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  • Steroid-Antibiotica
    • Steroid-Antibioti|ca

    • Synonyme: -ka

    • Englischer Begriff: steroid antibiotics

    bakteriostatisch wirkende Steroid-Derivate, die selektiv gegen grampositive Keime (v.a. Staphylokokken) wirken; Wirkst.: z.B. Fusidinsäure (einziger ther. genutzter Vertreter).

  • Steroidakne
    • Steroid|akne

    • Synonyme: Cortisonakne

    • Englischer Begriff: steroid acne

    s.u. Hyperkortisonismus.

  • Steroidalkaloide
    • Steroid|alkaloide

    • Englischer Begriff: steroidal alkaloids

    stickstoffhaltige Steroide als vorwiegend pflanzliche Alkaloide (Ausnahme: Salamanderalkaloide); z.B. Solanum-, Veratrum-, Buxus-Alkaloide; z.T. pharmakologisch bedeutsam.

  • Steroiddehydrogenase
    • Steroid|dehydrogenase

    • Englischer Begriff: steroid dehydrogenase

    an Steroiden wirksame Dehydrogenase, z.B. Hydroxysteroiddehydrogenase.

  • Steroiddiabetes
    • Steroid|diabetes

    • Englischer Begriff: steroid diabetes

    Diabetes mellitus, der bei bestehender Disposition bei bzw. nach Anw. (= metasteroidal) von Glucocorticoiden auftritt infolge steroidbedingter Anhebung der Blutzuckerwerte u. individuell verminderter Insulinreserve. I.w.S. auch der Diabetes beim Cushing-Syndrom.

  • Steroide
    • Steroide

    • Englischer Begriff: steroids

    Abbildung

    Stoffklasse mit dem Grundgerüst des Sterans (Formel), darunter als Naturstoffe z.B. Sterine, Gallensäuren, Steroidhormone, D-Vitamine, Krötengifte (Bufodienolide), Sapogenine u. Herzglykoside (= Steroidglykoside; mit Steroid als Aglucon; Digitalisglykoside, dort Tab.), Steroidalkaloide. Einteilung: Benennung erfolgt mit Trivialnamen (nach Herkunft, Vorkommen, Wirkung) oder aber nach dem chemischen Grundgerüst unter Einbeziehung stereochemischer Merkmale, z.B. der Konformation der Ringe oder der Substitution (trans = α, cis = β; bezogen auf CH3 an C10), auch nach Anzahl der C-Atome, z.B. C17- (Grundkörper: Gonan), C18- (Östran; verschiedene natürliche Östrogene), C19- (Androstan; verschiedene natürliche Androgene), C21- (Pregnan; Corticosteroide), C24- (Cholan; Gallensäure), C27-Steroide (Cholestan; viele Sterine). – Auch Kurzbezeichnung für die Corticosteroide (s.a. Cortison...).

  • Steroidentzugssyndrom
    • Steroid|entzugs|syndrom

    • Englischer Begriff: steroid withdrawal syndrome

    Slocumb-Syndrom.

  • Steroidfieber
    • Steroid|fieber

    • Englischer Begriff: steroid fever

    periodisches Fieber durch endogene Steroide (z.B. Testosteron, Östrogene) oder deren Metaboliten (z.B. Ätiocholanolon); als „Typ des familiären Mittelmeerfiebers“ (mit Ätiocholanolon-Anstieg) beim Siegal-Cattan-Mamou-Syndrom.

  • Steroidglykoside
    • Steroid|glykoside

    • Englischer Begriff: steroid(al) glycosides

    s.u. Steroide.

  • Steroidhaut
    • Steroid|haut

    Hautschädigung nach langfristiger Anw. von Corticosteroidexterna; Atrophie mit diffuser, livider Rötung, Teleangiektasien, Papeln, Papulopusteln, Hyper- u. Depigmentierungen, Blutungen; s.a. Hyperkortisonismus.

  • Steroidhormone
    • Steroid|hormone

    • Englischer Begriff: steroid hormones

    Hormone als Steranderivate; i.e.S. die Geschlechtshormone u. Nebennierenrindenhormone (s.a. Corticosteroide), das Pheromon Ekdyson.

  • Steroidhormonrezeptor
    • Steroid(hormon)rezeptor

    • Englischer Begriff: steroid receptor

    Eiweißkörper des Zytosols, der zu den nukleären Rezeptoren gehört. Nach Bindung des Liganden (= Steroidhormon) kommt es unter Konformationsänderung zur Bildung des Liganden-Rezeptorkomplexes an nukleäre Strukturen mit Steigerung der Transkription (beschleunigte Bildung von Messenger-RNS für die Biosynthese der spezifischen Enzyme). S.a. Hormonrezeptor.

