Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • Retroperitonealtumoren
    • Englischer Begriff: retroperitoneal tumors

    Bez. für benigne u. maligne Tumoren im Retroperitonealraum, die in primäre u. sekundäre Tumoren unterteilt werden.

  • Retroperitonealtumoren, primäre
    Retroperitonealtumoren
    • R., primäre

    • Synonyme: PRT (Abk.)

    Tumoren großer histologischer Vielfalt, die sich autochthon aus Relikten von Primordialgeweben im Retroperitonealraum entwickeln. Die PRT mesenchymalen u. epithelialen Ursprungs zeigen einen Häufigkeitsgipfel um das 5. Ljz., diejenigen neurogenen u. teratoiden Ursprungs kommen vorwiegend im Kindes- u. Jugendalter vor. 85% aller PRT befallen den Harntrakt. Diagn. (u. Verlaufskontrolle): Sonographie; perkutane, sonographisch gesteuerte Feinnadelpunktion; Computer-, Kernspintomographie. Ther.: je nach Tumor Exzision, Strahlentherapie, Chemotherapie (bei malignem Lymphom).

  • Retroperitonealtumoren, sekundäre
    Retroperitonealtumoren
    • R., sekundäre

    Bez. für nicht autochthone, lediglich topographisch „retroperitoneal“ gelegene Tumoren: Metastasen (Prostata, Urothel, Kolon, Magen, Ovar, Uterus, Mamma); Organtumoren der Nebennieren u. des Urogenitaltraktes, lymphoproliferative Systemerkrankungen.

  • Retropharyngealphlegmone
    • Re|tro|pharyngeal|phlegmone

    Phlegmone im Retropharyngealraum (Spatium retropharyngeale), dem Weichteilraum hinter dem Schlund („Pharynx“).

  • Retroplazentarblut
    • Re|tro|plazentar|blut

    das unter der Geburt aus zerreißenden Uteroplazentargefäßen zwischen den Mutterkuchen („Plazenta“) u. die Gebärmutterwand austretende mütterliche Blut (als Retroplazentarhämatom), das während u. nach der Plazentalösung abfließt.

  • Retropneumoperitoneum
    • Re|tro|pneumo|peritoneum

    • Englischer Begriff: pneumoretroperitoneum

    Pneumoretroperitoneum.

  • Retropositio
    • Retro|positio

    • Synonyme: -position

    • Englischer Begriff: retroposition

    krankhafte Rückwärtsverlagerung eines Organs.

    • R. coli
      R. des Dickdarms, Chilaiditi-Syndrom... (mehr)
    • R. uteri
      Gesamtverlagerung der Gebärmutter in Richtung Kreuzbein bei normalem Korpus-Zervix-Winkel... (mehr)
  • Retropositio coli
    Retropositio
    • R. coli

    R. des Dickdarms, Chilaiditi-Syndrom.

  • Retropositio uteri
    Retropositio
    • R. uteri

    Gesamtverlagerung der Gebärmutter in Richtung Kreuzbein bei normalem Korpus-Zervix-Winkel (s.a. Retroflexio).

  • retropubicus
    • re|tro|pubicus

    • Synonyme: -pubisch

    • Englischer Begriff: retropubic

    hinter dem Schambein.

  • retropubische Prostatektomie
    retropubicus
    • r. Prostat|ektomie

    • Englischer Begriff: r. prostatectomy

    extravesikale Prostatektomie nach van Slocum oder Millin.

  • Retropulsion
    • Re|tro|pulsion

    • Englischer Begriff: retropulsion

    • Fach: Neurologie

    das Nach-hinten-Fallen beim Versuch, das Rückwärtsgehen plötzlich abzubrechen; v.a. bei Parkinsonismus (s.a. Pro-, Lateropulsion).

  • Retropulsivanfall
    • Re|tro|pulsivanfall

    • Englischer Begriff: retropulsive seizure

    generalisierter epileptischer Anfall mit Kopf-Rumpf-Zurückbeugen. Evtl. als Retropulsiv-Petit-Mal (= RPM), d.h. als Absence mit Rumpfüberstreckung.

  • retropulsive Peristaltik
    • re|tro|pulsive Peristaltik

    Retroperistaltik.

