Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • Rhinorrhö 1)
    Rhinorrhö
    • 1)

    • Englischer Begriff: rhinorrhea

    heftige Nasenschleimabsonderung.

  • Rhinorrhö 2)
    Rhinorrhö
    • 2)

    • Englischer Begriff: CFS rhinorrhea

    Liquorrhö aus der Nase (v.a. bei rhinobasaler Fraktur).

  • Rhinoschisis
    • Rhino|schisis

    Nasenspalte; s.a. Rhinodymie.

  • Rhinoscopia
    • Rhino|scopia

    • Synonyme: -skopie

    • Englischer Begriff: rhinoscopy

    Nasenhöhlenspiegelung. Als Rh. anterior mittels eines in das Nasenloch eingeführten Nasenspekulums (bei tieferem Vordringen mit Spezialspekulum als Rh. media); als Rh. posterior (Epipharyngo- = Postrhinoskopie) vom Nasenrachen aus (u. unter dessen Inspektion) mittels eines Spiegels.

  • Rhinosklerom
    • Rhino|sklerom

    • Englischer Begriff: rhinoscleroma

    durch Klebsiella rhinoscleromatis (Tröpfcheninfektion?) hervorgerufene granulomatöse Krankheit der Schleimhaut der Nase, des Mundes u. der anschließenden oberen Atemwege. Beginnt mit flächenhafter Infiltration, dann Granulome (mit Russell-Körperchen u. Mikulicz-Zellen), Verhärtung („Mukosasklerose“), Einengung der Bronchien u. – meist tödliche – Lungenentzündung.

  • Rhinosporidiose
    • Rhino|sporidiose

    • Englischer Begriff: rhinosporidiosis

    tropische Nasenkrankheit durch den Pilz Rhinosporidium seeberi. Tief-granulomatöse, polypöse Schleimhautveränderungen, evtl. mit Ausbreitung in den Schlund, das Bronchialsystem u. innere Organe.

  • Rhinovakzine
    • Rhino|vakzine

    • Englischer Begriff: rhinovaccine

    Impfstoff (meist attenuierte Keime) für die Anw. über die Nasenschleimhaut.

  • Rhinoviren
    • Rhino|viren

    • Englischer Begriff: rhinoviruses

    ursprünglich Bezeichnung für die sog. Salisbury-Stämme (Common-Cold-Viren u. gewisse ECHO-Viren Typ 28). – Nach neuerer Klassifikation die Gattung Rhinovirus der Picorna-Viren mit über 100 Typen; Erreger von Atemwegserkrankungen, verbreitet durch Tröpfcheninfektion; unterschieden werden H- u. M-Stämme (je nach Züchtbarkeit auf embryonalem Gewebe des Menschen oder auch des Affen [engl. human bzw. monkey]).

  • Rhinozephalie
    • Rhino|zephalie

    • Englischer Begriff: rhinocephaly

    Fehlbildung mit teilweiser oder vollständiger rüsselartiger Verschmelzung der Nase mit einer Augenanlage.

  • Rhipicephalus
    • Rhipi|cephalus

    eine Schildzecken-Gattung [Ixodidae]; darunter Krankheitsüberträger (z.B. von Rickettsien, Theileria, Babesia).

  • Rhizarthrose
    • Rhiz|arthrose

    Arthrose eines „Wurzelgelenks“ der Gliedmaßen, i.e.S. die Daumensattelgelenksarthrose.

  • Rhizobium
    • Rhizo|bium

    Gattung gramnegativer, streng aerober Stäbchen; die saprophytären „Knöllchen-Bakterien“ der Wurzelhaare von Leguminosen (als deren zur Stickstoff-Reduktion befähigte Symbionten).

  • Rhizoid
    • Rhizoid

    • Englischer Begriff: rhizoid

    s.u. Rhizopus.

  • Rhizolyse
    • Rhizo|lyse

    • Englischer Begriff: rhizolysis

    operative Demyelinisierung von Fasern der Spinalnervenwurzeln, v.a. sensibler Fasern durch Hitzeeinwirkung (Thermorhizolyse) bei unstillbaren Schmerzen.

  • Rhizoma
    • Rhi|zom(a)

    • Synonyme: Wurzelstock

    • Englischer Begriff: rhizome

    der relativ dicke, unterirdische Erdspross ausdauernder Kräuter; wird wegen Wirkstoffreichtums häufig als – getrocknete – Droge therapeutisch genutzt; s.a. Radix.

