Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • Phosphoglycerat-phosphomutase
    • Phospho|glycerat-phospho|mutase

    • Englischer Begriff: phosphoglycerate phosphomutase

    umphosphorylierendes Enzym; Reaktion: 2-Phospho-d-glycerat ↔ 3-Phospho-d-glycerat.

  • Phosphoglyceride
    • Phospho|glyceride

    • Englischer Begriff: phosphoglycerides

    Glycerinphosphorsäure-Derivate mit mind. einer an den Glycerinrest gebundenen O-Alkyl-, O-Acyl- oder O-Alkenyl-Gruppe.

  • Phosphoglycerinsäure
    • Phospho|glycerin|säure

    • Englischer Begriff: phosphoglyceric acid

    Ester zwischen Phosphor- u. Glycerinsäure; mit einem oder zwei Orthophosphorsäure-Resten; wichtige Intermediärstufe im Kohlenhydratstoffwechsel.

  • Phosphohexokinase
    • Phospho|hexo|kinase

    • Englischer Begriff: phosphohexokinase

    Phosphofructokinase.

  • Phosphohexose-isomerase
    • Phospho|hexose-isomerase

    • Synonyme: PHI (Abk.)

    • Englischer Begriff: phosphohexose isomerase

    Glucosephosphat-isomerase.

  • Phospholipasen
    • Phospho|lipasen

    • Synonyme: Lecithinasen

    • Englischer Begriff: phospholipases

    verschiedene Hydrolasen; Ph. A (in Schlangen-, Wespen- u. Skorpiongift) spaltet Lecithin (Phosphatidylcholin) in Lysolecithin u. ungesättigte Fettsäure; Ph. B (ein Gemisch aus Ph. A1 u. Ph. A2; „Lyso-Ph.“; u.a. als Wespengift) spaltet Lysolecithin in Glycerophosphocholin u. Fettsäure; Ph. C („Lipophosphodiesterase I“; im Gehirn, in Schlangengift u. Bakterien) spaltet Phosphatidylcholin in Cholinphosphat u. 1,2-Diglycerid; ferner die Ph. D; s.a. Lecithinase.

  • Phospholipoid
    • Phospho|lip(o)id

    • Englischer Begriff: phospholip(o)id

    Phosphatid.

  • Phosphor
    • Phosphor

    • Synonyme: P (Abk.)

    • Englischer Begriff: phosphorus

    nichtmetallisches Element mit Atomgew. 30,9738, OZ 15; 3-, 5-, seltener 1- u. 4-wertig; Vork. (nur in Verbindungen) als Mineral (Apatit, Phosphorit, Guano) u. in den meisten Lebewesen (Phosphat, Nucleinsäuren), bes. reichlich in Fischen u. Algen. Mindestens drei allotrope Modifikationen: a) gelber, weißer oder farbloser P., wachsweich, mit spezif. Geruch, lösl. u.a. in Schwefelkohlenstoff u. fetten Ölen; s.a. Phosphorvergiftung. b) roter oder amorpher P., entstanden aus gelbem P. bei Erhitzen über 250 °C; gilt als ungiftig. c) violetter P., gebildet aus rotem P. bei > 400 °C, in gelben übergehend bei > 620 °C. – Ferner schwarzer oder metallischer P. u. hellroter P. (enthält bis zu 30% Brom). – Grober Nachweis durch Erhitzen des Materials mit Mg (typ. Phosphin-Geruch nach Anfeuchten); als Phosphat durch Fällungsreaktion mit Ammoniummolybdat-, Zirkonylchlorid- oder Silbernitrat-Lsg. oder als Mg-Ammoniumphosphat. – Sechs radioaktive Isotope („Radio-P.“, β-Strahler), nuklearmedizinisch wichtig 32P (HWZ 14,4 Tage; kritisches Organ: Knochen) zur Behandlung von Blutkrankheiten u. bösartigen Tumoren (v.a. Prostatakarzinom, Knochenmetastasen), zur Untersuchung des Mineral- u. Intermediärstoffwechsels, zur Bestimmung des Blutvolumens (mit 32P-markierten Erythrozyten) etc.

  • Phosphor...
  • Phosphordiabetes
    • Phosphor|diabetes

    • Englischer Begriff: phosphate diabetes

    Phosphatdiabetes.

