Medizin-Lexikon: Einträge mit "T"

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  • Tumor 3)
    Tumor
    • 3)

    • Englischer Begriff: tumor

    Schwellung durch Abszess, Erguss, Ödem, Luftansammlung etc.

  • Tumor albus
    Tumor  >  Tumor 3)
    • T. albus

    • Englischer Begriff: white swelling

    die bei Übergreifen einer fungösen Gelenktuberkulose auftretende diffuse, evtl. spindelförmige Schwellung der Gelenkregion.

  • Tumor salivalis intermittens
    Tumor  >  Tumor 3)
    • T. salivalis inter|mittens

    die zeitweise Speicheldrüsenschwellung infolge Sekretretention durch Konkrement.

  • Tumor villosus
    Tumor  >  Tumor 3)
    • T. villosus

    • Englischer Begriff: villous t.

    Papillom.

  • Tumor-Fluoreszenz

      das Aufleuchten eines Tumors (v.a. der Tumorränder) bei Injektion einer photodynamisch wirksamen Substanz (z.B. δ-Aminolävulinsäure, ALA) mit anschließender Laserbestrahlung verschiedener Wellenlängen; im Versuchsstadium zur (z.B. intraoperativen) Bestimmung der Größe eines Tumors, z.B. die ALA-induzierte Photofluoreszenz nach Hofstetter, Baumgarten u. Kriegmair zum Nachweis urothelialer Karzinome, Carcinoma in situ u. Dysplasien.

    • Tumor-Klassifikation
      • Tumor-Klassifikation

      Staging.

    • Tumor-Nekrose-Faktor
      • Tumor-Nekrose-Faktor

      • Synonyme: TNF (Abk.)

      • Englischer Begriff: tumor necrosis factor

      zu den Zytokinen gehörender, von Zellen des Makrophagen-/Monozyten-Systems (TNF-α) bzw. aktivierten T-Zellen (TNF-β = Lymphotoxin) gebildeter oder gentechnologisch hergestellter (dann rhuTNF; engl.: recombinant human TNF) Faktor. Wirkungen: TNF-α ist ein zentraler Mediator der systemischen Entzündungs- u. Immunreaktion mit Wirkung auf eine Vielzahl von Target-Zellen (Granulozyten, Endothelzellen, Hepatozyten, Hypothalamus, Fett- u. Muskelzellen, Monozyten/Makrophagen); geringe Konzentrationen dienen der physiologischen Abwehr von Infektionen (z.B. durch Bakterien oder Viren); TNF-β wirkt überwiegend als lokaler Entzündungsmediator (Leukozytenadhäsion u. -migration, funktionelle Aktivierung neutrophiler Granulozyten).

    • Tumor-Nekrose-Faktor-a-Antikörper
      • Tumor-Nekrose-Faktor-α-Antikörper

      • Synonyme: TNF-α-Antikörper; TNF-α-Antagonisten

      chimäre Antikörper gegen den Tumor-Nekrose-Faktor α, die durch Bindung an TNF-α dessen biologische Funktion als zentraler Mediator der Entzündungskaskade hemmen; selektive Immunsuppressiva. Wirkst.: z.B. Etanercept, Infliximab; Anw. bei therapieresistenter rheumatoider Arthritis; Infliximab zusätzlich bei therapieresistentem, schwerem bzw. mit Fistelbildung einhergehendem M. Crohn. Vielfältige NW: v.a. Infektionen.

    • Tumor, dyschylischer
      Tumor  >  Tumor 3)
      • T., dys|chylischer

      Stauungszyste der Schleimdrüsen des Taschenbandes (meist multipel).

    • Tumorantigene
      • Tumor|antigene

      • Synonyme: TAG (Abk.)

      • Englischer Begriff: tumor-specific antigens

      Tabelle

      Bestandteile von Krebszellen, die dem Zytoplasma, der Zelloberfläche u. dem Kern entstammen können; unterschieden werden: gewebe-, individual-, artenspezifische T., T., die auch physiologisch als Differenzierungsantigene an Zellen vorhanden sein können, T., die als tumorspezifische Neoantigene bezeichnet werden, sowie T. als Zwischenprodukte der Ontogenese eines Zelltyps, die mit weiterer Differenzierung wieder verschwinden; als Tumormarker mit immunchemischen Methoden nachweisbar, v.a. die intrazellulär oder als Oberflächenantigene an Tumorzellen (vermehrt) entstehenden AG. Der Nachweis von T. dient v.a. der Überprüfung therapeutischer Maßnahmen (Operation, Chemotherapie usw.), da die Serumkonzentration der T. zwar oft der Gesamttumormasse proportional ist, das alleinige Vorhandensein von T. aber keine sichere Aussage über das Vorhandensein eines Tumors erlaubt (Erhöhung der T. evtl. auch bei Nicht-Tumorerkrankungen, z.B. Hepatitis, Leberzirrhose u. anderen). Von Bedeutung sind v.a. die onkofetalen AG („OFA“), z.B. das carcinoembryonale AG (bei Kolon-Ca.), die CA (carbohydrate antigens), das SCC (squamous cell carcinoma antigen), AFP1-Fetoprotein [bei prim. Leberzell-Ca.]); s.a. Tab.

