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  • Schilddrüsendiagnostik
    • Schilddrüsen|diagnostik

    Tabelle

    Oberbegriff für verschiedene Methoden zur Untersuchung von Morphologie u. Funktion der Schilddrüse: (s. Tab.). In-vitro-Diagn.: Basales TSH (Thyreotropin) ist Bestandteil aller Schilddrüsenfunktionsprüfungen. Ist es normal u. besteht klinisch eine Euthyreose, ist keine weitere Bestimmung der Schilddrüsenhormone nötig. Weitere Untersuchungen sind TRH-Test; Bestimmung von Schilddrüsenhormonen, Schilddrüsenautoantikörpern (TSH-Rezeptor-Antikörper), Thyreoglobulin; Kalzitonin/Pentagastrintest; Jodbestimmung im Urin; molekulargenetische Untersuchungen. In-vivo-Diagn.: Schilddrüsensonographie; Suppressionsszintigraphie; Schilddrüsenszintigraphie mit Tc-99m-Pertechnetat, Jod-123 oder -131; Punktionszytologie.

  • Schilddrüsenektopie
    • Schilddrüsen|ektopie

    • Englischer Begriff: thyroid ectopia

    Lageanomalie der Schilddrüse infolge Störung ihres Deszensus. Auch Bez. für akzessorische Drüsen im Verlauf des Ductus thyroglossalis u. für den isolierten Lobus pyramidalis, die oft erst bei Massenzunahme erkennbar sind (s.a. Struma [1]).

  • Schilddrüsenentzündung
    • Schilddrüsen|entzündung

    • Englischer Begriff: thyroiditis

    Thyreoiditis.

  • Schilddrüsenfunktionsprüfungen
    • Schilddrüsen|funktions|prüfungen

    • Englischer Begriff: thyroid function tests

    Tabelle

    Prüfung der Absonderungs- = Inkretionsleistung der Schilddrüse anhand des Verhaltens des Jod-Stoffwechsels u. der durch die Schilddrüsenhormone gesteuerten Stoffwechselvorgänge. Neben den Schilddrüsen-spezifischen Parametern (s. Tab.) zusätzl. evtl. Bestimmung von Cholesterin, Grundumsatz, Achillessehnenreflexzeit.

  • Schilddrüsenhormone
    • Schilddrüsenhormone

    • Englischer Begriff: thyroid hormones

    Abbildung

    in der Schilddrüse gebildete Hormone Thyroxin (T4) u. Trijodthyronin (T3). Funktion: Sie steuern Sauerstoffverbrauch u. Wärmeproduktion, über Kohlenhydrat-, Eiweiß- u. Fettstoffwechsel auch Wachstum u. körperliche Entwicklung, beeinflussen das Zentralnervensystem u. die Muskelaktivität sowie die Funktion des Mesenchyms (mittelbare Förderung der Entzündungsreaktion) u. den Wasserhaushalt. Biosynthese u. Transport: Bildung u. Ausschüttung erfolgen unter Kontrolle (negativer Feedback-Mechanismus) durch den Hypothalamus (Thyreotropin-releasing-Hormon, TRH) u. die Hypophyse (Thyreotropin, TSH): Aus im Dünndarm resorbiertem u. von der Schilddrüse gespeichertem Jodid u. Tyrosin werden – enzymgesteuert – die inaktiven Vorstufen Mono- u. Dijodtyrosin synthetisiert, die zu T4 bzw. T3 kondensieren, welche ihrerseits in der Depotform J-Thyreoglobulin im Kolloid lagern, um bei Bedarf als aktive Hormone in das Blut abgegeben zu werden, mit dem sie, an Thyroxin bindendes Globulin (TBG) u. – geringer – Präalbumin (TBPA) gekoppelt (allein sind sie schwer wasserlöslich), zum Wirkungsort gelangen. Der tägliche Umsatz beträgt beim Gesunden ca. 80 μg T4 u. 30 μg T3. Anw.: z.B. zur Substitutionsther. (Wirkst.: überwiegend Levothyroxin, z.T. in Kombination mit Liothyronin) bei Hypothyreose, Rezidivprophyl. nach Strumaresektion.

  • Schilddrüsenhyperplasie
    • Schilddrüsen|hyper|plasie

    • Englischer Begriff: hyperplasia of the thyroid

    Vergrößerung der Schilddrüse durch Zellneubildung. Ergibt zunächst eine Struma diffusa, später nodosa.

