Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

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  • Proglumid

      ein Gastrin- bzw. Cholezystokinin-Antagonist, Ulkustherapeutikum; Wirkung: besitzt spasmolytische u. sekretionshemmende Eigenschaften.

    • Prognathie
      • Pro|gnathie

      • Englischer Begriff: prognathism

      in Bezug auf die Schädelbasis zu weit vorn liegende Oberkieferbasis.

    • Prognose
      • Pro|gnose

      • Synonyme: -gnosis

      • Englischer Begriff: prognosis

      auf ärztl. Erfahrung u. wissenschaftlichen Kriterien basierende Vorhersage über wahrscheinlichen Verlauf u. Ausgang einer Krankheit; für den einzelnen Patienten immer unter dem Vorbehalt evtl. möglicher beträchtlicher Abweichung von der Durchschnittsschätzung. Unterschieden als P. quoad vitam (Aussicht „auf Überleben“), P. quoad valetudinem s. restitutionem („auf Gesundung bzw. Wiederherstellung“). Sie ist „gut“ (P. bona), „ungewiss“ (P. incerta), „zweifelhaft“ (P. dubia), „ungünstig“ (P. infausta), „schlecht“ (P. mala) oder „sehr schlecht“ (P. pessima).

    • progonisch
      • pro|gonisch

      die phylogenet. Vorstufen betreffend.

    • Programm
      • Pro|gramm

      • Englischer Begriff: program

      • Fach: Kybernetik

      logische Folge kleiner Einzelschritte zur Lösung einer Aufgabe.

    • progrediens
      • pro|grediens

      • Synonyme: -gredient

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: progressive

      fortschreitend.

    • Progredienz
      • Pro|gredienz

      • Synonyme: Progressio(n)

      • Englischer Begriff: progression

      Fortschreiten.

    • progressiv
    • Progressivbeschleunigung
      • Pro|gressiv|beschleunigung

      • Englischer Begriff: linear acceleration

      • Fach: Physik

      die „Linearbeschleunigung“ in gleich bleibender Richtung, im Gegensatz zur Winkelbeschleunigung.

    • Progressivbewegungen
      • Pro|gressiv|bewegungen

      • Englischer Begriff: locomotion

      die zur Fortbewegung (Lokomotion) führenden Körperbewegungen.

    • Progressivglas
      • Pro|gressiv|glas

      • Synonyme: Gleitsichtglas

      Mehrstärken-Brillenglas für kontinuierliches Sehen (ohne Sprung zwischen Ferne u. Nähe); wird erreicht durch eine den prakt. Bedürfnissen angepasste asphär. Krümmung.

    • progressivus
      • pro|gressivus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: progressive

      fortschreitend; z.B. die p. Muskelrelaxation, die p. Paralyse.

    • Proguanil
      • Proguanil

      • Englischer Begriff: proguanil

      ein schizontozides Malariamittel.

    • Prohormone
      • Pro|hormone

      • Englischer Begriff: prohormones

      Hormonogene.

    • Proinsulin
      • Pro|insulin

      • Englischer Begriff: proinsulin

      einkettige Vorstufe des Insulins, aus der dieses durch enzymat. Abspaltung eines – die A- u. B-Kette verbindenden – C-(„connecting“-)Peptids (31 Aminosäuren) entsteht. War früher in den meisten Insulin-Präparaten zu einigen Prozent enthalten u. für deren immunogene Eigenschaft mitverantwortlich. Radioimmunologische Bestimmung des C-Peptids orientiert über die endogene Insulinsekretion (genutzt z.B. für Hypoglykämie-Diagnostik).

    • Projektion
      • Pro|jektion

      örtl. Verlagerung, Nach-vorn-Strecken.

      • 1)
        die opt... (mehr)
      • 2)
        Lokalisierung einer Empfindung im Raum bzw... (mehr)
      • 3)
        Fortleitung eines nervösen Impulses über die entsprech... (mehr)
      • 4)
        in der Psychoanalyse das unbewusste Hinausverlegen eigener Vorstellungen... (mehr)
      • 5)
        s.u... (mehr)
    • Projektion 1)
      Projektion
      • 1)

      • Fach: Physik

      die opt. Wiedergabe einer Vorlage (z.B. Diapositiv) durch einen Bildwerfer (Projektor) auf einen Bildschirm; i.w.S. auch die 2-dimensionale Abbildung räuml. Gegenstände, z.B. mit Röntgenstrahlen auf Leuchtschirm oder Film.

    • Projektion 2)
      Projektion
      • 2)

      • Fach: Physiologie

      Lokalisierung einer Empfindung im Raum bzw. an der Körperoberfläche, z.B. anhand der Lage des entspr. Lichtreizes im Netzhautbild.