  • rhizomelisch
    • rhizo|mel(isch)

    • Englischer Begriff: rhizomelic

    die Wurzelgelenke der Gliedmaßen (s.a. Rhizarthrose) betreffend.

  • Rhizoneuron
    • Rhizo|neuron

    • Englischer Begriff: rhizoneure; neuron of a spinal nerve root

    • Fach: Anatomie

    das Neuron einer Spinalnervenwurzel; i.e.S. das Motoneuron; s.a. Radikulo...

  • Rhizopoda
    • Rhizo|poda

    die „Wurzelfüßer“ (= „Wechseltierchen“). Unterklasse der Sarcodina der Protozoen, umfasst u.a. die Ordnung Amoebida (Entamoeba histolytica).

  • Rhizopus
    • Rhizo|pus

    • Fach: Mykologie

    Zygosporen bildende u. wurzelähnliche Hafthyphen („Rhizoide“) tragende Phykomyzeten-Gattung.

  • Rhizotomie
    • Rhizo|tomie

    • Englischer Begriff: rhizotomy

    Radikulotomie.

    • Rh., chemische
      selektive Blockade der hinteren Spinalwurzel („Rhizotomia posterior“)... (mehr)
  • Rhizotomie, chemische
    Rhizotomie
    • Rh., chemische

    • Englischer Begriff: chemical rh

    selektive Blockade der hinteren Spinalwurzel („Rhizotomia posterior“) durch örtliche Injektion eines Leitungsblockers (z.B. Phenolglycerin-Lsg.) als schmerztherapeutische Maßnahme (v.a. bei Tumorschmerzen).

  • Rhodamin
    • Rhod|amin

    • Englischer Begriff: rhodamine

    Gruppe roter, fluoreszierender Farbstoffe vom Xanthen-Typ; dienen z.T. als Vitalfarbstoffe.

  • Rhodnius prolixus
    • Rhod|nius prolixus

    eine Raubwanze [Reduciidae]; Trypanosomen-Überträger.

  • Rhodopsin
    • Rhod|opsin

    • Englischer Begriff: rhodopsin; visual purple

    der für das Dämmerungssehen benötigte „Sehpurpur“ der Netzhautstäbchen; besteht aus einem Eiweißkörper (Opsin bzw. Skotopsin) u. aus Neoretinin1b (ein Stereoisomer des all-trans-Retinins = Vitamin-A-Aldehyd) oder Neoretinin2b (11-cis-Form des Vitamin-A2-Aldehyds). Das optimale Absorptionsmaximum der aus vier spektral ansprechbaren Sehfarbstoffen bestehenden Gruppe liegt bei 502 nm (entspricht der größten Helligkeitsempfindung bei Dämmerungssehen; dort Abb.). Bei Lichteinwirkung erfolgt Bleichung mit Änderung der Retinin-Konfiguration u. damit der Proteinbindung (Auslösung des nervösen Impulses); im Dunkeln erfolgt durch Umkehr des chemischen Prozesses Regeneration.

  • Rhodotorula
    • Rhodo|torula

    • Fach: Mykologie

    eine Gattung der Cryptococcaceae, sog. rote Hefen. Typ-Spezies: Rh. glutinis (= Cryptococcus = Saccharomyces = Torulopsis gl.), ein Haut- u. Schleimhautsaprophyt.

  • Rhombencephalon
    • Rhomb|encephalon

    • Synonyme: Rautenhirn

    • Englischer Begriff: rhombencephalon; hindbrain

    Abschnitt des Gehirns, der vom oberen Rand der Brücke (Pons) bis zum ersten Spinalnervenpaar reicht. Wird unterteilt in Myelencephalon (Medulla oblongata) und Metencephalon (Pons und Cerebellum). Wird durchsetzt von der Rautengrube (Fossa rhomboidea), die Anschluss hat an die Hirnventrikel (über den Aquädukt) und an die äußeren Liquorräume.

  • rhomboideus
    • rhomboide(u)s

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: rhomboid

    rautenförmig.

  • Rhonchi sibilantes et sonores
    • Rhon|chi sibilantes et sonores

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: sibilant rhonchi; sonorous r.

    pfeifende, giemende bzw. brummende, schnurrende Rasselgeräusche.