  • Schilddrüsenkarzinom
    • Schilddrüsen|karzinom

    • Englischer Begriff: thyroid carcinoma

    Abbildung   Tabelle

    Oberbegriff für maligne Schilddrüsentumoren, die entweder von den Thyreozyten ausgehen, die das Follikelepithel bilden (u. sich aus dem Entoderm der Schlundtasche ableiten), oder den parafollikulären C-Zellen (neuroektodermalen Ursprungs). Ätiol.: Risikofaktoren sind u.a. ionisierende Strahlen, Jodmangel, genetische Prädisposition (medulläres Sch., s.a. MEN); Onkogene (ras-, ret-, GSP-Onkogen), p53-Tumorsuppressorgen, TSH (als Wachstumsfaktor). Klassifik.: histologische Einteilung gemäß der Klassifikation der WHO (1988) in 5 Hauptgruppen: follikuläre, papilläre, medulläre, undifferenzierte (anaplastische), sonstige Karzinome; die klinische Stadieneinteilung erfolgt nach der TNM-Klassifikation. Klinik: Leitsymptom ist der solitäre Strumaknoten (s. Abb.). Ein Sch. wird oft bei der Abklärung szintigraphisch „kalter Knoten“ bzw. echoarmer u. echoinhomogener Knoten im Sonogramm diagnostiziert; weitere Malignitätskriterien bei umschriebenen Schilddrüsenveränderungen sind z.B. Schmerzausstrahlung in Kieferwinkel, Nacken, Hinterkopf (s. Tab.). Diagn.: Sonographie, Szintigraphie, Laborparameter (T3, T4, TSH), Feinnadelbiopsie, histologische Klärung ggf. nach Operation (Paraffinschnitt). Ther.: Interdisziplinäres Vorgehen ist erforderlich u. unterscheidet sich je nach histologischem Typ u. Stadium: a) differenziertes Sch.: Hemithyroidektomie (bei solitärem hochdifferenziertem papillärem Mikrokarzinom), totale Thyroidektomie, Radiojodtherapie (plus Ganzkörperszintigraphie), perkutane Röntgenbestrahlung, Schilddrüsenhormonbehandlung, bei Metastasierung evtl. zytostatische Therapie; b) undifferenziertes Sch.: bei Diagnosestellung meist nur noch palliativ-chirurgische und strahlentherapeutische Maßnahmen; c) medulläres Sch.: möglichst radikale Entfernung der Schilddrüse u. aller Lymphknoten.

  • Schilddrüsenknoten
    • Schilddrüsen|knoten

    • Englischer Begriff: thyroid nodule

    heißer u. kalter Knoten (s.a. Schilddrüsenszintigraphie), s.a. Struma.

  • Schilddrüsenkolloid
    • Schilddrüsen|kolloid

    • Englischer Begriff: thyrocolloid

    in den Follikeln der Schilddrüse gespeicherte kolloidale, chromophile (randständig chromophobe) Masse mit Jod, Kohlenhydrat, Nucleinsäuren, Calcium, Fetten u. Thyreoglobulin; das Reservedepot für Schilddrüsenhormone.

  • Schilddrüsenkrebs
    • Schilddrüsen|krebs

    • Englischer Begriff: thyroid malignancy

    Sammelbegriff für Schilddrüsenkarzinom u. weitere „bösartige Tumoren“: malignes Schilddrüsenadenom (= metastasierendes Adenom Wegelin; nur bei Metastasen-Nachweis diagnostizierbar), Hürthle-Zellen-Karzinom, Schilddrüsenpapillom u. -adenom mit wasserhellen Zellen.

  • Schilddrüsenpapillom
    • Schilddrüsen|papillom

    • Englischer Begriff: papillary carcinoma of the thyroid

    papilläres epitheliales Neoplasma der Schilddrüse mit invasivem Wachstum (Kapselinfiltration) u. Metastasierung in Lymphknoten (im amerikan. Schrifttum als papilläres Schilddrüsenkarzinom bezeichnet).

  • Schilddrüsenszintigraphie
    • Schilddrüsen|szinti|graphie

    • Englischer Begriff: radioisotope scanning of the thyroid

    Abbildung

    die Szintigraphie (Photo-, Stylo- oder Colorszintigraphie) der Schilddrüse nach Gabe von 123J oder meistens 99mTc zur funktionstopographischen Darstellung des Organs. Das die Jodaktivität widerspiegelnde Szintigramm zeigt im Normalfall eine gleichmäß. Aktivitätsverteilung, bei sog. heißen u. kalten Knoten (Abb.) örtliche Aktivitätssteigerungen bzw. -ausfälle.

  • Schilddrüsentherapeutica
    • Schilddrüsentherapeu|tica

    • Synonyme: -tika

    Medikamente zur Behandlung von Schilddrüsenfunktionsstörungen; Wirkst.: Schilddrüsenhormone, Thyreostatica, Jod (s.u. Jodbehandlung, Radiojodtherapie).

