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  • Scheidenkrampf
    • Scheiden|krampf

    • Englischer Begriff: vaginal spasm

    Vaginismus.

  • Scheidenpessar
    • Scheiden|pessar

    • Englischer Begriff: (vaginal) pessary

    Abbildung

    Pessar, Portiokappe, Diaphragma-, Ringpessar; s.a. Abb.

  • Scheidenplastik
    • Scheiden|plastik

    • Englischer Begriff: colpoplasty; vaginoplasty

    Kolpoplastik; s.a. Scheide, künstliche.

  • Scheidenprolaps
    • Scheiden|prolaps

    • Synonyme: Prolapsus vaginae

    • Englischer Begriff: vaginal prolapse

    stärkster Grad der Scheidensenkung; die Scheide tritt aus der Vulva hervor unter Vorziehen der Harnblase u. meist auch der Gebärmutter (Zystozele, Uterusprolaps).

  • Scheidenriss
    • Scheiden|riss

    • Synonyme: Kolporrhexis

    • Englischer Begriff: vaginal tear

    Einriss der Vaginalschleimhaut, meist – infolge Geburtsverletzung – bei ausgedehntem Dammriss oder aber als Kohabitationsverletzung (v.a. im Scheideneingang oder -gewölbe; evtl. perforierend).

  • Scheidenschnitt
    • Scheiden|schnitt

    • Englischer Begriff: colpotomy

    Kolpotomie; s.a. Kolpozöliotomie, Scheiden-Damm-Schnitt.

  • Scheidensekret
    • Scheiden|sekret

    • Englischer Begriff: vaginal fluid; v. secretion

    Scheidentranssudat.

  • Scheidensenkung
    • Scheiden|senkung

    Descensus vaginae.

  • Scheidenspekulum
    • Scheiden|spekulum

    • Englischer Begriff: vaginal speculum

    Instrument (Glas, Hartgummi, Porzellan, Metall) zur Entfaltung der weiblichen Scheide für Inspektion (einschl. Portio) u. kleine Eingriffe (bei größeren Op. auch als Scheidenhalter). Als Paar gestielter Spatel („vorderes“ u. „hinteres Blatt“; Letzteres evtl. durch Zuggewicht „selbsthaltend“), als selbsthaltendes Röhrenspekulum oder als spreizbarer, evtl. schraubengesperrter „Entenschnabel“ (n. Collin, Cusco).

  • Scheidentranssudat
    • Scheiden|trans|sudat

    • Englischer Begriff: vaginal transudate

    das der drüsenlosen Scheidenwand entstammende Transsudat, sog. Vaginalsekret. Normal nur in geringer Menge vorhanden (vermehrt bei Orgasmus), mit Zervixsekret vermengt u. abgeschilferte Vaginalepithelien sowie normalerweise Döderlein-Milchsäurebakterien enthaltend (für physiologischen Selbstreinigungsmechanismus); bei bakterieller Kolpitis, Pilzabsiedlung („Scheidenmykose“) oder Parasitenbefall evtl. beträchtlich vermehrt u. eitrig oder jauchig.

  • Scheidentumoren
    • Scheiden|tumoren

    • Englischer Begriff: vaginal tumors

    • Fach: Gynäkologie

    primäre u. sekundäre (z.B. bei fortschreitendem Kollumkarzinom; als Fernmetastase) Neoplasmen der Vagina; gutartig v.a. Fibrome, Myome, Fibromyome, Adenome, Zysten der Müller-Gänge, bösartig als Sarkom, Melanom, primäres Vaginalkarzinom, Chorionkarzinom.

  • Scheidenvorfall
    • Scheiden|vorfall

    • Englischer Begriff: prolapse of the vagina

    Scheidenprolaps.

  • Scheidewand
    • Scheide|wand

    • Fach: Anatomie

    Septum.

  • Scheie-Syndrom
    • Scheie-Syndrom

    • Englischer Begriff: Scheie's syndrome

    • Biogr.: Harold G. Sch., 1909–1990, Augenarzt, Pittsburgh

    Mucopolysaccharidose Typ I-S; s.u. Ullrich-Scheie.

  • Schein...
  • Scheinamenorrhö
    • Schein|amenor|rhö

    • Englischer Begriff: false amenorrhea; pseudoamenorrhea

    durch Verhaltung des Menstrualbluts vorgetäuschte Amenorrhö bei Gynatresie (Zervix-, Vaginalatresie). Ferner die Pseudoamenorrhö bei medikamentöser Kontrazeption.

