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  • Sparganose
    • Sparganose

    • Englischer Begriff: sparganosis

    beim Menschen durch Sparganum hervorgerufene schmerzhafte Haut- und Bindehautschwellungen, evtl. akneähnliche Pusteln, Organgranulome, Elephantiasis; z.B. durch die „Augenfinne“ Sparganum mansoni von Diphyllobothrium erinacei (oder mansoni?), Sp. proliferum, Finnen von Spirometra-Arten.

  • Sparganum
    • Sparganum

    • Englischer Begriff: sparganum

    das Finnenstadium (Plerozerkoid) der Gattung Bothriocephalus. Die zugehörigen geschlechtsreifen Würmer bisher z.T. nicht bekannt; sind vermutlich Wirbeltierparasiten in Unterhaut, Muskeln, Bauchraum. Im als Zwischenwirt ungeeigneten Tier erfolgt Einkapselung ohne Weiterentwicklung, im Darm des geeigneten Zwischenwirts Entwicklung geschlechtsreifer Würmer. S.a. Sparganose.

  • Spargelwurzelstock
  • sparsus
    • sparsus

    • Etymol.: latein.

    verstreut. S.a. dispers.

  • Spartein
    • Sparte|in

    • Synonyme: Lupinidin

    • Englischer Begriff: sparteine

    schwach Nicotin-artig wirkendes Alkaloid aus Besenginster (Sarothamnus scoparius) u. Lupinen-Arten. Früher Anw. bei Tachykardie, supraventrikulärer Extrasystolie. Toxik.: bei Vergiftung („Spartismus“) aufsteigende Lähmungen.

  • Spasmen
    • Spas|men

    • Englischer Begriff: spasms

    s.u. Spasmus.

  • spasmisch
    • spas|misch

    • Synonyme: spasmodisch

    • Englischer Begriff: spasmodic

    krampfartig, Krampfneigung. S.a. Spastik.

  • Spasmodynia cruciata
    • Spasm|odynia cruciata

    beim Brown-Séquard-Syndrom (= Halbseitenlähmung) Spastik der einen u. Schmerzen der anderen Körperhälfte.

  • spasmogen
    • spas|mogen

  • spasmogen 1)
    spasmogen
    • 1)

    krampfauslösend.

  • spasmogen 2)
    spasmogen
    • 2)

    • Englischer Begriff: spasmogenic

    krampfbedingt.

  • Spasmolygmus
    • Spas|mo|lygmus

    • Englischer Begriff: spasmolygmus; spasmodic hiccup

    krampfartiger Singultus.

  • Spasmolyse
    • Spas|mo|lyse

    • Englischer Begriff: spasmolysis

    Beseitigung eines Krampfzustandes (i.e.S. im Eingeweidebereich).

  • Spasmolytica
    • Spasmoly|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: spasmolytics; antispasmodics

    krampflösende, den Spannungszustand glatter Muskulatur senkende bzw. deren Verkrampfung lösende (= „spasmolytische“) Heilmittel; Wirkung u. Wirkst.: neurotrop (Acetylcholin-Antagonisten, z.B. Atropin), muskulotrop (Papaverin bzw. Dantrolen; sog. myotrope S.) oder neuromuskulotrop (synthetische Mittel); s.a. Parasympatholytica.

  • spasmolytisch
    • spas|mo|lytisch

    • Englischer Begriff: spasmolytic

    krampflösend; s.a. Spasmolytica.

  • spasmophil
    • spas|mo|phil

    • Englischer Begriff: spasmophilic

    zu Krämpfen neigend.

  • Spasmophilia
    • Spasmo|philia

    • Synonyme: -philie

    • Englischer Begriff: spasmophilia

    hypokalzämische Tetanie im Kindesalter („Kindertetanie“), z.B. in der Rekalzifizierungsphase der (Vitamin-D-Mangel-) Rachitis (als rachitogene Tetanie) u. bei Vitamin-D-resistenten Rachitisformen, bei Nebenschilddrüseninsuffizienz, Magen-Darm-Störungen. Klinik: tetanische Anfälle (Spasmen glatter u. quer gestreifter Muskulatur, vegetative Störungen) mit – evtl. lebensbedrohlichem – Stimmritzenkrampf (Laryngospasmus); im anfallsfreien Intervall erhöhte mechanische u. elektrische Nerven- u. Muskelerregbarkeit, positives Chvostek-, Erb- u. Trousseau-Zeichen (bei – noch ohne Spasmen – auslösbaren Zeichen als latente Sp. = spasmophile Diathese bezeichnet).

