Medizin-Lexikon: Einträge mit "R"

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  • Ringmesser
    • Ring|messer

    • Englischer Begriff: ring-knife

    Adenotom; s.a. Ringstripper.

  • Ringpessar
    • Ring|pessar

    • Englischer Begriff: ring pessary

    ringförmiges Scheidenpessar zur Abstützung der Gebärmutter am Beckenboden bei Uterusprolaps.

  • Ringschatten
    • Ring|schatten

    • Englischer Begriff: ring shadow

    • Fach: Röntgenologie

    im Röntgen-Lungenbild ein weichteildichter ringförm. Schatten mit hellem Zentrum (evtl. auch Flüssigkeitsspiegel), z.B. bei Lungenkaverne, -zyste. S.a. En-face-Nische.

  • Ringsideroblasten
    • Ring|sidero|blasten

    • Englischer Begriff: ringed sideroblasts

    s.u. Sideroblasten.

  • Ringskotom
    • Ring|skotom

    • Englischer Begriff: annular scotoma

    ringförmiges Skotom bei funktionsfähiger Netzhautmitte; z.B. bei Beriberi, Hungerdystrophie, groß bei Pigmentdegeneration. Subjektive Zeichen: Morsezeichen-Phänomen (gerade Linien erscheinen zwei- oder mehrmals unterbrochen), in der Ferne Wahrnehmung nur sehr kleiner u. großer Sehzeichen (mittelgroße in das funktionslose Areal projiziert, nicht sichtbar).

  • Ringstripper
    • Ring|stripper

    • Englischer Begriff: ring stripper

    Abbildung

    Gefäßkürette als hochflexible Sonde mit endständigem stumpfem Metallring; für die halb offene (indirekte, „blinde“) Endarteriektomie bzw. Thrombophlebektomie („Ringstripping“, „Ringdesobliteration“). S.a. Abb.

  • Ringtest
    • Ring|test

    • Englischer Begriff: ring test

    • Fach: Serologie

    einfachster In-vitro-Nachweis präzipitierender Antikörper durch Überschichten einer Antigen-Lösung mit dem Antiserum, wobei an der Grenze als Effekt der Antigen-Antikörper-Reaktion ein Trübungsring (präzipitierte Immunkomplexe) entsteht. S.a. Mancini-Methode (= Ringdiffusion).

  • Ringverbindung
    • Ring|verbindung

    • Englischer Begriff: cyclic compound

    • Fach: Chemie

    zyklische Verbindung; s.a. Aromate.

  • Ringwallkarzinom
    • Ring|wall|karzinom

    ein flach schüsselförmiges geschwüriges Magenkarzinom (meist im Antrum) mit breitem Randwall.

  • Rinne-Versuch
    • Rinne-Versuch

    • Englischer Begriff: Rinne's test

    • Biogr.: Heinr. T. Adolf R., 1819–1868, Psychiater, Hildesheim

    Hörprüfung zur Unterscheidung zwischen Schallleitungs- und Schallempfindungsstörung; erfolgt durch Bestimmung des Hörens bei Knochen- u. bei Luftleitung mittels einer angeschlagenen a1-Stimmgabel, die dem Warzenfortsatz aufgesetzt bzw. vor den Gehörgang gehalten wird. Bei Mittelohrschwerhörigkeit „Rinne negativ“ (Knochenleitung länger als Luftleitung); bei Innenohrschwerhörigkeit „Rinne positiv“ (Luftleitung empfindlicher u. anhaltender als Knochenleitung, aber beide Leitungsarten verkürzt).

  • Riolan
    • Riolan

    • Biogr.: Jean R., 1580–1657, Anatom, Paris

    • R.-Anastomose
      inkonstanter, ortho- u. retrograd durchströmbarer Nebenschluss (Kollaterale)... (mehr)
    • R.-Bogen
      der vom Mesocolon transversum gebildete Bogen; i.w... (mehr)
  • Riolan-Anastomose
    Riolan
    • R.-Anastomose

    • Englischer Begriff: Riolan's anastomosis

    inkonstanter, ortho- u. retrograd durchströmbarer Nebenschluss (Kollaterale) zwischen der oberen u. unteren Arteria mesenterica.

  • Riolan-Bogen
    Riolan
    • R.-Bogen

    • Englischer Begriff: R.'s arcade

    der vom Mesocolon transversum gebildete Bogen; i.w.S. auch die randnah darin verlaufende Gefäßarkade als Verbindung zwischen linkem Ast der Arteria colica media u. der linken A. colica.

  • RIP
    • Fach: Angiologie

    Abk. für Ramus interventricularis posterior.

  • Rippe
    • Englischer Begriff: rib

    Costa. Als anomale R. (als Fehlform bzw. am falschen Ort) z.B. Gabel-, Spalt- bzw. Hals-, Lendenrippe.

  • Rippenbogenrandschnitt
    • Rippen|bogen|rand|schnitt

    • Englischer Begriff: subcostal incision

    Bauchdeckenschnitt (dort Abb.) parallel zum Rippenbogen (Arcus costalis); rechtsseitig als Kocher-Schnitt, Marwedel-Schnitt („Rippenbogenaufklappung“).

