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  • Status seborrhoicus
    Status
    • St. seborrhoicus

    • Synonyme: seborrhoische Diathese

    konstitutionell bedingte übermäßige Hauttalg-Absonderung; s.a. Seborrhö.

  • Status sebostaticus
    Status
    • St. sebostaticus

    Neigung zu ekzematösen Reaktionen bei Sebostase.

  • Status spongiosus
    Status
    • St. spongiosus

    • Englischer Begriff: spongiform degeneration

    zystische Hohlraumbildungen im Gehirn infolge schnellen Parenchymzerfalls (v.a. als Ödemnekrose); s.a. Spongiose.

  • Status thymicolymphaticus
    Status
    • St. thym(icolymphat)icus

    • Englischer Begriff: thymicolymphatic diathesis

    Hyperplasie von Bries (Thymus) u. lymphatischem Apparat bei – meist pastösen u. hypotonen – Säuglingen u. Kleinkindern. Früher als Ursachen des plötzl. Kindstodes angesehen.

  • Status typhosus
    Status
    • St. typhosus

    • Englischer Begriff: typhoidal state

    Benommenheit (Stupor) u. extreme Muskelschlaffheit bei schwerem Typhus abdominalis (aber auch bei Fleckfieber etc.).

  • Status varicosus
    Status
    • St. varicosus

    • Englischer Begriff: varicosities

    konstitutionell bedingte Krampfadern (Phlebektasien) in mehreren Körperregionen.

  • Staub
    • Englischer Begriff: dust

    Gemisch von Feststoffteilchen (Ø ca. 20 nm–0,5 mm, als Fein-, Grobstaub) mit Gasen (z.B. atmosphärische Luft), das sich – wie Nebel – als quasistabiles disperses System z.T. wie ein Kolloid verhält (s.a. Aerosol). Als mineralischer Grundstaub stets in der Atmosphäre vorhanden; als Pollen- u. Sporenstaub während der pflanzlichen Vegetationsperiode; als Industriestaub Ruß, Flugasche, Kohle-, Zement-, Eisenoxid-, Karbidpartikel enthaltend; als Hausstaub mit Milbenstaub, Pilzsporen, Bettfedernteilen; als Mehlstaub etc. S.a. MAK, MIK, TRK, Smog.

  • Staub
    • Staub

    • Biogr.: Hans St., 1890–1967, Pharmakologe, Internist, Basel

    • St.-Effekt
      das 3-phasische Verhalten des Blutzuckerspiegels im Glucosetoleranztest... (mehr)
    • St.-Traugott-Versuch
      historischer Glucosetoleranztest mit Bestimmung der Blutglucose nach zweimaliger... (mehr)
  • Staub-Effekt
    Staub
    • St.-Effekt

    • Englischer Begriff: Staub's effect

    das 3-phasische Verhalten des Blutzuckerspiegels im Glucosetoleranztest: kurz dauernder Anstieg (physiologische alimentäre Hyperglykämie), gefolgt nach 1–2 Std. von kurz dauerndem Abfall unter den Nüchternwert (gegenregulatorische Hypoglykämie infolge überschüssiger Insulinausschüttung = positiver St.-E.) und Rückkehr zum Nüchternwert nach ca. 3–4 Std. Bei vermind. Glucosetoleranz (Diabetes mellitus) Wert der 2. Phase über dem der 1. (negativer St.-E.).

  • Staub-Traugott-Versuch
    Staub
    • St.-Traugott-Versuch

    • Englischer Begriff: St.-Traugott test

    • Biogr.: Karl Tr., geb. 1885, Internist, Frankfurt

    historischer Glucosetoleranztest mit Bestimmung der Blutglucose nach zweimaliger oraler Glucosezufuhr.