  • Scheinarznei
    • Schein|arznei

    • Englischer Begriff: placebo

    Placebo.

  • Scheinmyopie
    • Schein|myopie

    • Englischer Begriff: pseudomyopia

    Akkommodationskrampf.

  • Scheinschwangerschaft
    • Schein|schwanger|schaft

    • Synonyme: Pseudokyesis

    • Englischer Begriff: pseudocyesis; false pregnancy

    eingebildete Schwangerschaft bei unerfülltem Kinderwunsch (psychogene Wunschneurose) mit Zeichen ähnlich wie bei Gravidität: Amenorrhö, Gewichtszunahme, Größenzunahme des Bauches (durch Meteorismus, Bauchdeckenatonie) u. subjektive Erscheinungen. – Ähnliche Symptomatik aber auch bei Hirntumor, Chorionepitheliom etc.

  • Scheintod
    • Schein|tod

    • Englischer Begriff: apparent death

    komatöser Zustand mit Bewusstlosigkeit, Areflexie, Muskelatonie u. scheinbarem Fehlen von Atmung u. Puls; beim Neugeborenen – je nach Zyanose oder deren Fehlen – als blauer oder als weißer Sch. (= Asphyxia livida bzw. pallida) bezeichnet. Die bestehende minimale Lungenventilation u. Herztätigkeit (Puls bei seltenen Kammerkontraktionen nicht tastbar) reicht zur Aufrechterhaltung des Strukturumsatzes der Ganglienzellen aus, so dass bei Einsetzen spontaner oder nach künstlicher Beatmung (in Abhängigkeit von der Dauer der Überlebens- u. Wiederbelebungszeit) Wiederherstellung möglich ist.

  • Scheitelbein
    • Scheitel|bein

    • Englischer Begriff: parietal bone

    Os parietale; s.a. Vertex.

  • Scheitelbeineinstellung
    • Scheitelbein|einstellung

    • Englischer Begriff: asynclitism

    • Fach: Geburtshilfe

    Asynklitismus.

  • Scheitelhirn
    • Scheitel|hirn

    • Synonyme: -lappen

    • Englischer Begriff: parietal lobe

    Lobus parietalis. S.a. Parietallappen...

  • Scheitelnaht
    • Scheitel|naht

    • Englischer Begriff: sagittal suture

    Sutura sagittalis.

  • Schellong-Test
    • Schellong-Test

    • Englischer Begriff: Schellong test

    • Biogr.: Fritz Sch., 1891–1953, Internist, Heidelberg, Prag, Münster

    Abbildung

    Kreislauffunktionsprüfung anhand der durch dosierte Belastung ausgelösten Puls- u. Blutdruckveränderungen im Vergleich zu den in Horizontallage (10 Min.) gewonnenen Mittelwerten. Schellong I: Stehbelastung (10 Min. in entspannter Haltung); beim Gesunden leichte Pulsfrequenzzunahme bei anfangs gleich bleibenden oder vorübergehend leicht absinkenden systolischen u. gleich bleibenden bzw. leicht ansteigenden diastolischen Werten (maximal 15 bzw. < 10 mmHg RR); s.a. Abb. Schellong II: Treppensteigen (25 Stufen, 2-mal auf u. ab); Anstieg des systolischen Blutdrucks (sofort, um 30–80 mmHg) bei gleich bleibenden oder leicht absinkenden diastolischen Werten, Zunahme der Pulsfrequenz um 20–30 (nicht über 100/min), der Atemfrequenz um 4–6; Normalisierung nach max. 2 Min. (im Liegen). Evtl. ergänzt durch Kontrolle des QRS-Verhaltens unter dosierter Belastung (= Schellong III; normal: deutliche QRS-Verkürzung). S.a. Bickenbach-Stehversuch.

  • Schenkel
    • Schenkel

    • 1)
      Crus (s.a... (mehr)
    • 2)
      der arterielle u. venöse Schenkel eines Gefäßabschnittes, -bereiches... (mehr)
    • 3)
      Tawara-Schenkel... (mehr)
    • 4)
      der zu- oder abführende Teil einer Darmschlinge an einer Darmanastomose... (mehr)
  • Schenkel 1)
    Schenkel
    • 1)

    • Fach: Anatomie

    Crus (s.a. Krur..., Femur..., Femoral...).

  • Schenkel 2)
    Schenkel
    • 2)

    • Englischer Begriff: 1), 2) crus

    • Fach: Angiologie

    der arterielle u. venöse Schenkel eines Gefäßabschnittes, -bereiches.

