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  • Schlafapnoesyndrom
    • Schlaf|apnoe|syndrom

    • Synonyme: SAS (Abk.)

    • Englischer Begriff: sleep apnea syndrome

    nächtliche Atemregulationsstörung, bei der sich arterielle Hypoxämien mit O2-Sättigungswerten von unter 50% entwickeln können. Häufigste Form ist das obstruktive SAS mit zeitweisem Verschluss der extrathorakalen Atemwege (anatomische Besonderheiten des Pharynx, z.B. Tonsillenvergrößerung, Makroglossie). Daneben werden andere Formen (z.B. zentrale Apnoe) beschrieben, wobei eine Abgrenzung der verschiedenen Krankheitsbilder schwierig ist. Durch den Anstieg des pCO2 kommt es zur „Weckreaktion“. Klinik: Typisch sind fremdanamnestische Angaben über lautes u. unregelmäßiges Schnarchen. Die Pat. klagen über Müdigkeit u. Kopfschmerzen. Kompl.: v.a. Entwicklung einer pulmonalen Hypertonie u. bedrohliche Herzrhythmusstörungen.

  • Schläfen
    • Englischer Begriff: temple

    Tempora.

  • Schläfenbein
    • Schläfen|bein

    • Englischer Begriff: temporal bone

    Os temporale.

  • Schläfenhirn
    • Schläfen|hirn

    • Synonyme: -lappen

    • Englischer Begriff: temporal lobe

    Lobus temporalis. S.a. Temporallappen...

  • Schläfenlappen-Pick
    • Schläfenlappen-Pick

    • Englischer Begriff: Pick's disease, temporal lobe form

    als Schläfenlappensyndrom Form der Pick-Atrophie mit bevorzugtem oder ausschließlichem Befall des Schläfenlappens (als Analogon des Klüver-Bucy-Syndroms bei Rhesusaffen nach Stirnhirn- u. Rhinenzephalon-Abtragung). Klinik: orale Tendenzen (d.h. Erfassen aller – auch schädlicher – Gegenstände), sensorische Aphasie mit frühzeitiger Störung des dem aktuellen Denken entspringenden Sprechens (Nachsprechen noch gut möglich); später stereotype Wiederholungen, evtl. eigenart. Erschlaffungsanfälle.

  • Schläfenlappenabszess
    • Schläfen|lappen|abszess

    • Englischer Begriff: temporal lobe abscess

    Hirnabszess bei Schläfenbeinosteomyelitis oder bei Otitis media mit Perforation durch das Tegmen tympani; mit Hirndrucksteigerung, Herdsymptomen (je nach Lokalisation).

  • Schläfenmuskel
    • Schläfen|muskel

    • Englischer Begriff: temporal muscle

    Musculus temporalis.

  • Schlafentzug, therapeutischer
    • Schlaf|entzug, therapeutischer

    • Englischer Begriff: therapeutic sleep deprivation

    Verhinderung des Schlafs (für Stunden oder die ganze Nacht bzw. mehrere Nächte) bei der Behandlung der endogenen Depression. Bewirkt häufig (kurzfristig) Umschlag der depressiven Gehemmtheit u. Verstimmung sowie Rückgang der Suizidneigung.

  • Schlafepilepsie
    • Schlaf|epilepsie

    • Englischer Begriff: sleep epilepsy; noctural e.

    Epilepsia nocturna u. deren Sonderform, der „ambulatorische epileptische Schlafautomatismus“ („epilept. Somnambulismus“).

  • Schlaffhaut
    • Schlaff|haut

    • Englischer Begriff: flabby skin

    Chalodermie.

  • Schlaffheit der Muskulatur
    • Schlaff|heit (der Muskulatur)

    • Englischer Begriff: flaccidity

    Atonie.

  • Schlafkrankheit
    • Schlaf|krankheit

    • Englischer Begriff: sleeping sickness (European; African)

  • Schlafkrankheit, Afrikanische
  • Schlafkrankheit, Europäische
    Schlafkrankheit
    • Sch., Europäische

    • Synonyme: Encephalitis epidemica; Schlafgrippe

    Economo-Krankheit.

  • Schlaflähmung
    • Schlaf|lähmung

    • Englischer Begriff: pressure paralysis in sleep

    • Fach: Neurologie

    Drucklähmung durch unbemerkte Druckeinwirkung während des Schlafens (z.B. Radialislähmung durch Druck des Kopfes auf den Oberarm); bes. bei Vorschädigung durch Schlafmittel- oder Alkoholabusus.

