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  • Spontanpneumothorax
    • Spontan|pneu(mothorax)

    • Englischer Begriff: spontaneous pneumothorax

    Pneumothorax als Folge einer spontan eintretenden Kommunikation zwischen dem Bronchialbaum u. dem Pleuraspalt; idiopathisch (ohne a priori bekannte Ursache, oft aber durch Einriss einer pleuranahen Emphysemblase, Lungenzyste) oder symptomatisch (z.B. bei bereits bekanntem Lungenabszess, Bronchiektasen). Beginn dramatisch; als Komplikationen z.B. Spannungs-, Hämatopneumothorax.

  • Spontanverformung Witt
    • Spontan|verformung (Witt)

    • Englischer Begriff: spontaneous deformation

    ohne erkennbare Verletzung erfolgende akute (Spontanfraktur) oder – i.e.S. – schleichende Verformung eines Wirbelkörpers oder Gliedmaßenknochens aufgrund endokriner, neoplastischer (auch metastatischer) oder alimentärer Strukturminderung.

  • sporadisch
    • sporadisch

    • Englischer Begriff: sporadic

    nur vereinzelt, gelegentlich vorkommend.

  • Sporangie
    • Spor|angie

    • Synonyme: -angium

    • Englischer Begriff: sporangium

    Abbildung

    der Sporen- (Fruchtbehälter) der Pilze. Eine, wie auch ihr Träger, differenzierte Hyphe, in der durch Mitosen oder Meiose Sporen („Sporangiosporen“) gebildet werden, z.B. bei Mucor, Acremonium (Cephalosporium). S.a. Abb.

  • Sporen
    • Sporen

    • 1)
      die im Allgemeinen einzellige Fortpflanzungsform der Pilze, gebildet im... (mehr)
    • Sp., asexuelle
      nicht geschlechtlich differenzierte Sporen; für die vegetative Fortpflanzung... (mehr)
    • Sp., sexuelle
      geschlechtlich differenzierte Sp... (mehr)
    • 2)
      aus vegetativen Zellen durch derbwandige Umhüllung hervorgehende Zellen... (mehr)
    • 3)
      Sporozyste... (mehr)
  • Sporen 1)
    Sporen
    • 1)

    • Englischer Begriff: spores

    die im Allgemeinen einzellige Fortpflanzungsform der Pilze, gebildet im Sporangium oder direkt aus den Hyphen (z.B. durch Abschnürung, Sprossung); im Gegensatz zu bakteriellen Sp. nicht hitzeresistent; vielfach identisch mit Konidien gebrauchte Bez.; s.a. Endo-, Exosporen. Sind mit Ausnahme des Stadiums Diplophase, d.h. der im Rahmen der generativen = sexuellen Fortpflanzung durch Kopulation der sexuellen Sporen entstehenden Zygote oder Zygospore, einkernig („Haplophase“); unbeweglich (= Zoospore), geschlechtlich differenziert oder ungeschlechtlich; u.a. als Asko-, Aleurio-, Oosporen, Basidien, Konidien.

  • Sporen 2)
    Sporen
    • 2)

    • Englischer Begriff: spores

    aus vegetativen Zellen durch derbwandige Umhüllung hervorgehende Zellen der Prokaryonten (z.B. Bakterien; s.u. Sporenbildner).

  • Sporen 3)
    Sporen
    • 3)

    • Fach: Protozoologie, Helminthologie

    Sporozyste.

  • Sporen, asexuelle
    Sporen  >  Sporen 1)
    • Sp., asexuelle

    • Englischer Begriff: asexual sp

    nicht geschlechtlich differenzierte Sporen; für die vegetative Fortpflanzung, d.h. die Verbreitung einer Art.

  • Sporen, sexuelle
    Sporen  >  Sporen 1)
    • Sp., sexuelle

    • Englischer Begriff: sexual sp

    geschlechtlich differenzierte Sp.; im Dienste der generativen Fortpflanzung, d.h. für die Arterhaltung. Entstehen in den Fruktifikationsorganen der Pilze durch meiotische Teilung (Meiose); die Verschmelzung dieser Gameten (= Kopulation; mit Plasmogamie u. – evtl. erst nach längerem Intervall folgender – Karyogamie) führt zur Bildung der Zygote, deren Produkt – nach Reduktionsteilung – eine einfache, Myzel bildende oder eine zum Behälter asexueller Sporen differenzierte Hyphe ist.

