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  • Urethrozele 3)
    Urethrozele
    • 3)

    • Englischer Begriff: urethrocele

    in die Harnröhre reichender Teil einer Zystozele.

  • Urethrozystographie
    • Urethro|zysto|graphie

    • Englischer Begriff: urethrocystography

    Abbildung

    (Doppel-)Kontrastdarstellung der (♂) Harnröhre u. Harnblase (Kombination von Urethro- u. Zystographie) nach retrograder Injektion des bzw. der Kontrastmittel durch die Harnröhrenmündung; zur Beurteilung der Funktionseinheit Urethra/Prostataregion/Blase. S.a. Miktionsurogramm.

  • Urethrozystoskop
    • Urethro|zysto|skop

    • Englischer Begriff: urethrocystoscope

    für die Harnröhren- u. Blasenhalsbetrachtung (= Urethrozystoskopie) geeignetes Zystoskop („Blasenhalsgerät“); mit Dauerspüleinrichtung, auswechselbarer (Vorblick-, Rückblick- u. Übersichts-)Optik u. Skala zur Bestimmung der Prostatalänge sowie mit flexiblen Zusatzinstrumenten für Eingriffe in der Harnröhre u. -blase (einschließlich der gezielten Einbringung umschlossener Strahler).

  • ureticus
    • ureticus

    • Englischer Begriff: uretic

    den Harn oder die Diurese betreffend.

  • Urge-Inkontinenz
  • Urge-Symptomatik

      Symptomatik, die einhergeht mit starkem Harndrang, häufigem Wasserlassen und Nykturie bei kleinen Urinmengen.

    • Urgeschlechtszellen
      • Ur|geschlechts|zellen

      • Englischer Begriff: primordial germ cells

      große, helle Rundzellen dorsalseitig im Entoderm des primitiven Hinterdarmes, die durch das Mesenterium dorsale zur hinteren Bauchwand u. in die Urnierenfalte wandern, wo sie – zusammen mit Mesenchym – die sog. Keimstränge bilden.

    • Urginea maritima
    • Urhidrosis
      • Ur|(h)idrosis

      • Englischer Begriff: ur(h)idrosis

      vermehrte Harnstoff- u. Harnsäureausscheidung im Schweiß, v.a. bei Urämie. Verursacht urinösen Geruch, Juckreiz, silbrig glänzende, schuppige Hautbeläge.

    • Uricase
      • Uricase

      • Englischer Begriff: uricase

      • Fach: Enzymologie

      Urikase.

    • Uridin
      • Uri|din

      • Englischer Begriff: uridine

      Uracil-N-Ribosid; ein Nucleosid (Pyrimidinribosid) in RNS; s.a. Thymidin, Cytidin.

    • Uridindiphosphat
      • Uridin|di|phosphat

      • Synonyme: UDP (Abk.)

      • Englischer Begriff: uridine diphosphate

      das bedeutendste, v.a. am Kohlenhydratstoffwechsel beteiligte Uridin-Nucleotid, ein energiereicher Phosphorsäureester des Uridins. Wirkt als Coenzym der Glykosidierung. Wichtige Zwischenstoffwechsel- = Intermediärstufen sind z.B. UDP-Galaktose (Vorstufe der Proteoglykane u. Zwischenprodukt der Glucose-Umsetzung zu Galaktose), UDP-Glucose (= „aktive Glucose“; aus der Reaktion von Glucose-1-Phosphat mit Uridintriphosphat hervorgehend), Co-Waldenase (Coenzym der Galakto-isomerase, Vorstufe der Glykogenbiosynthese), UDP-Glucuronsäure („aktive Glucuronsäure“; Reaktionspartner der Glucuronidierung). S.a. UDPG.

    • Uridinmonophosphat
      • Uridinmonophosphat

      • Synonyme: UMP (Abk.)

