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  • Thymian
    • Thymian

    • Synonyme: Quendel; Thymus vulgaris

    • Englischer Begriff: thyme

    • Fach: Botanik

    Gattung halbstrauchiger Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler (Labiatae). Zu Heilzwecken genutzt werden Echter Th. u. Feldthymian. Anw. des Krautes (äther. Öl, Bitter- u. Gerbstoffe) als Magen-, Keuchhusten-, Rheuma-, Nervenmittel, Aromatikum, Badezusatz; des äther. Öls (p-Cymol, Thymol etc.) in Husten- u. Einreibemitteln (Rubefaziens).

  • thymicus
    • thymicus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: thymic

    den Thymus betreffend.

  • Thymidin
    • Thymidin

    • Synonyme: Desoxythymidin; dThd (Abk.)

    • Englischer Begriff: thymidine

    vom Thymin abgeleitetes Nucleosid.

  • Thymin
    • Thymin

    • Synonyme: Thy (Abk.)

    • Englischer Begriff: thymine

    (Kossel u. Neumann 1893) 5-Methyluracil; eine natürl. Pyrimidinbase, Baustein der Desoxyribonucleinsäure (s.a. Nucleinsäuren). Biosynthese über Orotsäure (s.u. Pyrimidinstoffwechsel); Abbau via Leber zu β-Methyl-β-alanin.

  • Thyminose
    • Thyminose

    • Englischer Begriff: deoxyribose

    β-2-Desoxy-d-ribose.

  • Thymitis
    • Thymitis

    • Englischer Begriff: thymitis

    Entzündung des Thymus.

  • thymogen
    • thymo|gen

    • 1)
      vom Thymus ausgehend... (mehr)
    • 2)
      durch Gemütsbewegung veranlasst... (mehr)
  • thymogen 1)
    thymogen
    • 1)

    vom Thymus ausgehend.

  • thymogen 2)
    thymogen
    • 2)

    • Englischer Begriff: thymogenic

    durch Gemütsbewegung veranlasst.

  • Thymol
    • Synonyme: 2-Isopropyl-5-methylphenol

    • Englischer Begriff: thymol

    natürliches Vork. in ätherischen Ölen (z.B. Thymianöl); Anw. als Antiseptikum, Antimykotikum (z.B. in Zahnpasta, Mundwasser, Salbe).

  • Thymoleptica
    • Thymolep|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: thymoleptics

    Psychopharmaka mit stimmungsaufhellender (= thymoleptischer) Wirkung; z.B. trizyklische phenothiazinverwandte Antidepressiva u. Monoaminooxidase-Hemmer.

  • Thymolipom
    • Thymo|lipom

    (S. Yamanoi 1921) seltener, gutartiger Thymustumor; entweder echtes Lipom oder involutionsbedingte Fettgewebshyperplasie.

  • Thymoma
    • Thymom(a)

    • Englischer Begriff: thymoma

    seltene, meist gelappte oder knotige Tumoren des Thymus; histol. unterschieden als lymphoidzelliges oder epitheliales (spindelzelliger, epitheloidzelliger oder Typ mit Pseudorosettenbildung) Th. Meist – außer bei malignem Th. (= Karzinom) – langsames Wachstum mit Kompression der umliegenden Gewebe (Trachea, Bronchien, obere Hohlvene). Gehäuft treten beim Th. Autoimmunkrankheiten (v.a. Myasthenia gravis) auf.

    • Th., malignes
      Thymuskarzinom, Neoplasie des epithelialen Anteils des Thymus; s.a... (mehr)
  • Thymoma, malignes
    Thymom(a)
    • Th., malignes

    • Englischer Begriff: malignant th.

    Thymuskarzinom, Neoplasie des epithelialen Anteils des Thymus; s.a. Myelopathie.

  • Thymopathie
    • Thymo|pathie

    • 1)
      Persönlichkeitsstörung, die das Gefühlsleben betrifft... (mehr)
    • 2)
      ältere Bez... (mehr)
  • Thymopathie 1)
    Thymopathie
    • 1)

    Persönlichkeitsstörung, die das Gefühlsleben betrifft.