  • Spasmophilia genitalis
    Spasmophilia
    • Sp. genitalis

    • Englischer Begriff: pelvic dysautonomia

    Pelipathia vegetativa.

  • Spasmus
    • Spasmus

    • Englischer Begriff: spasm

    Verkrampfung, Krampf; i.e.S. als relativ langsame u./oder sich rhythmisch wiederholende Muskel(gruppen)kontraktion (= tonischer bzw. klonischer oder aber gemischter Muskelkrampf).

  • Spasmus caninus
    Spasmus
    • Sp. caninus

    • Synonyme: Sp. cynicus

    • Englischer Begriff: canine sp.

    Risus sardonicus.

  • Spasmus facialis
    Spasmus
    • Sp. facialis

    • 1)
      tonische oder klonische Kontraktionen der mimischen Gesichtsmuskulatur... (mehr)
    • 2)
      Fazialis-Tic... (mehr)
  • Spasmus facialis 1)
    Spasmus  >  Spasmus facialis
    • 1)

    • Synonyme: Fazialiskrampf

    • Englischer Begriff: facial sp

    tonische oder klonische Kontraktionen der mimischen Gesichtsmuskulatur oder nur einzelner vom N. facialis versorgter Muskeln unklarer Ätiologie, die ein-, seltener doppelseitig, unwillkürl. u. nicht unterdrückbar sind.

  • Spasmus facialis 2)
    Spasmus  >  Spasmus facialis
    • 2)

    • Englischer Begriff: facial tic

    Fazialis-Tic.

  • Spasmus glottidis
  • Spasmus idiopathicus muscularis
    Spasmus
    • Sp. idiopathicus muscularis

    s.u. Tetanie.

  • Spasmus laryngealis
    Spasmus
    • Sp. laryngealis

    • Englischer Begriff: laryngeal sp

    Spasmus glottidis; angeboren als Laryngismus stridulus.

  • Spasmus lumborum
    Spasmus
    • Sp. lumborum

    Lumbago.

  • Spasmus masticatorius
    Spasmus
    • Sp. masticatorius

    Trismus.

  • Spasmus mobilis
    Spasmus
    • Sp. mobilis

    • 1)
      tonische Krämpfe bei Hemiplegia spastica während des Bewegungsablaufs... (mehr)
    • 2)
      (O. Foerster) durch passive Dehnung ausgelöste Muskelhypertonie bei Athetose... (mehr)
    • 3)
      Spastik; s.a... (mehr)
  • Spasmus mobilis 1)
    Spasmus  >  Spasmus mobilis
    • 1)

    • Englischer Begriff: mobile sp

    tonische Krämpfe bei Hemiplegia spastica während des Bewegungsablaufs.

  • Spasmus mobilis 2)
    Spasmus  >  Spasmus mobilis
    • 2)

    (O. Foerster) durch passive Dehnung ausgelöste Muskelhypertonie bei Athetose u. ähnlichen Zuständen.

  • Spasmus mobilis 3)
    Spasmus  >  Spasmus mobilis
    • 3)

    • Englischer Begriff: spasticity

    Spastik; s.a. Myotonie.

  • Spasmus nictitans
    Spasmus
    • Sp. nictitans

    • Englischer Begriff: winking sp

    Blepharospasmus, -klonus.

  • Spasmus nutans
    Spasmus
    • Sp. nutans

    • Synonyme: „Nickkrampf“

    • Englischer Begriff: nodding sp

    langsamer Kopf-/Halstremor; tritt bei Kindern im Alter von 4 Mon. bis 4 J. auf, die ständig – infolge Vernachlässigung – im Dämmerlicht gehalten werden (Kompensation eines Nystagmus). Lichte Umgebung beendet das Syndrom innerhalb von 14 Tg.

  • Spasmus respiratorius
    Spasmus
    • Sp. re|spiratorius

    Singultus; auch respiratorische Affektkrämpfe.

  • Spasmus rotatorius
    Spasmus
    • Sp. rotatorius

    • Englischer Begriff: rotatory sp

    „Drehkrampf“ als unwillkürliche Kopfdrehungen, z.B. bei Sp. nutans.

  • Spasmus, klonischer
    Spasmus
    • Sp., klonischer

    • Englischer Begriff: clonic sp

    Klonus.

  • Spasmus, tonischer
    Spasmus
    • Sp., tonischer

    • Englischer Begriff: tonic sp

    s.u. Spasmus (Einleitung); s.a. Spastik.

  • spasticus
    • spasticus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: spastic

    spastisch.