      • Englischer Begriff: uridine monophosphate

      bei der Biosynthese von Pyrimidin (aus Carbamylphosphat u. Aspartat; über Orotidinmonophosphat) sowie bei Abbau von Nucleinsäuren entstehender Phosphorsäureester des Uridins; Grundbaustein der Nucleotide der Pyrimidinreihe. pharm Anw. als Neuropathiepräparat u. Ophthalmikum bei Katarakt. – Als zyklisches UMP (cUMP) ähnlich wie das zyklische Adenosinmonophosphat an Regulationsprozessen des Stoffwechsels beteiligt.

    • Uridintriphosphat
      • Uridin|tri|phosphat

      • Synonyme: UTP (Abk.)

      • Englischer Begriff: uridine triphosphate

      aus UDP u. ATP gebildetes Uridinnucleotid; wichtiges Coenzym bei zahlreichen Kohlenhydrat-Epimerisierungen u. -Transglykosidierungen.

    • Uridylglucuronyltransferase
      • Uridyl|glucuronyl|transferase

      • Englischer Begriff: uridyl glucuronyl transferase

      in Mikrosomen (im endoplasmatischen Retikulum) der Leberzelle vorhandenes Enzym, das die Propionylsäurereste des Bilirubins mit Glucuronsäure verestert (Bildung aktiv in die Galle ausscheidbaren wasserlöslichen Bilirubindiglucuronids).

    • Urikämie
      • Urik|ämie

      • Englischer Begriff: uric(acid)emia

      Hyperurikämie.

    • Urikase
      • Uri|kase

      • Synonyme: -case; Uratoxidase

      • Englischer Begriff: uricase

      • Fach: Enzymologie

      eine kupferhaltige Oxidase, die aus Harnsäure u. deren Salzen das wesentlich leichter lösliche Allantoin sowie Wasserstoffperoxid bildet (Urikolyse; nicht beim Menschen). – Dient zur Harnsäurebestimmung (anhand des Abfallens der für Harnsäure typischen Extinktionswerte bei 293 bzw. 297 nm nach Urikasezusatz).

    • Urikolyse
      • Uriko|lyse

      • Englischer Begriff: uricolysis

      der bei Säugern (außer Menschen u. Menschenaffen) stattfindende biologisch-enzymatische Abbau (insbes. durch Urikase) der Harnsäure zu Allantoin (s.a. Purinstoffwechsel).

    • Urikopoiese
      • Uriko|poiese

      • Englischer Begriff: uricopoiesis

      im Zwischenstoffwechsel erfolgende Bildung von Harnsäure aus Purinderivaten.

    • Urikostatica
      • Uriko|statica

      • Synonyme: -statika

      Arzneimittel, die die Harnsäurebildung im Stoffwechsel mindern; Wirkst.: v.a. der Xanthinoxidasehemmer Allopurinol; Anw. bei Hyperurikämie.

    • Urikosurica
      • Urikos|urica

      • Synonyme: -urika

      • Englischer Begriff: uricosuric agents

      • Fach: Pharmazie

      Stoffe, die die Harnsäureausscheidung durch die Niere steigern; Wirkst.: z.B. Benzbromaron, Probenecid; Anw. bei Hyperurikämie.

    • Urikosurie
      • Urikos|urie

      • Englischer Begriff: uricosuria

      Hyperurikosurie (= vermehrte Harnsäureausscheidung).

    • Urimeter
      • Uri|meter

      • Englischer Begriff: uricometer

      dem Dauerkatheter anzuschließender Sammelbehälter zur Harnmengenmessung.

    • Urin-Choriongonadotropin-Test
      • Urin-Chorion|gonadotropin-Test

      • Synonyme: UCG-Test (Abk.)

      • Englischer Begriff: urinary choriongonadotropin test

      immunologischer Schwangerschaftstest durch Nachweis von Humanchoriongonadotropin (HCG) im Harn mittels Hämagglutinations-Hemmungsreaktion (mit HCG sensibilisierte Erythrozyten werden durch Anti-HCG-Serum nicht agglutiniert, wenn HCG des zugesetzten Schwangerenharns die Antikörper im Serum bindet).

    • Urina
      • Urin(a)

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: urine

      der Harn. I.w.S. auch das Harnen.

