Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • Plastination
    • Englischer Begriff: plastination

    Technik zur dauerhaften Konservierung anatomischer Präparate für Forschung, Lehre u. Demonstrationszwecke. In einem Vakuumprozess werden biologische Präparate durch Austausch des Gewebswassers u. -fetts mit Reaktionskunststoffen (z.B. Silikonkautschuk, Epoxidharz, Polyester) imprägniert. Die mechanischen (flexibel oder hart) u. optischen (transparent oder opak) Eigenschaften der verwendeten Polymere bestimmen jeweils den Charakter der konservierten Objekte (Plastinate). Diese sind trocken u. geruchsfrei, behalten ihr natürliches Oberflächenrelief u. sind bis in den mikroskopischen Bereich hinein identisch mit ihrem Zustand vor der Konservierung.

  • plastisch
    • Englischer Begriff: plastic

    formbar, formgebend, gestaltend (z.B. die p. Chirurgie), Gewebe bildend, proliferativ (z.B. Linitis plastica), dreidimensional (z.B. p. Sehen = Binokularsehen).

  • plastische Operationen

      laut Weiterbildungsordnung für Ärzte ein Bereich, der sich mit (re)konstruktiven plastischen operativen Eingriffen befasst, welche Form, Funktion u. Ästhetik wiederherstellen oder verbessern. Fachärzte für Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie oder Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde können diese Zusatzbezeichnung nach entsprechender Weiterbildung erwerben.

    • Plastizität
      • Englischer Begriff: plasticity

      Verformbarkeit.

    • plat...

        Wortteil „platt“; s.a. platy...

      • Plateau
        • Englischer Begriff: plateau

        • Fach: Biologie

        zeitlich begrenzte ebene Erhebung einer Registrierkurve.

      • Plateau-Phänomen
        • Synonyme: P.-Test

        • Fach: Gynäkologie

        umschriebene Abflachung der Mammahaut, evtl. erst gut sichtbar beim Versuch, die Haut zu verschieben („Jackson-Test“). Beruht auf Infiltration der Haut durch ein darunter liegendes Mammakarzinom.

      • Plateau-Welle

          Druckwelle bei kommunizierendem Hydrocephalus internus.

        • Platelet
          • platelet

          • Etymol.: engl. = Plättchen

          • Fach: Hämatologie

          Thrombozyt.

        • Plathelminthes
          • Plat|helminthes

          • Englischer Begriff: Platyhelminthes

          Stamm „Plattwürmer“ (meist hermaphrodit), mit den Klassen Turbellaria, Trematodes u. Cestodes (= Strudel-, Saug- u. Bandwürmer, die bd. Letzteren parasitär). Körper flach, kompliziert gebaute Gonaden, Nährstoffaufnahme der Organe direkt vom stark verzweigten Darm oder durch die Körperoberfläche.

        • Platin
          • Platin

          • Synonyme: Pt (Abk.)

          • Englischer Begriff: platinum

          Edelmetall mit Atomgew. 195,09, OZ 78; 2- u. 4-, seltener 1-, 3- u. 6-wertig; zehn radioakt. Isotope (190Pt–199Pt), davon vier künstlich (Pt-191, -193, -195, -197; z.T. β-Strahler); ther. Anw. von Pt-Verbindungen: in der Onkologie als Zytostatikum Cisplatin.

        • Platinektomie
          • Platin|ektomie

          • Etymol.: franz. = platine

          • Englischer Begriff: platinectomy

          • Fach: Otologie

          op. Entfernung der Steigbügelplatte aus der Fenestra vestibuli u. anschließender Verschluss des Fensters mit anderem Gewebe.

        • Platinöse
          • Platin|öse

          • Englischer Begriff: platinum loop

          • Fach: Bakteriologie

          Pt-Draht-Impföse für Überimpfen von Kulturen.

        • Platonychie
          • Plat|onychie

          • Englischer Begriff: platyonychia

          Plattnagel. Vorstufe der Koilonychie.

        • Platophthalmie
          • Plat|ophthalmie

          • Fach: Ophthalmologie

          Chamäkonchie.