  • Rippenbuckel
    • Rippen|buckel

    • Englischer Begriff: rib hump

    bei Skoliose (dort Abb.) mit Verdrehung (Torsion) der Brustwirbelsäule die durch Rückdrehung der Rippenursprünge bedingte Vorwölbung des Brustkorbes, u. zwar an der Skoliosekonvexität als hinterer R.

  • Rippenfell
    • Rippen|fell

    • Englischer Begriff: pleura

    Pleura costalis; s.u. Pleura.

  • Rippenfraktur
    • Rippen|fraktur

    • Englischer Begriff: rib fracture

    Quer- oder Schrägbruch einer oder mehrerer Rippen; im letzteren Fall – z.B. bei Thoraxkompression – oft als Rippenserienfraktur u. dann evtl. mit Thoraxwandinstabilität (Bildung eines „mobilen Brustwandlappens“ mit Atmungsstörung i.S. paradoxer Atmung). Betrifft meist die mittleren Rippen (obere durch Schultergürtel geschützt, untere biegsam); führt evtl. zu Lungenanspießung, Pneumothorax, Hautemphysem. Wird – i.S. der Ruhigstellung – meist behandelt durch Schmerzmittelgabe und Atemgymnastik, bei Ateminsuffizienz Beatmung; s.a. Periduralanästhesie.

  • Rippenknorpel
    • Rippen|knorpel

    • Englischer Begriff: costal cartilage

    Cartilago costalis; s.a. Tietze-Syndrom.

  • Rippenrandschnitt
    • Rippen|rand|schnitt

    Rippenbogenrandschnitt.

  • Rippenraspatorium
    • Rippen|raspatorium

    • Englischer Begriff: rib raspatory

    Raspatorium mit einem das Rippenprofil umgreifenden scharfkantigen Endteil zur Periostablösung; z.B. nach Doyen.

  • Rippenresektion
    • Rippen|resektion

    • Synonyme: Kostektomie

    • Englischer Begriff: costal resection

    operative Rippen(teil)entfernung; in der Regel als subperiostale Resektion (nach Periostablösung) u. unter Belassen des gesamten Brustkorb-Weichteilmantels u. Schonung der Interkostalgefäße u. -nerven; z.B. für Thorakoplastik, Thorakotomie; als R. der 1. Rippe zur Therapie des neurovaskulären Schultergürtelsyndroms.

  • Rippenserienfraktur
    • Rippen|serien|fraktur

    s.u. Rippenfraktur.

  • Rippental
    • Rippen|tal

    die konkavseitige Abflachung des Brustkorbs bei Skoliose (dort Abb.); s.a. Rippenbuckel.

  • Rippenusur
    • Rippen|usur

    • Englischer Begriff: rib erosion

    „Annagung“ (Arrosion) von Rippen, v.a. durch – pulsierenden – Druck (Kollateralenpulsationen bei Aortenisthmusstenose; Aneurysma); oder durch Tumorwachstum (z.B. Pancoast-Tumor).

  • Rippenzwischenraum
    • Rippen|zwischen|raum

    • Synonyme: Interkostalraum

    • Englischer Begriff: intercostal space

    Spatium intercostale.

  • Rippstein-Gerät
    • Rippstein-Gerät

    • Fach: Röntgenologie

    verstellbares Schienensystem zur Lagerung für Aufnahmen der hüftgelenknahen Femurenden.

  • RISA
    • RISA

  • RISA 1)
    RISA
    • 1)

    • Etymol.: engl.

    Abk. für radioiodinated serum albumin (= mit einem radioaktiven Jod-Isotop markiertes Albumin). Anw. als Tracer).

  • RISA 2)
    RISA
    • 2)

    • Etymol.: engl.

    Abk. für radioimmunosorbent assay (s.u. RIA).

  • Risedronsäure
    • Englischer Begriff: risedronate

    ein Bisphosphonat; Anw. als Osteolyse-Hemmstoff bei Morbus Paget u. zur Ther. der Osteoporose.

  • Risiko, bevölkerungsattributables

      Anzahl der Erkrankungen bzw. der Todesfälle im Verhältnis zu definierten Bezugsgrößen (z.B. pro 1 Mio. Einwohner eines bestimmten Bevölkerungskollektivs innerhalb 1 Jahres). Ausdruck für das Krankheits- bzw. Todesfallrisiko bei Anwesenheit bestimmter Risikofaktoren.

    • Risikofaktor
      • Risiko|faktor

      • Englischer Begriff: risk factor

      Umstand, der eine besondere Gesundheitsgefährdung begründet; ist z.B. aus der Eigen- u. Familienanamnese, aus Mortalitäts- u. Morbiditätsstatistiken ersichtlich; z.B. Hypertonie, Übergewicht, Bewegungsarmut, psychosozialer Stress, Erbleiden, Diabetes mellitus; s.a. Arteriosklerose.