  • Spastik
    • Englischer Begriff: spasticity

    regelhafte („automatisierte“), brüske, bei Bewegungsbeschleunigung u. unter Einwirkung sensibler Reize sich steigernde Zunahme der Muskelspannung bei Ausfall kortikospinaler Systeme, v.a. der Pyramidenbahn, z.B. nach zerebralem Insult (aber auch EPS-Anteile). Sp. bricht nach passiver Überdehnung evtl. völlig zusammen (Spasmus-mobilis-Phänomen). Wird begleitet von – bahneinschlägigen – gesteigerten u. pathologischen Reflexen u. klonischen Krämpfen (Kloni). Ther.: v.a. Krankengymnastik, Ergotherapie, Spasmolytika, Analgetika.

  • Spastiker
    • Englischer Begriff: spastic

    Patient mit Spastik, v.a. durch Schädigung zentraler pyramidal- u./oder extrapyramidal-motorischer Neurone; i.e.S. das Kind mit infantiler Zerebralparese. Betroffen sind v.a. Antischwerkraftmuskeln, vorwiegend die Beinstrecker u. Armbeuger; das EMG zeigt in Ruhe bei optimaler Entspannung keine Ruhe-Daueraktivität, bei passiver Dehnung (wobei federnder Widerstand besteht) Aktivitätszunahme (stark geschwindigkeitsabhängig, plötzlich einschießend, salvenartig); die phasischen Eigenreflexe sind stark gesteigert, das Babinski-Zeichen (u. äquivalente Fremdreflexe) ist bei Pyramidenbahnbeteiligung („zentrale Spastik“) positiv; Willkürbewegungen sind stark eingeschränkt, Feinmotorik erschwert; Mit- u. Ausdrucks-Bewegungen abnorm vermehrt (in fortgeschrittenen Fällen „Massen-Synergien“); das Agonisten-Antagonisten-Spiel (reziproke Innervation) ist gestört, die grobe Muskelkraft ist häufig stark reduziert.

  • spastisch
    • Synonyme: spasticus

    • Englischer Begriff: spastic

    krampfend, krampfartig, Spastik oder Spasmen betreffend.

  • spastischer Schiefhals
    spastisch
    • sp. Schiefhals

    • Synonyme: Torticollis

    • Englischer Begriff: spasmodic torticollis

    s.u. Schiefhals.

  • Spastizität
    • Englischer Begriff: spasticity

    verstärkter muskulärer Widerstand gegen passive Bewegungen (als Teilerscheinung der Spastik); s.a. Rigor.

  • Spät-Dumpingsyndrom
    • Spät-Dumping|syndrom

    Krankheitsbild nach Magenoperationen (Billroth I u. II) mit Kreislaufkollaps, Schwitzen u. Übelkeit 2–3 Std. nach Nahrungsaufnahme. Als Ursache kommt ein funktionell reaktiver Hyperinsulinismus in Frage, der zu extremen Blutzuckerschwankungen führt, wobei die anfängliche Hyperglykämie von einer hypoglykämischen Phase abgelöst wird. S.a. Dumpingsyndrom.

  • Spät-Hurler
  • Spätabnabelung
    • Spät|abnabelung

    • Englischer Begriff: delayed omphalotomy

    Durchtrennung der Nabelschnur nach Übertritt des Plazentablutes in den Kreislauf des Neugeborenen (n. Saling ca. 11/2–2 Min. nach isoliertem Abklemmen der Nabelschnurarterien). Das Kind muss bis dahin tiefer liegen als das mütterliche Becken. Erbringt Vermehrung der Gesamtblutmenge des Neugeborenen um maximal ein Drittel.

  • Spätabszess
    • Spät|ab|szess

    • Englischer Begriff: delayed abscess

    • Fach: Chirurgie

    ein erst nach Heilung einer Penetrationswunde in der Tiefe entstehender Abszess; v.a. nach offenem Hirntrauma.

  • Spätapoplexie
    • Spät|apo|plexie

    • Englischer Begriff: delayed apoplexy

    Apoplexie infolge Spätblutung, z.B. als Spätfolge eines Hirnprozesses, v.a. einer stumpfen Schädelverletzung (Bollinger = posttraumatische Sp.; analog – als spinale Sp. – die spinale Apoplexie nach Rückenmarkkontusion).

  • Spätblutung
    • Spät|blutung

    • Englischer Begriff: delayed hemorrhage

    mit deutlichem zeitl. Intervall zum Primärgeschehen eintretende Blutung infolge einer sekundären Gefäßschädigung, z.B. als Spätapoplexie; s.a. Nach(geburts)blutung, Zyklusstörungen.

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