  • Phosphoreszenz
    • Englischer Begriff: phosphorescence

    Form der Lumineszenz, bei der die absorbierte Energie – abhängig von Leuchtstoff u. Temperatur (im Ggs. zur Fluoreszenz!) – mit einer gewissen Verzögerung wieder abgegeben wird.

  • Phosphoribosylpyrophosphat
    • Phospho|ribosyl|pyro|phosphat

    • Englischer Begriff: phosphoribosyl pyrophosphate

    ein Zwischenprodukt des Purinstoffwechsels (dort Schema); s.a. Ribosephosphat.

  • Phosphornekrose
    • Phosphor|nekrose

    • Englischer Begriff: phosphonecrosis

    Weichteilnekrose bei Phosphorverbrennung. – Ferner die sekundär-osteomyelitischen Veränderungen (v.a. der Kiefer) bei chronischer Phosphorvergiftung (durch P-Dämpfe), wahrscheinlich infolge primärer Gefäßschädigung mit Thrombosierungen u. sekundärer Infektion aus eitrigen Kopfherden, z.B. Kiefernekrose von kariösen Zähnen ausgehend; Klinik: Osteosklerose, Sequestrierung, Fisteleiterungen, Frakturen, evtl. Sepsis.

  • Phosphoro-

      die Gruppe –P=P– in organ. Verbindungen.

    • Phosphorolyse
      • Phosphoro|lyse

      • Englischer Begriff: phosphorolysis

      Spaltung von Bindungen unter Einbau der Elemente der Phosphorsäure; bedeutsam beim Glykogenabbau.

    • Phosphorsäure
      • Phosphor|säure

      • Synonyme: Acidum phosphoricum

      • Englischer Begriff: phosphoric acid

      i.e.S. die Orthophosphorsäure; Salz: Phosphat.

    • Phosphorsäureester
      • Phosphor|säure|ester

      • Englischer Begriff: phosphoric esters

      organische Phosphorsäureverbindungen (= Alkylphosphate); typische Acetylcholinesterase-Hemmer: bewirken Phosphorylierung der Acetylcholinesterase u. damit Abbaustörung von Acetylcholin, das sich an den Cholinozeptoren anreichert = „innere Acetylcholinvergiftung“; die Vergiftung mit Erscheinungen v.a. des zentralen Nervensystems (Parasympathikusreizung, später -lähmung), u. zwar akut (Symptome wie bei Nicotin- u. Curare-Vergiftung), subakut u. wahrscheinlich auch chronisch (v.a. Polyneuritis; als Frühsymptom unbezwingbares Augenzwinkern); Ther: Atropin (hohe Dosen!), Toxogonin (nur wirksam in den ersten 36–48 Std.), Abwaschen mit Polyäthylenglykol. – Die Dephosphorylierung des Enzyms geht nur langsam vonstatten (kann durch Oxime beschleunigt werden).

    • Phosphorvergiftung
      • Phosphor|vergiftung

      • Englischer Begriff: phosphorus poisoning

      Intoxikation durch P u. seine anorganischen (Phosphorwasserstoff) u. organischen Verbindungen (Phosphorsäureester); i.e.S. die durch weißen P, akut mit Übelkeit, Erbrechen, schmerzhaften Durchfällen (örtl. Wirkung), nach Latenz von 1–3 Tagen (Resorption) Symptome seitens der Leber (Verfettung, tox. Degeneration) u. des zentralen Nervensystems (Kopfschmerzen, Halluzinationen, delirante Zustände), präfinal körperl. Verfall u. Koma; chron. (selten, meist gewerbl.) v.a. Knochenveränderungen (Phosphornekrose).

    • Phosphorwasserstoff
      • Phosphor|wasser|stoff

      • Synonyme: PH3 (Abk.)