  • Schilddrüsentuberkulose
    • Schilddrüsen|tuberkulose

    • Englischer Begriff: thyroid gland tuberculosis

    seltene, bei Miliartuberkulose aber regelmäßig vorkommende Organtuberkulose (zu Beginn oft mit Hyperthyreose). Als produktive Tbk oder aber verkäsend (u.U. mit retroösophagealem Senkungsabszess); als Sonderform die abszedierende Tbk.

  • Schilddrüsentumoren
    • Schilddrüsen|tumoren

    • Englischer Begriff: thyroid tumors

    Tabelle

    Oberbegriff für die verschiedenen Tumoren der Schilddrüse, z.B. Schilddrüsenadenom, Schilddrüsenkarzinom. Die Klassifikation der WHO (1988) zeigt die Tab.

  • Schilddrüsenüberfunktion
    • Schilddrüsen|über|funktion

    • Englischer Begriff: thyroid hyperfunction; hyperthyroidism

    Hyperthyreose, heißer Knoten.

  • Schilddrüsenunterfunktion
    • Schilddrüsen|unter|funktion

    • Englischer Begriff: thyroid hypofunction; hypothyroidism

    Hypothyreose, kalter Knoten.

  • Schilder-Foix-Heubner-Krankheit
    • Schilder(-Foix-Heubner)-Krankheit

    • Englischer Begriff: Schilder's disease

    • Biogr.: Paul F. Sch., 1886–1940, Neurologe, Wien, New York

    zentrolobuläre, symmetrische, intrazerebrale Sklerose als entzündliche Variante der diffusen Hirnsklerose.

  • Schildknorpel
    • Schild|knorpel

    • Synonyme: Cartilago thyroidea

    • Englischer Begriff: thyroid cartilage

    der größte, als „Adamsapfel“ (Prominentia laryngea) vorspringende Knorpel des Kehlkopfes (Larynx); mit rechter u. linker, in der Mittellinie unter Bildung eines tiefen oberen Einschnittes (Incisura superior) vereinigter Schildknorpelplatte, beidseits mit einem großen u. kleinen Horn.

  • Schildkrötenverband
    • Schild|kröten|verband

    Testudo.

  • Schildniere
    • Schild|niere

    • Synonyme: Ren scutulatus

    • Englischer Begriff: cake kidney

    Kuchenniere.

  • Schildthorax
    • Schild|thorax

    • Englischer Begriff: flat chest

    schildförmige Brustkorbabflachung vorn, meist mit Minderung des sagittalen Durchmessers u. Längsstreckung; v.a. beim Leptosomen.

  • Schildzecken
    • Schild|zecken

    • Englischer Begriff: hard ticks

    Ixodidae (s.u. Zecken).

  • Schiller-Jodprobe
    • Schiller-Jodprobe

    • Englischer Begriff: Schiller's test

    • Biogr.: Walter Sch., 1887–1960, Frauenarzt u. Pathologe, Wien, Chicago

    Nachweis von Epithelanomalien an der Gebärmutter-Portio durch Auftupfen von Lugol-Lösung: Gesundes (normal glykogenhaltiges) Epithel wird danach tiefdunkelbraun, Zervixdrüsenfeld u. möglicherweise krankhaft verändertes Epithel bleiben ungefärbt („jodnegativ“). Anw. in der Diagnostik des Kollumkarzinoms. – Von Fasske u. Morgenroth als Diagnostikum auch für die Mundhöhle angegeben.

  • Schilling
    • Schilling

    • Biogr.: 1) Robert F. Sch., geb. 1919, amerikan. Arzt; 2) Viktor Sch.,1883–1960, Hämatologe, Berlin, Rostock

  • Schilling-Halbmondkörper
    Schilling
    • Sch.-Halbmond(körper)

    • Biogr.: Viktor Sch.

    Achromoretikulozyt.

  • Schilling-Index
    Schilling
    • Sch.-Index

    • Englischer Begriff: Schilling's index

    • Biogr.: Viktor Sch.

    Kernverschiebungsindex.

  • Schilling-Leukozytenformel
    Schilling
    • Sch.-Leukozytenformel

    • Biogr.: Viktor Sch.

    Aufstellung der Prozentanteile der einzelnen Leukozytenformen im Differentialblutbild.

  • Schilling-Test
    Schilling
    • Sch.-Test

    • Englischer Begriff: Schilling test

    • Biogr.: Robert F. Sch.

