Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • Reservezellen
    • Reserve|zellen

    Indifferenzzone für den Zellnachschub bei Zylinderepithelien (z.B. Cervix uteri).

  • Residual...
    • Etymol.: latein. residuum = Rest

    Wortteil „Rest“.

  • Residualblut
    • Residual|blut

    • Synonyme: -volumen

    • Fach: Kardiologie

    Blutvolumen der Herzventrikel nach maximaler systolischer Herzkontraktion; nicht identisch mit dem Restblut.

  • Residualkapazität, funktionelle
    • Residual|kapazität, funktionelle

    • Synonyme: FRK (Abk.)

    • Englischer Begriff: functional residual capacity; FRC (Abk.)

    • Fach: Physiologie

    als exspiratorisches Lungenvolumen (= Relaxationsvolumen) das nach normaler Ausatmung, d.h. bei Gleichgewicht zwischen den elastischen Lungen- u. Thoraxkräften, in der Lunge verbleibende Luftvolumen (= exspiratorisches Reservevolumen + Residualvolumen).

  • Residualluft
    • Residual|luft

    • Synonyme: Vpulm.min. (Abk.)

    • Englischer Begriff: residual air

    das nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibende Luftvolumen; macht beim Gesunden – altersabhängig – bis zu 35% des Gesamtfassungsvermögens aus; ist vermehrt v.a. bei Lungenemphysem u. – reversibel – im asthmatischen Anfall. S.a. Residualkapazität, Residualvolumen.

  • Residualsyndrom
    • Residual|syndrom

    Residualzustand.

  • Residualvolumen
    • Residual|volumen

  • Residualvolumen 1)
  • Residualvolumen 2)
    Residualvolumen
    • 2)

    • Fach: Kardiologie

    Residualblut.

  • Residualvolumen, funktionelles
    Residualvolumen  >  Residualvolumen 2)
    • R., funktionelles

    die funktionelle Residualkapazität.

  • Residualwahn
    • Residual|wahn

    • Englischer Begriff: residual delusion

    das nicht korrigierbare Überbleibsel eines Wahnsystems (z.B. nach abgelaufener Psychose); z.B. als unveränderter, für das aktuelle Erleben u. Verhalten jedoch weitgehend bedeutungsloser Glaube an die Richtigkeit (Realität) der Wahnerlebnisse. D.h. der Wahn ist „etwas weiter entfernt“ und erzeugt weniger Störung des Alltags.

  • Residualzustand
    • Residual|zustand

    • Synonyme: Residualsyndrom

    i.e.S. das Bestehenbleiben von sog. negativen Symptomen als Zeichen der Chronifizierung einer Schizophrenie. Dazu gerechnet werden u.a. Antriebsverminderung, sozialer Rückzug, Ideenarmut, psychomotorische Verlangsamung. Die Patienten sind erschöpft und kaum belastbar. Kann in Teilbereichen auch durch lange Unterforderung u. Hospitalisierung des Patienten entstehen. Wird heute nicht mehr notwendigerweise als irreversibler „Defektzustand“ betrachtet, sondern gilt unter einer Verbindung psychopharmakologischer, soziotherapeutischer u. psychotherapeutischer Maßnahmen durchaus als günstig beeinflussbar. Neben dem einfachen R. (nur Minussymptome) existiert eine gemischte Form, bei der auch Plussymptome vorhanden sind.

  • resilient
    • re|silient

    • Englischer Begriff: resilient; elastic

    zur ursprünglichen Form „zurückspringend“.

  • Resina
    • Resina

    • Englischer Begriff: resin

    natürliches pflanzliches Harz (z.B. als pharmazeutische Droge).

  • Resine
    • Resine

    • Englischer Begriff: resins

    Ionenaustauscher auf Kunstharzbasis; unterschieden als An- u. als Katresine (= an- bzw. kationische R.).

  • Resistance
    • Etymol.: engl. = Widerstand

    • Fach: Physiologie

    der bronchiale Strömungswiderstand; ist als – vom Füllungszustand der Lunge abhängige – totale R. (RT; unterteilt in in- u. exspiratorische R.: RTi bzw. RTe) die wichtigste pathophysiologische Messeinheit (Parameter) der Atemmechanik. Ist optimal messbar mit Hilfe des Ganzkörperplethysmographen; wird angegeben in cmH2O/l/s. Mittelwert beim Erwachsenen 1,8 (Maximum ca. 3,5).