  • Steroidkardiopathie
    • Steroid|kardio|pathie

    • Englischer Begriff: steroid(-induced) cardiopathy

    hypokaliämisches Myokardödem nach massiver Behandlung mit Corticosteroiden.

  • Steroidosteoporose
    • Steroid|osteoporose

    • Englischer Begriff: steroid(-induced) osteoporosis

    Osteoporose bei Überproduktion (Cushing-Syndrom) bzw. Langzeitverabfolgung von Glucocorticoiden (führen zu Hemmung des Knochenmatrixaufbaues, vermindertem Mineralsalzeinbau); s.a. Hyperkortisonismus.

  • Steroidpseudorheumatismus
    • Steroid(pseudo)rheumatismus

    • Englischer Begriff: steroid withdrawal pseudorheumatism

    Slocumb-Syndrom.

  • Steroidsepsis
    • Steroid|sepsis

    • Englischer Begriff: steroid sepsis

    Septikämie nach Behandlung mit Prednisolon (das zu Depression der Entzündungsreaktion führt).

  • Steroidstriae
    • Steroid|striae

    eine Hautstreifung (Striae) wie beim Cushing-Syndrom nach Langzeitbehandlung mit Corticosteroiden (Cortison).

  • Steroidtherapie
    • Steroid|therapie

    • Englischer Begriff: steroid therapy

    Anw. von Corticosteroiden als Antiphlogistika, -rheumatika, -allergika, als Immunsuppressiva u. zur Substitutionstherapie.

  • Steroidulkus
    • Steroid|ulkus

    • Englischer Begriff: steroid ulcer

    peptisches Geschwür (meist als Magenulkus im Antrum) bei oder nach hoch dosierter langzeitiger Steroidtherapie. Als „exogenes Stressulkus“ infolge Stimulation der Magensaftproduktion u. verminderter Zellregeneration. Atypische Symptome; Perforationsgefahr.

  • Stertor
    • Stertor

    • Englischer Begriff: stertor

    röchelnde (stertoröse) Atmung durch Schleimansammlung in Atemwegen.

  • Stethoskop
    • Stetho|skop

    • Englischer Begriff: stethoscope

    (Laënnec 1819) Instrument für die Untersuchung der Schallphänomene (Auskultation) von Organtätigkeiten (z.B. Herz, Darm).

  • Steuerung
    • Englischer Begriff: regulation

    • Fach: Kybernetik

    die – im Gegensatz zur Regelung – einsinnige, rückwirkungsfreie (keine negative Rückkopplung auslösende) Signalübertragung. – Physiologisch z.B. als St. des Sympathikus u. Parasympathikus durch den Hypothalamus.

  • Stevens-Johnson-Syndrom
    • Stevens-Johnson-Syndrom

    • Synonyme: Ektodermosis pluriorificialis

    • Englischer Begriff: Stevens-Johnson syndrome

    • Biogr.: Albert M. St., 1884–1945, Frank Cr. J., 1894–1934; amerikan. Kinderärzte

    sich unter hohem Fieber entwickelndes landkartenartiges Exanthem mit blasigen Effloreszenzen. Zunächst an Schleimhäuten (Cheilitis, Stomatitis, Konjunktivitis, Vulvitis, Urethritis, Proktitis in unterschiedlichem Ausmaß), dann mit vorgeschobenen Inseln auf die Haut übergreifend (Major-Form des Erythema exsudativum multiforme [Hebra]). Krankheitsdauer bis zu 14 Tg. Ätiol.: Mykoplasma-Infektion(?), Arzneimittelallergie.

  • Stewart-Hamilton-Methode
    • Stewart-Hamilton-Methode

    Methode zur Bestimmung des Herzminutenvolumens (HMV), bei welcher eine bestimmte Farbstoffmenge herznah injiziert wird. In Abständen wird die Farbstoffkonzentration stromabwärts wieder gemessen. Die ermittelten Werte werden in eine Konzentrationszeitkurve eingetragen, aus der sich der Blutdurchfluss u. damit das HMV als das Verhältnis von injizierter Farbstoffmenge u. der Fläche der Konzentrationszeitkurve bei der ersten Indikatorpassage berechnen lassen.