    • Projektion 3)
      Projektion
      • 3)

      • Fach: Neurophysiologie

      Fortleitung eines nervösen Impulses über die entsprech. Projektionsbahn zum zuständ. Projektionsfeld in der Hirnrinde.

    • Projektion 4)
      Projektion
      • 4)

      • Fach: Psychologie

      in der Psychoanalyse das unbewusste Hinausverlegen eigener Vorstellungen, Wünsche u. Gefühle in die Außenwelt, wodurch anderen Personen oder Gegenständen Eigenschaften verliehen werden, die man bei sich selbst verkennt. Abwehrmechanismus mit bes. Bedeutung im Wahn.

    • Projektion 5)
      Projektion
      • 5)

      • Englischer Begriff: projection

      • Fach: Urologie

      s.u. Projektionskraft.

    • Projektionsbahnen
      • Projektions|bahnen

      • Englischer Begriff: projection tracts

      • Fach: Anatomie

      die von den Projektionsfasern gebildeten Tractus nervosi projectionis, als kurze Bahnen von der Großhirnrinde zum Thalamus, Corpus striatum, Corpus geniculatum, Nucleus ruber, Corpus mamillare (u. umgekehrt), als lange Bahnen durch innere Kapsel u. Hirnschenkel zu Brücke, Medulla oblongata u. Rückenmark (u. umgekehrt).

    • Projektionsfasern
      • Projektions|fasern

      • Englischer Begriff: projection fibers

      die Nervenfasern der Projektionsbahnen.

    • Projektionsfeld
      • Projektions|feld

      • Englischer Begriff: projection area

      • Fach: Physiologie

      Region in Großhirnrinde (Area, Kortex) oder Thalamus, auf die Afferenzen eines Sinnessystems projizieren. – S.a. Hirnrindenkarte.

    • Projektionskraft
      • Projektions|kraft

      • Englischer Begriff: projection force

      Fähigkeit, den Harn willkürlich in vollem Strahl zu entleeren.

    • projektiver Test
      • Englischer Begriff: projective test

      psychodiagn. Untersuchungsverfahren, das mit möglichst ungestaltetem Reizmaterial das Gestaltungsbedürfnis provoziert, um daraus Verhaltensstruktur (u. deren evtl. Störungen), Emotionen, Stimmungen, Konflikte etc. abzuleiten; z.B. Rorschach-, Lüscher-, Wartegg-, Sceno-, Apperzeptionstest.

    • Prokain
      • Prokain

      • Englischer Begriff: procaine

      • Fach: Pharmazie

      Procain.

    • Prokallus
      • Pro|kallus

      • Englischer Begriff: procallus

      • Fach: Pathologie

      den Frakturspalt sehr bald ausfüllendes Granulations- bzw. Binde- u. Knorpelgewebe, das nach 4 Wo. durch knöchernen Kallus ersetzt wird.

    • Prokaryonten
      • Pro|karyo(n)ten

      • Englischer Begriff: prokaryonts

      • Fach: Biologie

      Organismen (Blaualgen, Bakterien, Rickettsien, Viren), denen charakteristische Eukaryonten-Organellen wie z.B. Doppelmembran um den Kernraum, Spindel, Zentrosom, endoplasmat. Retikulum etc. fehlen.

    • Prokinetika
      • Englischer Begriff: prokinetics

      Mittel zur Förderung der Magen-Darm-Motilität, wirken auch antiemetisch; Dopamin-Antagonisten. Wirkst.: Metoclopramid, Domperidon.

    • Prokoagulanzien
      • Pro|koagulanzien

      • Englischer Begriff: procoagulants

      die Blutgerinnung begünstigende Präparate bzw. Faktoren; s.a. Hyperkoagulämie.

    • Prokollagene
      • Pro|kolla|gen(e)

      • Englischer Begriff: procollagen(s)

      die von Fibroblasten gebildeten u. sezernierten Vorstufen, die nach enzymatischer Abspaltung von P.-Peptiden in Kollagene überführt werden. – labor Das P.-I-carboxyterminale Propeptid (PICP) ist eine Kenngröße für die Kollagen-Biosynthese (Anw. bei Störungen des Knochenstoffwechsels u. Wachstumsstörungen), das P.-III-Propeptid (P-III-P) zeigt die Fibroblastenaktivität an (Anw. z.B. bei Leberkrankheiten).

    • Prokonvertin
      • Pro|konvertin

      • Englischer Begriff: proconvertin

      Faktor VII (der Blutgerinnung).

    • Prokt...
      • prokt...

      Wortteil „Enddarm“, „After“, „Steiß“.