  • Rhopheozytose
    • Rhopheo|zytose

    • Englischer Begriff: rhopheocytosis

    der Pinozytose-artige Vorgang der Ferritin-Ablagerung in Form granulierter Vakuolen.

  • Rhotazismus
    • Rhotazismus

    • Englischer Begriff: rhotacism

    teilweises Stammeln mit Aussprachestörung des stimmhaften „r“ (griech.: rho); Form der Dyslalie.

  • RHS
  • RHS-Syndrom
  • Rhusiopathia suis
    • Rhusio|pathia (suis)

    Schweinerotlauf, Erysipeloid.

  • Rhypo...
    • Rhyp(o)...

    Wortteil „Schmutz“ (auch Kot, Harn).

  • Rhythmik
    • Rhythmik

    • Englischer Begriff: rhythmicity

    der charakteristische Rhythmus eines Prozesses; z.B. biol als Biorhythmik die im Erbgut begründete, für jeweils bestimmte Taxa (Taxon) charakteristische, zellulär oder zentral gesteuerte Periodizität biologischer Vorgänge mit – durch Evolution bedingter – Frequenzanpassung an den Rhythmus der sich ändernden Umweltfaktoren (v.a. an den Tag-Nacht-Rhythmus, zirkadianer Rhythmus). Ferner nicht umweltgesteuerte Rhythmen, z.B. der Ovulationszyklus. S.a. Dysrhythmie.

  • Rhythmus
    • Rhythmus

    • Englischer Begriff: rhythm

    mehrmalige periodische Wiederholung gleichartiger Abschnitte in einem Vorgang, z.B. der Alpharhythmus im EEG; s.a. Rhythmik. – Auch Kurzbezeichnung des Herzrhythmus.

  • Rhythmusmethode
    • Rhythmus|methode

    • Englischer Begriff: rhythm method

    • Fach: Gynäkologie

    s.u. Konzeptionsverhütung.

  • Rhythmusstörung
    • Rhythmus|störung

    • Englischer Begriff: dysrhythmia

    • Fach: Kardiologie

    Herzrhythmusstörung.

  • Rhytid...

      Wortteil „Falten“ (Runzeln); z.B. Rhytid|ektomie (face lifting).

    • RI-Viren
      • RI-Viren

      • Englischer Begriff: respiratory illness viruses

      Adenoviren.

    • RIA
        • 1)   Abbildung
          eine radioimmunologische Methode zur quantitativen Bestimmung kleinster... (mehr)
        • 2)
          Abk... (mehr)
      • RIA 1)
        RIA
        • 1)

        • Synonyme: Abk. für Radioimmunoassay

        • Etymol.: engl.

        Abbildung

        eine radioimmunologische Methode zur quantitativen Bestimmung kleinster Substanzmengen (ng-Bereich). Dazu gehören z.B. Erreger-Antigene, Hormone, Enzyme, Serumeiweißkörper, Tumorantigene bzw. Arzneimittel, DNS. Form des Immunoassays, bei der ein radioaktives Nuklid als Marker benutzt wird. Eine sog. Sättigungs-, Bindungs- oder Displacementanalyse mittels Antigen-Antikörper-Reaktion. Durchf.: meist als kompetitiver Immunoassay: Das zu bestimmende (nicht markierte) Antigen (AG) oder Hapten u. eine definierte Menge von radioaktiv markiertem AG („Tracer“) bzw. Hapten werden mit ihrem spezifischen Antikörper (AK; mittels Tierimmunisierung gewonnen) zur Reaktion gebracht. Die Bindung der beiden AG an den AK erfolgt – in hoher Verdünnung – kompetitiv, so dass die – nach angemessener Inkubationszeit vorgenommene – Bestimmung der Strahlungsaktivität der aus der Lösung abgetrennten AG-AK-Komplexe (bzw. des Rückstandes) ein Maß für die gesuchte Konzentration des AG ist (s. Schema). Neben dieser einfachen Technik, die auch mit immobilisierten, d.h. mit kovalent an ein Substrat gekoppelten AK (Immunadsorbens) anwendbar ist, z.B. als Radioimmunosorbentassay oder -test (RISA = RIST), sind weitere Techniken in Gebrauch, die sich v.a. in der Trennmethodik unterscheiden (z.B. Agglutination, Adsorption, Ionenaustausch, Fällung, Zentrifugieren); ferner als nichtkompetitive „Doppel-AK-Technik“ die sog. Sandwich-Methode (s.a. RAST).