  • Resistenz
    • Resistenz

    Widerstand(sfähigkeit).

    • 1)
      der erblich durch Resistenzfaktoren fixierte, absolute oder relative... (mehr)
    • 2)   Tabelle
      die Widerstandsfähigkeit von Krankheitserregern gegen Umwelteinflüsse... (mehr)
    • 3)
      das Nichtansprechen auf bestimmte Heilmittel; z.B... (mehr)
    • 4)
      Erythrozytenresistenz... (mehr)
    • 5)
      der tastbare Widerstand gegenüber Druckausübung bei der Palpation, z.B... (mehr)
  • Resistenz 1)
    Resistenz
    • 1)

    • Fach: Immunologie

    der erblich durch Resistenzfaktoren fixierte, absolute oder relative, im Allgemeinen keine spezifische Immunantwort auslösende Schutzmechanismus des Organismus gegenüber bestimmten Infektionserregern oder Giften (sog. unspezifische Immunität); s.a. Infektionsabwehr. Seine Grundlagen bilden die Phagozytose, die in den Körpersäften gelösten Schutzstoffe (z.B. Opsonine u. Properdin im Blutserum [ihre Funktion wird bei Komplement-Mitwirkung als Immunophagozytose bezeichnet], Lysozyme in Drüsensekreten, Inhibine im Speichel; ferner Proenzyme der Blutgerinnungsfaktoren [Faktor], Plasminogen, Histamin, Heparin, Bradykinin bzw. Kininogene) sowie physikalisch-chemische Faktoren (z.B. der Säureschutzmantel der Haut als Barriere; Schleim, Lysozyme, Flimmerhaare der Schleimhaut). Die Wirksamkeit ist herabgesetzt z.B. nach Strahlen-, Kälteschäden u. als Folge von Stoffwechselstörungen.

  • Resistenz 2)
    Resistenz
    • 2)

    • Fach: Bakteriologie

    Tabelle

    die Widerstandsfähigkeit von Krankheitserregern gegen Umwelteinflüsse u. Chemotherapeutika (Antibiotika, Sulfonamide) bei deren zu niedrigem Wirkstoffspiegel im Blutserum oder Gewebe (d.h. bei Unterschreiten der minimalen – im Agardiffusionstest bestimmbaren – Hemmkonzentration; s.a. Antibiogramm, Hemmhof-, Blättchentest). Neben der phänotypischen R. (als passagere adaptive Entwicklung zellulärer Abwehrmechanismen, v.a. lytischer Enzyme durch die Keime) besonders die genotypische R. infolge spontaner, durch Mutationen u. Rekombination bedingter Entstehung von R.-Allelen im Chromosomenbestand bzw. infolge (durch Arzneimittel angeregten) Erwerbs von Plasmiden (Resistenzfaktor). Die Übertragung auf weitere Zellen durch Konjugation, Transduktion (durch Phagenübertragung) oder Transformation führt zur Bildung einer resistenten Erregerpopulation. Die R.-Mechanismen (s. Tab.) sind verschieden. Z.B. werden bei Penicillinen β-Lactamasen (u. ein weiterer Mechanismus) wirksam, bei Chloramphenicol ein acetylierendes Enzym, bei Tetracyclinen ein Protein, das die Permeabilität der Zytoplasmamembran ändert.

  • Resistenz 3)
    Resistenz
    • 3)

    das Nichtansprechen auf bestimmte Heilmittel; z.B. die Unempfindlichkeit von Tumoren gegenüber Zytostatika oder Strahlentherapie.

  • Resistenz 4)
    Resistenz
    • 4)

    • Fach: Hämatologie

    Erythrozytenresistenz.

  • Resistenz 5)
    Resistenz
    • 5)

    • Englischer Begriff: resistance

    der tastbare Widerstand gegenüber Druckausübung bei der Palpation, z.B. als Bauchdeckenspannung, als Tumor-R.

  • Resistenzbestimmung
    • Resistenz|bestimmung

    • Englischer Begriff: resistance screening

    • Fach: Bakteriologie

    s.u. Resistenz (2).