    Nachweis für Fehlen des Intrinsic-Faktors (d.h. der „echten“ perniziösen Anämie). Heute v.a. als „Doppelmarkierungsverfahren“ anhand oraler Gabe eines mit 57Co markierten Vitamin-B12-Präparates (gebunden an Magensaft, d.h. an Intrinsic-Faktor); gleichzeitig werden 58Co-markiertes Vitamin B12 (in freier Form) u. eine Ausschwemmdosis (1000 μg) nicht markiertes Vitamin B12 (als i.m. Injektion) verabreicht. Anschließend werden im 24-Std.-Urin die Aktivitäten der Isotope 57Co u. 58Co gemessen. Bei Gesunden werden > 9% beider Fraktionen ausgeschieden; bei Fehlen des Intrinsic-Faktors wird das freie Vitamin B12 (58Co-Fraktion) vermindert (< 5%), das gebundene (57Co) jedoch normal ausgeschieden. Bei Malabsorption sind dagegen beide Fraktionen erniedrigt.

  • Schilling-Zaehlkammer
    Schilling
    • Sch.-Zählkammer

    • Englischer Begriff: Sch.'s counting chamber

    • Biogr.: Viktor Sch.

    Zählkammer für Leuko- u. Erythrozyten. Entweder mit Einheitsnetz oder mit Kreuznetz (neun 1-mm-Quadrate mit 25er-Teilung, davon das zentrale u. die 4 an die Seiten angrenzenden mit je 3 Kleinquadratreihen mit 4-Rechteck-Teilung und dazwischen je 2 mit 16-Kleinstquadrat-Teilung).

  • Schimmelmykose
    • Schimmel|mykose

    • Englischer Begriff: mold mycosis

    Erkrankung infolge Befalls (u. parasitierenden Wachstums) durch Schimmelpilze, v.a. bei Abwehrschwäche.

  • Schimmelpilze
    • Schimmel|pilze

    • Englischer Begriff: molds

    allgemein verbreitete, vorwiegend saprophytische, bei feuchter Wärme gut gedeihende Pilze verschiedener Gattungen, deren Myzel watte- bis mehlartige, weiße oder farbige Rasen bzw. Stränge auf bzw. in Nährsubstrat bildet. Von ihnen gebildete Fermente verändern z.T. Lebensmittel u. führen zu deren Verderb. Verzehr kann zu Erkrankungen führen, z.B. bei Claviceps purpura (Secale-Alkaloide) zum Ergotismus, bei Aspergillus flavus (Aflatoxine) zu Lebernekrose. – Schimmelmykosen können gelegentlich auch Allergien hervorrufen (Letztere auch gegen deren Stoffwechselprodukte möglich, z.B. als Penicillinallergie). – Metaboliten bestimmter Sch. sind als Antibiotika wirksam (z.B. Penicillin). S.a. Mucor.

  • Schinkenmilz
    • Schinken|milz

    • Englischer Begriff: bacon spleen

    • Fach: Pathologie

    makroskopisches Bild der Milz bei Amyloidose; es bestehen diffuse hellrot-transparente Einlagerungen in der Pulpa.

  • Schinnen
    • Englischer Begriff: dandruff; branny scales

    kleieförmige, wie Tannennadeln abfallende Kopfschuppen.

  • Schinzel-Giedion-Syndrom
    • Schinzel-Giedion-Syndrom

    • Englischer Begriff: Schinzel-Giedion (midface retraction) syndrome

    • Biogr.: Albert Sch., geb. 1944, Humangenetiker, u. Andres G., geb. 1925, Kinderradiologe, beide Zürich

    autosomal-rezessiv (?) erbliches Krankheitsbild mit verkürzter knöcherner Schädelbasis, eingesunkenem Mittelgesicht u. weiteren variablen Befunden.

  • Schiötz-Tonometer
    • Schiötz-Tonometer

    • Englischer Begriff: Schiötz's tonometer

    • Biogr.: Hjalmar Sch., 1850–1927, Augenarzt, Oslo

    Impressions-Tonometer mit frei spielendem, mit einem bestimmten Gewicht belastbarem Stift; die Druckwerte sind an einer Skala ablesbar.

  • Schipperfraktur
    • Schipper|fraktur

    • Synonyme: -krankheit; Schmitt-Syndrom

    • Englischer Begriff: clay shovellers' fracture

    Ermüdungsbruch von Dornfortsätzen (meist C7 u. Th1) infolge ungewohnter Überlastung der ansetzenden Rückenmuskulatur, z.B. bei ungewohnten Erdarbeiten; der akute Abriss mit plötzlichem Schmerz u. Krepitation; die chronische Fraktur mit tagelangen Vorbotenzeichen (rheumatoide Beschwerden im Hals-Schulter-Bereich). Ggf. entschädigungspflichtige Berufskrankheit.