      • U. jumentosa
        trüber Harn (ähnlich dem der Pferde; jumentum = Zugtier)... (mehr)
      • U. spastica
        plötzliche Harnflut (1–2 l, wenig konzentriert) im Anschluss an Harnsperre... (mehr)
    • Urina jumentosa
      Urin(a)
      • U. jumentosa

      • Englischer Begriff: cloudy u.

      trüber Harn (ähnlich dem der Pferde; jumentum = Zugtier).

    • Urina spastica
      Urin(a)
      • U. spastica

      plötzliche Harnflut (1–2 l, wenig konzentriert) im Anschluss an Harnsperre, z.B. infolge paroxysmaler Tachykardie, Angina pectoris, Nierenkolik.

    • Urinaktivator
      • Urin|aktivator

      Urokinase.

    • Urinal
      • Urinal

      • Synonyme: Urodochium

      • Englischer Begriff: urinal

      schlauch- oder flaschenförmiger Behälter zum Harnauffangen bei Harninkontinenz, am Conduit; mit einem den Penis bzw. die Vulva umgreifenden Ansatzstück u. einer Haltevorrichtung (am Oberschenkel).

    • urinalis
      • urinalis

      • Synonyme: urinarius

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: urinary

      den Harn betreffend.

    • Urinexkretionstest
      • Urin|exkretionstest

      • Englischer Begriff: urinary excretion test

      • Fach: Hämatologie

      Schilling-Test.

    • urinös
      • Synonyme: urinosus

      • Englischer Begriff: urinous

      Harn(bestandteile) betreffend oder enthaltend, harnartig.

    • Urinphlegmone
      • Urin|phlegmone

      • Englischer Begriff: urinary phlegmon

      aus einer Harninfiltration durch sekundäre Infektion hervorgehende Phlegmone.

    • Urinstatus
      • Urin|status

      • Englischer Begriff: urinalysis

      das Gesamt der klinisch wichtigen Laborbefunde im Harn; s.a. Harnsediment.

    • Urmund
      • Ur|mund

      • Englischer Begriff: protostoma

      • Fach: Embryologie

      Blastoporus.

    • Urniere
      • Ur|niere

      • Synonyme: Mesonephros

      • Englischer Begriff: wolffian body; mesonephros

      die an der hinteren Zölomwand (kaudal der Vorniere) angelegte Niere der Embryonalphase. Aus ihren Kanälchen entsteht – unter Vereinigung mit dem Vornierengang – der U.-Gang (der Wolff-Gang = primärer Harnleiter). Beim Menschen bleiben Reste der U. erhalten als Appendix epididymidis, Paradidymis, Ductuli efferentes, Ductus deferens u. Vesicula seminalis bzw. (♀) Par- u. Epoophoron u. Gartner-Gang.

    • Urobilin
      • Uro|bilin

      • Englischer Begriff: urobilin

      die durch Sauerstoffeinwirkung aus ihren farblosen Vorstufen (Urobilinogen) hervorgehenden Bilirubin-Abbauprodukte. – Ihre Ausscheidung (in Harn u. Stuhl) ist vermehrt (> 150 mg/d) bei Leberparenchymerkrankungen, gesteigerter Hämolyse, fehlt dagegen bei Verschluss der Gallenwege; s.a. Urobilin-Quotient. Der qualitative Nachweis im Harn erfolgt mit Schlesinger-Reagens.

    • Urobilin-Quotient
        Abbildung

        Parameter (Normalwert um 1) für die Funktion der Leberzelle, die normalerweise nur einen kleinen Teil des Urobilins in den Kreislauf u. damit zur Niere gelangen lässt (bei Leberparenchymschaden vermehrt). S. Formel.