    • Tumorantikörper
      • Tumor|anti|körper

      • 1)
        als Reaktion auf einen Tumor vom Körper gebildete AK; Immunglobuline vom... (mehr)
      • 2)
        spezifische Immunseren zum Nachweis von Tumorantigenen... (mehr)
      • 3)
        Immunotoxine... (mehr)
    • Tumorantikörper 1)
      Tumorantikörper
      • 1)

      als Reaktion auf einen Tumor vom Körper gebildete AK; Immunglobuline vom IgG-Typ; s.a. Tumorimmunologie.

    • Tumorantikörper 2)
      Tumorantikörper
      • 2)

      • Fach: Diagnostik

      spezifische Immunseren zum Nachweis von Tumorantigenen.

    • Tumorantikörper 3)
      Tumorantikörper
      • 3)

      • Englischer Begriff: (anti-)tumor antibodies

      • Fach: Therapie

      Immunotoxine.

    • tumorassoziierte Antigene
    • Tumordosis
      • Tumor|dosis

      • Englischer Begriff: tumor dose

      s.u. Herddosis, s.a. Strahlentherapie.

    • Tumoreinteilung
      • Tumor|einteilung

      s.u. Staging, TNM-System.

    • Tumorembolisation
      • Tumor|embolisation

      Embolisation.

    • Tumorettengeschwulst
      • Tumoretten|geschwulst

      • Synonyme: Pituizytom

      • Englischer Begriff: pituicytoma

      bei der Hand-Schüller-Christian-Krankheit im Hypophysen-Zwischenhirn-System auftretendes, unregelmäßig geformtes Speichergranulom („Sternberg-Priesel-Knötchen“) aus großen, polygonalen Zellen mit kleinem, dunklem Kern u. reichlich granuliertem Zytoplasma.

    • Tumorimmunologie
      • Tumor|immuno|logie

      • Englischer Begriff: tumor immunology

      Lehre von den Immunfaktoren u. -mechanismen, die Wachstum u. Ausbreitung der Neoplasmen beeinflussen. Wesentlich sind die Immunkompetenz des Tumorträgers (sog. Überwachung = Surveillance) u. die Immunogenität u. Wachstumseigenschaften des Tumors. Die – überwiegend – zellulären Immunvorgänge gehen v.a. vom lymphoretikulären System aus, d.h. T-Helfer-, T-Suppressor- u. NK-Zellen, sowie von Makrophagen. – S.a. Immunmodulatoren, Immuntherapie.

    • Tumorimpfung
      • Tumor|impfung

      • Englischer Begriff: tumor vaccination

      aktive spezifische Immuntherapie mit Tumorvakzine.

    • Tumorkachexie
      • Tumor|kachexie

      s.u. Kachexia.

    • Tumorlets
      • Tumor|lets

      • Etymol.: engl. = Tumörchen

      hyper- oder metaplast. Epithelknötchen in der Lungenperipherie bei chron. fibrosierenden Prozessen.

    • Tumorlyse-Syndrom
      • Tumorlyse-Syndrom

      • Englischer Begriff: tumor lysis syndrome

      die Gesamtheit der nach Tumorzerfall durch Chemotherapie (Zytostatika, Corticosteroide) auftretenden Stoffwechselveränderungen; beschrieben werden v.a. Anstieg von Phosphat, Kalium u. Harnsäure sowie Abfall des Serum-Calciums, Lactatazidose, Niereninsuffizienz. Das T. ist eine Komplikation v.a. bei rasch zerfallenden Tumoren mit großer Masse (z.B. Lymphome, akute lymphatische Leukämie).

    • Tumormarker
      • Tumor|marker

      • Englischer Begriff: tumor marker(s)

      Tabelle

      Stoffe, deren Auftreten oder erhöhte Konzentration in Körperflüssigkeiten (v.a. Serum) einen Zusammenhang mit dem Vorhandensein u./oder Verlauf von (bösartigen) Tumoren aufweist; i.e.S. die Tumorantigene, i.w.S. auch die tumorbedingten Produkte („tumor-associated products“): Enzyme (z.B. saure prostataspezifische Phosphatase beim Prostata-Ca.), Hormone, Akute-Phase-Proteine, (patho.) Immunglobuline, ferner i.w.S. indirekte Reaktionen wie die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit, aber auch morphologische Marker, z.B. Markerchromosomen; s.a. Markersubstanz.