  • Schenkel 3)
    Schenkel
    • 3)

    • Englischer Begriff: bundle branch

    • Fach: Kardiologie

    Tawara-Schenkel.

  • Schenkel 4)
    Schenkel
    • 4)

    der zu- oder abführende Teil einer Darmschlinge an einer Darmanastomose, einem Anus praeter.

  • Schenkelblock
    • Schenkel|block

    • Englischer Begriff: bundle branch block

    • Fach: Kardiologie

    Verzögerung bis teilweise vollständige Hemmung der Erregungsleitung in einem der Tawara-Schenkel des His-Bündels (als Rechts-, Linksschenkelblock, wobei die zugehörige Herzkammer indirekt über das Kammerseptum erregt wird. EKG: QRS > 0,11 Sek. verbreitert u. deformiert); s.a. Hemiblock, trifaszikulärer Block.

  • Schenkelblock, doppelseitiger
    Schenkelblock
    • Sch., doppelseitiger

    Blockierung in bd. His-Schenkeln; EKG: totaler AV-Block u. tertiäre Kammerautomatie.

  • Schenkelbruch
    • Schenkel|bruch

    Schenkelhernie.

  • Schenkelhals
    • Schenkel|hals

    • Englischer Begriff: femoral neck; neck of femur

    Collum ossis femoris.

  • Schenkelhals-Schaft-Winkel
    • Schenkelhals-Schaft-Winkel

    • Englischer Begriff: femoral neck-shaft angle

    CD-Winkel.

  • Schenkelhalsfraktur
    • Schenkel|hals|fraktur

    • Synonyme: proximale Femurfraktur

    • Englischer Begriff: fracture of the femoral neck

    Oberschenkelbruch im Bereich des Schenkelhalses. Ätiol.: infolge osteoporosebedingten Stabilitätsverlusts typische Sturzverletzung beim alternden Menschen (besonders Frauen), im Jugend- u. Erwachsenenalter nur bei massiver Gewalteinwirkung (z.B. dashboard injury), äußerst selten Ermüdungsbruch. Einteilung: nach Lage des Bruchspalts (Anschütz): mediale (= intermediäre) u. – selten – laterale (= extrakapsuläre) Sch.; nach Art des Bruchs (Böhler): Adduktions- u. Abduktionsfraktur; nach Neigung der Bruchebene der medialen Sch. zur Beckenquerachse (Pauwels): Typ I = 30°, Typ II = 50°, Typ III = 70°; nach Dislokationszustand (Garden): Typ I–IV. Die biomechanischen günstigen Abduktionsbrüche (entspr. Pauwels I) verkeilen sich oft; die trophisch günstige Form ist die laterale Sch. Klinik: die mediale Sch. als Abduktions- oder Valgusfraktur (mit Abduktions-, evtl. leichter Außenrotationsstellung, u.U. bei erhaltener – schmerzhafter – aktiver Beweglichkeit) oder als Adduktions- oder Varusfraktur (mit klaffendem Bruchspalt, Trochanterhochstand mit Beinverkürzung, Außenrotation, Aufhebung der aktiven u. passiven Beweglichkeit in Hüft- u. Kniegelenk); die laterale Sch. mit ausgeprägterem, sichtbarem Bluterguss, Knochenreiben („Krepitation“) als Adduktionsfraktur. Kompl.: Ernährungsstörung im Kopffragment, Pneumonie, (Fett-)Embolie, Thrombose, Pseudarthrose. Ther.: Behandlungsziel ist die frühe Mobilisation. Valgische, eingestauchte, nicht dislozierte Brüche werden konservativ behandelt, sonst – unabhängig vom Alter – Frühoperation (Zugschraubenosteosynthese, dynamische Hüftschraube). Wegen hoher Rate an Femurkopfnekrosen u. Pseudarthrosen bringt im hohen Lebensalter die primäre Implantation einer Kopf- bzw. Totalendoprothese wesentliche Vorteile.

  • Schenkelhalsnagelung
    • Schenkel|hals|nagelung

    • Englischer Begriff: femoral neck nailing

    Nagelosteosynthese der Schenkelhalsfraktur, u. zwar als perkutane („geschlossene“) extraartikuläre Sch. (Delbet) mit typischem Schenkelhalsnagel, z.B. nach Smith-Petersen, bei pertrochantärer Schenkelhalsfraktur mit elastischen Ender-Rundnägeln. Als offene Sch. mit Zugschrauben u. Winkelplatte. Bei Pseudarthrose auch als offene Sch. (mit subtrochantärer Keilosteotomie u. Laschennagel); bei der lateralen Schenkelhalsfraktur evtl. mit nagelförmigen Schrauben (Deyerle) u. zugehöriger Fixationsplatte.