  • retrospektiv
    • re|tro|spektiv

    • Englischer Begriff: retrospective

    rückblickend, bei Rückschau.

  • retrosternal
    • re|tro|sternal

    • Englischer Begriff: retrosternal

    hinter dem Brustbein („Sternum“); z.B. der r. Schmerz (v.a. bei Angina pectoris); auch – i.e.S. – im Retrosternalraum.

  • Retrosternalraum
    • Re|tro|sternal|raum

    • Englischer Begriff: anterior mediastinal clear space

    • Fach: Röntgenologie

    der bei tiefer Ausatmung fast aufgehobene, bei Einatmung bis > 3 cm tiefe vordere Mediastinalraum (zwischen Brustbein u. Herz); ist z.B. bei Lungenemphysem vergrößert, bei retrosternaler Struma, retrosternaler Zwerchfellhernie (Morgagni-Hernie), Thymusvergrößerung eingeengt.

  • retrotonsillär
    • re|tro|tonsillär

    • Englischer Begriff: retrotonsillar

    hinter der (Gaumen-)Mandel (Tonsilla) gelegen.

  • retrotonsillärer Abszess
    retrotonsillär
    • r. Abszess

    • Englischer Begriff: r. abscess

    Peritonsillarabszess.

  • retrotympanale Räume
    • re|tro|tympanale Räume

    die hinter der Paukenhöhle (Cavitas tympanica) gelegenen Warzenfortsatzräume (Antrum mastoideum u. Cellulae mastoideae).

  • retrouteriner Raum
    • re|tro|uteriner Raum

    • Englischer Begriff: Douglas' pouch

    der hintere = eigentliche Douglas-Raum.

  • retrovaginaler Raum
    • re|tro|vaginaler Raum

    • Englischer Begriff: Tenon's space

    • Fach: Ophthalmologie

    der Augenhöhlenbereich hinter der Vagina bulbi (Tenon-Kapsel).

  • Retrovakzine
    • Re|tro|vakzine

    • Englischer Begriff: retrovaccine

    der Pustelinhalt von Kälbern nach deren Impfung mit Pustelinhalt von Pocken-Erstimpflingen; diente als „Animpfstoff“ für die Gewinnung von Pockenlymphe.

  • Retroversio uteri
    • Re|tro|versio uteri

    • Englischer Begriff: retroversion of uterus

    die Rückwärtsneigung der Gebärmutter bei annähernd gestrecktem Winkel zwischen deren Körper- u. Halsteil; fixiert oder mobil analog der Retroflexio (mit der sie evtl. kombiniert ist = Retroversioflexio).

  • Retroviren
    • Retro|viren

    • Synonyme: -viridae

    • Englischer Begriff: retroviruses

    Abbildung

    eine Familie der RNS-Viren mit komplexer Innenstruktur (u. als gereinigte Virionen mit nachweisbarer reverser Transcriptase). Umfasst alle RNS-haltigen Tumorviren (dort Tab.; s.a. Abb.), u. zwar in der Unterfamilie Oncovirinae (Oncorna-Viren), u.a. mit HTLV I u. II. Ferner die Unterklassen Spumavirinae (Foamy-Viren von Mensch u. verschiedenen Tieren) u. Lentivirinae (v.a. als Slow-Virus-Infektion der Schafe), zu denen auch HIV, der Erreger von AIDS, gerechnet werden kann. Zu den Tumorviren gehören u.a. das Rous-Sarkomvirus.

  • retrozäkal
    • re|tro|zäkal

    • Englischer Begriff: retrocecal

    retrocaecalis.

  • Retrozession
    • Re|tro|zession

    • Englischer Begriff: retrocession

    das „Ausweichen“ der Erstinfektionen in höhere Lebensalter.

  • Retrusion
    • Re|trusion

    • Englischer Begriff: retrusion

    Zurückverlagerung, z.B. eines Zahnes gegenüber der normalen Stellung.

  • Rett-Syndrom
    • Rett-Syndrom

    • Englischer Begriff: Rett's syndrome

    nur bei ♀ beschriebene, frühkindlich beginnende u. langsam fortschreitende Enzephalopathie (z.B. Hirnatrophie). Mit Demenz, autistischen Verhaltensweisen, Stereotypien („Handwaschbewegungen“), Zurückbleiben des Kopfwachstums, später mit epileptischen Anfällen, Apraxie u. extrapyramidalen Symptomen sowie Muskelschwund u. Spastik.

