Medizin-Lexikon: Einträge mit "P"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Psychoonkologie
    • Psycho|onkologie

    • Englischer Begriff: psycho-oncology

    Teilgebiet der psychosomatischen Medizin, in dessen Mittelpunkt die Frage steht, inwieweit seelische Faktoren bei der Entstehung u. im Verlauf von Krebserkrankungen eine Rolle spielen; weitere Themen sind u.a. psychologische Aspekte von Ärzten u. Pflegepersonal bei der Betreuung von Krebspatienten, Fragen der Lebensqualität oder die psychologische Beratung von Patienten u. Angehörigen.

  • psychoorganisches Syndrom
    • psycho|organisches Syndrom

    • Englischer Begriff: psycho-organic syndrome

    s.u. Psychosyndrom.

  • Psychopath
    • Psycho|path

    • Englischer Begriff: abnormal (or psychopathic) personality

    veraltet für „abnorme Persönlichkeit“. Wegen des abwertenden Charakters dieser Bez. wird heute der Begriff „Persönlichkeit“ spezifiziert (z.B. anankastische, sensitive, schizoide, paranoide), u. die entsprechenden Krankheitsbilder werden als Persönlichkeitsstörungen bezeichnet.

  • Psychopathie
    • Psycho|pathie

    s.u. Persönlichkeitsstörungen.

  • Psychopathologie
    • Psycho|patho|logie

    • Englischer Begriff: psychopathology

    durch Störring (1900) begründete, durch Jaspers (1913) u. S. Freud weiterentwickelte Wissenschaft von den krankhaften seel. Vorgängen u. den Geisteskrankheiten.

  • Psychopharmaka
    • Psychopharmaka

    • Englischer Begriff: psychotropic drugs; psychopharmaceuticals

    Tabelle

    psychotrope Arzneimittel, die nach ihrer klinischen Wirkung (Tab.) in Hauptgruppen eingeteilt werden. Die chem. Struktur dient erst in zweiter Linie zur weiteren Unterscheidung, da bereits geringe Veränderungen am Molekül zu beträchtlicher Änderung der Wirkung führen können.

  • Psychopharmakologie
    • Psycho|pharmako|logie

    • Englischer Begriff: psychopharmacology

    Lehre von den Wirkungen (u. Nebenwirkungen) der Psychopharmaka, ihrer Anw. sowie deren chemischen u. physiologischen Grundlagen.

  • Psychopharmakotherapie
    • Psycho|pharmako|therapie

    Behandlung mit Psychopharmaka.

  • Psychophysik
    • Psycho|physik

    • Englischer Begriff: psychophysics

    (Weber, Fechner 1850/60) Verfahren der Sinnesphysiologie u. experimentellen Psychologie, das die Beziehungen zwischen physikalisch gemessener Reizstärke einerseits u. der Sinneswahrnehmung andererseits untersucht.

  • Psychophysiologie
    • Psycho|physio|logie

    • Englischer Begriff: psychophysiology

    Untersuchung des Zusammenhangs zwischen psychologischen u. physiologischen Bedingungen (z.B. Angst) in ihren Auswirkungen auf physiologische Kenngrößen (z.B. Blutdruck).

  • psychophysisch
    • psycho|physisch

    • Englischer Begriff: psychophysical

    Seelisches u. Körperliches betreffend (s.a. psychosomatisch).

  • psychophysische Konstitutionstypen
    psychophysisch
    • p. Konstitutionstypen

    • Englischer Begriff: p. constitutional types

    s.u. Kretschmer.

  • Psychoplegica
    • Psychople|gica

    • Synonyme: -gika

    • Englischer Begriff: psychoplegics

    beruhigend wirkende Psychopharmaka wie z.B. Neuroleptica, Tranquilizer.