  • Staubinhalationskrankheit
    • Staub|inhalationskrankheit

    • Synonyme: -lunge(nkrankheit)

    • Englischer Begriff: pulmonary disease due to dust inhalation

    Pneumokoniose. Als Staubspeicherkrankheit mit einfacher Ablagerung durch Ablösung wieder ausscheidbarer Stäube; z.B. die gutartigen Pneumokoniosen Barytose, Siderose, Talkose, Rußlunge; s.a. Alveolarphagozyten.

  • Stauchungsfraktur
    • Stauchungs|fraktur

    • Englischer Begriff: impaction fracture

    durch Stauchung (Knochenkompression in Längsrichtung) bedingter Kompressionsbruch.

  • Stauffer-Syndrom
    • Stauffer-Syndrom

    • Englischer Begriff: Stauffer's syndrome

    paraneoplastische, nach Tumorentfernung z.T. verschwindende Störungen der Leberfunktion bei Nierentumoren (z.B. Nierenzellkarzinom): Verlängerung der Prothrombinzeit, erhöhte Werte der alkalischen Phosphatase, vermehrte Retention von Bromsulfalein, Dysproteinämie (Hypalbuminämie mit Zunahme der α2-Globuline), Hepatomegalie.

  • Stäupchen

      schreckhaftes Zusammenfahren; Reaktion von Kindern in den ersten Lebensmonaten auf Störungen.

    • Staupekörnchen
      • Staupe|körnchen

      oxyphile Einschlusskörperchen (im Unterschied zu Negri-Körperchen ohne basophile Innenstruktur) im Zytoplasma der Ganglienzellen des Zentralnervensystems u. der Epithelzellen fast aller Organe des vom Staupevirus befallenen Tieres.

    • Staupevirus
      • Staupe|virus

      • Englischer Begriff: distemper virus

      pantropes, zum Befall fast aller Organe u. Zellsysteme befähigtes Virus der Paramyxogruppe (0,1 μm Ø). Erreger der Staupe (v.a. bei Hund, Nerz, Frettchen, Waschbär; nicht beim Menschen).

    • Stauung
        • 1)
          künstliche (mittels Stauschlauchs, -manschette) mechanische Hemmung des... (mehr)
        • 2)
          durch Strömungsminderung infolge Stenose bzw... (mehr)
      • Stauung 1)
        Stauung
        • 1)

        • Englischer Begriff: application of a tourniquet

        künstliche (mittels Stauschlauchs, -manschette) mechanische Hemmung des venösen Rückflusses ohne Beeinträchtigung des arteriellen Zuflusses. S.a. Blutleere.

      • Stauung 2)
        Stauung
        • 2)

        • Englischer Begriff: congestion; stasis

        durch Strömungsminderung infolge Stenose bzw. Ektasie, als Blut-St. auch infolge mangelnder Vis a tergo verursachte Verhaltung (Volumenvermehrung) u. Stase eines Flüssigkeitsstromes; z.B. als Blutstauung (venös z.B. bei Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, Achselvenensperre; s.a. Bier-Stauung; arteriell z.B. bei Embolie), Lymphstauung (z.B. bei Filariose, Aszites), Liquorstauung (Liquorblockade), Harn-, Kot-, Galle-, Sekretstauung (z.B. von Wundsekret, Lochien, Milch, Speichel).

      • Stauungsatrophie
        • Stauungs|atrophie

        • Englischer Begriff: congestion atrophy

        Parenchymschwund infolge chronischer venöser Stauung.

      • Stauungsbronchitis
        • Stauungs|bronchitis

        • Englischer Begriff: congestive bronchitis

        chronische Bronchitis bei Stauungslunge; mit seröser, evtl. hämorrhagischer Transsudation u. Exsudation in Bronchien u. Alveolen u. Symptomen des Asthma cardiale.

      • Stauungsdermatose
        • Stauungs|dermatose

        • Synonyme: Stauungsekzem

        • Englischer Begriff: stasis dermatitis

        ekzematöse Hautveränderungen als Komplikation einer Lipodermatosklerose bei chronischer venöser Insuffizienz.