  • Stewart-Treves-Syndrom
    • Stewart-Treves-Syndrom

    • Englischer Begriff: Stewart-Treves syndrome

    • Biogr.: Fred W. St., geb. 1894, amerikan. Pathologe; Norman Tr., 1894–1964, amerikan. Chirurg

    vaskuläres Lymphangiosarkom des Armes; entsteht auf dem Boden eines lang dauernden Lymphödems (z.B. nach Mastektomie mit Lymphknotenausräumung u. Strahlentherapie, s.a. Armödem); Latenzzeit ca. 5–10 J.

  • STH
    • Synonyme: Abk. für somatotropes Hormon

    • Englischer Begriff: STH

    Somatotropin.

  • sthenisch
    • sthenisch

    • Englischer Begriff: sthenic

    mit Kraftfülle („Sthenie“), energisch, zäh, hartnäckig.

    • st. Typus
      Konstitutionstyp mit fanatischer Zähigkeit, rücksichtslos-offensiv (verbunden... (mehr)
  • sthenischer Typus
    sthenisch
    • st. Typus

    • Englischer Begriff: st. constitutional type

    Konstitutionstyp mit fanatischer Zähigkeit, rücksichtslos-offensiv (verbunden mit dem Anstreben unrealistischer Ziele) und schroff, mit hochmütigen, überspannten Selbstgefühlen. Nach Kretschmer auch verbunden mit überempfindlicher Verletzbarkeit.

  • Stibium
    • Stibium

    • Synonyme: Sb (Abk.)

    • Englischer Begriff: stibium; antimony

    Antimon.

  • Stichkultur
    • Stich|kultur

    • Englischer Begriff: stab culture

    Bakterienkultur (für Anaerobier) durch Einbringen der Erreger in eine hohe Schicht verfestigten Nährbodens mittels Impfnadel.

  • Stichwunde
    • Stich|wunde

    • Synonyme: Vulnus punctum

    • Englischer Begriff: stab wound

    schmale, tiefe, schlecht überschaubare, meist glattrandige Wunde nach Nadel-, Messerstich, penetrierendem Stoß (Horn, Pfahl etc.). Gefahr von Komplikationen durch in der Tiefe zurückgebliebene Fremdkörper, Verletzung innerer Organe, Keimeinschleppung.

  • Stickfluss
    • Stick|fluss

    • Englischer Begriff: pulmonary edema

    Lungenödem.

  • Stickhusten
    • Stick|husten

    • Englischer Begriff: whooping cough

    Keuchhusten.

  • Stickler-Syndrom
    • Stickler-Syndrom

    • Synonyme: progressive hereditäre Arthroophthalmopathie

    • Englischer Begriff: Stickler's syndrome

    autosomal-dominant erbliche Bindegewebserkrankung (infolge Enzymmangels?) mit Manifestation an den Augen (degenerative Netzhautveränderungen, evtl. -ablösung; Katarakt; Phthisis bulbi), Ohren (Hörverlust) u. Gelenken (Arthropathie der Beingelenke); evtl. auch Spondylopathie.

  • Stickoxid
    • Stick|oxid

    • Synonyme: -oxyd

    • Englischer Begriff: nitric oxide

    Stickstoffmonoxid.

  • Stickoxydul
    • Stick|oxydul

    • Englischer Begriff: nitrous oxide

    Distickstoffoxid; s.a. Lachgas...

  • Stickstoff
    • Stick|stoff

    • Synonyme: Nitrogenium; N (Abk.)

    • Englischer Begriff: nitrogen

    farb-, geruch- u. geschmackloses, reaktionsträges Gas mit Atomgew. 14,0067 (leichter als Luft) u. OZ 7; 3- u. 5- (u. 1-, 2- u. 4-)wertig. Natürliche Isotope sind 14N u. 15N; künstliches Radioisotop: 13N („schwerer Stickstoff“; mit β+-Zerfall; die HWZ beträgt 10 Min.; angewendet für Atemgasaustausch-Untersuchung). – Kommt frei vor als „molekularer Distickstoff“ N2 (reaktionsträge; zu 78,09 Volumprozent in der Atmosphäre) sowie in anorganischen u. organischen Verbindungen (Letzteres in Eiweiß u. stets 3-wertig). Ist ein essentielles, durch Pflanzen u. Bakterien assimiliertes (u. mit N-haltigen Lebensmitteln aufgenommenes) Element, das nach Verstoffwechslung in Form von Harnstoff, Harnsäure etc. ausgeschieden wird (u. nach deren Zersetzung wieder als N2 verfügbar ist).