    • Risikogeburt
      • Risiko|geburt

      • Englischer Begriff: high-risk delivery

      Geburt, bei der Anamnese, Schwangerschafts- oder Geburtsverlauf Hinweise auf eine erhöhte Gefährdung von Mutter u./oder Kind ergeben; z.B. bei später Erstgebärender, nach früheren op. Eingriffen an der Gebärmutter, bei Diabetes mellitus, Fehlbildung, Schwangerschaftsblutung, Gestose, Querlage, vorzeitigem (> 24 Std.) Blasensprung ohne Wehen. Erhöhtes Risiko nur für die Leibesfrucht bei Frühgeburt, chronischer Plazentarinsuffizienz, Fruchtübertragung, Rh-Inkompatibilität. Erfordert kontinuierliche u. intensive Überwachung (z.B. Amnioskopie), Entbindung in Fachabteilung, Beschränkung der Geburtsdauer, evtl. vorzeitige Geburtseinleitung etc.

    • Risikoschwangerschaft
      • Risiko|schwangerschaft

      • Englischer Begriff: high-risk pregnancy

      Schwangerschaft bei Bestehen von Risikofaktoren seitens der Mutter (Risikogeburt).

    • risorius
      • risorius

      • Etymol.: latein.

      zum Lachen dienend. S.a. Musculus risorius.

    • Risperidon
      • Englischer Begriff: risperidone

      ein atypisches Neuroleptikum; Serotonin-Agonist.

    • Riss
      • Englischer Begriff: tear

      • Fach: Pathologie

      Fissur; z.B. Knochenfissur.

    • Risser-Lokalizer-Verfahren
      • Risser-Lokalizer-Verfahren

      • Biogr.: Joseph Ch. R., 1892–1981, Chirurg, New York

      Quengelverfahren zur etappenweisen Korrektur („Redression“) einer Wirbelsäulenskoliose mit Hilfe eines Umkrümmungsgipses (quer geteiltes u. mit Quengelschraube versehenes Gipskorsett) u. mit am Rippenbuckel bzw. Lendenwulst ansetzender Filz-Gips-Pelotte („Lokalizer“).

    • Risser-Zeichen
      • Risser-Zeichen

      auf der a.p. Röntgenaufnahme des Beckens Schluss der Apophysenfugen des Darmbeins.

    • Rissmann-Handgriff
      • Rissmann-Handgriff

      • Biogr.: Paul R., 1867–1932, Frauenarzt, Hamburg

      • Fach: Geburtshilfe

      Zusammenpressen der Bauchaorta (evtl. mit spez. Aortenkompressorium) zur Stillung einer atonischen Nachgeburtsblutung.

    • RIST
      • RIST

      • Synonyme: Abk. für radioimmunosorbent test

      • Etymol.: engl.

      • Fach: Nuklearmedizin

      s.u. RIA.

    • Ristocetin
      • Ristocetin

      • Englischer Begriff: ristocetin

      ursprünglich als Antibiotikum genutzte Substanz, die im Test zur Auslösung der Thrombozytenaggregation genutzt wird.

    • Ristocetin-Cofaktor

        hochmolekulares Aggregat des Faktors VIII des Blutgerinnungssystems; identisch mit dem v.-Willebrand-Faktor. Ermöglicht die Adhäsion der Blutplättchen am Gefäßendothel.

      • Risus sardonicus
        • Risus sardonicus

        • Englischer Begriff: sardonic laugh; s. grin

        das starre „teuflische Grinsen“ als Folge einer Kontraktur der mimischen Muskulatur (Verziehen der Mundwinkel nach außen) bei Tetanus; stets mit Trismus verbunden.

      • Ritchie-Index
        • Ritchie-Index

        Erfassung der Gelenkreaktionen auf Druck: kein Schmerz (= 0); schmerzhaft (= 1); schmerzhaft mit Zucken (= 2); schmerzhaft mit Zucken u. Wegziehen (= 3). Die Summe der Bewertung aller Gelenke ergibt den Index.

      • Ritgen-Handgriff
        • Ritgen-Handgriff

        • Englischer Begriff: Ritgen's maneuver

        • Biogr.: Ferd. Aug. M. von R., 1787–1867, Chirurg, Gießen

        • Fach: Geburtshilfe

        Abbildung

        der gleichzeitig dem Dammschutz dienende „Hinterdammgriff“ (zwischen After u. Steißbeinspitze) zum (beschleunigten) Herausleiten des „durchschneidenden“ Kopfes. Modifiziert von Ohlshausen (ein Finger im Mastdarm, um den kindlichen Kopf hinauszuschieben) u. Fehling. S.a. Abb.

      • Ritis-Quotient
        • (de-)Ritis-Quotient

        • Biogr.: F. de R., Arzt, Neapel

        Quotient aus den gemessenen Werten von GOT u. GPT; normal etwa 1,0; oft erhöht bei Alkoholhepatitis, erniedrigt bei akuter u. chronischer Virushepatitis.

      • Ritonavir

          ein Proteasenhemmer für die AIDS-Kombinationstherapie.

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