      • Stauungsfibrose
        • Stauungs|fibrose

        Organverhärtung (Induration, Sklerose) als Folge chronischer venöser Stauung, d.h. als hypoxiebedingte Organfibrose durch Umwandlung der Reticulinfasern in dichte kollagene Fasern.

      • Stauungsgallenblase
        • Stauungs|gallenblase

        • Englischer Begriff: stasis gallbladder

        Gallenblasenhydrops.

      • Stauungsgastritis
        • Stauungs|gastritis

        • Englischer Begriff: congestive gastritis

        passive Gastritis-Symptome verursachende Hyperämie der Magenschleimhaut bei Herzinsuffizienz.

      • Stauungshydrops
        • Stauungs|hydrops

        • Englischer Begriff: cardiac dropsy

        Hydrops in Körperhöhlen (als Aszites, Pleuraerguss) u. im interstitiellen Gewebe (Stauungsödem) infolge Transsudation bei venöser Stauung, z.B. bei Herzinsuffizienz.

      • Stauungsikterus
        • Stauungs|ikterus

        • 1)
          Verschlussikterus mit Cholestase... (mehr)
        • 2)
          hepatischer Ikterus bei Stauungsleber... (mehr)
      • Stauungsikterus 1)
        Stauungsikterus
        • 1)

        • Englischer Begriff: obstructive jaundice

        Verschlussikterus mit Cholestase.

      • Stauungsikterus 2)
        Stauungsikterus
        • 2)

        hepatischer Ikterus bei Stauungsleber.

      • Stauungsinfarkt
        • Stauungs|infarkt

        Zahn-Infarkt.

      • Stauungsinsuffizienz
        • Stauungs|insuffizienz

        • Englischer Begriff: congestive heart failure

        dekompensierte Rechtsherzinsuffizienz.

      • Stauungsleber
        • Stauungs|leber

        • Englischer Begriff: congested liver

        Abbildung

        Leberveränderungen infolge chronischer venöser Blutstauung in der Leber (z.B. bei Rechtsherzinsuffizienz, Kompression oder Thrombose der Venae hepaticae); im akuten Stadium (blutige Anschoppung) blaurote Verfärbung u. Vergrößerung des Organs, evtl. auch hypoxische zentrolobuläre Nekrosen; im chronischen Stadium zusätzlich Stauungsatrophie der Epithelien (evtl. auch Verfettung; „Muskatnussleber“) gefolgt von Stauungsfibrose (mit Organverkleinerung u. bindegewebigem Epithelienersatz); als Endzustand Stauungszirrhose.

      • Stauungslunge
        • Stauungs|lunge

        • Englischer Begriff: congested lung

        Abbildung

        Lungenveränderungen bei chronischer Blutstauung im kleinen Kreislauf (z.B. bei Linksherzinsuffizienz, Mitralstenose); ausgedehnte Prallfüllung der Kapillaren mit Membranverdickung (rote Induration), Blutungen u. Hämosiderinablagerung, Auftreten von Herzfehlerzellen, Stauungsfibrose („braune Induration“, Abb.); röntg breite Gefäßzeichnung zentral, Peripherie relativ gefäßarm (sog. Gefäßsprung); klinisch Stauungsbronchitis, Hypoxämie (infolge alveolokapillärer Sauerstoff-Diffusionsstörung).

      • Stauungsmilz
        • Stauungs|milz

        • Englischer Begriff: congested spleen

        durch chronische Blutstauung bedingte Milzvergrößerung (Splenomegalie), evtl. auch Stauungsfibrose, Herzinsuffizienz, Leberzirrhose mit Pfortaderstauung.

      • Stauungsnekrose
        • Stauungs|nekrose

        • Englischer Begriff: coagulation necrosis

        durch Hypoxie bedingter Gewebsuntergang i.S. einer Koagulationsnekrose als Folge chronischer venöser Stauung, z.B. bei Stauungsleber.