  • Psychoprophylaxe
    • Psycho|pro|phylaxe

    • 1)
      Psychohygiene... (mehr)
    • 2)
      suggestive oder psychagog... (mehr)
  • Psychoprophylaxe 1)
  • Psychoprophylaxe 2)
    Psychoprophylaxe
    • 2)

    • Englischer Begriff: psychoprophylaxis

    suggestive oder psychagog. Vorbereitung auf erwartete oder unerwartete Ereignisse; z.B. die Geburtsvorbereitung der Schwangeren durch Aufklärung u. Einübung geburtspositiver Vorstellungen, um zu schmerzhafter Wehenverarbeitung führende Reflexe zu eliminieren; evtl. erweitert durch Gymnastik, Atem- u. Entspannungsübungen (n. Read, Nikolajew, Lamaze).

  • Psychose
    • Psychose

    • Englischer Begriff: psychosis

    Oberbegriff für die Gruppen der affektiven (Depression; Manie) u. schizophrenen Störungen (Schizophrenie). Die strenge Abgrenzung gegenüber Neurose, Persönlichkeitsstörungen oder abnormen Erlebnisreaktionen ist nicht immer möglich.

  • Psychose, affektive
    Psychose
    • P., affektive

    • Englischer Begriff: affective p.

    P. mit schwerer Affektstörung (endogene Depression, Manie bzw. manisch-depressive Erkr.).

  • Psychose, endogene
    Psychose
    • P., endogene

    • Englischer Begriff: endogenous p.

    innerhalb der Psyche entstandene, d.h. nicht (eindeutig) körperlich (exogen) begründbare P. Dazu gehören die Schizophrenie, die affektive, paranoide u. reaktive P. S.a. Depression, endogene.

  • Psychose, organische
    Psychose
    • P., organische

    • Synonyme: symptomatische P.

    • 1)
      vorübergehende akute oder subakute Verwirrtheitszustände organischer bzw... (mehr)
    • 2)
      die Alkoholpsychose... (mehr)
    • 3)
      durch Drogen (einschl... (mehr)
    • 4)
      das organische Psychosyndrom... (mehr)
  • Psychose, organische 1)
    Psychose  >  Psychose, organische
    • 1)

    • Synonyme: akuter exogener Reaktionstyp; Begleit-P.

    vorübergehende akute oder subakute Verwirrtheitszustände organischer bzw. exogener Ursache, z.B. nach Trauma, bei Stoffwechselstörungen, Infektionen, Endokrinopathien, als psychoanämisches Syndrom.

  • Psychose, organische 2)
  • Psychose, organische 3)
    Psychose  >  Psychose, organische
    • 3)

    durch Drogen (einschl. Arznei- u. Lösungsmittel, Gifte) verursachte Formen (toxische P., Intoxikations-P.).

  • Psychose, organische 4)
    Psychose  >  Psychose, organische
    • 4)

    • Englischer Begriff: organic p.; symptomatic p.

    das organische Psychosyndrom.

  • Psychose, paranoide
    Psychose
    • P., paranoide

    • Synonyme: paranoide P.

    • Englischer Begriff: paranoid p.

    P. mit Wahn(erscheinungen) im Vordergrund.

  • Psychose, reaktive
    Psychose
    • P., reaktive

    • Englischer Begriff: reactive p.

    P., die weitgehend eindeutig einem kürzlich vorausgegangenen Erlebnis zugeschrieben werden kann.

  • Psychose, schizoaffektive
    Psychose
    • P., schizoaffektive

    Form der P., die sowohl Symptome der Schizophrenie als auch der affektiven P. umfasst. Die Symptome können zeitlich versetzt oder zu gleicher Zeit auftreten. Die heutige Systematik gründet auf einer früheren Einteilung der Gruppe der zykloiden P. nach Karl Leonhard in mehrere Unterformen, z.B. die Motilitäts-, Verwirrtheits-, Angst-Glücks-P.

  • Psychose, zykloide
  • Psychosedativa
    • Psychosedativa

    Tranquilizer.

