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  • Schleim 2)
  • Schleim-Eiter-Straße
    • Schleim-Eiter-Straße

    schleimig-eitrige entzündliche Absonderung in Bandform im mittleren Nasengang (bei Sinusitis) u./oder an der hinteren Rachenwand (aus der Nase oder dem Epipharynx).

  • Schleimabkochung
    • Schleim|abkochung

    • Englischer Begriff: gruel

    durchgeseihte, freies Mucin u.a. Proteine u. Polysaccharide enthaltende Abkochung von geschrotetem, gequetschtem oder Vollkorngetreide. Verwendung als Schondiät (bei Durchfall, als Säuglingsnahrung).

  • Schleimbeutel
    • Schleim|beutel

    • Englischer Begriff: synovial bursa

    Bursa synovialis. S.a. Bursitis.

  • Schleimdrüse
    • Schleim|drüse

    • Englischer Begriff: mucous gland

    muköse Drüse. – Erkrankungen z.B. als Mikulicz-Krankheit (2), Sjögren-Syndrom.

  • Schleimhaut
    • Schleim|haut

    • Synonyme: Tunica mucosa; Mukosa

    • Englischer Begriff: mucous membrane

    die Auskleidung der Hohlorgane; s.a. Endometrium. Sie besteht aus unverhorntem, ein- oder mehrschichtigem, niedrig- oder hochprismatischem Epithel (an Haut-Schleimhaut-Grenze als Übergangsepithel, s.a. Urothel); im Magen-Darm-Trakt wird sie ergänzt durch eine dünne Muskellage (Lamina muscularis mucosae). Ihr Epithel enthält Drüsen (u.U. auch Becherzellen), deren Schleim die Oberfläche als Film bedeckt, sie gleitfähig macht, vor mechanischen, thermischen u. chemischen Reizen schützt und der durch seine Bewegung zur natürlichen Körperöffnung hin (als Peristaltik- bzw. Flimmereffekt) sowie durch Gehalt an Lysozymen einen antimikrobiellen Effekt für Fremdkeime hat. Die S. dient außer dem Schutz auch der Stoffaufnahme u. -abgabe (begünstigt durch oberflächenvergrößernde Falten [Plicae mucosae], v.a. im Magen-Darm-Trakt).

  • Schleimhautanästhesie
    • Schleimhaut|anästhesie

    • Englischer Begriff: mucosal anesthesia

    Oberflächenanästhesie.

  • Schleimhautleishmaniase
    • Schleimhaut|leishmaniase

    • Englischer Begriff: mucocutaneous leishmaniasis

    Haut-Schleimhaut-Leishmaniase. – Schleimhautbefall auch bei Kala-Azar in fortgeschrittenen Stadien und als Post-Kala-Azar-Leishmanid (frambösiforme Wucherungen an Lippen, Gesicht).

  • Schleimhautpemphigoid benignes
    • Schleimhaut|pemphigoid (benignes)

    • Englischer Begriff: (benign) mucosal pemphigoid

    seltene chronische, ätiologisch unklare Erkrankung. Klinik: Bildung von Blasen, Erosionen u. Narben an den Bindehäuten. Selten im Mund u. an anderen (Halb-)Schleimhäuten (Genitale, Ösophagus) sowie an behaartem Kopf u. auf der Körperhaut. Verlauf ohne Allgemeinerscheinungen u. Kachexie. Sonderform: Pemphigus des Auges, evtl. mit Synechien, Bindehautsackverödung, Xerose u. Trichiasis bis zur Erblindung. Diagn.: in der direkten Immunfluoreszenz Nachweis von IgG u. IgA in der Basalmembranzone.

  • schleimig
    • Englischer Begriff: mucous

    in Schleimform, mit Schleimbildung.

  • schleimige Degeneration
    schleimig
    • schl. Degeneration

    mukoide Degeneration.

  • schleimige Mittel
    schleimig
    • schl. Mittel

    • Fach: Pharmazie

    Mucilaginosa.