  • Resistenzfaktor
    • Resistenz|faktor

    • 1)   Abbildung
      Erbfaktor, der seinem Träger Widerstandsfähigkeit gegen einen bestimmten... (mehr)
    • 2)
      Maßzahl für die Bakterienresistenz, errechnet als Quotient aus der minimalen... (mehr)
  • Resistenzfaktor 1)
    Resistenzfaktor
    • 1)

    • Synonyme: R-Faktor; RF (Abk.)

    • Englischer Begriff: resistance factor

    • Fach: Genetik

    Abbildung

    Erbfaktor, der seinem Träger Widerstandsfähigkeit gegen einen bestimmten Stoff (bzw. eine Stoffgruppe) verleiht. I.e.S. die R-Faktoren (Plasmide) der Bakterien, die die Resistenz (2) gegen ein bestimmtes Antibiotikum determinieren. Sie bestehen als „konjugative Plasmide“ aus der oder den Resistenzdeterminanten (den Trägern der Resistenzgene; bestimmen Resistenzmuster u. -typ) u. aus dem – sich Genom-unabhängig vermehrenden – Resistenztransferfaktor (= Gene für die Konjugation, die Verbindung mit weiteren Erregerzellen u. für die [para]sexuelle, durch „Sexpili“ erfolgende Übertragung des R-Faktors von Zelle zu Zelle). S.a. Transposon. R-Faktoren wurden bisher gefunden bei allen Enterobacteriaceae, bei Pseudomonas aeruginosa, Pasteurella, Neisseria gonorrhoeae, Haemophilus influenzae, Staphylokokken, Streptococcus faecalis u. pyogenes.

  • Resistenzfaktor 2)
    Resistenzfaktor
    • 2)

    • Fach: Bakteriologie

    Maßzahl für die Bakterienresistenz, errechnet als Quotient aus der minimalen Hemmkonzentration des resistenten Stammes u. der minimalen Hemmkonzentration der Ausgangskultur.

  • Resistenztransferfaktor
    • Resistenz|transfer|faktor

    • Synonyme: RTF (Abk.)

    • Englischer Begriff: resistance transfer factor

    s.u. Resistenzfaktor (1).

  • Resolution
    • Re|solution

    • Englischer Begriff: resolution

    • Fach: Pathologie

    Rückbildung eines krankhaften Prozesses (z.B. Pneumonie) durch Auflösung, Abbau u. Resorption.

  • Resolventia remedia
    • Resolventia (remedia)

    • Englischer Begriff: resolvents

    schleimlösende Mittel (Expectorantia).

  • Resonanz
    • Re|sonanz

    • Englischer Begriff: resonance

    • Fach: Physik

    Anregung eines schwingungsfähigen akustischen oder elektrischen Systems durch eine seiner Eigenfrequenzen.

  • Resonanz, affektive
    Resonanz
    • R., affektive

    • Englischer Begriff: affective r.

    das emotionale Mitschwingen der Gefühle mit den Gefühlen u. Gedanken eines anderen; ist krankhaft beeinträchtigt (Resonanzlosigkeit = affektive R.-Schwäche) bei endogener Depression (wird u.U. als quälend empfunden), Schizophrenie (vom Kranken kaum empfunden). Ferner, als „Imitationsphänomen“, das unbewusste Nachahmen einer mimischen Reaktion ohne entsprechende Gefühlsregung; v.a. bei organischen Hirnkrankheiten (z.B. Zerebralsklerose).

  • Resonanz, kernmagnetische
    Resonanz
    • R., kernmagnetische

    • Englischer Begriff: nuclear magnetic r.

    Kernspinresonanz.

  • Resonanzhypothese Helmholtz
    • Resonanz|hypothese (Helmholtz)

    • Biogr.: H. L. v. Helmholtz, 1821–1894

    • Fach: Otologie

    Hörtheorie, der zufolge von den in der Basilarmembran des Corti-Organs systematisch angeordneten Resonatoren unterschiedlicher Eigenfrequenz jeweils diejenigen durch die Schallwellen angeregt werden, deren Eigenfrequenz mit der Schallfrequenz übereinstimmt. – Durch die hydrodynamische Theorie abgelöst.

  • Resonanzthrombographie
    • Resonanz|thrombographie

    s.u. Thrombelastographie.