  • Schlaflosigkeit
    • Schlaf|losigkeit

    • Synonyme: Agrypnie

    • Englischer Begriff: insomnia

    durch organische oder psychische Krankheit bedingte oder aber psychogene (bei Konfliktsituation etc.) Störung des Schlafes als Ein-, Durchschlafstörung.

  • Schlaflosigkeit, fatale familiäre
    Schlaflosigkeit
    • Sch., fatale familiäre

    • Englischer Begriff: fatal familial i.

    Insomnie, fatale familiäre.

  • Schlafmittel
    • Englischer Begriff: sleeping aids

    Hypnotika.

  • Schlafmittelpsychose
    • Schlafmittel|psychose

    psychotische Symptomatik bei plötzlichem Entzug eines über längere Zeit in hohen Dosen genommenen Hypnotikums: Delirien, Wahn, optische u. akustische Halluzinationen, starke Angst, völlige Schlaflosigkeit. S.a. Barbituratsucht.

  • Schlafmohn
    • Schlaf|mohn

    Papaver somniferum.

  • Schlafstörungen

      Störung der aktiven Erholungsvorgänge im physiologischen Tag-Nacht-Rhythmus. Das Bedürfnis nach Schlaf wechselt individuell sehr stark. Einteilung: als Einschlafstörung (Einschlafzeit > 3 Min.), Durchschlafstörung (vorzeitiges Aufwachen nach einer Schlafzeit von < 6 Stunden); Schlaflosigkeit (Insomnie; über mindestens 1 Monat andauernde S.); i.w.S. auch das Schlafwandeln (Somnambulismus). Ätiol.: meist psychogen (Anspannung, Stress); äußere Faktoren (Lärm, unhygienische Wohnverhältnisse, schlechte Liegestätten); falsche Ernährung, Missbrauch von Genussmitteln wie Kaffee, Tabak, Alkohol; Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmus bei Schichtarbeit. Bei Kindern häufig ein Zeichen für Angst. Seltener liegen organische Ursachen zugrunde (z.B. starke Schmerzen, hohes Fieber, Herzkrankheiten, Asthma, starke Hypotonie oder Zerebralsklerose, Enzephalitis).

    • Schlafsucht
      • Schlaf|sucht

      • Englischer Begriff: hypersomnia

      Hypersomnie.

    • Schlafsucht, periodische
    • Schlaftherapie
      • Schlaf|therapie

      • Englischer Begriff: hypnotherapy

      Behandlung seelischer (z.B. endogene Depression) oder körperlicher Erkrankungen (v.a. Erschöpfungszustände) mit künstlichem, d.h. medikamentös (Hibernation) oder elektrisch (Elektroschlaf) herbeigeführtem Schlaf; meist als Schlafkur.

    • Schlafwandeln
      • Schlaf|wandeln

      • Englischer Begriff: sleepwalking

      Somnambulismus.

    • Schlafzentrum
      • Schlaf|zentrum

      • Englischer Begriff: cortical sleep center

      neuronale Strukturen des Zentralnervensystems im hinteren Hypothalamusteil u. in retikulären Kernen des Thalamus (Wand des III. Ventrikels), die über das „aktivierende“ retikuläre System der Formatio reticularis (= sog. Schlaf-Wach-Zentrum) den – beim Menschen im Allg. an den Tag-Nacht-Wechsel (zirkadianer Rhythmus) gebundenen – Schlaf-Wach-Rhythmus steuern. Die für den synchronisierten Schlaf bedeutsamen hypnogenen Zonen in der Raphe, d.h. in den Medianbereichen zwischen Medulla oblongata bis Mittelhirn, sind reich an Serotonin, der für den desynchronisierten Schlaf zuständige Locus coeruleus des Tegmentums ist reich an Noradrenalin; Zerstörung der serotoninhaltigen Bereiche führt zu – evtl. totaler – Schlaflosigkeit.

    • Schlagader
      • Schlag|ader

      • Englischer Begriff: artery

      Arteria.

    • Schlaganfall
      • Schlag(anfall)

      • Englischer Begriff: stroke

      Apoplexia cerebri.

    • Schlagfeld
      • Schlag|feld

      • Fach: Ophthalmologie, Neurologie

      s.u. Nystagmus (dort Abb.).

    • Schlagvolumen
      • Schlag|volumen

      • Englischer Begriff: stroke volume

      Herzschlagvolumen.

    • Schlagvolumenhochdruck
      • Schlagvolumen|hochdruck

      Minutenvolumenhochdruck (mit relativ großer Amplitude) infolge erhöhten Schlagvolumens; v.a. bei Aorteninsuffizienz (Blutrückfluss aus dem Windkesselsystem in linken Ventrikel) u. bei Hyperthyreose.