  • Sporenbildner
    • Sporen|bildner

    • Englischer Begriff: spore-forming bacteria

    Bakterien, die unter ungünstigen Umweltbedingungen (außerhalb lebender Organismen) Dauersporen bilden (die bei günstigen Bedingungen auskeimen); z.B. alle Bacillus- u. Clostridium-Arten.

  • Sporenfärbung
    • Sporen|färbung

    • Englischer Begriff: spore stain

    • Fach: Bakteriologie

    nur unter Hitzeeinwirkung (Aufkochen) mögliche färberische Darstellung von Endosporen (mit nachfolgender Ent- u. Gegenfärbung der vegetativen Formen); z.B. nach Dorner (Carbolfuchsin u. [Gegenfärbung] Methylenblau; Sporen rot, Bakterienkörper blau), Möller (Oxypyrentrisulfosäure u. Acridinorange nach Chromsäurebeizung; blau/braun).

  • Sporenprobe
    • Sporen|probe

    • Englischer Begriff: spore test

    • Fach: Hygiene

    Prüfung der Abtötungskraft erhitzten Wasserdampfes an sporenhaltigem Material (z.B. Sporenerde mit Bacillus subtilis) als Testobjekt.

  • Sporentierchen
    • Sporen|tierchen

    • Englischer Begriff: sporozoon

    • Fach: Protozoologie

    Sporozoa.

  • Sporidien
    • Sporidien

    • Englischer Begriff: sporidia

    s.u. Sporidiose.

  • Sporidiose
    • Englischer Begriff: sporidiosis

    durch Sporidien (Sporenphase gewisser Sporozoen) hervorgerufene Krankheit; i.e.S. die Sarkosporidiose.

  • Sporn
      • 1)
        spitzer Knochenvorsprung, z.B... (mehr)
      • 2)
        beim doppelläufigen Kunstafter (Anus praeter) die zwischen der Lichtung... (mehr)
    • Sporn 1)
      Sporn
      • 1)

      • Englischer Begriff: spur; calcar

      spitzer Knochenvorsprung, z.B. Kalkaneussporn, Osteophyt.

    • Sporn 2)
      Sporn
      • 2)

      • Englischer Begriff: spur

      • Fach: Chirurgie

      beim doppelläufigen Kunstafter (Anus praeter) die zwischen der Lichtung der zuführenden u. abführenden Darmschlinge bestehenden Darmwandanteile (als Trennwand).

    • Spornquetsche
      • Sporn|quetsche

      • Englischer Begriff: colostomy spur crusher

      Quetschinstrument zur Durchtrennung eines Kunstaftersporns.

    • Sporobolomyces
      • Sporo|bolo|myces

      eine Gattung imperfekter, saprophytärer Hefen.

    • Sporogonie
      • Sporo|gonie

      • Englischer Begriff: sporogenesis; sporogony

      als Vermehrungsweise der 1. Generation der Sporozoen (z.B. Oozysten von Kokzidien, Sporozysten von Hämosporidien) deren periodische, mehrfache Teilung unter Ausbildung propagativer Sporozoiten.

    • Sporontozid
      • Sporontozid

      • Englischer Begriff: sporicide

      • Fach: Pharmazie

      Malariamittel, das die Sporogonie der Plasmodien im Oozystenstadium unterbricht.

    • Sporothrix
      • Sporo|thrix

      imperfektes Stadium der Gattung Ceratocystis; Konidien bildende imperfekte Fadenpilze [Moniliales]; heute meist anderen Gattungen zugeordnet.

    • Sporothrix schenckii
      Sporothrix
      • Sp. schenckii

      • Synonyme: Sporotrichum schenckii; Rhinocladium schenckii

      Erreger der Sporotrichose.

    • Sporotrichin
      • Sporo|trichin

      • Englischer Begriff: sporotrichin

      Antigen aus Sporothrix schenckii; für intrakutanen Hauttest auf Sporotrichose (anhand Spätreaktion).

    • Sporotrichon
      • Sporo|trichon

      Sporothrix.

