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  • Stenosegeräusch
    • Stenose|geräusch

    • 1)
      Geräusch bei Stenoseatmung... (mehr)
    • 2)
      Herzgeräusch (evtl... (mehr)
    • 3)
      Gefäßgeräusch bei arteriellen Stenosen; nachweisbar z.B... (mehr)
  • Stenosegeräusch 1)
    Stenosegeräusch
    • 1)

    • Englischer Begriff: rhonchal fremitus

    • Fach: Pulmologie

    Geräusch bei Stenoseatmung.

  • Stenosegeräusch 2)
    Stenosegeräusch
    • 2)

    • Englischer Begriff: stenosal murmur

    Herzgeräusch (evtl. mit tastbarem Schwirren) bei Herzklappenstenose u. bei kombinierten Herzfehlern.

  • Stenosegeräusch 3)
    Stenosegeräusch
    • 3)

    Gefäßgeräusch bei arteriellen Stenosen; nachweisbar z.B. durch Ultraschall-Doppler-Methode.

  • Stenosekopfschmerz
    • Stenose|kopfschmerz

    • Synonyme: sinugene Cephalgie

    • Englischer Begriff: stenotic headache

    Kopfschmerz infolge Sekretstauung in Nase oder Nasennebenhöhlen u. deren Folgen.

  • Stenoseperistaltik
    • Stenose|peristaltik

    gesteigerte (u.U. als Kolik) Peristaltik bei Passagebehinderung; falls erfolglos, evtl. in Lähmung (Atonie) übergehend. I.e.S. die St. im Verdauungstrakt, z.B. bei Pylorusstenose (als Magensteifung), bei mechanischem Ileus (evtl. auch entgegen der natürlichen Richtung, als Antiperistaltik).

  • stenosierend
    • Synonyme: stenosans

    • Englischer Begriff: stenosing

    verengend, zu Stenose führend.

  • stenotherm
    • steno|therm

    • Englischer Begriff: stenothermal

    mit nur geringem Spielraum gegenüber der Außentemperatur. – Gegensatz: eurytherm.

  • Stenothorax
    • Steno|thorax

    • Englischer Begriff: stenothorax

    abnorm schmaler Brustkorb.

  • Stenotrophomonas

      gramnegative, bewegliche Stäbchenbakterien der Familie Pseudomonadaceae. Die Art S. maltophilia kommt bei infektiosem Hospitalismus vor u. ist bei ca. 10% der Mukoviszidose-Patienten nachweisbar.

    • stenoxener Parasit
      • steno|xener Parasit

      • Englischer Begriff: stenoxenous parasite

      Parasit mit strenger Wirtsspezifität. – Gegensatz: mono- bzw. polyxen (ein bzw. mehrere Wirte möglich).

    • Stenozephalie
      • Steno|zephalie

      • Englischer Begriff: stenocephaly

      Kraniostenose.

    • Stensen...
    • Stent
      • Etymol.: engl.

      Metallprothese, die zum Offenhalten eingeengter oder verschlossener tubulärer oder röhrenförmiger Gewebestrukturen (z.B. Arterien, Venen, Ösophagus, Bronchien) eingesetzt wird; derzeit stehen zwei Formen zur Verfügung: a) selbstentfaltend (z.B. Wallstent), b) Ballon-expandierbar (z.B. Palmaz-St.).

    • Stentsmasse
      • Stents(masse)

      • Englischer Begriff: Stent's composition

      nach dem Londoner Zahnarzt Charles Stent benanntes thermoplastisches Material (Harz, Wachs, Talkum u. Farbstoff) für die Abformung von Kiefer u. Zähnen.

    • Stenvers-Aufnahme
      • Stenvers-Aufnahme

      • Englischer Begriff: Stenvers projection

      • Biogr.: Hendrik W. St., 1889–1973, Neurologe, Utrecht

      Röntgenaufnahme des Felsenbeins in Bauchlage u. bei um ca. 45° gedrehtem Kopf (kranke Seite aufliegend). S.a. Schüller-Aufnahme (dort Abb.).

    • Step-Test
      • Step-Test

      • Etymol.: engl.

      • Fach: Kardiologie

      Stufentest; z.B. Master-Test.

    • Step-up-Methode
      • Etymol.: engl.

      die Zweiphasenmethode der Kontrazeption durch Ovulationshemmer.

    • Stephanopsie
      • Stephan|opsie

      Wahrnehmung gefärbter Ringe um Lichtquellen als Streuungseffekt inhomogener lichtbrechender Medien des Auges.