      • Englischer Begriff: phosphine; hydrogen phosphide

      farbloses, nach faulem Fisch, Knoblauch oder Karbid riechendes Gas. Schweres Stoffwechselgift (wahrsch. Hemmung lebenswichtiger Zellenzyme); Aufnahme durch Atmung (oder den im Magen-Darm gebildeten Phosphiden entstammend). Vergiftung (v.a. beim Autogenschweißen durch PH3-haltiges Acetylen): bei hoher Konzentration Hämiglobinbildung, akute Asphyxie, schlagartiger Tod; bei niedriger Konz. gastrointestinale Erscheinungen, starker Durst (evtl. mehrstünd. Latenz), auch anginöse Beschwerden, Husten, Kurzatmigkeit, Zyanose, Tachykardie u. Fieber, oder aber Erregungszustände, Krämpfe, Muskelschmerzen u. -steifigkeit, Übergang in völlige Betäubung, evtl. Tod durch Lungenödem; bei subtox. Dosen kumulative Wirkung; bei chron. Vergiftung (unbewiesen) evtl. Symptome wie durch elementaren P.

    • Phosphorylase
      • Phosphorylase

      • Englischer Begriff: phosphorylase

      α-Glucan-phosphorylase.

    • Phosphorylase-phosphatase
      • Englischer Begriff: phosphorylase phosphatase

      Enzym (Leber), das α-Glucanphosphorylase inaktiviert.

    • Phosphorylasemangel, generalisierter
      • Phosphorylase|mangel, generalisierter

      Hers-Krankheit.

    • Phosphorylierung
      • Englischer Begriff: phosphorylation

      Veresterung von Ortho- oder Pyrophosphorsäure mit OH-Gruppen enthaltenden organ. Verbindungen (Kohlenhydrate, Nucleotide etc.).

    • Phosphorylierung, oxidative
      Phosphorylierung
      • Ph., oxidative

      s.u. Atmungskette.

    • Phosphosphingolipide
      • Phospho|sphingo|lipide

      • Englischer Begriff: phosphosphingolipids

      Sphingomyeline.

    • Phosphotransferasen
      • Phospho|transferasen

      • Englischer Begriff: phosphotransferases

      Kinasen.

    • Phot
      • Synonyme: ph (Abk.)

      • Englischer Begriff: phot

      • Fach: Physik

      Einheit für die spezif. Lichtausstrahlung, definiert als Lichtstrom/Fläche (1 ph = 1 lm/1 cm2), i.w.S. auch für die Beleuchtungsstärke (1 ph = 104 lx).

    • phot...
    • Photismus
      • Photismus

      • Englischer Begriff: photoma; photism

      Photom; i.w.S. auch visuelle Empfindungen bei Reizung anderer Sinnessysteme, z.B. Chromästhesie.

    • photo...

        Wortteil „Licht(schein)“; Licht...

      • photoaktinisch
        • photo|aktinisch

        • Englischer Begriff: photoactinic

        durch Lichteinwirkung.

      • Photoallergen
        • Photo|allergen

        • Englischer Begriff: photocontact allergen

        in der Haut durch Lichteinwirkung (UVA oder UVB) auf eine körpereigene oder -fremde Substanz (z.B. Arzneimittel) entstandenes Antigen.

      • Photoallergie
        • Photo|allergie

        • Synonyme: Lichtallergie

        • Englischer Begriff: photoallergy

        durch immunologische Vorgänge ausgelöste Photosensibilität, die nach lokalem Kontakt mit einer photoaktiven Substanz u. anschließender Sonnen- oder UV-Bestrahlung oder nach systemischer Gabe von Medikamenten abläuft u. sich nach erneuter Gabe manifestiert. Häufig unter dem Bild einer photoallergischen Kontaktdermatitis, die nach wiederholtem Auftreten in seltenen Fällen auch nach Vermeiden des Kontakts mit dem Photoallergen bestehen bleiben kann (chron. aktinische Dermatitis, persistierende Lichtreaktion; Vollbild: aktinisches Retikuloid). Häufige Photokontaktallergene sind antibakterielle u. antimykotische Substanzen, Duftstoffe, Sonnenschutzmittel, pflanzliche Stoffe. Nachweis einer Ph. durch den belichteten Epikutantest (Photopatch-Test). Die häufigste Form lichtabhängiger Hauterkrankungen ist die polymorphe Lichtdermatose („Sonnenallergie“), deren allergische Genese bisher noch fraglich ist.

      • Photoästhesin
        • Phot(o)ästhesin

        ein „Sehstoff“ (im Wald-Zyklus).

      • Photobakterien
        • Photo|bakterien

        • Englischer Begriff: photobacteria

        Licht erzeugende Bakterien.

      • Photobiologie
        • Photo|biologie

        • Englischer Begriff: photobiology

        Lehre von der Einwirkung des Lichtes auf biologische Systeme.