  • Thymopathie 2)
    Thymopathie
    • 2)

    • Englischer Begriff: thymopathy

    ältere Bez. für Zyklothymie.

  • Thymoplegica
    • Thymo|plegica

    • Synonyme: -plegika

    • Fach: Pharmazie

    obsolete Bez. für Thymoleptika.

  • Thymopoietin
    • Thymo|po(i)etin

    • Englischer Begriff: thymopoietin; thymic lymphopoietic factor

    zwei Thymushormone (Th. I u. II), die die Differenzierung der Thymozyten induzieren.

  • thymopriv
    • thymo|priv

    • Englischer Begriff: thymoprivous; thymoprivic

    nach Entfernung oder bei Funktionsausfall des Thymus.

  • Thymopsyche
    • Thymo|psyche

    (E. Stransky) die affektive, Gefühle u. Emotionen umfassende Seite der menschl. Psyche; s.a. Noopsyche.

  • Thymosin
    • Thymosin

    • 1)
      (1966) ein Thymushormon mit Wirkung auf die Stammzellen... (mehr)
    • 2)
      Thymidin... (mehr)
  • Thymosin 1)
    Thymosin
    • 1)

    • Englischer Begriff: thymosin

    (1966) ein Thymushormon mit Wirkung auf die Stammzellen. Mischung verschiedener Peptide mit Mol.-Gew. 1000–15 000; kann bei jungen thymektomierten Mäusen die Thymusfunktion ersetzen.

  • Thymosin 2)
  • Thymosterin
    • Thymo|sterin

    ein steroidartiges Thymushormon.

  • Thymostimulin
    • Englischer Begriff: thymostimulin

    standardisierte, niedermolekulare Thymuspeptidfraktion vom Kalb; Anw. als Immunstimulans.

  • Thymozyt
    • Thymo|zyt

    • Englischer Begriff: thymocyte

    Vorstufe des T-Lymphozyten im Thymus.

  • Thymus
    • Thymus

    • 1)
      primäres lymphatisches Organ, das für die Entwicklung des Immunsystems... (mehr)
    • 2)
      Thymian... (mehr)
  • Thymus 1)
    Thymus
    • 1)

    • Synonyme: Bries

    • Englischer Begriff: thymus

    primäres lymphatisches Organ, das für die Entwicklung des Immunsystems von Bedeutung ist. Im klassischen Altertum als Sitz des Gemüts angesehen. Als Abkömmling entodermalen Schlundtaschenepithels sowie ektodermalen Kiemenfurchenepithels entsteht der Th. aus einer doppelten Anlage, die später als re. u. li. Lappen im vorderen Mediastinum hinter dem Manubrium sterni liegt. Gelegentlich ringförmig (Th. anulare) u. die obere Hohlvene einschnürend. Bis Pubertätsbeginn wachsend, dann allmählich Umwandlung in einen Fettgewebskörper (bis auf Reste). Beide Lappen sind durch Furchen weiter unterteilt. Halswärts verjüngen sich die Lappen zu Thymushörnern u. erreichen mitunter die Schilddrüse. Aufbau: Von einer zarten Bindegewebekapsel aus ziehen Septen in das Innere u. teilen Läppchen (Lobuli thymi) ab. Jeder Lobulus hat eine helle Markzone (Medulla), umgeben von dunkler Rinde (Kortex). Grundgerüst beider sind epitheliogene Retikulumzellen (Epithelioreticulocyti thymi). Eingelagert sind Thymuslymphozyten (Thymozyten), in der Rinde mehr, im Mark weniger. Charakteristisch sind Hassall-Körperchen (Corpuscula thymi) im Mark. Nach der Pubertät wird der Th. zurückgebildet (Thymusinvolution), das lymphatische Gewebe weitgehend durch Fettgewebe ersetzt. Funktion: Der Th. ist neben dem Knochenmark das primäre lymphatische Organ des spezifischen Immunsystems. In ihm erfolgt die Entwicklung der immunkompetenten T-Lymphozyten aus Stammzellen („Prägung“). Diese Entwicklung durchläuft mehrere Reifungsstadien, die sich durch die Expression unterschiedlicher Oberflächenantigene unterscheiden lassen. Die Besiedlung des Th. mit Stammzellen erfolgt aus dem Knochenmark. Um die T-Lymphozyten in den Phasen der Prägung vor im Blut befindlichen Antigenen zu schützen, haben die Kapillaren die „Blut-Th.-Barriere“ (bestehend aus Endothel ohne Poren, sehr dicker Basalmembran u. einer Kapillarhülle aus Fortsätzen der epitheliogenen Retikulumzellen). An der Prägung sind vermutlich auch „Ammenzellen“ beteiligt, große Zellen im Th., in denen sich mehrere Lymphozyten befinden können. Nach der Prägung besiedeln die T-Lymphozyten die sekundären lymphoiden Organe. Die Besiedlung des Th. mit Stammzellen erfolgt speziesabhängig zu unterschiedlichen Zeitpunkten; gilt bei den meisten Säugern mit der Geburt bzw. wenige Tage danach als abgeschlossen. Eine angeborene Thymushypoplasie (Di-George-Syndrom) führt zu zellulären Immundefekten mit ausgeprägtem T-Lymphozyten-Mangel.