        • Plätschergeräusch
          • Englischer Begriff: clapotement; splashing sound

          • Fach: Klinik

          durch Beklopfen oder Schütteln eines mit Gas u. Flüssigkeit gefüllten Hohlorgans hervorgerufenes charakterist. Geräusch, z.B. bei Seropneumothorax („Succussio Hippokratis“), Ileus, Darmhypotonie; s.a. Ileozäkalgeräusch.

        • Plättchen
          • Plättchen 1)
            Plättchen
            • 1)

            • Englischer Begriff: platelet

            Thrombozyt.

          • Plättchen 2)
            Plättchen
            • 2)

            • Englischer Begriff: plate

            Deckglas.

          • Plättchen...
            • Fach: Hämatologie

            Thrombozyten...

          • Plättchentest
            • Plättchen|test

          • Plättchentest 1)
          • Plättchentest 2)
            Plättchentest
            • 2)

            • Englischer Begriff: platelet aggregation test

            • Fach: Hämatologie

            s.u. Thrombozytenaggregation.

          • Plättchenthrombus
            • Plättchen|thrombus

            • Englischer Begriff: platelet thrombus

            • Fach: Pathologie

            weißer Thrombus.

          • Plattenatelektase
            • Platten|atelektase

            • Englischer Begriff: discoid atelectasis

            flache, bronchosegmentale („gerichtete“) Lungenatelektase im Untergeschoss; im Röntgenbild als Streifen- oder Bandschatten; v.a. bei Erkrankungen im Bauchraum, aber auch bei Pneumonie, Myokardinfarkt, Interkostalneuralgie, Thoraxdeformität, Pertussis.

          • Plattendialysator
            • Platten|dialysator

            • Englischer Begriff: parallel flow dialyzer

            Plattenniere.

          • Plattenepithel
            • Platten|epithel

            • Englischer Begriff: squamous epithelium (simple; stratified)

            • Fach: Histologie

            Epithel mit oberster Zelllage aus flachen, bes. widerstandsfähigen Zellen; einschichtig (mit unregelmäßig begrenzten, fliesenartig aneinander gefügten Zellen) als Endo- u. Mesothel, in Henle-Schleife (absteig. Teil), häutigem Labyrinth, Lungenalveole; mehrschichtig u. nicht verhornt in Mundhöhle (einschl. Stimmlippen), Speiseröhre, After, ♀ Harnröhre, Vagina (einschl. Vestibulum u. Labia majora), Fossa navicul. der ♂ Harnröhre u. Tunica conjunctiva bulbi, verhornt (mit Stratum corneum, lucidum, granulosum, spinosum u. basale) als Epidermis.

          • Plattenepitheldysplasie, zervikale
            • Platten|epithel|dys|plasie, zervikale

            CIN.

          • Plattenepithelkarzinom
            • Platten|epithel|karzinom

            • Synonyme: spinozelluläres Karzinom; Spinaliom; Stachelzellkrebs; Epithelioma spinocellulare; verhornender Plattenepithelkrebs