  • Schenkelhalspseudarthrose
    • Schenkel|hals|pseud|ar|throse

    • Englischer Begriff: pseudarthrosis of the femoral neck

    Pseudarthrose, z.B. als Komplikation einer Schenkelhalsfraktur.

  • Schenkelhernie
    • Schenkel|hernie

    • Englischer Begriff: femoral hernia; crural h.

    Hernie mit Vordringen der Eingeweide durch die Lacuna vasorum (medial der Vena femoralis) in Richtung Rosenmüller-Drüse im Schenkelkanal; die Bruchpforte wird gebildet von Leistenband, horizontalem Schambeinast, Femoralgefäßscheide u. Ligamentum lacunare. Ferner atypische Formen (s.u. Hernia femoralis). Große Neigung zu Einklemmung (Incarceratio).

  • Schenkelkopf
    • Schenkel|kopf

    • Englischer Begriff: head of femur

    Hüftkopf (= Caput femoris).

  • Schenkelkopfprothese
    • Schenkel|kopf|prothese

    Hüftkopfprothese.

  • Schenkelring
    • Schenkel|ring

    • Englischer Begriff: saphenous opening

    Hiatus saphenus.

  • Schenkelschall
    • Schenkel|schall

    • Englischer Begriff: dullness on percussion

    völlig gedämpfter („leerer“), kurzer, hoher Klopfschall.

  • Schenkelsporn
    • Schenkel|sporn

    • Synonyme: Calcar femorale

    • Englischer Begriff: femoral calcar

    kompakte Knochenspange an der kaudalen Spongiosa des Schenkelhalses.

  • Scherenbiss
    • Scheren|biss

    • Synonyme: Psalidontie

    • Englischer Begriff: overbite

    das zu etwa 1/3 erfolgende scherenartige Aneinander-vorbei-Beißen (Überbiss) der oberen Schneidezähne über etwa 1/3 der unteren.

  • Scherengang
    • Scheren|gang

    • Englischer Begriff: scissor gait

    Gangstörung mit Adduktion u. Überkreuzen der Beine (kurze Schritte, Drehung des Körpers um das Standbein) infolge Adduktorenspasmus; bei Diplegie, Little-Krankheit.

  • Schetismus

      Sigmatismus des Lautes „Sch“; Form der Dyslalie.

    • Scheuerdesinfektion
      • Scheuer|des|infektion

      • Englischer Begriff: scrub desinfection

      Desinfektion als Nassreinigung von Fußboden u. Gebrauchs- u. Einrichtungsgegenständen durch kräftiges Abreiben mit geeigneter Desinfektionslösung (Chloramin, Alkylkresole, Formalin).

    • Scheuermann-Krankheit
      • Scheuermann-Krankheit

      • Synonyme: -Syndrom; Osteochondritis deformans juvenilis dorsi; Adoleszentenkyphose

      • Englischer Begriff: juvenile kyphosis; Scheuermann's disease

      • Biogr.: Holger Werfel Sch., 1877–1960, Röntgenologe, Kopenhagen

      Abbildung

      Wirbelsäulenerkrankung (v.a. der BWS, auch der LWS) i.S. einer Wachstumsstörung an der Wirbelkörper-Bandscheiben-Grenze, die zu fixierter Kyphose u. geringer Skoliose führt. Ätiol. unklar, betrifft mehr ♂, manifestiert sich im 11.–13. Lj. Diagn.: vier klassische Röntgenzeichen: Erniedrigung des vorderen Teils der Wirbelkörper, unregelmäßig, aber scharf konturierte Abschlussplatten, Schmorl-Knorpelknötchen (allein nicht pathognomonisch!) u. Zunahme des ventrodorsalen Wirbelkörperdurchmessers (s.a. Abb.). Klinik: im floriden Stadium Rückenschmerzen, Haltungsschaden, Einschränkung der WS-Beweglichkeit; nach Wachstumsabschluss u.U. zunehmend (Insuffizienz der Rückenmuskulatur, Überlastung der benachbarten WS-Abschnitte). Ther.: Physiotherapie, evtl. im Gipsbett.

    • Scheuklappenblindheit
      • Scheuklappen|blindheit

      bitemporale Hemianopsie.

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