  • Thymus 2)
    Thymus
    • 2)

    • Englischer Begriff: thyme

    • Fach: Botanik

    Thymian.

  • Thymus-Faktor
    • Thymus-Faktor

    • Synonyme: ThF (Abk.)

    ein Thymushormon, das zu Anhäufung von cAMP in Thymozyten führt.

  • Thymus-Serum-Faktor
    • Synonyme: THF (Abk.)

    • Englischer Begriff: thymic humoral factor

    Thymushormon, das die Stimulierbarkeit der T-Lymphozyten erhöht. Ein Nonapeptid des Serums.

  • thymusabhängige Areale
    • Synonyme: T-Areale

    • Englischer Begriff: thymus-dependent areas

    Abbildung

    die von T-Lymphozyten besiedelten Zonen der peripheren lymphat. Organe, v.a. die parakortikale Zone der Lymphknoten („Tertiärknötchen“, zwischen Rinde u. Mark), die periarterioläre Scheide der Milzfollikel, das Innere der Peyer-Plaques. Nach Thymektomie u. Ductus-thoracicus-Drainage selektive Abnahme der T-Lymphozyten („thymusabhängige Lymphozyten“), nach Thymus-Reimplantation Wiederauftreten in 2–4 Wochen.

  • Thymusalymphoplasie
    • Thymus|a|lympho|plasie

    • Englischer Begriff: thymic alymphoplasia

    (Gitlin 1963) geschlechtsgebunden-rezessiv (♂) erbl. Thymushypoplasie mit Mangel an T-Lymphozyten u. Immunglobulinen (Insuffizienz der humoralen u. zellulären Immunität); Klinik: starke Infektanfälligkeit.

  • Thymusaplasie
    • Thymus|a|plasie

    • Synonyme: (di-)George-Syndrom

    • Englischer Begriff: DiGeorge's syndrome

    (Böttiger-Wernstedt 1927; di G. 1965) Thymus- u. Nebenschilddrüsenaplasie, evtl. kombiniert mit Fehlen des Schilddrüsenisthmus, doppeltem Aortenbogen, branchiogenen Zysten, Rachenspalten. Klinik: fortschreitende Lymphopenie mit Ausfall der zellulären Immunität (Immunglobuline normal); frühkindlich primärer Hypoparathyreoidismus; s.a. Immundefekt (dort Tab.), Thymushypoplasie.

  • Thymusexstirpation
    • Thymus|ex|stirpation

    Thymektomie.