  • Resorbentia
    • Resorbentia

    • Englischer Begriff: resorbents

    Mittel, die die Resorption von Exsudat fördern.

  • Resorcin
    • Resorcin

    • Synonyme: Resorzin; C6H4(OH)2; 1,3-Benzoldiol

    • Englischer Begriff: resorcinol

    Antiseptikum; Anw. 2- bis 5%ig als äußerliches Hautmittel (z.B. bei Akne), 5- bis 40%ig als Keratolytikum (Schälpaste).

  • Resorption
    • Re|sorp|tion

    • Englischer Begriff: resorption

    die Aufnahme von Wasser u. gelösten Stoffen durch lebende Zellen. Im Allgemeinen als aktiver Transportprozess in Richtung Blut, Lymphe; z.B. als Darmresorption (s.a. Malabsorption), Hautresorption, als tubulärer Transport (s.a. Ludwig-Theorie). Pharmakologisch die R. von Arzneimitteln von Körperoberflächen (Haut, Schleimhaut, Magen-Darm-Trakt, Lungenalveolen usw.) in das zentrale Kompartiment (v.a. Blut) als Teilvorgang der Invasion; erfolgt durch Diffusion, aktiven Transport, Pinozytose, Phagozytose; s.a. Bioverfügbarkeit.

  • Resorptionsatelektase
    • Resorptions|atelektase

    • Englischer Begriff: resorption atelectasis

    umschriebene Lungenatelektase durch allmähliche Resorption der Alveolar- u. Bronchialluft peripher eines Bronchusverschlusses („Obstruktionsatelektase“).

  • Resorptionsbeschleuniger
    • Englischer Begriff: resorption accelerators

    Substanzen, die eine schnellere Resorption von Pharmaka bewirken, z.B. durch Verbesserung der Wasserlöslichkeit (z.B. durch Dimethylsulfoxid), Erhöhung der Durchblutung am Applikationsort (z.B. durch Nicotinsäure) oder Erhöhung der Membrandurchlässigkeit bzw. Gefäßpermeabilität (z.B. durch Hyaluronidase).

  • Resorptionsfieber
    • Resorptions|fieber

    • Englischer Begriff: aseptic fever

    „aseptisches“ Fieber nach Resorption körpereigener Eiweißkörper (z.B. aus einem Hämatom).

  • Resorptionsikterus
    • Resorptions|ikterus

    • Englischer Begriff: obstructive jaundice

    posthepatischer, d.h. durch Resorption bereits von der Leber ausgeschiedener Gallenfarbstoffe bedingter Ikterus.

  • Resorptionsverzögerer

      Arzneimittel, die die Verdauung von Kohlenhydraten verlangsamen; Alpha-Glucosidase-Hemmer.

    • Resorzin
      • Resorzin

      Resorcin.

    • Resozialisierung
      • Re|sozialisierung

      • Englischer Begriff: (social) rehabilitation

      Rehabilitationsmaßnahmen in Richtung der sozialen Wiedereingliederung nach einer Krankheit.

    • Respiratio
      • Re|spiratio

      • Synonyme: -spiration

      • Englischer Begriff: respiration

      Atmung. S.a. Perspiratio.

    • Respirationsapparat
      • Respirations|apparat

      • 1)
        die Atmungsorgane, Apparatus respiratorius... (mehr)
      • 2)
        Beatmungsgerät... (mehr)
    • Respirationsapparat 1)
      Respirationsapparat
      • 1)

      • Englischer Begriff: respiratory system

      • Fach: Anatomie

      die Atmungsorgane, Apparatus respiratorius.

    • Respirationsapparat 2)
      Respirationsapparat
      • 2)

      • Englischer Begriff: respirator

      Beatmungsgerät.

    • Respirationskalorimeter
      • Respirations|kalori|meter

      • Englischer Begriff: respiratory calorimeter

      • Fach: Physiologie

      Gerät zur indirekten u./oder direkten Kalorimetrie anhand der Ermittlung der Sauerstoff-Verbrauchs- u. Kohlendioxid-Abgabewerte.

    • Respirationstrakt
      • Respirations|trakt

      • Englischer Begriff: respiratory tract; r. system

      Apparatus respiratorius.

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