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  • Sinnesmodalität
    • Sinnes|modalität

    • Englischer Begriff: modality of sensation

    Empfindungsmodalität; s.a. Sinne (dort Tab.).

  • Sinnesorgane
    • Sinnes|organe

    • Englischer Begriff: sensory (or sense) organs

    Organa sensoria; unterschieden als niedere (= nur Rezeptoren) u. höhere S. (mit vorgeschaltetem Hilfsapparat, z.B. Auge, Corti-Organ). – In der Pawlow-Lehre als Analysatoren bezeichnet.

  • Sinnesqualität
    • Sinnes|qualität

    • Englischer Begriff: sensory quality

    s.u. Sinne (dort Tab.).

  • Sinnesreiz
    • Sinnes|reiz

    • Englischer Begriff: sensory stimulus

    der für das Sinnesorgan adäquate Reiz, der nach Umwandlung (im Rezeptor) in eine Erregung die Sinneswahrnehmung auslöst.

  • Sinnestäuschung
    • Sinnes|täuschung

    • Englischer Begriff: misperception

    vermeintliche Wahrnehmung von etwas nicht oder in der wahrgenommenen Form nicht Vorhandenem; Illusion, Pseudohalluzination, Halluzination.

  • Sinneswahrnehmung
    • Sinnes|wahrnehmung

    • Englischer Begriff: sensory perception

    das Bewusstwerden eines den Organismus treffenden Reizes als Ergebnis materieller Prozesse in einem Sinneszentrum nach dessen Erregung.

  • Sinneszelle
    • Sinnes|zelle

    • Englischer Begriff: sensory cell

    • Fach: Anatomie

    für die Aufnahme adäquater (auch inadäquater) Reize u. die Umwandlung der Reizeinwirkung in eine Erregung spezialisierte Nervenzelle. Als Rezeptor fungiert entweder das gesamte Zytoplasma oder aber ein besonderer Nervenendapparat, z.B. Sinneshaare oder -stiftchen (Stäbchen-, Zapfenzellen). Als primäre S. ein peripher verlagertes Neuron des Gehirns (z.B. Riech-, Stäbchen-, Zapfenzelle), als sekundäre S. eine von der peripheren Glia oder von endo- bzw. ektodermalen Epithelien abgeleitete Zelle.

  • Sinneszentren
    • Sinnes|zentren

    • Englischer Begriff: sensory centers; cortical projection areas

    als „Sinnesfelder“ bestimmte Bereiche der Hirnrinde (Kortex) für die Wahrnehmung, Verarbeitung u. Erinnerung spezifischer Sinneseindrücke; i.w.S. auch die ihnen vorgeschalteten, als Schaltstelle (auch zu anderen Systemen) u. Verstärkerstation fungierenden subkortikalen Zentren (z.B. Corpus geniculatum laterale = primäres Sehzentrum) sowie nachgeordnete „höhere Zentren“ (die die Empfindung weiter ausgestalten; z.B. „erweiterte Sehsphäre“ in Area 18/19).

  • Sinobronchitis
    • Sino|bronchitis

    sinopulmonales Syndrom.

  • Sinographie
    • Sino|graphie

    • Englischer Begriff: sinography

    • Fach: Röntgenologie

    Kontrastdarstellung der Nasennebenhöhlen (Sinus maxillaris etc.).

  • sinopulmonales Syndrom
    • sino|pulmonales Syndrom

    • Synonyme: Bronchosinusitis

    • Englischer Begriff: sinopulmonary syndrome; sinobronchitis

    subakute bis chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen mit kanalikulär, hämato- oder lymphogen absteigender (= deszendierender) Tracheobronchitis, Peribronchitis u./oder Bronchopneumonie. Vorkommen v.a. bei Kindern u. dann vielfach zu Störung der körperlichen Entwicklung führend. Ätiol.: u.a. bakterielle u. allergische Schädigungen. Klinik: anhaltender Husten, leichte Temperatursteigerungen, Tubenkatarrh, evtl. Rachenmandelhyperplasie.

  • Sinoskopie
    • Sino|skopie

    • Synonyme: Antroskopie

    • Englischer Begriff: antroscopy

    Endoskopie der Kieferhöhle.

  • Sinterung

      allmähliche Höhenminderung einer Knochenstruktur; möglich als degenerativer Prozess, aber auch bei Osteoporose: z.B. das Zusammensintern der Wirbelkörper.

    • sinuaortales System
      • sinu|aortales System

      • Englischer Begriff: reflex control system

      auf den Blutdruck ausgerichtete Pressorezeptorenfelder des Aortenbogens u. Sinus caroticus mit Impulsleitung über die Nervi depressor u. caroticus zu Kreislaufzentren der Medulla oblongata u. zum Hypothalamus. Wichtigstes sympathikusdämpfendes (= depressorisches) System der Kreislaufregulation.