  • Schleimkapsel
    • Schleim|kapsel

    • Englischer Begriff: mucous capsule

    Auflagerung von wasserhaltigem Schleim auf der Bakterienwand; besteht als Makrokapsel aus Polysacchariden oder -peptiden (z.B. bei Streptococcus pneumoniae), als Mikrokapsel (mit O-Spezifität) u. Schleimscheide aus Heteropolysacchariden. Bedingt Wachstum in Glattform (= S-Form; Wechsel zur Rauform möglich).

  • Schleimkolik
    • Schleim|kolik

    • Englischer Begriff: mucous colic

    Dickdarmkolik mit Schleimabgang bei Colica mucosa, Reizkolon.

  • Schleimkörperchen
    • Schleim|körperchen

    • Englischer Begriff: mucous corpuscles

    glasige Kügelchen aus schleimumhüllten, gequollenen Epithelien u. Leukozyten im Bronchialsekret bei Bronchitis catarrhalis.

  • Schleimpfropf
    • Schleim|pfropf

    • Englischer Begriff: mucous plug

    • Fach: Gynäkologie

    s.u. Kristeller.

  • Schleimpilze
    • Schleim|pilze

    Myxomyzeten.

  • Schleimwall
    • Schleim|wall

    • Englischer Begriff: mucous wall

    • Fach: Bakteriologie

    M-Antigen enthaltende Schleimumrandung einer Bakterienkolonie; bes. ausgeprägt (u. typspezifisch) bei Salmonella paratyphi B.

  • Schleimzylinder
    • Schleim|zylinder

    • Englischer Begriff: mucous cast

    • Fach: Urologie

    Zylindroid aus Mucin; ohne sichere pathognomonische Bedeutung.

  • Schleimzyste
    • Schleim|zyste

    • Englischer Begriff: mucous cyst

    Mukozele, Gallenblasenhydrops.

  • Schlemm-Kanal
    • Schlemm-Kanal

    • Englischer Begriff: Schlemm's canal

    • Biogr.: Friedr. Schl., 1795–1859, Anatom, Berlin

    Sinus venosus sclerae.

  • Schleppersubstanz
    • Schlepper(substanz)

    • Synonyme: Träger; Carrier

    • Englischer Begriff: carrier

    Stoff, der – ohne eigenen biochemischen oder Heileffekt – anderen, molekular an ihn sich bindenden Stoffen als Vehikel u. „Sorptionsvermittler“ dient u. deren Eindringen in bzw. Aufnahme durch die Zellen (Penetration, Permeation, Resorption) ermöglicht u. fördert; z.B. lipoidlösliche Stoffe als Gleitschiene (durch die Haut) für nichtlipoidlösliche; ferner Eiweiße oder Kolloide, die ein Hapten durch Molekularbindung zum immunogenen Vollantigen machen.

  • Schlesinger
    • Schlesinger

    • Biogr.: 1) Bernard Sch., 1896–1984, Kinderarzt, London; 2) Wilhelm Sch., 1869–1947, Internist, Wien

  • Schlesinger-Probe
    Schlesinger
    • Sch.-Probe

    • Englischer Begriff: Schlesinger's test

    • Biogr.: Wilhelm Sch.

    Reaktion zum Nachweis von Urobilin (in Abwandlung auch von Stercobilin u. Urobilinogen) anhand des sich nach Versetzen der Harnprobe mit der gleichen Menge 10%iger äthanolischer Zinkacetat-Lösung bildenden u. besonders deutlich im Filtrat vor dunklem Hintergrund sichtbaren, grün fluoreszierenden Zn-Additionsprodukts (λmax bei Urobilin 521, 637, 601 u. 551 nm, bei Stercobilin 638 u. 520 nm). Die Reaktion erfasst aber zugleich auch – störend – Porphyrine, Bilivioline u. -purpurine, Riboflavin, Sulfonamide u. andere Stoffe u. ist daher relativ unspezifisch. Die Differenzierung des Stercobilins erfolgt durch die persistierende Sch.-Reaktion nach Stich (Fortbestehen der Fluoreszenz nach Kochen mit Wasserstoffperoxid).