  • Psychosomatik
    • Psycho|somatik

    • Englischer Begriff: psychosomatic medicine

    i.e.S. Lehre von den wechselseitigen Beziehungen zwischen Körper (Soma) u. Seele (Psyche) in Ätiologie, Pathogenese, Verlauf u. Behandlung von Krankheiten. Das biopsychosoziale Modell geht davon aus, dass bei allen Erkrankungen auch psychosoziale Faktoren mitwirken; als psychosomatische Krankheiten i.e.S. gelten u.a.: Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa), Asthma bronchiale, Duodenalulkus, chron.-entzündliche Darmerkrankungen, atopisches Ekzem, Fibromyalgie, koronare Herzerkrankung. Ther.: z.B. kombinierte internistisch-psychotherapeutische Behandlung; „Coping-Gruppen“, in denen gemeinsam mit den Patienten Bewältigungsstrategien erarbeitet werden.

  • psychosozialer Notfall

      Notfall, der bedingt ist durch ein akutes Ereignis ohne direkte körperlichen Folgen (z.B. Verletzung, akute Erkrankung), meist durch eine Krisensituation im psychosozialen Verhalten (auch dramatische Veränderung des sozialen Umfelds) des Patienten; eine schnelle Intervention ist dringend erforderlich (Beispiel: Verwahrlosung bei Verwirrtheitszustand, Kindesvernachlässigung bei Drogenabhängigkeit der Eltern etc.).

    • Psychostimulanzien
      • Englischer Begriff: psychostimulants; stimulants

      Psychotonika.

    • Psychosyndrom
      • Psycho|syndrom

      • Englischer Begriff: organic brain syndrome

      Bez. für Muster psychischer Störungen nicht näher bestimmter Art. – P., endokrines: P. als Folge endokriner Störungen mit leichteren psychischen Wesensveränderungen; typisch sind Steigerung oder Verminderung der Einzeltriebe (Hunger, Schlaf, Durst etc.) u. der Stimmungslage; eine Minderung der intellektuellen u. mnestischen Fähigkeiten ist möglich bei Entwicklung einer chronischen Endokrinopathie. Ätiol.: Hypo- u. Hyperthyreoidismus, Hypo- u. Hyperparathyreoidismus, Panhypopituitarismus, Akromegalie; symptomatologisch lässt sich das P. nicht vom hirnlokalen P. abtrennen. – P., hirnlokales: P. bei umschriebenen Hirnläsionen, unabhängig von ihrer Entstehung mit Störungen wie beim endokrinen Psychosyndrom. Typisch ist bei älteren Patienten eine Verminderung, bei jungen eine oft ausgesprochene Steigerung des Antriebs meist ohne Intelligenzminderung, bei doppelseitigen Läsionen (Limbus) jedoch schwere mnestische Symptomatik möglich. – P., (hirn)organisches: P. bei diffusen Hirnschädigungen; mehrere Bezeichnungen werden gebraucht: psychoorganisches Syndrom (Bleuler) als Krankheitsbild in der Folge anderer körperlicher Erkrankungen in Form des akuten exogenen Reaktionstyps, des mnestischen Psychosyndroms v.a. mit Merkfähigkeitsstörungen, des Korsakow-Syndroms mit mnestisch-konfabulatorischer Komponente. Alle Formen des P. gehen mit einer Hirnleistungsschwäche (z.B. Merk- u. Kombinationsfähigkeit) u. Persönlichkeitsveränderungen (Affektlabilität) einher. Ursachen des P.: diffuse Hirnschädigungen bei Gefäßprozessen, Hirnverletzungen, Enzephalitiden, Vergiftungen einschließlich des chronischen Alkoholismus u. chronische Stoffwechselschäden.

    • Psychosynthese
      • Psycho|synthese

      • Englischer Begriff: psychosynthesis

      (Jung) analyt. Therapieverfahren, bei dem das durch Traumdeutung u. freie Assoziation gewonnene Material durch den Analytiker wieder zusammengesetzt wird.