      • Urobilinogen
        • Uro|bilino|gen

        • Englischer Begriff: urobilinogen

        im Dickdarm bakteriell entstehendes farbloses Abbauprodukt des Bilirubins. Wird z.T. rückresorbiert u. in der Leber abgebaut, z.T. aber auch erneut mit der Galle ausgeschieden (= enterohepatischer Kreislauf), z.T. mit dem Harn ausgeschieden (Urobilinogenurie). Ist das in drei optisch unterschiedlichen Formen (d-U.; i-U. = Mesobilirubinogen; l-U. = Stercobilinogen, im Allg. die Hauptkomponente in Harn u. Stuhl) vorkommende Chromogen des Urobilins. Der Nachweis (in frischem, abgekühltem Harn) erfolgt mit Ehrlich-Aldehydprobe + verdünnter Salzsäure (Rotfärbung; unspezifisch), ammoniakalischer Silbernitratlösung (violett beim Erwärmen), v.a. mit Schnelltests mit Diazoniumsalzen (u. Vergleich mit Farbstandard; z.B. Ubg-Merckgnost®, Ugen-Test, Urobilistix®, Bilugen-Test®).

      • Urobilinogenurie
        • Urobilinogen|urie

        • Englischer Begriff: urobilinogenuria

        die Urobilinogenausscheidung im Harn (normal gering: 3–25 mg/24 Std.; nur in den ersten Std. des Lebens fehlend); i.e.S. die Hyperurobilinogenurie bei Transportstörung der Leberzelle u. vermehrtem Angebot (z.B. Hämolyse); Urobilin-Quotient.

      • Urobilinoide
        • Uro|bili|noide

        • Englischer Begriff: urobilinoids

        die Urobiline u. ihre farblosen Vorstufen.

      • Urobilinurie
        • Uro|bilin|urie

        • Englischer Begriff: urobilinuria

        Ausscheidung u. Vorkommen von Urobilin im Harn; vermehrt im abgestandenen Harn durch licht- u. luftinduzierte Umwandlung von Urobilinogen sowie im frischen Harn bei Leberparenchymschäden, Hämolyse. Fehlt bei Gallenwegsverschluss (da keine Vorstufen im Darm).

      • Urocanase
        • Uro|canase

        • Englischer Begriff: urocanase

        s.u. Urocan(in)säure.

      • Urocaninsäure
        • Urocan(in)säure

        • Synonyme: UCS (Abk.)

        • Englischer Begriff: urocanic acid

        4(5)-Imidazolacrylsäure; ein Histidin-Abbauprodukt (durch Histidase). Im menschlichen Schweiß als photoprotektive (UV absorbierende) Substanz enthalten. Wird durch Urocanase abgebaut zu l-4-Imidazolon-5-propionsäure, von deren drei Abbauwegen der zu Formimino-Tetrahydrofolsäure führende bei Folsäure-Mangel nur bis zur N-Formimino-glutaminsäure geht (diese ist im Harn nachweisbar).

      • Urochezie
        • Uro|chezie

        • Englischer Begriff: urochezia

        Harnentleerung durch den After (bei in den Darm mündender innerer Harnfistel, bei Ureter-Darm-Anastomose).

      • Urochrome
        • Uro|chrome

        • 1)
          die Harnfarbstoffe; unterschieden als rote u. gelbe Fraktion (Urobilin-... (mehr)
        • 2)
          Urobilinoide... (mehr)
      • Urochrome 1)
        Urochrome
        • 1)

        • Englischer Begriff: urochromes

        die Harnfarbstoffe; unterschieden als rote u. gelbe Fraktion (Urobilin- bzw. Urochromfraktion) sowie als ungefärbte Proteinsäuren (= Histidinfraktion; u.a. das Urorosein). I.e.S. die gelben Farbstoffe, die oxidativ aus Urochromogenen (Klasse Oxyproteinsäuren) entstehen (= Urochrom A u. B; machen 95% des Harnfarbwertes aus), sind – als Hämoglobinabbauprodukte – bei bestimmten Krankheiten vermehrt u. stellen das eigentliche Substrat der Diazo-Reaktionen dar, bilden als „Restfarbstoffgruppe“ (Abderhalden) zusammen mit Urobilin u. Uroerythrin die normale Harnfarbe.

      • Urochrome 2)
      • Urodochium
        • Uro|dochium

        • Englischer Begriff: urodochium

        Urinal.

      • Urodynamik
        • Uro|dynamik

        • Englischer Begriff: urodynamics

        Lehre von Harntransport u. Harnentleerung; s.a. Zystometrie, Uroflowmetrie.

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