    • Sporotrichose
      • Sporo|trichose

      • Englischer Begriff: sporotrichosis; Schenck's disease

      eine kosmopolitische, v.a. chronische, granulomatöse, durch Sporothrix schenckii verursachte, bei Mensch u. Tieren vorkommende Systemmykose mit Sitz v.a. in tiefen Hautschichten (kutan-epidermal) u. – nach Streuung – auch in inneren Organen, Muskeln, Knochen. Klinik: Am Ort des Eindringens des Pilzes in die verletzte Haut entsteht nach ca. 4 Wochen ein Primärherd (Pustel, Knoten oder Geschwür) mit aufsteigender Lymphangitis u. -adenitis (schmerzlos, z.T. einschmelzend, s.a. Erosio interdigitalis; im Geschlechtsbereich evtl. als myzetomähnlicher Riesenschanker). Primärherd u. Primärkomplex (oder deren Reste) können zu Streuherden werden; die Prognose der so entstehenden sekundären Sp. ist ernster. Diagn.: v.a. durch Erregernachweis, Tierversuch (zuverlässiger; am Rattenschwanz Nachweis von Sprosszellen im Eiter u. „Zigarrenformen“ im Gewebe), Hauttest mit Sporotrichin. Ther.: Iodkali, bei Generalisierung Amphotericin B, 5-Flucytosin.

    • Sporotrichum
      • Sporo|trichum

      Sporothrix.

    • Sporozoa
      • Sporo|zoa

      • Synonyme: -zoen

      eine Klasse parasitärer Protozoen; medizinisch wichtig die Ordnung Coccidia (Kokzidien) mit den Unterordnungen Haemosporidia u. Toxoplasmidia u. den Gattungen Plasmodium, Toxoplasma, Sarcocystis u. Isospora.

    • Sporozoiten
      • Sporo|zoiten

      • Englischer Begriff: sporozoites

      der infektiöse „Sichelkeim“ der Kokzidien als Produkt der Sporogonie. Die Infektion erfolgt entweder durch Aufnahme von Oo- bzw. Sporozysten durch den Mund in den Verdauungstrakt (z.B. bei Toxoplasma, Sarcocystis, Isospora) oder durch Einbringen in das Blut des (Vertebraten-)Wirtes mit dem Speichel der infizierten Mücke (z.B. Anopheles; Malariazyklus).

    • Sporozyste
      • Sporo|zyste

      • 1)
        als Spore das 2–8 Sporozoiten enthaltende Entwicklungsstadium in der Oozyste... (mehr)
      • 2)
        im Zwischenwirt (meist Schnecke) aus dem Miracidium hervorgehender „Keimschlauch“... (mehr)
    • Sporozyste 1)
      Sporozyste
      • 1)

      als Spore das 2–8 Sporozoiten enthaltende Entwicklungsstadium in der Oozyste der Kokzidien. – Infektiöse Oo- u. Sporozysten von Toxoplasma u. Sarcocystis bzw. von Isospora hominis werden bei Mensch u. Vertebraten mit dem Kot ausgeschieden.

    • Sporozyste 2)
      Sporozyste
      • 2)

      • Englischer Begriff: sporocyst

      im Zwischenwirt (meist Schnecke) aus dem Miracidium hervorgehender „Keimschlauch“ als Larvenstadium von Trematoden. S.a. Redia, Cercaria.

    • Sportalbuminurie
      • Sport|albumin|urie

      • Englischer Begriff: exercise albuminuria

      bei anstrengender sportlicher Betätigung auftretende Albuminurie (Proteinurie); z.B. (hyper)lordotisch (s.a. Sporthämoglobinurie), evtl. aber durch Unterkühlung (dann evtl. als renale Albuminurie).

    • Sporthämoglobinurie
      • Sport|hämo|globin|urie

      • Englischer Begriff: exercise hemoglobinuria

      bei sportlicher Betätigung vorkommende Hämoglobinurie; beruht auf Hämolyse infolge Blutstauung in den Nierengefäßen bei Hyperlordosierung der Lendenwirbelsäule, z.T. (z.B. bei Langstreckenlauf, schwer belastenden Disziplinen) auch auf Pathomechanismen der Marschhämoglobinurie.

    • Sportherz
      • Sport|herz

      • Englischer Begriff: athlete's heart

      das i.S. der regulativen Dilatation erweiterte, meist auch hypertrophierte Herz des trainierten Ausdauersportlers („Leistungsherz“). Merkmale: Zunahme von Kapillarisierung u. Myoglobingehalt des Herzmuskels, des Volumens (mit erhöhtem Schlag- u. Minutenvolumen, Restblut), Vagotonie (Ruhebradykardie u. Hypotonie mit kleiner Blutdruckamplitude).