    • Proktalgie
      • Prokt|algie

      • Englischer Begriff: proctalgia

      Schmerzen im – unteren – Mastdarm; z.B. die Proctalgia fugax mit anfallsweisen (oft nächtl.), krampfartigen Afterschmerzen. S.a. Proktodynie.

    • Proktektasie
      • Prokt|ektasie

      • Englischer Begriff: proctectasia

      therapeutische Dehnung des Afterkanals (d.h. des M. sphincter ani).

    • Proktektomie
      • Prokt|ektomie

      • Englischer Begriff: proctectomy

      Rektumamputation, Rektumresektion.

    • Proktitis
      • Proktitis

      • Englischer Begriff: proctitis

      durch Infektion, Trauma, Abführ- oder Nahrungsmittel, tox. Substanzen hervorgerufene oder von örtl. Prozessen ausgehende akute oder chron., spezifische oder unspezif. Entzündung der Mastdarmwand (Rötung, Infiltratbildung, evtl. Erosionen, Ulzera), mit Abgang von Blut u. Schleim, Tenesmen, gehäuftem Stuhldrang, Durchfällen; evtl. nur eng umschrieben (Kryptitis, Papillitis); auch Teilsymptom bei Colitis ulcerosa, Dysenterie, Strahlenschaden, Enteritis regionalis („P. granulomatosa“); s.a. Periproktitis (dort Abb.).

    • Proktodealdrüse
      • Proktodeal|drüse

      • Englischer Begriff: proctodeal gland

      bei Säugetieren hoch entwickelte Drüsen im Bereich der Afterbucht („Proktodeum“), denen beim Menschen von den Analkrypten ausgehende, Schleim absondernde Epithelgänge entsprechen, die zwischen innerem u. äuß. Schließmuskel blind enden (bei Infektion periproktit. Abszesse, evtl. Analfisteln).

    • Proktodynie
      • Prokt|odynie

      • Englischer Begriff: proctodynia

      Enddarmschmerzen bei Kokzygodynie u. Levator-ani-Syndrom; s.a. Proktalgie.

    • proktogen
      • prokto|gen

      • Englischer Begriff: proctogenic

      vom Enddarm ausgehend.

    • Proktokolektomie
      • Prokto|kol|ektomie

      • Englischer Begriff: proctocolectomy

      • Fach: Chirurgie

      operative Entfernung von Kolon u. Rektum, v.a. bei Dickdarmpolypose oder Colitis ulcerosa; z.B. mit abschließender Ileo- oder Ileoanostomie (Letztere mit Erhaltung des inneren u. äuß. Schließmuskels).

    • Proktokolitis
      • Prokto|kolitis

      • Englischer Begriff: proctocolitis

      Entzündung des Dickdarms einschl. Rektum; z.B. „idiopathisch“ bei Colitis ulcerosa.

    • Proktologie
      • Prokto|logie

      • Englischer Begriff: proctology

      Diagnostik u. Therapie der After- u. Mastdarmerkrankungen.

    • Proktopexie
      • Prokto|pexie

      • Englischer Begriff: proctopexy

      die operative Anheftung des Mastdarms, insbes. an der Hinterwand des kleinen Beckens, z.B. am Steißbein (= Proktokokzygopexie) oder Kreuzbein (z.B. als Ekehorn-Op.); v.a. bei Rektumprolaps im Kindesalter.

    • Proktos
      • Proktos

      • Etymol.: griech.

      After, Mastdarm (= Rektum).

    • Proktosigmoiditis
      • Prokto|sigmoiditis

      • Englischer Begriff: proctosigmoiditis

      Entzündung von Mastdarm u. Sigmoid, z.B. bei Darmtuberkulose, Colitis ulcerosa.

    • Proktoskopie
      • Prokto|skopie

      • Englischer Begriff: proctoscopy

      Inspektion des unteren bis mittl. Enddarms u. des Analkanals mit Anoskop, kurzem Rektoskop, Mastdarmspiegel (z.B. n. Schreiber, Strausz) oder aber mit spez. Proktoskop (vorn schräg-offenes, mit Obturator verschließbares oder seitlich gefenstertes Rohr, 8–15 cm lang, mit Handgriff).

    • Proktostomie
      • Prokto|stomie

      • Englischer Begriff: proctostomy

      Anastomosierung des – atretischen – Mastdarms mit der Körperoberfläche i.S. eines Kunstafters.

    • Proktotomie
      • Prokto|tomie

      • Englischer Begriff: proctotomy

      op. Durchtrennung bzw. Eröffnung des Mastdarms; meist (v.a. zur Polypenabtragung) extraperitoneal mit Zugang vom Damm.

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