      • RIA 2)
        RIA
        • 2)

        • Fach: Kardiologie

        Abk. für Ramus interventricularis anterior.

      • Ribavirin
        • Englischer Begriff: ribavirin

        Nukleosidanalogon; Virostatikum; Anw.: a) oral zur Ther. bei Hepatitis C; b) inhalativ bei schweren Infektionen durch respiratory syncytial virus; NW: Anämie, Hämolyse, Hautirritation, Bronchospasmus; im Tierversuch teratogen!

      • Ribbing-Syndrom
        • Ribbing-Syndrom

        • Biogr.: Seved R., geb. 1902, Röntgenologe, Uppsala

        • 1)
          eine autosomal-dominant erbliche enchondrale Dysostose, charakterisiert... (mehr)
        • 2)
          eine erbliche multiple Diaphysensklerose... (mehr)
      • Ribbing-Syndrom 1)
        Ribbing-Syndrom
        • 1)

        • Synonyme: Müller-R.-Clément-Syndrom

        • Englischer Begriff: Ribbing(-Müller) disease; multiple hereditary epiphyseal dysplasia

        eine autosomal-dominant erbliche enchondrale Dysostose, charakterisiert durch kleine, fehlgebildete Epiphysenkerne (z.B. am körpernahen Femurende muldenförmiger Defekt oder niedere bzw. Mikroepiphyse), Osteomalazie, Versteifung betroffener Gelenke.

      • Ribbing-Syndrom 2)
        Ribbing-Syndrom
        • 2)

        • Englischer Begriff: R.'s syndrome

        eine erbliche multiple Diaphysensklerose.

      • Riboflavin
        • Riboflavin

        • Englischer Begriff: riboflavin

        Vitamin B2. S.a. Ariboflavinose.

      • Ribonuclease
        • Ribo|nu|clease

        • Synonyme: RN-ase

        • Englischer Begriff: ribonuclease (RNase)

        Sammelbezeichnung für RNS (= RNA) spaltende hydrolysierende Enzyme (Phosphodiester-hydrolasen; Typ: Endonucleasen). Als R. I (= alkalische oder Pankreas-R.) spaltet sie RNS in 3'-Position eines Pyrimidinnucleotid-Restes (ist durch Heparin hemmbar; die ihrem spektrophotometrischen Nachweis dienende Spaltung von zyklischem Cytidin-2',3'-phosphat dient auch zur Heparin-Bestimmung); die Serumwerte sind bei progressiver Muskeldystrophie, Leukosen u. Pankreaserkrankungen erhöht. – Die R. II (pflanzliche R.) wirkt zusätzlich auf Purinnucleotide.

      • Ribonucleinsäure
        • Ribo|nu|clein|säure

        • Synonyme: RNS (Abk.); Acidum ribonucleinicum

        • Englischer Begriff: ribonucleic acid; RNA (Abk.)

        eine in mehreren Abwandlungen mit gleicher Grundstruktur in allen Zellen vorkommende Nucleinsäure, deren Nucleotid-Bausteine durch in 3',5'-Stellung mit Phosphorsäure veresterte Ribose-Moleküle kettenförmig zu hochmolekularen Polyribonucleotiden verknüpft sind. Enthält – an Ribose gebunden – die Basen Adenin, Guanin u. Cytosin sowie – anstelle des Thymins der DNS – Uracil. Wichtigste Funktion ist die Regelung der Eiweißbiosynthese, die nach dem Schema DNS → RNS → Protein verläuft (s.a. Transkription, Translation, Ribosomen, UDPG-Metabolismus). Wird nach der biologischen Funktion unterschieden als Messenger-RNS (mRNS), als Transfer-RNS (tRNS; auch sRNS [engl. = soluble = löslich]) u. als ribosomale (r)RNS (Letztere als Hauptanteil der zytoplasmatischen RNS). Bei Viren (s.a. RNS-Viren) stellt sie – einsträngig, selten doppelsträngig (z.B. in REO-Viren) – das genetische Material dar. Bei den meisten Organismen ist sie einsträngig ein primäres Genprodukt, das basenkomplementär entlang dem DNS-Strang synthetisiert wird; als m- u. r-RNS ein genetisches Endprodukt. RNS ist histochemisch nachweisbar. Als heterogene Kern-RNS Gen-vereinigend in Zellkernen von Eukaryonten.

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