  • Stickstoffbedarf
    • Stickstoff|bedarf

    s.u. Eiweißminimum.

  • Stickstoffbilanz
    • Stickstoff|bilanz

    • Englischer Begriff: nitrogen balance

    Differenz zwischen dem mit Eiweiß aufgenommenen („Protein-N“) u. dem v.a. in Harn u. Stuhl abgegebenen Stickstoff (v.a. als Harnstoff, Harnsäure, Creatinin); wird beeinflusst direkt z.B. durch die Quantität u. Qualität der Eiweiß- u. Kalorienzufuhr u. durch Hormone (davon sind positiv wirksam die anabolen wie Androgen, Östrogen, Insulin, Somatotropin, negativ die katabolen wie Cortisol, Thyroxin, Progesterol), indirekt – meist negativ – z.B. durch chronische Erkrankungen, Fieber, Verbrennungen, Stress; s.a. Stickstoffgleichgewicht.

  • Stickstoffdioxid
    • Stickstoff|di|oxid

    • Englischer Begriff: nitrogen dioxide

    NO2; rotbraunes, stechend riechendes nitroses Gas, das in Wasser mit O2 salpetrige u. Salpetersäure (HNO2; HNO3) bildet; sehr giftig, ätzend (v.a. an Atemwegen).

  • Stickstoffembolie
    • Stickstoff|embolie

    Embolie durch Stickstoffbläschen infolge Denitrogenisation bei Druckfallkrankheit.

  • Stickstoffgleichgewicht
    • Stickstoff|gleich|gewicht

    • Englischer Begriff: nitrogen equilibrium

    die Übereinstimmung von Stickstoffzufuhr u. -ausscheidung in der Stickstoffbilanz.

  • Stickstoffgleichgewicht, endogenes
    Stickstoffgleichgewicht
    • St., endogenes

    das der Abnutzungsquote (Eiweißminimum) entsprechende St.

  • Stickstofflost
    • Stickstofflost

    • Englischer Begriff: nitrogen mustard

    Chlormethin.

  • Stickstoffmonoxid
    • Stickstoff|mon|oxid

    • Synonyme: Stickoxid; NO (Abk.)

    • Englischer Begriff: nitric oxide

    nitroses Gas, das mit Sauerstoff Stickstoffdioxid bildet; kommt im Organismus in geringer Konzentration als Mediator u. Überträgerstoff vor; identisch mit dem „endothelium-derived relaxing factor“ (EDRF); stimuliert die lösliche Guanylatcyclase u. führt so zur Vasodilatation (Wirkmechanismus der Nitrate); kann über spezielle Beatmungsgeräte inhalativ verabreicht werden, um einen erhöhten pulmonalen Gefäßwiderstand zu senken.

  • Stickstoffnarkose
    • Stickstoff|narkose

    • Englischer Begriff: nitrogen anesthesia

    Bewusstlosigkeit durch das vermehrte N2-Angebot bei erhöhtem Luftdruck (z.B. in Taucherglocke, bei Tieftauchen). Voraus geht – als Übergangsstadium – eine Euphorie („pressure happiness“ = Stickstoffrausch, Tiefenrausch).

  • Stickstoffoxide
    • Stickstoff|oxide

    • Synonyme: NOx (Abk.)

    s.u. nitrose Gase; s.a. Stickstoffdioxid, -monoxid.

  • Stickstoffwasserstoffsäure
    • Stickstoff|wasserstoff|säure

    • Englischer Begriff: hydrazoic acid

    HN3; stark giftige, explosible Flüssigkeit. Salze: Azide.

  • Stieda-Pellegrini-Köhler-Schatten
    • Stieda-Pellegrini-Köhler-Schatten

    • Englischer Begriff: Pellegrini-Stieda disease

    • Biogr.: Alfred St., 1869–1945, Chirurg, Königsberg; Agosto P.; Alban K.

    Abbildung

    sichelförmiger Verkalkungs- oder (bei Periostausriss) Knochenschatten in den Weichteilen am inneren Femurepikondylus (im Sehnenansatz der Musculi adductor magnus oder gracilis oder im inneren Knieseitenband). Als Sofortschatten nach Knochenausriss („St.-Fraktur“). Klinisches Korrelat: druckschmerzhafte, verschiebliche örtliche Verhärtung, evtl. Funktionseinschränkung. S.a. Abb.

  • Stiefmütterchenkraut
182109