    • Stephanozyten
      • Stephano|zyten

      meist rosettenförmig angeordnete unreife Netzhautzellelemente des Retinoblastoms.

    • Stephen-Slater-Ventil
      • Stephen-Slater-Ventil

      • Englischer Begriff: Stephen-Slater valve

      • Biogr.: Charles R. St., Anästhesist, Dallas/Tex.

      eine die Rückatmung verhindernde 2-Klappen-Konstruktion als Zwischenstück der Gaszuleitung bei Intubationsnarkose (im offenen System) bei Kindern. Zuhalten des Ausatemventils ermöglicht – bedingt – Druckbeatmung.

    • Steppergang
      • Stepper|gang

      • Synonyme: Hahnentritt

      • Englischer Begriff: steppage gait

      • Fach: Neurologie

      bei Fibularislähmung abnorm hohes, das Schleifen des herabhängenden Fußes verhinderndes Heben des gelähmten Schwungbeins u. Aufsetzen erst der Fußspitze, dann der Ferse.

    • Steran
      • Steran

      • Englischer Begriff: sterane

      • Fach: Chemie

      Cyclopentano-perhydrophenanthren; ein 4-gliedriges Ringsystem als Grundstruktur der Steroide.

    • Sterbebetreuung

        Maßnahmen der Grundkrankenpflege, des (ärztlichen) Sterbebeistands sowie der Sterbebegleitung als Betreuung eines Sterbenden in der Zeit bis zu seinem Tod. Basiert auf der Herausbildung einer angemessenen Einstellung zu Sterben u. Tod sowie entsprechender Verhaltensweisen. Seit der Verlagerung des Sterbeortes in Institutionen wird eine gesonderte S. gefordert. Voraussetzung ist die exakte Krankenbeobachtung, die Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse u. Persönlichkeit des Sterbenden sowie des Einflusses der inneren (Sterbealter, Todesursache) u. äußeren Bedingungen (Sterbeort, Sterbestunde). S. geht davon aus, dass jeder Mensch seinen individuellen Tod unter sehr verschiedenen Bedingungen stirbt. Ein wichtiger Grundsatz ist die palliative Behandl. u. Linderung von Symptomen, die dem todkranken Menschen Selbstakzeptanz und Zusammenleben erschweren oder unmöglich machen. Besonders wichtig ist eine angemessene Schmerztherapie. In die S. sind nicht nur Ärzte, Psychologen u. Pflegekräfte einzubeziehen, sondern auch Angehörige, Krankenhausseelsorger, ehrenamtliche Helfer. Die S. zu Hause ist evtl. der im Krankenhaus oder Heim vorzuziehen, da ein Verbleiben in der gewohnten Umgebung dem Wunsch der meisten Sterbenden entspricht S.a. Sterbehilfe, Hospiz-Initiativen.

      • Sterbehilfe
        • Sterbe|hilfe

        Herbeiführung eines erleichterten u. schmerzlosen Sterbens, i.d.R. durch Verabfolgung schmerzstillender Mittel. Unterschieden werden die Hilfe beim Sterben sowie die Hilfe zum Sterben. Die Hilfe beim Sterben umfasst alle Maßnahmen, die geeignet sind, ein schmerzloses Sterben ohne Lebensverkürzung zu ermöglichen. Eine Sonderform ist die hier die indirekte S., d.h. Eingriffe, die allein eine Schmerzlinderung zum Ziel haben, als unbeabsichtigte Nebenfolge aber zugleich eine Lebensverkürzung bewirken können, wobei jedoch kein weniger invasives u. Erfolg versprechendes Mittel zur Verfügung steht. Die Hilfe zum Sterben schließt aktive Maßnahmen der Lebensverkürzung ein. Eine solche Hilfe (aktive S.) ist nach § 216 StGB grundsätzlich strafbar. Das gilt auch für den Fall, dass der Patient diesen Schritt ausdrücklich wünscht. Maßnahmen, die dem Patienten das Sterben erleichtern (z.B. die Applikation stark wirkender Schmerzmittel) u. evtl. das Leben unbeabsichtigt verkürzen können (z.B. als Folge einer durch Schmerzmittel bedingten Immobilität), sind nach dem Gesetz erlaubt. Als passive S. gilt der Verzicht auf therapeutische Maßnahmen, die das Leben eines unheilbar Kranken zwar verlängern, aber in demselben Maße auch sein Leiden. Passive S. ist nach dem Gesetz nur dann erlaubt, wenn der Patient den Behandlungsverzicht im Sinne einer freien Willensentscheidung ausdrücklich selbst wünscht u. dieser Wunsch dokumentiert ist oder die mutmaßliche Einwilligung des Patienten anzunehmen ist. Ist der Patient bewusstlos oder nicht mehr in der Lage, frei verantwortlich eine Entscheidung bzgl. des Behandlungsabbruchs zu treffen, so muss der mutmaßliche Wille des Patienten erforscht werden. In diesem Fall ist eine mutmaßliche Einwilligung bei Abwesenheit von Angehörigen (die den mutmaßlichen Willen des Patienten bezeugen könnten) dann anzunehmen, wenn bei unheilbarer Erkrankung nach allen Erkenntnissen der Wissenschaft mit dauerhafter Bewusstlosigkeit bis zum Todeseintritt zu rechnen ist, eine Weiterbehandlung zwar lebensverlängernd wirkt, damit aber das unheilbare Leiden nur verlängert wird. Die Ansichten der Angehörigen bzgl. des Patientenwillens haben jedoch nur indizielle Bedeutung. Sicherer ist ein aktuelles u. konkretes Patiententestament u./oder die Bestellung eines Vorsorgebevollmächtigten. Ferner sind die Regeln des Betreuungssrechts zu beachten.