            • Englischer Begriff: squamous cell carcinoma

            maligner epithelialer Tumor der Haut u. Schleimhäute. Formen: stärker differenzierte Arten mit zwiebelschalenart. Hornperlen („verhornendes P.“ = Kankroid = malignes Akanthom); undifferenzierte („nicht verhornendes P.“) evtl. mit freiliegenden Papillen (z.B. „nacktpapilläres P. der Unterlippe“). Lokalisation: über 90% an chron. lichtexponierten Hautstellen (Gesicht, Unterlippe, Handrücken, haarlose Kopfhaut); Mundschleimhaut, Zunge, Rachen, Trachea, Bronchien, Penis, Vulva. Ätiol. u. Risikofaktoren: genetisch bedingter heller Hauttyp, UV-Exposition (UVB) u. andere aktinische Belastung z.B. durch Röntgenstrahlen, langfristige PUVA- u. UV-Therapie, chron. Hitzeeinwirkung; chron.-degenerative u. chron.-entzündliche Hautveränderungen (u.a. straffe Narben, z.B. nach Verbrennung oder bei Lupus vulgaris; Röntgenoderm, Hautatrophie, Vulvadystrophie, Lichen sclerosus et atrophicus des Penis, lange bestehende Unterschenkelgeschwüre, sezernierende Fisteln); chem. Karzinogene (u.a. Steinkohlenteer, Paraffinöl, Arsen, Teerdestillate aus Tabak, Ruß [sog. Schornsteinfegerkrebs]); Immunsuppression bzw. Immunschwäche (z.B. bei AIDS); humane Papilloma-Viren (HPV), Alkoholika u. Rauchen (v.a. in Kombination). Klinik: Symptome zu Beginn oft unauffällig u. je nach Lokalisation verschieden. An der Haut z.B. kleine Hyperkeratose mit kaum ablösbarer Kruste, später harter, rasch (im Gegensatz zum Basaliom) wachsender, weitgehend schmerzloser Tumor. Diagn.: je nach Lokalisation (s.a. unter dem jeweiligen Organtumor), an der Haut Inspektion. Der histolog. Differenzierungsgrad wurde früher nach Broders in vier Grade eingeteilt; heute richtet sich die Prognose v.a. nach der Tumordicke in Millimetern. Ther.: (je nach Lokalisation u. Stadium) Exzision, Strahlen-, Chemotherapie. – S.a. Kopf-Hals-Tumoren, Penis-, Vulvakarzinom.

          • Plattenepithelkarzinom-Antigen
          • Plattenkultur
            • Platten|kultur

            • Englischer Begriff: plate culture; plating

            • Fach: Bakteriologie

            für Reinkultur oder Zählung (von Keimen oder Kolonien) geeignete Züchtung auf Gussplatte (oder in Schale) meist aus Agar.

          • Plattenmischtest
            • Platten|misch|test

            Bestimmung der Antibiotikaresistenz von Bakterien durch Verimpfen auf Gussplatten (Agar, evtl. mit Blut), die mit dem Test-Antibiotikum in fallenden Dosen durchsetzt sind, u. Zählen der Kolonien bzw. Keime nach Inkubation; oder Bestimmung der minimalen Hemmkonzentration (wobei Einzelkolonien u. hauchfeines Wachstum im Allg. vernachlässigt werden).

          • Plattenniere
            • Platten|niere

            • Fach: Nephrologie

            Gerät zur Hämodialyse mit sandwichartiger Anordnung der Membranen, wobei Dialyseflüssigkeit u. Blut gegenläufig strömen; Ultrafiltration u. erforderl. Perfusionsdruck geringer als bei Spulenniere.

          • Plattenosteosynthese
            • Platten|osteo|synthese

            • Englischer Begriff: plate osteosynthesis

            s.u. Druckosteosynthese.

          • Plattenverdünnungstest
            • Platten|verdünnungs|test

            • Englischer Begriff: plate dilution test

            • Fach: Bakteriologie, Pharmazie

            Plattenmischtest, s.a. Blättchentest.

          • Plattfuß
            • Platt|fuß

            • Englischer Begriff: flatfoot

            Fußverbildung (durch Fehlstellung) mit Einsinken eines oder mehrerer Traggewölbe bzw. Verlust der lotrechten Statik; unterschieden als Spreiz- (Pes transversus, Abflachung des Quergewölbes), Senk- (Pes planus i.e.S., Abflachung des Längsgewölbes), Senk-Spreiz- (Pes planotransversus, Abflachung beider), Knick-Senk-Spreizfuß (Pes planovalgus). – Bei Vollbild Talus steil gestellt u. nach medial gedreht, Kalkaneus in Pronation, Vorfuß dorsalexendiert u. in leichter Supination, Mittelfuß der Unterlage aufliegend, evtl. Tibia u. Fibula einwärts gedreht. Durch Überbeanspruchung der Bänder u. Muskeln veränderte Statik u. Verlust der Elastizität des Ganges: beim Kind leichte Ermüdbarkeit, beim Erwachsenen belastungsabhängiger Schmerz an innerem Fußrand, Fußsohle, Wade (Myogelosen u. Hartspann in Musculus gastrocnemius u. M. tibialis ant.), Oberschenkel, Hüfte u. Kreuz. Soweit nicht angeboren, Folge von Knochenerweichung, Fußwurzelentzündung, Lähmung, Trauma, Überlastung, begünstigt durch mangelnde Übung etc. – Aus dem zunächst „mobilen“ P. (leichter Knickfuß; passive Korrektur möglich) wird der „kontrakte“, u. zwar der „muskulär-fixierte“ oder „spastische“, v.a. nach außergewöhnl. Überanstrengung (verkrampfte Mm. peronei), der „ligamentär-fixierte“ bei anhaltender Muskelkontraktion (Kapsel- u. Bänderschrumpfung); als Endstufe der „ossär-fixierte“ (häufig infolge Arthrosis deformans; Fuß starr, aber nicht schmerzhaft). Ther.: Fußgymnastik, Einlagen etc. oder aber Op. (an Gelenk, Knochen, Weichteilen).