    • Sportmedizin
      • Sport|medizin

      • Englischer Begriff: sports medicine

      theoretisches u. praktisches Fach der Medizin, das den Einfluss von Bewegung, Training u. Sport (einschließlich der typischen Sportverletzungen sowie des Bewegungsmangels) auf den gesunden u. kranken Menschen untersucht. Die Befunde dienen der Prävention, Therapie u. Rehabilitation sowie der sportlichen Leistungssteigerung. Medizinischer Bereich, in dem Ärzte nach entsprechender Weiterbildung eine Zusatzbezeichnung erwerben können.

    • Sportphysiotherapie
      • Sport|physiotherapie

      Teilgebiet der Physiotherapie, das in Zusammenarbeit mit Sportmedizinern die Prävention u. Behandlung von Sportverletzungen, die Betreuung von Sportlern in Training u. Wettkampf sowie die Rehabilitation nach Sportverletzungen (z.B. Vermeidung von Immobilisationsschäden) beinhaltet. Der Beurteilung des körperlichen Zustandes des Sportlers dienen sportmedizinische Untersuchungen sowie eine genaue Trainingsanalyse. Prävention von Sportverletzungen z.B. durch sportartspezifische Ausrüstung (auch Schutzausrüstung wie z.B. Helm, Schoner), optimalen Trainingszustand, adäquate Auf- u. Abwärmphasen, ausreichende Regenerationsphasen, präventive Tape-Verbände, ausgewogene Ernährung u. ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Die Rehabilitation nach Sportverletzungen dient der bestmöglichen Wiederherstellung der Funktions- u. Sportfähigkeit durch Ausgleich verletzungsbedingter Defizite bezüglich Kraft, Ausdauer, Koordination u. Beweglichkeit. Sie entspricht den Richtlinien der medizinischen Trainingstherapie.

    • Sporttherapie
      • Sport|therapie

      • Englischer Begriff: sports therapy

      Sportphysiotherapie.

    • Sporulation
      • Englischer Begriff: sporulation; spore forming

      Sporenbildung.

    • spotting
      • Etymol.: engl.

      • Fach: Gynäkologie

      intermenstruelle Schmierblutung (meist Durchbruchblutung).

    • Sprach...
    • Sprachabstandsprüfung
      • Sprach|abstands|prüfung

      • Englischer Begriff: whisper test

      der mit Flüstersprache durchgeführte Teil der phonetischen Hörprüfung; der Untersucher spricht mit Flüsterstimme Wörter mit hohem (z.B. „66“, „Wiese“) u. tiefem Klangcharakter (z.B. „99“, „Barbara“).

    • Sprachaudiometrie
      • Sprach|audio|metrie

      • Englischer Begriff: speech audiometry

      von den akustischen Eigenschaften des Raumes unabhängige apparative Audiometrie mit Prüfung des Sprachverständnisses für bestimmte, nach Frequenzspektren geordnete Prüfwörter einer mit verschiedener Lautstärke dargebotenen Sprache.

    • Sprache
      • Englischer Begriff: speech; language

      Abbildung

      das der Wiedergabe von Denkinhalten als Spontansprache dienende System (s.a. Lichtheim-Wernicke-Schema, Artikulation, Sprach...).

    • Sprache, innere
      Sprache
      • Sp., innere

      • Englischer Begriff: internal l.

      die ohne hörbare Lautbildung im Sprachfeld der Großhirnrinde (Broca- u. Wernicke-Zentrum, angrenzende Insel-, Parietal- u. Okzipitallappenbereiche) erfolgenden Prozesse der innerlichen Vergegenwärtigung eines Wortes vor Umsetzen des Gedanklichen in das Sprachliche bzw. des Akustischen in ein Sinnverständnis.

    • Sprache, näselnde
      Sprache
      • Sp., näselnde

      • Englischer Begriff: nasal sp

      Rhinolalie.

    • Sprache, polternde
      Sprache
      • Sp., polternde

      • Synonyme: „Battarismus“

      • Englischer Begriff: uncontrolled sp

      Tachylalie.

    • Sprache, skandierende
      Sprache
      • Sp., skandierende

      • Englischer Begriff: scanning sp

      Skandieren; s.a. Bulbärsprache.

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