  • Schlesinger-Syndrom
    Schlesinger
    • Sch.-Syndrom

    • Biogr.: Bernard Sch.

    chronische idiopath. Hyperkalzämie.

  • Schleudertrauma
    • Schleuder|trauma

    HWS-Distorsion.

  • Schleuse

      arterieller Katheter mit Rückschlagventil, durch den andere Katheter zur interventionellen Therapie eingebracht werden können.

    • Schlick
      • Englischer Begriff: mud

      Meeresschlamm als Peloid, das v.a. Quarz, saure Feldspate, Tonerde-Kieselsäure-Gele u. andere organ. Bestandteile enthält u. ein großes Wärmeabgabevermögen besitzt. Anw. in Form von Bädern u. Packungen v.a. bei Krankheiten des Bewegungsapparates, des peripheren Kreislaufs, der Haut (außer Dermatomykosen).

    • Schließmuskel
      • Schließ|muskel

      • Englischer Begriff: sphincter

      Musculus sphincter, Sphinkter...

    • Schließungszuckung
      • Schließungs|zuckung

      • Englischer Begriff: closing contraction

      s.u. Kathodenöffnungszuckung.

    • Schlinge
        • 1)
          Darmschlinge... (mehr)
        • 2)
          Drahtschlinge als Teil eines Instruments für die Entfernung von Gewebsteilen... (mehr)
        • 3)
          schlaufenartiger Gegenstand zum (ther... (mehr)
      • Schlinge 1)
        Schlinge
        • 1)

        • Fach: Anatomie

        Darmschlinge.

      • Schlinge 2)
        Schlinge
        • 2)

        • Fach: Chirurgie

        Drahtschlinge als Teil eines Instruments für die Entfernung von Gewebsteilen, Steinen etc.; i.w.S. auch das Instrument selbst; z.B. als elektrische Sch. für die chirurgische Diathermie, als Schlingenkatheter (nach Zeiss, Staehler).

      • Schlinge 3)
        Schlinge
        • 3)

        • Englischer Begriff: sling

        • Fach: Orthopädie

        schlaufenartiger Gegenstand zum (ther.) Lagern, z.B. Glisson-Schlinge.

      • Schlingenoperation
        • Schlingen|operation

        • 1)
          Schließmuskelersatzplastik durch Bildung einer Muskelschlinge... (mehr)
        • 2)
          Steinextraktion mittels Schlingenkatheter (Schlinge)... (mehr)
        • 3)
          Anhebung des Blasenhalses durch eine Schlinge (aus körpereigener Faszie... (mehr)
      • Schlingenoperation 1)
        Schlingenoperation
        • 1)

        • Englischer Begriff: sling procedure

        • Fach: Chirurgie

        Schließmuskelersatzplastik durch Bildung einer Muskelschlinge.

      • Schlingenoperation 2)
        Schlingenoperation
        • 2)

        • Englischer Begriff: loop stone extraction

        • Fach: Urologie

        Steinextraktion mittels Schlingenkatheter (Schlinge).

      • Schlingenoperation 3)
        Schlingenoperation
        • 3)

        • Fach: Gynäkologie

        Anhebung des Blasenhalses durch eine Schlinge (aus körpereigener Faszie, lyophilisierter Dura mater oder Kunststoff), die an der Bauchdeckenfaszie befestigt wird; zur Behandlung der weiblichen Stressharninkontinenz, meist als Zusatzoperation (z.B. bei Rezidiven).

      • Schlingensyndrom
      • Schlingentisch-Therapie
        • Synonyme: ST (Abk.)