      • Stauungsniere
        • Stauungs|niere

        • 1)
          durch venöse Blutstauung, v.a... (mehr)
        • 2)
          Harnstauungsniere, Hydronephrose... (mehr)
      • Stauungsniere 1)
        Stauungsniere
        • 1)

        • Englischer Begriff: nephremia; nephrohemia

        durch venöse Blutstauung, v.a. bei Herzinsuffizienz, Nierenvenenthrombose, vergrößerte, zyanotische Niere, evtl. mit leicht verfetteter Rinde u. dunkelblauroten Markkegeln; die strotzend mit Erythrozyten gefüllten Glomeruli für Erythrozyten u. Eiweiß durchlässig („Stauungsharn“ mit Stauungsalbuminurie).

      • Stauungsniere 2)
        Stauungsniere
        • 2)

        Harnstauungsniere, Hydronephrose.

      • Stauungsödem
        • Stauungs|ödem

        • Englischer Begriff: congestive edema

        mechanisch bedingtes transsudatives Ödem bei venöser Blutstauung u./oder Lymphstauung (Lymphödem). S.a. Nonne-Milroy-Meige-Syndrom.

      • Stauungspapille
        • Stauungs|papille

        • Englischer Begriff: choked disk; papilledema

        Abbildung

        pilzförm. Vorwölbung, Verbreiterung u. glasige Trübung (Unschärfe) der Sehnervpapille. Gleichzeitig Prallfüllung u. hochgradige Schlängelung der Netzhautvenen u. Verengung der Arterien mit streifigen Umgebungsblutungen u. weißlichen Herden (Abb.). Ätiol.: bei intrakranieller Drucksteigerung durch Fortleitung des Drucks auf alle Sehnervenscheiden. Progn.: nach Druckentlastung schnelle Rückbildung. Kompl.: bei längerem Bestehen Gefahr der Optikusatrophie.

      • Stauungspigment
        • Stauungs|pigment

        örtliche Hämosiderose bei chronischer venöser Insuffizienz.

      • Stauungspneumonie
        • Stauungs|pneumonie

        • Englischer Begriff: hypostatic pneumonia

        hypostatische Pneumonie bei Stauungslunge.

      • Stauungszirrhose
        • Stauungs|zirrhose

        Leberzirrhose bei Stauungsleber; Cirrhose cardiaque.

      • Stavudin
        • Synonyme: D4T (Abk.)

        nukleosidaler Reverse-Transkriptase-Hemmer; Virostatikum.

      • Staxis
        • Englischer Begriff: dribbling

        tropfenweise Blutung; Epistaxis.

      • STD
        • Synonyme: Abk. für sexually transmitted disease

        • Etymol.: engl.

        sexuell übertragene Krankheit; Geschlechtskrankheit.

      • STE

          Abk. für Prednimustin.

        • Steady State
          • Etymol.: engl.

          Fließgleichgewicht; relativer St. St.: Ergostase.

        • Steal-Effekt
          • Etymol.: engl. to steal = stehlen

          bei Anzapfsyndrom (d.h. bei Versorgung eines durchblutungsgestörten Körperabschnitts über Kollateralen aus einem anderen arteriellen Versorgungsbereich) die bei Mehrbedarf des über diese Nebenschlüsse kompensativ versorgten Organs deutlich werdende Mangeldurchblutung des kompensierenden angezapften Organs infolge Blutstromumkehr. Kommt nur bei organischer Stenose oder Verschluss einer Hauptarterie vor, z.B. der A. subclavia an ihrem Abgang (Subclavian-Steal-Syndrom). Eine trotz St.-E. fortbestehende Mangeldurchblutung des Mehrbedarfsorgans wird als Invers-St.-E. bezeichnet.

        • Steal-Syndrom
          • Etymol.: engl.

          Anzapfsyndrom.

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