  • Rettungsassistent

      qualifizierte Berufsgruppe des Rettungsdienstes mit 2-jähriger Ausbildung, die vor bzw. mit dem Notarzt die Versorgung von Notfallpatienten übernimmt.

    • Rettungskette
      • Englischer Begriff: chain of survival

      bildhafter Ausdruck für alle notwendigen, ineinander greifenden Maßnahmen bei Notfällen (insbesondere kardiale) mit Gefährdung für Leib u. Leben. „Kettenglieder“ sind: frühe Alarmierung, frühe Herz-Lungen-Wiederbelebung (Laienreanimation), frühe Defibrillation (ebenfalls durch Laien), frühe erweiterte medizinische Maßnahmen (z.B. präklinische Lyse bei Myokardinfarkt ).

    • Retzius
      • Retzius

      • Biogr.: 1) Anders Adolf R., 1796–1860, Anatom, Lund; 2) Magnus G. R., 1842–1919, Anatom, Schweden

      • R.-Band
        Lig... (mehr)
      • R.-Fasern
        von der Pars plana an der Glaskörperbasis in den Glaskörper fächerförmig... (mehr)
      • R.-Raum
        Spatium retropubicum... (mehr)
      • R-Streifen
        mikroskopisch erkennbare Linie im Zahnschmelz, die den Mineralisationsrhythmus... (mehr)
      • R.-Venen
        Anastomosen zwischen kleinen Venen der Darmwand und des Mesenteriums (Zuflüsse... (mehr)
    • Retzius-Band
      Retzius
      • R.-Band

      • Biogr.: Anders Adolf R.

      Lig. fundiforme clitoridis.

    • Retzius-Fasern
      Retzius
      • R.-Fasern

      • Biogr.: Anders Adolf R.

      von der Pars plana an der Glaskörperbasis in den Glaskörper fächerförmig einstrahlende feinste Fäserchen. Vermutlich Reste der Tunica vasculosa lentis. Spielen durch Schrumpfung eine Rolle bei der Entstehung peripherer Netzhautdegenerationen und der Ablatio retinae.

    • Retzius-Raum
      Retzius
      • R.-Raum

      • Englischer Begriff: Retzius' space

      • Biogr.: Anders Adolf R.

      Spatium retropubicum.

    • Retzius-Streifen
      Retzius
      • R-Streifen

      • Synonyme: R.-Linie; Anbaulinie

      • Englischer Begriff: calcification lines of Retzius

      • Biogr.: Magnus G. R.

      mikroskopisch erkennbare Linie im Zahnschmelz, die den Mineralisationsrhythmus widerspiegelt. Ein ausgeprägter R.-Streifen ist die „Geburtslinie“ im Schmelz der Milchzähne u. der ersten bleibenden Molaren

    • Retzius-Venen
      Retzius
      • R.-Venen

      • Englischer Begriff: R.' veins

      • Biogr.: Anders Adolf R.

      Anastomosen zwischen kleinen Venen der Darmwand und des Mesenteriums (Zuflüsse zur Vena portae) und Ästen der Vena cava inferior. Über sie kommt es zur paraportalen Resorption.

    • reuniens
      • re|uniens

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: reunient; connecting

      verbindend, z.B. Ductus reuniens.

    • Revakzination
      • Re|vakzination

      • Englischer Begriff: revaccination

      Wiederholungsimpfung zur Auffrischung der Immunität (Booster-Effekt).

    • Revaskularisation
      • Re|vaskularisation

      • 1)
        Einsprossen von Kapillaren in ein krankheitsbedingt nicht durchblutetes... (mehr)
      • 2)
        am Herzen v.a... (mehr)
      • 3)
        als interventionelle kardiologische R. durch perkutane transluminale Koronarangioplastie... (mehr)
      • 4)
        als R. durch medikamentöse systemische oder lokale Auflösung eines Thrombus... (mehr)
    • Revaskularisation 1)
      Revaskularisation
      • 1)

      Einsprossen von Kapillaren in ein krankheitsbedingt nicht durchblutetes (z.B. infarziertes) Gewebe.