        physiotherapeutische Behandlungsmethode, bei der der ganze Körper oder einzelne Körperteile an einer Gerätekonstruktion mit Hilfe von Seilzügen u. Schlingen aufgehängt werden. Einerseits können durch eine entlastende Aufhängung Bewegungen erleichtert u. Schmerzen gelindert werden, andererseits durch den Einsatz von Expandern u. Gewichten eine intensivere Kräftigung, Dehnung oder Traktion ermöglicht werden. Ind.: orthopädische, traumatologische u. neurologische Erkrankungen, v.a. Arthrosen, chronische Beschwerden/Erkrankungen der Wirbelsäule, schlaffe Lähmungen u. Muskeldystrophien. Formen: Es werden verschiedene Aufhängeformen unterschieden, so die Ganzaufhängung u. verschiedene Teilaufhängungen (Extremitätenaufhängung, Wirbelsäulenaufhängung). Als Aufhängetypen werden eingesetzt: Einpunktaufhängung (alle Züge werden in einer Öse des Schlingentisches aufgehängt, typischerweise axiale, meist mobile Aufhängung), Mehrpunktaufhängung (jeder Zug, jede Schlinge besitzt einen eigenen Aufhängepunkt, typischerweise neutrale, immer stabile Aufhängung), axiale Mehrpunktaufhängung (neuer Aufhängungstyp, der die Vorteile der axialen u. neutralen Aufhängung vereint u. horizontale Bewegungen ohne Druck ermöglicht).

      • Schlittenprothese

          eine zweiteilige Kniegelenkprothese mit als Kufe bzw. Gleitfläche gearbeiteten Gelenkflächen.

        • Schlitzbrille
          • Schlitz|brille

          • Englischer Begriff: stenopeic glasses

          stenopäische Brille.

        • Schloffer
          • Schloffer

          • Biogr.: Hermann Sch., 1868–1937, Chirurg, Innsbruck, Prag

          • Sch.-Operation
            (mehr)
          • 1)
            3-zeitige Kolonresektion (Bildung eines suprastenotischen Kunstafters... (mehr)
          • 2)
            bei Phimose dorsale Spaltung beider Vorhautblätter (Schrägschnitte jeweils... (mehr)
          • Sch.-Tumor
            chronisch-entzündlicher postoperativer Bauchdeckentumor als Granulationsgeschwulst... (mehr)
        • Schloffer-Operation
          Schloffer
          • Sch.-Operation

          • Englischer Begriff: Schloffer's operation

          • 1)
            3-zeitige Kolonresektion (Bildung eines suprastenotischen Kunstafters... (mehr)
          • 2)
            bei Phimose dorsale Spaltung beider Vorhautblätter (Schrägschnitte jeweils... (mehr)
        • Schloffer-Operation 1)
          Schloffer  >  Schloffer-Operation
          • 1)

          3-zeitige Kolonresektion (Bildung eines suprastenotischen Kunstafters; Kontinuitätsresektion; Beseitigung des Anus praeter). Nicht mehr gebräuchl.

        • Schloffer-Operation 2)
          Schloffer  >  Schloffer-Operation
          • 2)

          bei Phimose dorsale Spaltung beider Vorhautblätter (Schrägschnitte jeweils in entgegengesetzter Richtung) u. Vorhautverlängerung durch lineare Naht der Ränder der so entstandenen rautenförmigen Wunde.

        • Schloffer-Tumor
          Schloffer
          • Sch.-Tumor

          • Englischer Begriff: Sch.'s tumor

          chronisch-entzündlicher postoperativer Bauchdeckentumor als Granulationsgeschwulst, meist als Talkumgranulom, oder um chirurgische Nahtreste (abszedierendes Nahtgranulom).

        • Schloss
          • Englischer Begriff: lock

          • Fach: Geburtshilfe

          Zangenschloss, Junctura bzw. Steck- oder Schraubenschluss einer Klemme.

        • Schlottergelenk
          • Schlotter|gelenk

          • Synonyme: Wackelgelenk

          • Englischer Begriff: flail joint; instable j.

          lockeres Gelenk (fehlender Gelenkschluss) infolge Überdehnung des Gelenkkapsel- u. Bandapparates; z.B. bei chronisch-rezidivierendem Gelenkerguss, angeborenen oder erworbenen krankhaften Veränderungen der Gelenkenden.

        • Schlottergelenk, neurogenes
          Schlottergelenk
          • Schl., neurogenes

          Schl. als Lähmungsfolge, z.B. als paralytisches Schl. nach Poliomyelitis oder bei neuropathischer Arthropathie (z.B. das tabische Schl. bei Tabes dorsalis).

        120109