      • Photochemotherapie
        • Photo|chemo|therapie

        • Englischer Begriff: photochemotherapy; photoradiation

        • Fach: Dermatologie

        (Mortazawi u. Oberste-Lehn 1972) UVA-Belichtung („Blacklight“) ca. 2 Std. nach örtlicher oder peroraler Applikation eines Photosensibilisators (z.B. Methoxypsoralen; „PUVA“); bewirkt selektive Hemmung der mRNS (u. damit Hemmung von Enzymproduktion u. überschießender Hautproliferation). Anw. v.a. bei Psoriasis vulgaris.

      • photochromogene Stämme
        • photo|chromo|gene Stämme

        • Englischer Begriff: photochromogenic strains

        • Fach: Bakteriologie

        Gruppe I der atyp. Mykobakterien (im Dunkeln cremefarb., im Licht gelborange).

      • Photodermatitis
        • Photo|dermatitis

        • Synonyme: -dermatose

        • Englischer Begriff: photodermatitis; -dermatosis

        Lichtdermatitis, -dermatose.

      • photodynamisch
        • photo|dynamisch

        • Englischer Begriff: photodynamic

        unter oder nach Lichteinwirkung überhaupt erst oder aber anders wirksam; z.B. ph. Lasertherapie (PDT).

      • photodynamische Diagnostik
        • Synonyme: PDD (Abk.)

        Tumordiagnostik mittels photodynamisch wirksamer Substanzen (z.B. ALA). Nach Injektion solcher Substanzen u. anschließender Bestrahlung mit Licht geeigneter Wellenlänge (Laser) kommt es zur Tumor-Fluoreszenz; dadurch lassen sich Lokalisation u. Ausdehnung des Tumors bestimmen.

      • photodynamische Therapie

          ein Behandlungsverfahren urothelialer Tumoren unter Verw. von Lasern niedriger Leistungsdichte (Dye-Laser), die spezifische Absorptionen bei photosensitiven Substanzen anregen. Dabei entstehen zytotoxische Substanzen, die den Tumor zerstören; bisher noch im Versuchsstadium; s.a. Lasertherapie.

        • Photodynie
          • Phot|odynie

          • Englischer Begriff: photodynia

          durch Lichteinfall ausgelöste Augen- oder Kopfschmerzen.

        • Photoeffekt
          • Photo|effekt

          • Englischer Begriff: photoeffect

          lichtelektrischer Effekt; s.a. Photokathode.

        • Photoelement
          • Photo|element

          • Synonyme: Solarzelle

          • Englischer Begriff: photoelement

          Halbleiterzelle (v.a. Silicium), in der bei Lichtbestrahlung durch den äußeren lichtelektrischen Effekt Strom (bzw. Spannung) erzeugt wird, der zum Betrieb kleinerer elektr. Geräte oder zum Laden von Ni-Cd-Zellen (Kleinakkumulatoren) ausreicht; s.a. Photozelle.

        • Photoepikutantest
          • Photo|epikutan|test

          Photopatch-Test.

        • Photofluoreszenz

            das Aufleuchten eines mit photodynamisch wirksamen Substanzen (sog. Photosensitizer) behandelten Gewebes; Anw. bei der photodynamischen Diagnostik (PDD) maligner Tumoren; s.a. Tumor-Fluoreszenz.

          • photographische Dosismessung
            • photo|graphische Dosismessung

            • Englischer Begriff: photographic dosimetry

            • Fach: Radiologie

            Dosimetrie anhand der Schwärzung einer photograph. Schicht durch ionisierende Strahlung, verglichen mit der durch eine Standardstrahlung.

          • Photoinaktivierung
            • Photo|in|aktivierung

            • Englischer Begriff: photoinactivation

            • Fach: Bakteriologie

            mutationsauslösender bis abtötender Effekt ionisierender u. kurzwelliger UV-Strahlung.

          • Photokathode
            • Photo|kathode

            • Englischer Begriff: photocathode

            Kathode, aus der bei Lichteinwirkung (äußerer lichtelektrischer Effekt) „Photoelektronen“ austreten, die – nach Anlegen einer Hilfsspannung – zu Messzwecken (Photozelle) oder Schirmbilderzeugung (Bildverstärker) dienen.

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