    • sinuatrialis
      • sinuatrial(is)

      • Synonyme: -aurikulär

      • Englischer Begriff: sinuatrial

      den Übergangsbereich Sinus venae cavae/rechter Vorhof (bzw. Herzohr), i.w.S. auch den dort gelegenen Sinusknoten betreffend; z.B. SA-Block.

    • Sinubronchitis
      • Sinu|bronchitis

      sinopulmonales Syndrom.

    • Sinuitis
      • Sinuitis

      • Englischer Begriff: sinuitis

      Sinusitis.

    • Sinus
      • Sinus

      • Synonyme: Sinus (Plur.); Ss. (Abk., Plur.)

      • Etymol.: latein. = Bucht, Tasche

      • Englischer Begriff: sinus

      patho Fisteltasche (z.B. Pilonidalsinus), anat venöser Blutleiter, lufthaltige Skelettknochenhöhle, Gefäßbahnerweiterung (z.B. Milz-, Lebersinus), taschenartige Körperhöhlen- oder Organausbuchtung, z.B. Morgagni-S. (Ventriculus laryngis); z.T. synonym mit Begriffen wie Ampulla, Angulus, Bulbus, Cavum bzw. Cavitas, Cisterna, Recessus.

    • Sinus anales
      Sinus
      • Ss. anales

      • Synonyme: Morgagni-Krypten

      im Afterkanal die Schleimhautnischen zwischen den Columnae anales.

    • Sinus aortae
      Sinus
      • S. aortae

      • Synonyme: Valsalva-Sinus

      • Englischer Begriff: s. of Valsalva

      die nahezu intrakardiale Ausweitung zwischen jeder der 3 Semilunarklappen u. der Aortenwand; bilden gemeinsam den Bulbus aortae; im vorderen (= rechten) u. linken Abgang der Koronararterien („coronary sinus“). – Gelegentlich Sitz eines Aneurysmas, dessen Einriss zu aortokardialem bzw. aortopulmonalem Kurzschluss (Shunt) führt, evtl. auch zu dramatischen Herzsymptomen (Kollaps, Erregungsleitungsstörung, evtl. Herzbeuteltamponade).

    • Sinus caroticus
      Sinus
      • S. caroticus

      • Synonyme: Karotissinus

      • Englischer Begriff: carotid s.

      Lichtungsausweitung an der Karotisgabel oder im Anfangsteil der A. carotis interna; s.a. sinuaortal..., Karotissinus...

    • Sinus cavernosus
      Sinus
      • S. cavernosus

      • Englischer Begriff: cavernous s.

      schwammiges Gebilde aus erweiterten Venenräumen (der Augen-, Augenhöhlenvenen, Verbindung zur V. facialis!) u. Bindegewebssträngen beidseits auf dem großen Keilbeinflügel u. miteinander verbunden über die Ss. intercavernosi (Ringbildung [= S. circularis] um die Sella); von A. carotis interna u. VI. Hirnnerv durchzogen; in seiner Wand verlaufen die Hirnnerven III, IV u. V1. Verletzung führt evtl. zur Bildung einer S.-c.-Fistel zur A. carotis interna (mit einseitigem pulsierendem Exophthalmus, Fistelgeräusch, Stauung der Vv. ophthalmicae). – Krankheitsprozesse an der gemeinsamen Austrittsstelle der genannten Nerven führen zu S.-c.-Syndrom (mit Ophthalmoplegie, Ptosis, Mydriasis, Kornealreflex-Ausfall; bei Chiasma-opticum- bzw. Tractus-opticus-Einbeziehung auch Gesichtsfeldausfälle). – Eine S.-c.-Thrombose (oder Phlebitis), z.B. in Zusammenhang mit Sinusitis, Meningitis, durch Übergreifen von den Augen-, evtl. Gesichtsvenen (Vena angularis) ist lebensbedrohlich; es bestehen Fieber, Bewusstseinstrübung bis Bewusstlosigkeit, Augenvenenstauung mit Lidödem, Chemosis, Bindehautblutungen, Netzhauthyperämie, Optikusneuritis, pulsierender Exophthalmus u. retrobulbäres Ödem, blutiger Liquor.

    • Sinus cervicalis
      Sinus
      • S. cervicalis

      • Synonyme: Halsbucht

      Vertiefung der 2.– 4. Branchialfurche (= 2.– 4. Kiemenfurche). Der S. c. entsteht etwa am 33. Tag nach Befruchtung. Nachfolgend wird er vom 2. Branchialbogen (= Kiemenbogen) überwachsen, der als „Operculum“ des S. c. diesen seitlich abdeckt und nach Verschmelzung mit der unteren Halsregion einschließt. Der S. c. verschwindet, persistierende Reste können die Grundlage für laterale Halszysten oder Halsfisteln bilden.