      • Sterberate
        • Sterbe|rate

        • Synonyme: -ziffer

        • Englischer Begriff: mortality rate

        Mortalität.

      • Sterblichkeit
          • 1)
            Bevölkerungsverluste durch Tod in definierter Zeiteinheit... (mehr)
          • 2)
            weniger korrekte Bezeichnung für Mortalität, z.B... (mehr)
        • Sterblichkeit 1)
          Sterblichkeit
          • 1)

          • Englischer Begriff: death rate

          Bevölkerungsverluste durch Tod in definierter Zeiteinheit.

        • Sterblichkeit 2)
          Sterblichkeit
          • 2)

          • Englischer Begriff: mortality (rate)

          weniger korrekte Bezeichnung für Mortalität, z.B. fetoinfantile St. (Fetal-, Säuglingssterblichkeit), geburtsnahe St. (Perinatalsterblichkeit).

        • Stercobilin
          • Sterco|bilin

          • Englischer Begriff: stercobilin

          Abbauprodukt (Tetrapyrrol) des Bilirubins. Hauptfarbstoff des Stuhles (u. zwar 100–200 mg/Tag); physiologisches Begleitpigment des Urobilins. Nachweis (zusammen mit Urobilin, Bilirubin etc.) durch Schlesinger-Probe (jedoch ist eine Pentdyopent-Reaktion negativ); s.a. Gallenfarbstoffe (dort Tab.). Seine farblose Vorstufe (Chromogen) ist das Stercobilinogen (im Dickdarm unter Bakterieneinwirkung entstehend).

        • Stercobilinogen
          • Sterco|bilino|gen

          • Englischer Begriff: stercobilinogen

          s.u. Stercobilin.

        • Stercobilinurie
          • Stercobilin|urie

          • Englischer Begriff: stercobilinuria

          vermehrte Stercobilinausscheidung im Harn; bei Leberzellschaden, verstärktem Bilirubin-Anfall.

        • stercoralis
          • ster|co|ralis

          • Etymol.: latein.

          • Englischer Begriff: stercoraceous; stercoral

          sterkoral. S.a. Sterkoral...

        • Stereoagnosie
          • Stereo|agnosie

          • Englischer Begriff: stereoagnosis

          • Fach: Neurologie

          Astereognosie; s.a. Stereognosie.

        • Stereoamaurose
          • Stereo|amaurose

          völliges Fehlen oder teilweiser Ausfall (Stereoamblyopie) des räumlichen Sehens.

        • Stereoanästhesie
          • Stereo|anästhesie

          • Englischer Begriff: stereoanesthesia

          s.u. Stereoästhesie. – Die Leichtform als Stereohypästhesie.

        • Stereoästhesie
          • Stereo|ästhesie

          • Englischer Begriff: stereoesthesia

          die für die Stereognosie nötige, auf der Kombination von epikritischer u. Tiefensensibilität beruhende komplexe Qualität der Sensibilität. – Ihr Ausfall (Stereoanästhesie) führt zu Stereoagnosie (= Tastlähmung, Astereognosie), s.a. Stereognosie.

        • Stereoaufnahme
          • Stereo|aufnahme

          • Englischer Begriff: stereogram

          • Fach: Röntgenologie

          Röntgenstereographie.

        • Stereoelektroenzephalographie
          • Stereo|elektro|enzephalo|graphie

          • Synonyme: SEEG (Abk.)