    • Tumormetastase
      • Tumor|metastase

      beim bösartigen Tumor aus verschleppten Zellen (exfoliiert, Embolus, Abtropfpartikel) entstehende Metastase.

    • Tumormultiplizität
      • Tumor|multiplizität

      das syn- oder metachrone Auftreten unabhängiger Neoplasmen in einem Organismus, meist in verschiedenen Organen.

    • Tumornachsorge
      • Tumor|nachsorge

      s.u. Nachsorge.

    • tumorös
      • Englischer Begriff: tumorous

      tumorförmig, ein Neoplasma betreffend.

    • Tumorregister
      • Tumor|register

      Krebsregister.

    • Tumorresistenz
      • Tumor|resistenz

      Resistenz (3), (5).

    • Tumorresistenz-Tests
      • Tumorresistenz-Tests

      Chemosensibilitätstests von Tumorzellen gegenüber Zytostatika vor der Chemotherapie von Tumorpatienten, wobei chirurgisch gewonnenes Tumormaterial in unterschiedlichen Versuchsanordnungen der Einwirkung von Zytostatika ausgesetzt werden kann; unterschieden als 1) In-vivo-Verfahren: a) der Heterotransplantations-Assay mit Übertragung von Tumorzellen auf thymusaplastische Nacktmäuse, b) der subrenale Kapsel-Assay mit Implantation von Tumorgewebe unter die Nierenkapsel von Mäusen, als 2) In-vitro-Verfahren: a) der Stammzell-Assay mit Koloniezüchtung von Tumorstammzellen in Soft-Agar, b) der biochemische Kurzzeit-Assay nach Volm mit 3-stündiger Inkubation von Tumorzellsuspensionen, c) die Dye-Exklusionsmethode, ein Verfahren, bei dem Zytostatika-geschädigte Zellen mit Farbstoff markiert werden können.

    • Tumorstadieneinteilung
      • Tumorstadien|einteilung

      Staging.

    • Tumorsuppressorgene
      • Tumorsuppressor|gene

      Tabelle

      Gene, die an der Übermittlung von wachstumsinhibierenden Signalen beteiligt sind, dadurch ein Gegengewicht zu den proliferationsaktivierenden Protoonkogenen (s.u. Onkogene) darstellen, d.h. die Proliferation hemmen u. so die Zelle vor maligner Entartung schützen. Bei einer Alteration (mit der Folge eines Funktionsverlustes) kommt es zu einer nicht gegenregulierten Wachstumsstimulation. Eine Auswahl bisher beschriebener T. zeigt die Tab.

    • Tumorvakzine
      • Englischer Begriff: tumor vaccine

      Impfstoff zur aktiven spezifischen Immuntherapie gegen Tumorgewebe (Tumorvakzinierung = Tumorimpfung); enthält als spezifische Komponente Tumor-assoziierte Antigene (Tumorantigene), gegen die die Lymphozyten aktiviert werden sollen, außerdem weitere Komponenten zur unspezifischen Aktivierung des Immunsystems; im Versuchsstadium v.a. zur Therapie von Nierenzell- und Prostatakarzinomen.

    • Tumorverdoppelungszeit
      • Tumor|verdoppelungszeit

      • Englischer Begriff: tumor (volume) doubling time

      die Zeit, die ein Tumor benötigt, um sein Volumen zu verdoppeln; hängt ab vom Labeling-Index (Anteil der DNS produzierenden Zellen in S-Phase), dem Mitose-Index, der Wachstumsfraktion (Anteil der Zellen, die noch am Zellzyklus teilnehmen) u. vom Anteil toter Zellen bzw. neuer Tochterzellen, die absterben.

    • Tumorviren
      • Tumor|viren

      • Englischer Begriff: tumor viruses; oncogenic v.

      Abbildung   Tabelle

      die „onkogenen Viren“ (Tab.), die – neben charakterist. Viruseigenschaften – die Fähigkeit besitzen, normale Zellen in Tumorzellen umzuwandeln (d.h. Neoplasmen bzw. Leukämien zu erzeugen), u. zwar durch Integration des aktiv bleibenden Virusgenoms in die Zelle, wobei bei DNS-Viren die Virus-DNS, bei RNS-Viren das von der Virus-RNS mittels reverser Transcriptase kodierte DNS-Stück an Zell-DNS gebunden ist. Eine Virus-Ätiogenese (als Mitverursacher) gilt heute auch für Neoplasmen des Menschen als wahrscheinlich (z.B. Epstein-Barr-Virus als Cofaktor bei Burkitt-Lymphom u. Nasopharyngeal-Ca.; humanes Papilloma-Virus [HPV] bei Kollumkarzinom; Hepatitisviren bei Leberzellkarzinom); s.a. Abb. Außer der „horizontalen“ Virusübertragung („Protovirus-Theorie“ Temin) gibt es sehr wahrscheinl. auch eine vertikale Weitergabe des Virusgenoms („endogenous virus“; Onkogen).