    • Sinus coronarius
      Sinus
      • S. coronarius

      • Englischer Begriff: coronary s.

      die ampullär erweiterte Sammelvene der Koronarvenen (mit Ausnahme der Venae cordis anterior u. minimae); mündet zwischen unterer Hohlvene u. Trikuspidalostium in den re. Vorhof.

    • Sinus dermalis congenitalis
      Sinus
      • S. dermalis congenitalis

      • Englischer Begriff: congenital dermal s.

      meist im Kreuz-Steißbein-Bereich in der Medianlinie gelegene, von der Haut in die Tiefe gehende epithelausgekleidete Fistel infolge mangelhafter Trennung des neuralen vom epithelialen Ektoderm; in der Tiefe evtl. eine Dermoidzyste (Sinusdermoid), meist als Pilonidalsinus.

    • Sinus durae matris
      Sinus
      • Ss. durae matris

      • Englischer Begriff: sinuses of the dura mater

      die „Hirnsinus“; aus Durabindegewebe u. Endothel bestehende inkompressible u. klappenlose venöse Blutleiter der harten Hirnhaut (Dura) für das aus Gehirn u. Meningen in die Vena jugularis interna abfließende Blut.

    • Sinus ethmoidalis
      Sinus
      • S. ethmoidalis

      • Englischer Begriff: ethmoidal s.

      Cellulae ethmoidales.

    • Sinus frontalis
      Sinus
      • S. frontalis

      • Englischer Begriff: frontal s.

      die Stirnhöhle; fast stets paarige, etwa dreieckige, schleimhautausgekleidete, lufthalt. Nasennebenhöhle unten in der Stirnbeinschuppe, von der gegenseitigen durch ein Septum getrennt; schließt vorn u. oben an die Siebbeinzellen an; mündet in den mittleren Nasengang (Apertura sinus frontalis).

    • Sinus lactiferi
      Sinus
      • Ss. lactiferi

      als „Milchsäckchen“ spindelförmige Erweiterungen der Milchgänge vor der Areola mammae.

    • Sinus longitudinalis
      Sinus
      • S. longitudinalis

      Sinus sagittalis. – Die Blutentnahme aus diesem S. für eine Austauschtransfusion (S.-l.-Methode) beim Neugeborenen gilt als obsolet. – Eine S.-l.-Thrombose verläuft mit Fieber, Kopfschmerzen, Bewusstseinsänderung, Halbseitenlähmung, blutigem Liquor; Prognose sehr ernst.

    • Sinus maxillaris
      Sinus
      • S. maxillaris

      • Englischer Begriff: maxillary s.; antrum of Highmore

      die „Oberkiefer-“ oder „Highmore-Höhle“; größte, paarige, stets lufthaltige Nasennebenhöhle; grenzt u.a. an die Augenhöhle u. – medial – an die Nasenhöhle (Trennwand z.T. nur membranös), in die sie unterhalb der mittleren Nasenmuschel am Infundibulum ethmoidale mündet: Hiatus maxillaris.

    • Sinus nasales
    • Sinus obliquus pericardii
      Sinus
      • S. obliquus pericardii

      Ausbuchtung der Perikardhöhle zwischen den li. u. re. Lungenvenen u. der unteren Hohlvene.

    • Sinus occipitalis
      Sinus
      • S. occipitalis

      • Englischer Begriff: occipital s.

      unpaarer Hirnsinus vom Plexus basilaris in der Falx-cerebelli-Wurzel zum Confluens sinuum.

    • Sinus paranasales
      Sinus
      • Ss. paranasales

      • Englischer Begriff: paranasal sinuses

      Abbildung

      die mit der Nasenhöhle offen verbundenen lufthaltigen, mit Schleimhaut ausgekleideten „Nasennebenhöhlen“ (Abb.): die paarigen Sinus ethmoidalis, frontalis u. maxillaris u. der unpaare S. sphenoidalis.

    • Sinus pericranii
      Sinus
      • S. pericranii

      • Fach: Pathologie

      weicher, fluktuierender „Gefäßtumor“ der Kopfschwarte, durch Emissarienvenen direkt mit venösem Hirnblutleiter verbunden; evtl. – als Unfallfolge – ein durch äußeren Druck größenveränderl. „Blutsack“.

    • Sinus petrosus
      Sinus
      • S. pe|trosus

      • Englischer Begriff: petrous s.