    • Revaskularisation 2)
      Revaskularisation
      • 2)

      am Herzen v.a. als koronarchirurgische R., meist als koronarer Bypass (s.a. Koronarchirurgie), aber auch als Endarteriektomie. Früher auch als indirekte R., z.B. durch Einpflanzen eines geeigneten Gefäßes nach Vineberg in das Myokard.

    • Revaskularisation 3)
      Revaskularisation
      • 3)

      als interventionelle kardiologische R. durch perkutane transluminale Koronarangioplastie (PTCA), als Angioplastie auch zuführender Hirnarterien oder der A. subclavia (z.B. bei Anzapf-Syndrom) u. verwandte Verfahren.

    • Revaskularisation 4)
      Revaskularisation
      • 4)

      • Englischer Begriff: revascularization

      als R. durch medikamentöse systemische oder lokale Auflösung eines Thrombus (Fibrinolysetherapie).

    • Reverdin
      • Reverdin

      • Biogr.: 1) Auguste R. u. Sohn Albert R., 1848–1908 bzw. 1881–1929, Chirurgen, Genf; 2) Jacques-Louis R., 1842–1908, Chirurg, Genf

      • R.-Nadel
        gestielte atraumatische Nadel mit spitzennahem Schlitz (für die Fadenaufnahme)... (mehr)
      • R.-Plastik
        autologe Hauttransplantation zur Deckung gut granulierender Hautdefekte... (mehr)
    • Reverdin-Nadel
      Reverdin
      • R.-Nadel

      • Englischer Begriff: Reverdin's needle

      • Biogr.: Auguste R. u. Albert R.

      gestielte atraumatische Nadel mit spitzennahem Schlitz (für die Fadenaufnahme) u. Längskehlung.

    • Reverdin-Plastik
      Reverdin
      • R.-Plastik

      • Englischer Begriff: R.'s method; R.'s graft

      • Biogr.: Jacques-Louis R.

      autologe Hauttransplantation zur Deckung gut granulierender Hautdefekte (v.a. der unteren Gliedmaßen) mittels zahlreicher freier, durch Skalpellanwendung gewonnener Epidermisläppchen (R.-Läppchen), welche durch Bildung von Epithelinseln die Epithelisierung begünstigen.

    • reverse Transcriptase
      • reverse Tran|scriptase

      s.u. Transcriptase.

    • Reverse-Transcriptase-Hemmer
      • Synonyme: -Inhibitoren

      • Englischer Begriff: reverse transcriptase inhibitors

      Virostatika, die die reverse Transcriptase des HIV hemmen. Wirkung: hemmen die Umschreibung der viralen RNS in die DNS der Wirtszelle u. senken dadurch die Viruslast. Wirkst.: 1) als nukleosidale R. (NRTI; Nukleosid-Analoga): Azidothymidin = AZT = Zidovudin, Didesoxyinosin = DDI = Didanosin, Didesoxycytidin = DDC = Zalcitabin, 3TC = Lamivudin, D4T = Stavudin, Abacavir = ABC. 2) als nichtnukleosidale R. (NNRTI; Nicht-Nukleosid-Analoga): Nevirapin, Efavirenz, Delavirdin. 3) als nukleotidale R. (NtRTI; Nukleotid-Analoga): Adefovir-Dipivoxil (nicht bei HIV eingesetzt), Tenofovir-Disoproxil; NW: 1) der NRTI: Neuropathie, Anämie, Neutropenie, Störungen seitens des Gastrointestinaltraktes, Kopfschmerzen. 2) der NNRTI: allergische Hautreaktionen, Hepatotoxizität, Übelkeit, Kopfschmerzen. 3) der NtRTI: v.a. Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö.

    • reversed Barton-fracture
      • reversed Barton fracture

      • Biogr.: John Rhea B., 1794–1871, Chirurg, Philadelphia

      eine Radiusfraktur (dort Abb.) als palmare Luxationsfraktur mit Abbruch einer volaren Lippe der Speichengelenkfläche u. mit volar-zentraler Verschiebung der Handwurzel.

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