          • Platthand
            • Platt|hand

            • Englischer Begriff: flat hand

            allmähliche Abflachung des Handgewölbes mit Subluxation des Metakarpale I u. Arthrose des Daumengrundgelenks; meist infolge angeborener Flachheit des Trapeziums u. nach Neuritis.

          • Plattkopf
            • Platt|kopf

            • Englischer Begriff: platycephaly

            Platyzephalie.

          • Plattnagel
            • Platt|nagel

            • Englischer Begriff: flat nail

            • Fach: Dermatologie

            Platonychie.

          • Plattrücken
            • Platt|rücken

            • Englischer Begriff: flat back

            Flachrücken.

          • Plattwirbel
            • Platt|wirbel

            • Englischer Begriff: platyspondylia

            Platyspondylie.

          • Plattwürmer
            • Platt|würmer

            • Englischer Begriff: flatworms

            Plathelminthes.

          • platy...

              Wortteil „flach“, „platt“.

            • Platybasie
              • Platy|basie

              • Englischer Begriff: platybasia

              angeborene (zus. mit basilärer Impression) oder erworbene (bei Paget-Syndrom) Abplattung der Schädelbasis, mit Vergrößerung des Basiswinkels.

            • Platyknemie
              • Platy|knemie

              • Englischer Begriff: platycnemia

              breite, abgeplattete Tibia (mit viereckigem Querschnitt) als Formvariante; fälschlich auch als Säbelscheidentibia bezeichnet.

            • Platymorphie
              • Platy|morphie

              • Englischer Begriff: platymorphia

              Verkürzung der Längsachse eines Organs, i.e.S. des Auges („Kurzauge“, mit Hyperopie).

            • Platysma
              • Platysma

              • Englischer Begriff: platysma

              der flache, breite mimische Hautmuskel vom Unterkiefer zwischen Subkutis u. oberflächl. Halsfaszie bis in Höhe der 2. Rippe, wo er in der Haut von Brust u. Schulter endigt. S.a. Panniculus carnosus.

            • Platyspondylie
              • Platy|spondylie

              • Synonyme: Vertebra plana

              • Englischer Begriff: platyspondylia (congenital p. = platyspondylisis)

              „Plattwirbel“, d.h. Höhenminderung des Wirbelkörpers; meist erworben, solitär als Vertebra plana Calvé u. bei Tumormetastase, multipel bei Marmorknochen-, Hand-Schüller-Christian-Krankheit, Osteomalazie; selten angeboren (allein oder bei Chondrodystrophie, polytoper Dysostose), z.B. die generalisierte P. (= Platyspondylia vera, Dreyfus-Syndrom) beim Morquio-Syndrom: Rückenschmerzen u. -schwäche, frühzeitige Verstärkung von Brustkyphose u. Lendenlordose, überstreckbare Gelenke, hypoplast. Muskulatur, alle Wirbelkörper auf ca. 1/3 erniedrigt u. verbreitert.

            • Platzangst
              • Platz|angst

              Agoraphobie.

            • Platzbauch
              • Platz|bauch

              • Fach: Chirurgie

              Nahtdehiszenz nach Laparotomie; begünstigt durch Hämatom oder Serom, ungeeignete Nahttechnik, Überbeanspruchung der Bauchpresse, übermäßiges subkutanes Fettgewebe, Stoffwechselstörung. Kompl.: Eventration, Wundinfektion.

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