          • Englischer Begriff: stereoelectroencephalography; stereo-EEG

          simultane Registrierung des Elektroenzephalogramms mit Oberflächenelektroden vom Skalp, während Tiefenableitungen abgenommen werden. Letztere werden über operativ eingebrachte Elektroden (stereotaktisch u. subdural) registriert; Anw. v.a. in der prächirurgischen Epilepsiediagnostik.

        • Stereognosie
          • Stereo|gnosie

          • Englischer Begriff: stereognosis

          auf der Leistung postzentraler Hirnbereiche des Parietallappens, d.h. auf Stereoästhesie beruhende Fähigkeit zum Erkennen von Form, Konsistenz u. Wesen eines Gegenstandes durch alleiniges Betasten (bei geschlossenen Augen). – Ausfall: Stereoagnosie.

        • Stereogrammmetrie
          • Stereo|grammmetrie

          • Fach: Röntgenologie

          Radiometrie am virtuellen räumlichen Bild von Röntgenstereogrammen (Stereoaufnahmen).

        • Stereoisomerie
          • Stereo|iso|merie

          • Englischer Begriff: stereoisomerism

          • Fach: Chemie

          die auf stereochemische Kriterien bezogene Raumisomerie strukturgleicher Stoffe; u. zwar als geometrische (cis-, trans-, Allo-), Spiegelbild- (= optische Enantio-), Dia- u. Rotations- (= Konformations-, Konstellations-)Isomerie.

        • Stereomerie
          • Stereo|merie

          • Englischer Begriff: stereomerism

          räumliche Gliederung von Teilen; chem Stereoisomerie.

        • Stereomikroskop
          • Stereo|mikroskop

          • Englischer Begriff: stereoscopic microscope

          Mikroskop mit 2 völlig getrennten optischen Systemen (z.B. n. Greenough); durch Neigung der beiden den Okularen zugeführten Strahlengänge gegeneinander entsteht ein stereoskopisches Bild. Anw. als Präparier-, Operationsmikroskop.

        • Stereopsis
          • Stere|opsis

          • Englischer Begriff: stereopsis

          stereoskopisches Sehen.

        • Stereoskop
          • Stereo|skop

          • Englischer Begriff: stereoscope

          optisches Gerät für die Stereoskopie.

        • Stereoskopie
          • Stereo|skopie

          • Englischer Begriff: stereoscopy

          Betrachtung eines perspektivisch angefertigten, beiden Augen getrennt dargebotenen Halbbildpaares zur Erzielung eines räumlichen Bildeindrucks. S.a. Röntgenstereoskopie.

        • stereoskopisch
          • stereo|skopisch

          • Englischer Begriff: stereoscopic

          räumlich gesehen bzw. sehend (Stereoskopie, Stereopsis).

        • stereotaktische Hirnoperation
          • stereo|taktische Hirnoperation

          • Englischer Begriff: stereotaxic brain surgery

          Abbildung

          gezielte, über kleine Trepanationsöffnungen ausführbare Ausschaltung unter der Hirnrinde befindlicher Strukturen (Kerngebiete, Bahnen) unter Einsatz eines speziellen Zielgerätes, auf das die Daten des Zielpunktes übertragen werden, die aus Computertomogrammen gewonnen u. am Hirnmodell korrigiert werden; Einstellung erfolgt mittels Computer- bzw. Kernspintomographie. Anw. z.B. bei Parkinson-Syndrom (Pallido-, Thalamo-, Subthalamotomie), bestimmten Hyperkinesien (z.B. Torsionsdystonie), sonst unbeeinflussbaren Schmerzzuständen (Thalamotomie), psychomotorischer Epilepsie. S.a. Leukotomie. I.w.S. auch als Elektrokoagulation des Ganglion semilunare, die Implantation von Radionucliden in die Hypophyse.

        • Stereotaxiegerät
          • Stereo|taxie|gerät

          • Englischer Begriff: sterotaxy apparatus

          Instrument zur Durchführung stereotaktischer Eingriffe am Gehirn, auch zur Punktion oder Biopsie von Hirntumoren. Das eigentliche Operationsinstrument (Thermo- bzw. Kälteelektrode, auch Biopsiekanüle) ist dabei in verschiedenen Ebenen beweglich auf einem Metallringsystem (sog. stereotaktischer Ring) installiert. Die Metallringvorrichtung selbst ist am Kopf befestigt. Die Lokalisation der Trepanationsöffnung u. Platzierung des Operationsinstrumentes erfolgen unter computertomographischer oder magnetresonanztomographischer Kontrolle mit Hilfe eines Koordinatensystems u. einer Computereinheit. S.a. stereotaktische Hirnoperation.

        180109