  • Thymushormone
    • Thymus|hormone

    • Synonyme: Thymusfaktoren

    • Englischer Begriff: thymic hormones

    wahrscheinl. im Thymusepithel gebildete Stoffe mit Wirkung auf die Differenzierung der T-Lymphozyten: z.B. Thymosin, Thymopoetin, Thymus-Faktor, Thymosterin.

  • Thymushyperplasie
    • Thymus|hyper|plasie

    • Englischer Begriff: thymic hypertrophy

    physiologische u. symptomlose Thymusvergrößerung in den ersten Lebensmonaten; im Röntgenbild meist pelerinenförm. Schatten auf der Herzfigur mit zipfelig-abstehenden unteren Rändern.

  • Thymushypoplasie
    • Thymus|hypo|plasie

    • Englischer Begriff: thymus hypoplasia

    meist erbl. Entwicklungshemmung; infolge mangelhafter Ausbildung der lymphozytären Elemente insuffiziente zelluläre, evtl. auch gestörte humorale Immunität. Bekannteste Formen: retikuläre Dysgenesie, Schweizerische Agammaglobulinämie, Thymusalymphoplasie (Gitlin), Nezelof-Allibone-, Louis-Bar-Syndrom; s.a. Thymusaplasie.

  • Thymuskarzinom
    • Thymus|karzinom

    • Englischer Begriff: thymic carcinoma

    malignes Thymom.

  • Thymuslymphozyt
    • Thymus|lympho|zyt

    • Englischer Begriff: thymocyte; lymphocyte

    Thymozyt, T-Lymphozyt.

  • Thymussyndrom
    • Thymus|syndrom

    • Englischer Begriff: (Pende's) hyperthymic syndrome

    die durch Hyper-, Hypo-, Aplasie oder Dysfunktion bedingte Symptomatik; i.e.S. das Pende-Sy. (1928) bei Hyperplasie u. Überfunktion („Hyperthymismus“); mit Adipositas, Hypogenitalismus, körperl. u. geist. Retardierung, Dyspnoe, anfallsweiser Asphyxie (durch Mediastinaleinengung).

  • Thymustod
    • Thymus|tod

    • Englischer Begriff: mors thymica

    der früher auf Thymushyperplasie zurückgeführte plötzlicher Kindstod.

  • thyreo...

      Wortteil 1) „Schilddrüse“ (Gl. thyroidea), 2) „Schildknorpel“ (Cartilago thyroidea).

    • Thyreoaplasie
      • Thyreo|aplasie

      • Englischer Begriff: thyroaplasia

      Athyrie.

    • Thyreocalcitonin
      • Thyreo|calci|tonin

      • Englischer Begriff: thyrocalcitonin

      das beim Menschen in den C-Zellen der Schilddrüse gebildete Calcitonin.

    • Thyreochondrotomie
      • Thyreo|chondro|tomie

      • Englischer Begriff: thyrochondrotomy

      • Fach: Laryngologie

      Thyreotomie.

    • thyreogen
      • thyreo|gen

      • Englischer Begriff: thyrogenic; thyrogenous

      durch die Schilddrüse(nhormone) verursacht.

    • Thyreoglobulin
      • Thyreo|globulin

      • Englischer Begriff: thyroglobulin

      hochmolekulares Protein, an dem die Schilddrüsenhormonsynthese stattfindet, gleichzeitig Hauptbestandteil des Schilddrüsenkolloids, Depotform der Schilddrüsenhormone. Enthält außer zahlreichen reakt. Tyrosylresten etwa 90% des proteingebundenen „organ. Jods“. Wird bei Bedarf in der Zelle (nach Endozytose) durch lysosomale Proteasen u. Peptidasen hydrolysiert zu jodierten Aminosäuren, von denen die J-Tyrosine dejodiert, die J-Thyronine in das Blut abgegeben werden. Verwendung als Tumormarker beim behandelten differenzierten Schilddrüsenkarzinom.

    • thyreoglossus
      • thyreo|glossus

      • Englischer Begriff: thyroglossal

      Schilddrüse u. Zunge betreffend.

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