  • Schirmbildverfahren
    • Schirmbildverfahren

    • Englischer Begriff: photofluorography

    Röntgenschirmbildverfahren.

  • Schirmer-Test
    • Schirmer-Test

    • Englischer Begriff: Schirmer test

    • Biogr.: Otto Wilh. Aug. Sch., 1864–1917, Augenarzt, Greifswald, New York

    Prüfung der Tränensekretion durch Einlegen eines abgeknickten Lackmuspapierstreifens beidseits in den Konjunktivalsack nahe den Tränenpünktchen u. Seitenvergleich der durch die Tränenflüssigkeit erfolgenden Durchtränkung (normal 2–3 mm/min) u. Verfärbung nach 5 Min. Verfärbung des Lackmuspapierstreifens unter 15 mm (vom Lidrand aus gemessen) nach 5 Minuten gilt als pathologisch.

  • Schistocoelia
    • Schisto|coelia

    • Englischer Begriff: schistocelia

    Bauchspalte.

  • Schistocystis
    • Schisto|cystis

    • Englischer Begriff: schistocystis

    Zystitis bei Schistosomiasis.

  • Schistoprosopie
    • Schisto|pros|opie

    • Englischer Begriff: schistoprosopia

    Gesichtsspalte.

  • Schistose
    • Etymol.: engl. schist = Schiefer

    • Englischer Begriff: schistosis

    gutartige Staublungenerkrankung durch Einatmen von Schieferstaub.

  • Schistosoma
    • Schisto|soma

    • Synonyme: Bilharzia; Pärchenegel

    • Englischer Begriff: Schistosoma

    Abbildung

    Gattung (sub)tropischer Saugwürmer der Familie Schistosomatidae = Adernegel [Digenea; Trematodes]; s.a. Trichobilharzia. 6–20 mm lang, 1–2 mm breit (♂; das fadenförmige Weibchen liegt während der Kopulation im Canalis gynaecophorus des Männchens), schuppenbedeckt u. mit je 2 Saugnäpfen an Kopf u. hinterem Körperende. Artspezifische Zwischenwirte sind Süßwasserschnecken. Eiablage erfolgt in die Blutkapillaren des Wirtes, der sie im Stuhl oder Harn ausscheidet (Zyklus mit Infestationsweg Abb.). Erreger der Schistosomiasis.

  • Schistosoma bovis
    Schistosoma
    • Sch. bovis

    in Afrika bei Rindern u. Schafen vorkommendes Sch.; gelegentlich Erreger von Harnblasenerkrankungen des Menschen.

  • Schistosoma haematobium
    Schistosoma
    • Sch. haematobium

    • Synonyme: Distomum h.; Bilharzia haematobia s. magna

    der „Blasenpärchenegel“ des Menschen; Eier oval u. mit endständigem Sporn; Zwischenwirt: Bulinus truncatus. Erreger von Blasen- u. Darmschistosomiasis in Afrika, Nahost u. Mittelmeerländern; adulte Würmer u. Eier v.a. in den Venen des Pfortaderkreislaufs; v.a. in Ägypten aber auch Lungenbeteiligung (mit sekundärer Pulmonalsklerose: „Ägyptische Ayerza-Krankheit“

  • Schistosoma intercalatum
    Schistosoma
    • Sch. intercalatum

    Sch. in Nigeria u. im Kongogebiet; Erreger einer milderen Darm- u. Leberschistosomiasis.

  • Schistosoma japonicum
    Schistosoma
    • Sch. japonicum

    ein – wie seine Eier – in Darmvenen vorkommendes Sch., Zwischenwirt: Oncomelania-Arten. Erreger der Schistosomiasis japonica.

  • Schistosoma mansoni
    Schistosoma
    • Sch. mansoni

    in Afrika u. Südamerika vorkommendes Sch.; Zwischenwirte: Australorbis- u. Tropicorbis- bzw. Biomphalaria-Arten. Erreger von Darmschistosomiasis bei Mensch u. Säugern (in Afrika Affen als Reservoir); erhöhte Infektionsgefahr bei hohen Wassertemperaturen, z.B. im Nilgebiet Februar bis Juni; adulte Würmer u. Eier besonders in Dickdarm- u. Lebervenen.

  • Schistosoma matheei
    Schistosoma
    • Sch. matheei

    bei Rind, Schaf, Ziege, Wild, v.a. in Simbabwe auch bei Menschen vorkommendes Sch.; oft gemeinsam mit Sch. haematobium.

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