, P. intermedius, P. lanceolatus, P. magnus, P. micros, P. parvulus, P. putridus) einige tier- u. menschenpathogen (Erreger fötider Prozesse an Mittelohr, Schleimhäuten, Zahnapparat, puerperalem Uterus etc.).

  • per
    • Etymol.: latein.

  • per 1)
    per
    • 1)

    Präfix „übermäßig“, „heftig“ (z.B. perakut).

  • per 2)
    per
    • 2)

    Präposition u. Präfix „(hin)durch“ (s.a. trans...), „auf dem Wege über“.

  • per anum
    per  >  per 2)
    • per anum

    rektal.

  • per contiguitatem
    per  >  per 2)
    • per con|tigui|tatem

    • Englischer Begriff: in contiguity

    (übergreifend) durch Berührung, z.B. über eine Körperspalte hinweg.

  • per continuitatem
    per  >  per 2)
    • per con|tinui|tatem

    • Englischer Begriff: in continuity

    (übergreifend) in bestehendem stofflichem Zusammenhalt.

  • per os
    per  >  per 2)
    • Englischer Begriff: by mouth

    peroral.

  • per primam
    per  >  per 2)
    • per primam

    • Englischer Begriff: by first intention

    primär heilend; s.a. (Wund-)Heilung.

  • per rectum
    per  >  per 2)
    • per rectum

    • Synonyme: p. r. (Abk.)

    vom After her durch den Mastdarm; rektal.

  • per secundam
    per  >  per 2)
    • per secundam

    • Englischer Begriff: by second intention

    sekundär heilend; s.a. (Wund-)Heilung.

  • per vias naturales
    per  >  per 2)
    • per vias naturales

    auf natürl. Wege, d.h. durch Mund u. Magen-Darm-Trakt.

  • perakut
    • per|akut

    • Englischer Begriff: peracute

    extrem heftig einsetzend.

  • Perazin
    • Englischer Begriff: perazine

    ein Neuroleptikum (Phenothiazin-Derivat).

  • Percentile
    • Per|centile

    • Englischer Begriff: percentile

    • Fach: Statistik

    s.u. Quantile.

  • Perchlorat
    • Per|chlorat

    • Englischer Begriff: perchlorate

    Salz der Perchlorsäure (HClO4). Anw. z.B. von Kalium perchloricum zur Blockade der thyreoidalen Jodaufnahme, von Magnesiumperchlorat-Dichromatschwefelsäure-Gemisch (im Intoximeter) zur kolorimetrisch-quantitativen Direktbestimmung von Alkohol in der Atemluft.

  • Perchloräthylen
    • Per|chlor|äthylen

    • Englischer Begriff: perchlorethylene; tetrachlorethylene

    Tetrachloräthylen.

  • Perchlormethylmercaptan
    • Perchlor|methyl|mercaptan

    • Englischer Begriff: perchloromethylmercaptane

    CCl3–S–Cl; ölige Flüssigkeit, bildet toxische Dämpfe („Tränengas“).

  • Perchlornaphthalin
    • Englischer Begriff: chlorinated naphthalene

    chlorierte Naphthaline als Gruppe; s.a. Perna-Krankheit.

  • Perchlorsäure
    • Per|chlor|säure

    • Englischer Begriff: perchloric acid

    HClO4, ein Eiweiß-Fällungsmittel.

  • perfectus
    • perfectus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: perfect

    vollendet, vollkommen.

  • Perfluorcarbone

      einfache Kohlenwasserstoffverbindungen, in denen die Wasserstoffatome durch Brom-, Fluor- u. Jodatome ersetzt sind. In Perfluorcarbonen können sich O2 u. CO2 in großen Mengen lösen, weswegen sie z.B. als Blutersatzmittel in Frage kommen; noch im Versuchsstadium.

    • perforans
      • per|forans

      • Etymol.: latein.

      durchbohrend, durchdringend.

    • Perforansvenen
      • Perforans|venen

      • Englischer Begriff: perforating veins

      Venae perforantes.

    • Perforation
      • Perforatio(n)

      • Englischer Begriff: perforation

      • Fach: Pathologie

      Eröffnung einer geschlossenen Körperhöhle oder eines Hohlorgans, entweder spontan (durch Nekrose, Entzündung) oder traumatisch bzw. iatrogen; unterschieden als freie P. in eine Körperhöhle (z.B. Bauchhöhle bei Ulcus perforans, Neoplasma, Abszess, Appendizitis, Darmruptur; mit messerstichart. Schmerz, Kollaps, „akutem Abdomen“, fehlender Zwerchfellatmung, Luftsichel; s.a. Perforationsperitonitis) u. als gedeckte P., bei der durch vorhergegangene entzündl. Adhäsionen die Ausbreitung in die freie Höhle verhindert wird (weniger heftig, deutlich lokalisierte Symptome); eine P. ist auch nach außen (z.B. Abszess des Unterhautgewebes) oder von außen her (Perforation des Augapfels) möglich.

    • Perforationsperitonitis
      • Perforations|peritonitis

      • Englischer Begriff: perforative peritonitis

      bei Perforation in den Bauchraum entstehende Peritonitis, je nach Ausgangsort u. Krankheitsgeschehen umschrieben oder diffus, eitrig, jauchig, evtl. auch gallig, meist mit Symptomen des paralyt. Ileus.

    • Perforationstuberkulose
      • Perforations|tuberkulose

      Lungentuberkulose durch – meist solitären – Einbruch verkäster Lymphknoten in das Bronchialsystem (seltener in Ösophagus, Mediastinum, Perikard, Pleura).

    • Perforatorlappen

        freier, d.h. ungestielter Gewebelappen aus der Bauchhaut zur Rekonstruktion einer Brust nach Entfernung der Mamma (meist bei Mammakarzinom).

      • perforatus
        • perforatus

        • Synonyme: perforiert

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: perforated

        durchbohrt, durchlöchert, mit Perforation einhergehend.

      • Perfusion
        • Per|fusion

        • Englischer Begriff: perfusion

        Durchströmung, auch i.S. von Dialyse (Hämoperfusion), Infusion, Extraktion (Extrahieren); i.e.S. die künstl. „Durchblutung“ eines für die Transplantation vorgesehenen Organs (z.B. Leichenniere zwischen Entnahme u. Verpflanzung; als Leberperfusion) oder des ganzen Körpers (mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine bei Op. am offenen Herzen; s.a. Koronarperfusion). – S.a. Organperfusion.

      127103