      2 venöse Hirnblutleiter mit Ursprung im S. cavernosus; als S. p. inferior an der hinteren unteren, als S. p. superior an der oberen Pyramidenkante gelegen.

    • Sinus phrenicocostalis
      Sinus
      • S. phrenicocostalis

      • Englischer Begriff: phrenicocostal s.

      Recessus costodiaphragmaticus.

    • Sinus pilonidalis
      Sinus
      • S. pilonidalis

      • Englischer Begriff: pilonidal s.

      Sinus dermalis congenitalis.

    • Sinus prostaticus
      Sinus
      • S. prostaticus

      • Englischer Begriff: prostatic s.

      Rinne zu beiden Seiten des Colliculus seminalis; mit Mündungen der Ductuli prostatici.

    • Sinus rectales
      Sinus
      • Ss. rectales

      Sinus anales.

    • Sinus rectus
      Sinus
      • S. rectus

      • Englischer Begriff: straight s.; rectus sinus

      unpaarer Hirnsinus in Fortsetzung des S. sagittalis inferior (ab der Einmündung der V. cerebri magna); mündet in den Confluens sinuum, verläuft gerade etwa median im First des Tentorium cerebelli.

    • Sinus renalis
      Sinus
      • S. renalis

      • Englischer Begriff: renal s.

      interaktive Abbildung

      von Parenchym umschlossener Hohlraum, der das Nierenbeckensystem u. große Leitungsbahnen der Niere enthält.

    • Sinus sagittales
      Sinus
      • Ss. sagittales

      • Englischer Begriff: sagittal sinuses

      die unpaaren „Sichelblutleiter“; der S. sagittalis inferior: relativ kurz am Unterrand der Falx cerebri, mündet vorn am Tentorium cerebelli in den S. rectus, sammelt das Blut aus oberflächlichen Schichten des Balkens, anastomosiert evtl. mit dem oberen = S. sagittalis superior: schädeldachnah in der Basis der Falx cerebri (ab Crista galli bis zur Protuberantia occipitalis) verlaufend, mündet er in den Confluens sinuum; führt Blut aus oberflächlichen Hirnvenen, Meningen u. Schädeldach, ist durch Emissarienvenen mit den äußeren Schädelvenen verbunden; s.a. Sinus longitudinalis.

    • Sinus sigmoideus
      Sinus
      • S. sigmoideus

      • Englischer Begriff: sigmoid s.

      paariger, „S-förmiger“ Hirnblutleiter in Fortsetzung des S. transversus auf der dem Mastoid entsprechenden Schädelinnenfläche; mündet in die V. jugularis interna; steht über das Emissarium mastoideum u. die V. emissaria condylica mit Kopfschwartenvenen des Hinterhauptes in Verbindung; bei Ohrerkrankungen u. – sekundär – bei S.-cavernosus-Thrombose oft Ort einer Thrombose.

    • Sinus sphenoidalis
      Sinus
      • S. sphenoidalis

      • Englischer Begriff: sphenoidal s.

      die paarige, fast den ganzen Keilbeinkörper einnehmende Keilbeinhöhle (eine NNH), deren Wandung unten das Choanen- u. Nasenrachendach bildet; mündet am Ende der mittleren Muschel (Rec. sphenoethmoidalis) in die Nasenhöhle.

    • Sinus sphenoparietalis
      Sinus
      • S. sphenoparietalis

      • Englischer Begriff: sphenoparietal s.

      unter dem kleinen Keilbeinflügel zum S. cavernosus ziehender venöser Blutleiter mit Blut aus Venen der Hirnkonvexität.

    • Sinus tarsi
      Sinus
      • S. tarsi

      • Englischer Begriff: tarsal s.

      Rinne an der Fußaußenseite zwischen Fersenbein u. Sprungbein. – Nach Distorsion u. Bänderverletzung der Sprunggelenke treten hier Ruhe- u. Belastungsschmerz (v.a. bei Pro- u. Supination), evtl. mit Ödem am Außenknöchel auf (S.-t.-Syndrom).

    • Sinus transversus
      Sinus
      • S. trans|versus

      • Englischer Begriff: lateral s.

      paariger, im gleichnamigen Sulcus des Hinterhauptsbeines an der Basis des Tentorium cerebelli verlaufender venöser Hirnblutleiter, der sich in den S. sigmoideus fortsetzt; häufig Ort einer otogenen oder sonstigen S.-transversus-Thrombose (mit Rückstauung u. Störungen im Ableitungsbereich).

    • Sinus transversus pericardii
      Sinus
      • S. transversus pericardii

      • Englischer Begriff: transverse (pericardial) s.

      Querbucht in der Umschlagfalte des Herzbeutels zwischen Aorta u. Truncus pulmonalis/Lungenvenen.

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