    • Schlamm
      • Englischer Begriff: mud

      • Fach: Balneologie

      Peloid, Schlick.

    • Schlammfieber
      • Schlamm|fieber

      • Englischer Begriff: slime fever

      Feldfieber (1).

    • Schlampp-Schiene
      • Schlampp-Schiene

      • Fach: Zahnmedizin

      Drahtschiene (Doppel-T-Profil) mit Löchern für Ligaturen zur Versorgung von Kieferbrüchen.

    • Schlange-Zeichen
      • Schlange-Zeichen

      • Englischer Begriff: Schlange's sign

      • Biogr.: Hans Schl., 1856–1922, Chirurg, Hannover

      vermehrte Peristaltikgeräusche als Zeichen des beginnenden, stenosebedingten mechanischen Ileus.

    • Schlangenbiss
      • Schlangen|biss

      • Englischer Begriff: snakebite

      2 dicht nebeneinander stehende, durch die Giftzähne der Giftschlangen hervorgerufene „Stichwunden“ (mit bald auftretender hämorrhagischer Entzündung der Umgebung) als Eintrittspforte des eiweißhaltigen Sekrets der Giftdrüsen. Ferner Bez. des aus der Bissverletzung resultierenden Krankheitsbildes, das von der Hauptwirkkomponente abhängt (die neurotoxisch, hämolytisch, thrombin- oder bradykininähnlich, esterolytisch oder enzymhemmend ist).

    • Schlangenwurzel
      • Schlangen|wurzel

      • Synonyme: -holz

      s.u. Rauwolfia.

    • Schlatter-Krankheit
      • Schlatter-Krankheit

      • Englischer Begriff: Osgood-Schlatter disease

      • Biogr.: Carl Schl., 1864–1934, Chirurg, Zürich

      s.u. Osgood-Schlatter.

    • Schlauchmull
      • Schlauch|mull

      • Englischer Begriff: gauze tubing

      Verbandmull in Form eines dehnbaren Schlauchs (verschiedene Durchmesser für – mittels spezieller Applikatoren – schnell anzulegende anschmiegsame Verbände).

    • Schlauchpilze
      • Schlauch|pilze

      Ascomycetes.

    • Schlauchwürmer
      • Schlauch|würmer

      Nemathelminthes.

    • Schlehdornfrucht
    • Schleich-Anästhesie
      • Schleich-Anästhesie

      • Biogr.: Karl L. Schl., 1859–1922, Chirurg, Berlin

      Infiltrationsanästhesie.

    • Schleife
        • 1)
          Schleifenbahn, Lemniscus; s.a... (mehr)
        • 2)
          Vektorkardiogramm... (mehr)
      • Schleife 1)
        Schleife
        • 1)

        • Englischer Begriff: loop

        • Fach: Anatomie

        Schleifenbahn, Lemniscus; s.a. Henle-Schleife.

      • Schleife 2)
        Schleife
        • 2)

        • Fach: Kardiologie

        Vektorkardiogramm.

      • Schleifendiuretica
        • Schleifendiure|tica

        • Synonyme: -tika

        • Englischer Begriff: loop diuretics

        stark wirkende Diuretika.

      • Schleifenmuster
        • Schleifen|muster

        • Englischer Begriff: loop pattern (of ridges)

        einer der Typen der Hautleisten der Fingerbeere.

      • Schleim
          • 1)
            beim Menschen das vorwiegend aus Mucin zusammengesetzte zähflüssige Produkt... (mehr)
          • 2)
            Schleimabkochung... (mehr)
        • Schleim 1)
          Schleim
          • 1)

          • Synonyme: Mucus

          • Englischer Begriff: mucus

          • Fach: Anatomie

          beim Menschen das vorwiegend aus Mucin zusammengesetzte zähflüssige Produkt mesenchymaler Zellen (z.B. des Gallertgewebes des Nabelstrangs) sowie die Absonderung muköser (v.a. Mundhöhle) u. intraepithelialer Drüsen (Becherzellen) sowie die Synovia. – Krankhafte Schleimbildung erfolgt bei schleimiger Umwandlung der Grundsubstanz von Kollagenfasern u. Knorpelgewebe (mukoide Degeneration; s.a. Myxom) sowie als übermäßige Schleimabsonderung aus einschlägigen oder aus zu Schleimbildnern umgewandelten Zellen (z.B. bei Carcinoma mucoides); s.a. Mukoviszidose.

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