    • Tumorzelle
      • Tumor|zelle

      • Englischer Begriff: tumor cell

      aus normalen Körperzellen hervorgegangene, durch Änderung des Genoms (s.a. Karzinogenese, Tumorviren) entartete Zelle mit der Fähigkeit des autonomen (unkontrollierten) u. progress. Wachstums. Bezügl. Substratversorgung u. Metabolitenabtransport auf das Wirtsorgan angewiesen; Stoffwechsel (exzessiv) gesteigert u. von dem der Mutterzelle verschieden. Als zytol. Merkmale gelten v.a.: Zellpolymorphie (Anisozytose), zugunsten des Kerns veränderte Kern-Plasma-Relation, Kernpolymorphie (Anisokaryose) u. -hyperchromasie, DNS-Vermehrung, Aneuploidie, vergrößerter Nucleolus.

    • TUMT
      • Synonyme: Abk. für transurethrale Mikrowellen-Thermotherapie

      computergesteuertes Verfahren zur Behandlung von Prostatahyperplasien, bei dem Wärmeenergie mit einem Ballonkatheter über einen Mikrowellensender in die Prostata geleitet wird; das Prostatagewebe wird durch die Wärmezufuhr „abgeschmolzen“.

    • Tunga penetrans
      • Tunga penetrans

      • Synonyme: Dermatophilus pe.; Sarcopsylla pe.

      • Englischer Begriff: chigger

      der aus dem trop. Amerika weltweit verschleppte „Sandfloh“ [Aphaniptera], dessen befruchtetes ♀ sich als stationärer Parasit bei Säugetier u. Mensch in die Haut einbohrt u. dort durch Eireifung zu Erbsengröße anschwillt. Als Reaktion („Tungiasis“) warzenähnl., stark juckende, meist superinfizierte Granulationen mit dunklem Zentrum, v.a. an Füßen (meist interdigital) sowie perianal u. genital.

    • Tunica
      • Tunica

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: tunic(a); coat

      Unterkleid, Hülle; anat Hüllschicht; s.a. Capsula, Fascia, Lamina, Tela.

    • Tunica adventitia
      Tunica
      • T. adventitia

      die äußere dünne Bindegewebsschicht in der Wand von Ductus deferens, Ösophagus, Ureter, Samenbläschen u. Blutgefäßen (s.a. Adventitia).

    • Tunica albuginea
      Tunica
      • T. albuginea

      derbe, weißl. Bindegewebshülle z.B. des Hodens, der Schwellkörper; ferner im Ovar die unter dem Keimepithel gelegene Schicht.

    • Tunica conjunctiva
      Tunica
      • T. conjunctiva

      • Englischer Begriff: conjunctiva

      „(Augen-)Bindehaut“, die Innenfläche der Lider überziehende durchsichtige Schleimhaut (= T. c. palpebralis), die am oberen u. unteren Fornix conjunctivae auf den Augapfel umschlägt (= T. c. bulbi); an Limbus u. Tarsus fixiert, sonst frei beweglich; von Tränenflüssigkeit feucht gehalten.

    • Tunica dartos
      Tunica
      • T. dartos

      Geflecht glatter Muskelfasern (mit elast. Sehnen) in der Skrotalhaut.

    • Tunica elastica
      Tunica
      • T. elastica

      Schicht elastischer Fasern in der Wand der Arterien vom muskulösen Typ (zwischen T. media u. T. intima bzw. Adventitia).

    • Tunica externa
      Tunica
      • T. externa

      bindegewebige Hüllschicht eines Organ(teil)s.

    • Tunica externa 1)
    • Tunica externa 2)
      Tunica  >  Tunica externa
      • 2)

      • Englischer Begriff: outer coat

      Adventitia.

    • Tunica fibrosa
      Tunica
      • T. fibrosa

      • Englischer Begriff: fibrous coat

      faserig-bindegeweb. Organhüllschicht; als T. f. bulbi die Wand des Augapfels (Sclera + Cornea); als T. f. hepatis die „Leberkapsel“ (s.u. Leber); als T. f. lienis die dehnbare „Milzkapsel“ (Flechtwerk kollagener u. elast. Fasern).

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