    • Psychotherapeut
      • Psycho|therapeut

      • Englischer Begriff: psychotherapist

      klin. Psychologe oder Arzt mit abgeschlossener Weiterbildung in einem oder mehreren psychotherapeutischen Verfahren.

    • Psychotherapeutische Medizin
      • Psycho|therapeutische Medizin

      medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Erkennung, psychotherapeutischen Behandlung, Prävention u. Rehabilitation von Krankheiten u. Leidenszuständen, bei denen als Ursache maßgeblich psychosoziale Faktoren, deren subjektive Verarbeitung u./oder körperlich-seelische Wechselwirkungen beteiligt sind, befasst. Die Weiterbildungszeit bis zum Facharzt beträgt 5 Jahre.

    • Psychotherapie
      • Psycho|therapie

      • Englischer Begriff: psychotherapy

      Erkennung, psychotherapeutische Behandlung, Prävention u. Rehabilitation von Erkrankungen, bei denen psychosoziale Faktoren eine wesentliche Rolle spielen, sowie von Belastungsreaktionen infolge körperl. Erkrankungen. Die Behandlung erfolgt als Einzeltherapie oder in Gruppen (Familientherapie, Gruppentherapie). In Gesprächen zwischen Patient u. Therapeut wird versucht, verdrängte u. unbewältigte Konflikte, Erinnerungen oder Gefühle aufzudecken u. – v.a. in der Übertragung dieser Einstellungen auf den Psychotherapeuten – neue Lernerfahrungen zu ermöglichen sowie Verhaltensänderungen einzuleiten. Neben aufdeckender (unbewusste Konflikte sollen bewusst gemacht werden) auch sog. stützende P., die auf eine bessere Bewältigung psychischer oder körperlicher Beeinträchtigungen (ohne Klärung der zugrunde liegenden Konfliktdynamik) abzielt. Bekannteste Methoden der P. sind u.a. Psychoanalyse, Gesprächs-, Verhaltens-, Gestalttherapie, Psychodrama. – Als „Psychiatrie u. P.“ oder als „Psychotherapeutische Medizin“ Fachgebiet der Medizin.

    • psychotisch
      • psychotisch

      • Englischer Begriff: psychotic

      an einer Psychose leidend, eine Psychose betreffend.

    • Psychotomimetica
      • Psychoto|mime|tica

      • Synonyme: -tika

      • Englischer Begriff: psychotomimetics; psychosomimetic

      psychoseartige Zustände hervorrufende Halluzinogene.

    • Psychotonica
      • Psychoto|nica

      • Synonyme: -nika

      • Englischer Begriff: psychotonics

      Substanzen mit anregender Wirkung; Wirkst.: v.a. Weckamine u. manche Appetitzügler; in der Regel mit Sucht erzeugender Wirkung.

    • psychotraumatisch
      • psycho|traumatisch

      • Englischer Begriff: psychotraumatic

      als seel. Trauma wirkend.

    • psychotrop
      • psycho|trop

      • Englischer Begriff: psychotropic

      mit spez. Wirkung auf psych. Funktionen; z.B. p. Stoffe (v.a. Alkohol, Psychopharmaka).

    • psychovegetatives Syndrom
      • psycho|vegetatives Syndrom

      neurovegetative Dystonie.

    • psychro...

        Wortteil „Kälte“, „Nässe“; s.a. Kryo..., Kälte...

      • psychrophil
        • psychro|phil

        • Synonyme: kälteliebend

        • Englischer Begriff: psychrophilic

        adj. Bez. für Mikroorganismen, die bei 0–30 °C (Optimum: 15–20 °C), d.h. unterhalb der menschl. Körpertemperatur gedeihen.

      • Pt
        • Englischer Begriff: Pt

        • Fach: Chemie

        Symbol für Platin.

      • PT
        • PT 1)
          PT
          • 1)

          Abk. für Primärtumor.

        • PT 2)
          PT
          • 2)

          Abk. für Pulmonalton.

        • PTA
        194103